208.Inf.Division "Reinfassung"

  • Verwaltungs-und Ordnungsdienste 208


    Verpflegungsamt 208


    Leiter des V.A. : Oberzahlmeister Zobel
    1.Mitarbeiter : Oberzahlmeister Heine
    2.Mitarbeiter : Zahlmeister d.R. Heinze
    3.Mitarbeiter : Zahlmeister d.R. Brudna
    4.Mitarbeiter : Zahlmeister d.R. Schulz
    5.Mitarbeiter : Zahlmeister d.R. Welzel
    6.Mitarbeiter : Zahlmeister d.R. Berndt


    Divisions-Feldkasse


    Zahlmeister : Stabszahlmeister Nissen
    Zahlmeister : Kriegs-Verwaltungsinspektor Steffahn


    Schlächtereizug 208


    Einheitsfhr. : Vetäriner d.R. Dr. Schultze
    Leiter d. Schlächterei-Verwaltung : Oberzahlmeister Riehl


    Bäckereikompanie 208


    Kp.Führer : Hauptmann d.L. Oemke
    Zugfhr. : Oberleutnant d.R.a.D. Hintner
    Zugfhr. : Leutnant d.R.a.D. Graf
    Leiter d. Bäckerei-Verwaltung : Oberzahlmeister Hanke


    Feldgendamerietrupp 208


    Führer : Leutnant Klingenberg
    Zugfhr. : Stabsfeldwebel Baensch


    Feldpostamt 208


    Leiter : Feldpostmeister Schulz


    Ende


    Quelle: KTB 208.ID,NARA T315 R1609;

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  • Verband : 208.Infanterie-Division
    Unterstellungsverhältnis : XXIII.A.K.


    Meldung vom 1.August 1943


    1.Personelle Lage am Stichtag


    a) Fehlstellen :


    Offiziere : 147 Tr.Offz. , 5 San.Offz. , 3 Vet.Offz.
    Unteroffiziere . 1145
    Mannschaften : 5371
    Hilfswillige : 466


    b)Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit vom 1.Juli bis 31.Juli


    Offiziere :


    Tot : 20
    Verwundet : 76
    Vermisst : 13
    Krank : 3
    sonst. Abgänge : 5


    Uffz. u. Mannschaften :


    Tot : 480
    Verwundet : 2450
    Vermisst : 630
    Krank : 185
    sonst. Abgänge : 28


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz


    Offiziere :


    20 davon 4 Genesene


    Uffz. u. Mannschaften :


    812 davon 370 Genesene


    2.Materielle Lage


    Kraftfahrzeuge


    Kräder :


    mit angetr.Bwg. : 82 davon einsatzfähig 24%
    Sonstige : 163 davon einsatzfähig 54%


    PKW


    Geländegängig : 41 davon einsatzfähig 9%
    Handelsübl. : 146 davon einsatzfähig 80%


    LKW


    Geländegängig : 75 davon einsatzfähig 12%
    Handelsübl. : 239 davon einsatzfähig 91%
    Tonnage : 408 t


    Waffen


    s.PAK : 24 davon einsatzfähig 3 - 7,5cm Pak 40 u. 1 - 7,62cm Pak 36
    Artl.Gesch. : 27 davon einsatzfähig 59%
    M.G. : 522 davon einsatzfähig 23%


    Werturtei des Kommandeurs


    Die Division lag in der Berichtszeit nordostw. Bolchow zunächst in Stellung und kämpfte ab Mitte des Monats im Rahmen der Abwehrschlacht um Orel.
    Bei den Kämpfen wirkte sich die zu kurze Auffrischungszeit nach den Winterkämpfen,der dadurch bedingte unvollkommene Ausbildungsstand der Truppe und das vielfach unzureichende Niveau des Offz.- und Unterführerersatzes nachteilig aus.
    Das durch zu grosser Abschnittsbreite bedingte Fehlen ständiger Einwirkung der Führer und Unterführer auf ihre Soldaten erwies sich als weiterer wesentlicher Mangel.
    Auf materiellem Gebiet machte sich das Fehlen ausreichender Zugmittel für s.Pak ungünstig bemerkbar.
    Die Division hat in den Kämpfen rund 3600 Mann Gefallene,Vermisste und Verwundete verloren,darunter einen hohen Anteil an Führern und Unterführern.Ihre infanteristische Kampfstärke beträgt noch ca. 1600 Köpfe.
    Auf materiellem Gebiet sind ebenfalls starke Ausfälle eingetreten.
    Die Division hat u.a. an schweren Waffen 16 le. , 17 m. , 9 s.Pak und 10 le.F.H. verloren.
    Die Zahl der durch Feindeinwirkung verlorenen Kfz. beträgt 10%.
    Von der grossen Zahl der instandsetzungsbedürftigen Kfz. wird ein Teil nicht wiederhergestellt werden können,weil sie entweder unter die Sperrtypen fallen oder Ersatzteile dafür fehlen.
    Die Division benötigt nach diesen hohen Ausfällen an Menschen,Waffen und Gerät zur Wiederherstellung ihrer Einsatzbereitschaft eine vollständige personelle und materielle Auffrischung mit einer 3-monatigen Ausbildungszeit,die ein festes Zusammenschweissen der Einheiten mit ihren Führern und Unterführern gewährleistet.
    Die Zuführung von schweren Waffen,insbesondere s.Pak,s.I.G. und einer schweren Art.Abt. ist dabei dringend erwünscht.
    Der Gesundheitszustand der Truppe ist trotz des hinter ihr liegenden harten Einsatzes und vielfacher Entbehrungen befriedigend.
    Der Gesundheitszustand der Pferde ist gut.
    Der Kräftezustand ist infolge von Verlegungsmärschen bei ungünstigen Witterungs- und Wegeverhältnissen etwas zurückgegangen.
    Der Geist der Truppe ist gut.
    Die Stimmung ist zuversichtlich und wird durch die nach kurzer Urlaubssperre wieder anlaufenden Kartenzuteilung günstig beeinflusst.
    Der Ende des Monats in und um Karatschew versammelte Rest der Division ist nur bedingt zur Verteidigung geeignet.


    Der Divisionskommandeur
    m.d.F.b.
    Piekenbrock
    Generalmajor



    Quelle . KTB XXIII.A.K.

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  • Infanterie-Regiment 309


    Oberstleutnant Geisler , Rgt.Keur. , am 7.9.39 Freitod;
    Oberleutnant Groche , Zg.Fhr. 1./IR 309 , am 12.9.39 verw. am 13.9.39 gestorben;
    Leutnant Roß , Zg.Fhr. 1./IR 309 , am 12.9.39 verwundet;
    Oberleutnant Topp , Zg.Fhr. 4./IR 309 , am 12.9.39 gefallen;
    Oberleutnant Walter , Zg.Fhr. 4./IR 309 , am 12.9.39 verwundet;
    Leutnant Papke , Zg.Fhr. 5./IR 309 , am 12.9.39 verw. am 13.9.39 gestorben;
    Leutnant Hodurek , Zg.Fhr. 6./IR 309 , am 12.9.39 verw. am 13.9.39 gestorben;


    Infanterie-Regiment 337


    Leutnant Momsen , Zg.Fhr. 1./IR 337 , am 17.9.39 gefallen;
    Leutnant Merker , Zg.Fhr. 4./IR 337 , am 17.9.39 verwundet;
    Leutnant Zoerner , Zg.Fhr. 7./IR 337 , am 17.9.39 verwundet;


    Infanterie-Regiment 338


    Hauptmann Dorst , Kp.Fhr. 4./IR 338 , am 12.9.39 gefallen;
    Oberleutnant Daiber , Zg.Fhr. 4./IR 338 , am 12.9.39 gefallen;
    Leutnant Stiebner , Zg.Fhr. 4./IR 338 , am 12.9.39 gefallen;
    Oberleutnant Rode , Ord.Offz. I./IR 338 , am 12.9.39 verwundet;
    Leutnant Otto , Zg.Fhr. 2./IR 338 , am 12.9.39 verwundet;
    Oberleutnant Neumann , Zg.Fhr. 3./IR 338 , am 12.9.39 verwundet;
    Oberleutnant Britt , Zg.Fhr. 6./IR 338 , am 12.9.39 verwundet;
    Leutnant Coch , Zg.Fhr. 7./IR 338 , am 12.9.39 verwundet;


    Pionier-Bataillon 208


    Hauptmann Thomas , Btl.Kdr. Pi.Btl.208 , am 17.9.39 verwundet;
    Leutnant Hinze , Zg.Fhr. 2./Pi.Btl.208 , am 17.9.39 gefallen;
    Leutnant Brote , Zg.Fhr. 2./Pi.Btl.208 , am 17.9.39 verwundet;


    Quelle: KTB 208.ID,NARA T315 R1609;

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  • Infanterie-Regiment 309


    Leutnant Raube , Zg.Fhr. 4./IR 309 , am 16.1.1942 gefallen;
    Oberleutnant Müller , Kp.Fhr. 11./IR 309 , am 16.1.1942 verwundet worden;


    Infanterie-Regiment 337


    Leutnant Jeske , Zg.Fhr. IR 337 , am 9.1.1942 gefallen;
    Oberleutnant Schneider , Kp.Fhr. 3./IR 337 , am 9.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant König , Zg.Fhr. 11./IR 337 , am 9.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Kiene , Zg.Fhr. 3./IR 337 , am 15.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Geschwander , Zg.Fhr. 5./ IR 337 , am 16.1.1942 gefallen;
    Oberleutnant Olthoff , Adj. II./IR 337 , am 16.1.1942 verwundet worden;
    Oberleutnant Mundt , Kp.Fhr. 11./IR 337 , am 16.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant von Prittwitz , Zg.Fhr. 11./IR 337 , am 16.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Bauermeister , Zg.Fhr. 11./IR 337 , am 16.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Peter , Zg.Fhr.12./IR 337 , am am 16.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Hoeppner , Zg.Fhr. 6./IR 337 ,am 17.1.1942 verwundet worden;
    Oberleutnant Friedhoff , Adj. II./IR 337 , am 18.1.1942 gefallen;
    Leutnant Friedrich , Pi.Zg.Fhr. Stabskompanie/IR 337 , am 18.1.1942 gefallen;
    Leutnant Kurtzahn , Kp.Fhr. 11./IR 337 , am 21.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Schwarz , Zg.Fhr. 6./IR 337 , am 22.1.1642 verwundet worden;
    Leutnant Eversheim , Kp.Fhr. 6./IR 337 , am 23.1.1942 gefallen;
    Oberleutnant Fähser , Kp.Fhr. 2./IR 337 , am am 23.1.1942 gefallen;
    Leutnant Prüget , Kp.Fhr. 12./IR 337 , am 23.1.1942 gefallen;
    Leutnant Rolle , Kp.Fhr. 3./IR 337 , am 26.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Brinkmann , Ord.Offz. IR 337 , am 27.1.1942 gefallen;


    Infanterie-Regiment 338


    Major Ristow , Btl.Kdr. I./IR 338 , am 8.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Jagmann , Zg.Fhr. 2./IR 338 , am 9.1.1942 gefallen;
    Oberleutnant Reimann , Kp.Fhr. 1./IR 338 , am 10.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Graupmann , Ord.Offz. IR 338 , am 10.1.1942 verwundet worden;
    Vetäriner Dr. Halbfass , Rgt.Vet. IR 338 , am 10.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant von Kries , Zg.Fhr. 8./IR 338 , am 14.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Burgard , Zg.Fhr. 2./IR 338 , am 15.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Wilsch , Zg.Fhr. 7./IR 338 , am 15.1.1942 verwundet worden;
    Oberleutnant Munser , Kp.Fhr. 7./IR 338 , am 26.1.1942 verwundet worden;


    Artillerie-Regiment 208


    Leutnant Jaeger , Adj. I./AR 208 , am 27.1.1942 verwundet worden;
    Leutnant Neumann , Bat.Offz. 2./AR 208 , am 27.1.1942 verwundet worden;


    Pionier-Bataillon 208


    Leutnant Küster , Zg.Fhr. Pi.Btl.208 , am 18.1.1942 gefallen;


    Panzerjäger-Abteilung 208


    Leutnant Krenckel , Zg.Fhr. Pz.Jg.Abt.208 , am 24.1.1942 gefallen;


    Quelle : KTB 2.Pz.Armee , NARA T 313 R 108;



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  • Infanterie-Regiment 309

    Leutnant Anft , Kp.Fhr. 12./IR 309 , am 5.3.1942 verwundet worden;
    Leutnant Friemelt , Kp.Fhr.11./IR 309 am 5.3.1942 gefallen;
    Leutnant Joachim , Adj. I./IR 309 , am 9.3.1942 verwundet worden;


    Infanterie-Regiment 337

    Februar 42
    Leutnant Gerber , I./IR 337 , am 2.2.1942 verwundet worden;
    Leutnant Rieling , Zg.Fhr. 1./IR 337 , am 13.2.1942 verwundet worden;
    Leutnant Splettstösser , Kp.Fhr. 3./IR 337 , am 20.2.1942 verwundet worden;


    März 42
    Leutnant Reinlein , Zg.Fhr. 5./IR 337 , am 4.3.1942 , verwundet worden;
    Oberleutnant Schomacker , Adj. IR 337 , am 16.3.1942 verwundet worden;


    Infanterie-Regiment 338

    Februar 42
    Leutnant Falkenthal , St.Kp./IR 338 , am 4.2.1942 gefallen;
    Musikmeister Spahn , Rgt.Musik/IR 338 , am 11.2.1942 verwundet worden;
    Hauptmann Noack , Kdr. II./IR 338 , am 14.2.1942 gefallen;
    Assistenz-Arzt Dr. Müller , Btl.Arzt II./IR 338 , am 14.2.1942 gefallen;
    Leutnant Linsenbarth , Kp.Fhr. 1./IR 338 , am 17.2.1942 verwundet worden;
    Hauptmann von Wedelstädt , Btl.Kdr. I./IR 338 , am 17.2.1942 gefallen;


    März 42
    Hauptmann Lange , Kp.Fhr. 2./IR 338 , am 15.3.1942 verwundet worden;


    Artillerie-Regiment 208

    Februar 42
    Leutnant Graebe , Bat.Fhr. 2./AR 208 , am 18.2.1942 verwundet worden;


    März 42
    Leutnant Timpe , Bat.Fhr. 10./AR 208 , am 15.3.1942 verwundet worden;


    Pionier-Bataillon 208

    Leutnant Peters , Zg.Fhr. 2./PI.Btl.208 , am 5.3.1942 gefallen;


    Nachrichten-Abteilung 208

    Leutnant Rebner , Zg.Fhr. 1./Nachr.Abt. 208 , am 8.3.1942 verwundet worden;


    Quelle: KTB 2.Pz.Armee , NARA T 313 R 108;

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  • Hallo ,


    bei den schweren Abwehrkämpfen vom 21.2.1943 bis 20.3.1943,im Raum nördlich von Shisdra,hatte die 208.ID folgende Verluste.


    Verluste vom 21.2.43 bis 28.2.43
    Offiziere
    15 Gefallen
    41 Verwundet
    2 Vermisst
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    710 Gefallen
    1476 Verwundet
    217 Vermisst


    Verluste vom 1.3.43 bis 10.3.43
    Offiziere
    4 Gefallen
    12 Verwundet
    1 Vermisst
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    155 Gefallen
    610 Verwundet
    47 Vermisst


    Verluste vom 11.3.43 bis 20.3.43
    Offiziere
    1 Gefallen
    1 Verwundet
    0 Vermisst
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    35 Gefallen
    141 Verwundet
    2 Vermisst


    Quelle: KTB Korps Scheele,NARA T314-R31

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  • Verband: 208.Infanterie-Division
    Unterstellungsverhältnis : Gen.Kdo. XXXXVII. Pz.Korps


    Meldung vom 24.4.1942


    1.Personelle Lage am Stichtag

    a) Fehlstellen

    Offiziere: 65
    Beamte: 12
    Unteroffiziere: 468
    Mannschaften: 1986


    b) Verluste in der Berichtszeit (von 19.3.42 bis 19.4.42)


    Offiziere
    Tot: 1
    Verwundet: 7
    Krank: 4
    Vermisst: 0
    sonstige Abgänge: 3


    Unteroffiziere
    Tot: 10
    Verwundet: 34
    Krank: 47
    Vermisst: 3
    sonstige Abgänge: 16


    Mannschaften
    Tot: 40
    Verwundet: 171
    Krank: 229
    Vermisst: 21
    sonstige Abgänge: 72


    c) in der Berichtszeit eingetroffener Ersatz


    Offiziere
    Aktiv: 0
    Reserve: 5
    Landwehr: 0


    Unteroffiziere
    Aktiv: 1
    Reserve: 9
    Landwehr: 0


    Mannscahften
    Aktiv: 0
    Reserve: 391
    Landwehr: 0


    2. Materielle Lage (Fehlbestand)


    Pferde: 776


    Waffen


    s.M.G.: 37
    l.M.G.: 148
    s.Gr.W.: 19
    l.Gr.W.: 26
    I.G.: 2
    Pak: 22
    Pz.B.: 25
    Karabiner: 1932
    Pistolen: 1603
    M.P.: 244
    Seit.Gew.: 3207


    Fahrzeuge


    besp.Fahrz.: 9
    Kräder: 7
    Lkw: 7
    Pkw: 6
    Fahrräder: 12


    Gerät


    Nachrichtengerät:
    1 Blink-Gerät für Beladung eines Nachr.Werkstatt Kw.
    200 km schw. Feldkabel
    80 km le. Feldkabel


    3) Werturteil des Kommandeurs


    Gesundheits- und Kräftezustand der fechtenden Truppe ist befriedigend.
    Kein gehäuftes Auftreten von Infektionskrankheiten.Verlausung noch erheblich.
    Kräftezustand der Pferde durch Mangel an Futtermitteln nunmehr bedrohlich abgesunken.
    Von den 5 Bataillonen der Infanterie bestehen bei 6 Kompanien nur noch die Stämme.
    Die übrigen Kompanien haben Kampfstärken von 30-60 Mann.
    5 Kompanien sind nicht mit Offizieren besetzt.
    Die Infanterie ist daher nur für den augenblicklichen Stellungskrieg einsatzbereit.
    Ein Aufbau ist nur nach Zuführung von Offiziers-Ersatz durchführbar.
    Die Artillerie und die übrigen bespannten Truppen sind wegen Fehlstellen an Pferden und
    Erschöpfung der Pferde nicht bewegungsfähig.
    Die Division ist nur für den augenblicklichen Stellungskrieg einsatzbereit.


    Scheele
    Generalmajor u. Divisionskommandeur


    Quelle: KTB 208.ID,BAMA RH 26-208;

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    Edited once, last by Michael Jörchel ().

  • Verband: 208.Infanterie-Division
    Unterstellungsverhältnis : Gen.Kdo. XXXXVII. Pz.Korps


    Meldung vom 20.5.1942


    1.) Fehlbestand am Stichtag der Meldung


    a) Personal:
    Offiziere: 54
    Beamte: 13
    Unteroffiziere: 454
    Mannschaften: 1957


    b) Pferde: 1012


    c) Waffen:
    l.M.G.: 147
    s.M.G.: 37
    s.Gr.W.: 19
    l.Gr.W.: 26
    I.G.(18): 2
    Pak 3,7cm: 22
    Maschinenpistolen: 244
    Panzerbüchsen: 25
    Karabiner: 1932
    Seitengewehre: 3207
    Pistolen: 1603


    d) Fahrzeuge:
    bespannte Fahrzeuge: 13
    Kräder: 2
    Kraftwagen: 2


    e) Gerät:
    Nachrichten-Gerät:
    1 Satz Fe. Gerät für mittl. Fe. Tr. b
    1 Satz Fe. Gerät für gr. Fe. Tr. a
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. b
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. b ber.
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. f
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. f ber.
    3 Satz Fu. Gerät Fu l TE
    1 Satz Sammler-Ladegerät
    2 Satz Fe. Gerät für kl. Fe. Tr. a
    12 Satz kl. Fe. Gerät
    1 Satz Fe. Gerät b Baumaterial Nr. 3
    3 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. d
    2 Satz kl. Blink-Gerät
    2 Langwellen-Empfänger
    2 Fu. Horchgeräte V


    2.) Verluste in der Berichtszeit vom 19.4.42 bis 15.5.42
    Offiziere:
    Tot: 0
    Verwundet: 2
    Krank: 2
    Vermisst: 0
    sonstige Abgänge: 3
    Unteroffiziere:
    Tot: 4
    Verwundet: 6
    Krank: 20
    Vermisst: 2
    sonstige Abgänge: 30
    Mannschaften:
    Tot: 12
    Verwundet: 31
    Krank: 110
    Vermisst: 16
    sonstige Abgänge: 140


    3.) In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz:
    Offiziere:
    Aktiv: 1
    Reserve: 7
    Landwehr: 0
    Unteroffiziere:
    Aktiv: 8
    Reserve: 54
    Landwehr: 0
    Mannschaften:
    Aktiv: 0
    Reserve: 522
    Landwehr: 0


    4.) Werturteil des Kommandeurs:
    Gesundheits- und Kräftezustand der fechtenden Truppe ist gut.
    Der Kräftezustand der Pferde bessert sich langsam.Die bespannten Einheiten sind jedoch noch
    nicht voll bewegungsfähig.
    Von den 5 Infanterie-Bataillonen sind augenblicklich vier mit Kampfstärken von 50-70 Mann eingesetzt.
    Das fünfte Bataillon wird in etwa 14 Tagen neu aufgestellt und einsatzbereit sein.
    Offiziers-Lage äußerst angespannt, da von 5 Bataillons-Führern nur 2 geeignet.
    Ein Aufbau der Division ist nur nach Zuführung von Offizieren (Btl.-und Kp.Führern)
    durchführbar.
    Infolge des Fehlbestandes an L.M.G. und schw. Inf. Waffen ist die Kampfkraft der Infanterie
    gemindert.
    Stimmung der Truppe ist gut und zuversichtlich.
    Die Division ist zur Abwehr voll,nach Zuführung von Offizieren und Infanterie-Waffen auch für
    begrenzte Angriffsaufgaben geeignet.


    Scheele
    Generalmajor u. Divisionskommandeur


    Quelle: KTB 208.ID , BAMA RH 26-208;

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  • Verband: 208.Infanterie-Division
    Unterstellungsverhältnis : Gen.Kdo. XXXXVII. Pz.Korps


    Meldung vom 20.6.1942


    1.) Fehlbestand am Stichtag der Meldung


    a) Personal:
    Offiziere: 35
    Beamte: 16
    Unteroffiziere: 495
    Mannschaften: 2205


    b) Pferde: 593


    c) Waffen:
    le.M.G.: 138
    s.M.G.: 37
    s.Gr.W.: 17
    le.Gr.W.: 20
    le.I.G.: 12
    s.I.G.: 6
    Pak:
    3,7cm: 9
    5cm: 6
    M.P.: 306
    Karabiner: 3265
    Seitengewehre: 4812
    Pistolen: 1288
    s.F.H.: 9


    d) Fahrzeuge:
    bespannte Fahrzeuge: 19
    Kräder: 11
    Pkw: 15
    Lkw: 11
    Z.Kw.: 1


    e) Gerät:
    Nachrichten-Gerät:
    1 Satz Fe.Spr. , Fu. und Blink-Ger. für Beleg. eines Nachr.Werkst.Kw.
    200 km s. Feldkabel
    80 km le. Feldkabel
    1 Satz Fsp. Gerät für mittl. Fe. Tr. b
    1 Satz Fe. Gerät für großen Fe. Tr. a
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. b
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. b ber.
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. f
    2 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. f ber.
    3 Satz Fu. Gerät für Fu. l TE
    1 Satz Sammler-Ladegerät
    2 Fe. Gerät für kl. Fe. Tr. a
    8 Satz kl. Fe.Gerät
    3 Satz Fu. Gerät für Torn. Fu. Tr. d
    2 Satz Fu. Horchgeräte V


    2.) Verluste in der Berichtszeit vom 15.5.1942 bis 15.6.1942
    Offiziere:
    Tot: 1
    Verwundet: 1
    Krank: 4
    Vermisst: 0
    sonstige Abgänge: 0
    Unteroffiziere:
    Tot: 3
    Verwundet: 6
    Krank: 30
    Vermisst: 0
    sonstige Abgänge: 6
    Mannschaften:
    Tot: 5
    Verwundet: 38
    Krank: 100
    Vermisst: 2
    sonstige Abgänge: 15


    3.) In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz:
    Offiziere:
    Aktiv: 1
    Reserve: 15
    Landwehr: 0
    Unteroffiziere:
    Aktiv: 0
    Reserve: 0
    Landwehr: 0
    Mannschaften:
    Aktiv: 0
    Reserve: 39
    Landwehr: 0


    4.) Werturteil des Kommandeurs
    Der Gesundheits- und Kräftezustand der Truppe ist im allgemeinen recht gut.
    Vereinzelt sind noch Erkältungserscheinungen und Infektionskrankheiten aufgetreten.
    Die Verlausung hat abgenommen.
    Der Kräftezustand der Pferde hat sich durch Ausnutzung der Weidemöglichkeiten wesentlich gebessert.
    Die Masse der Pferde ist jedoch zu größeren Anstrengungen noch nicht befähigt.Der Futterzustand der
    neu zugewiesenen Panjepferde ist zum Teil schlecht.
    Die bespannten Einheiten sind daher zum überwiegenden Teil noch nicht voll bewegungsfähig.
    Der Zustand der vorhandenen Waffen und Geräte ist gut.
    Eine Zuweisung der fehlenden s.M.G. und schweren Inf.Waffen würde die Kampfkraft der Infanterie
    erheblich steigern.
    Mangel besteht an 8 cm Wurfgranaten und an Leuchtmunition.
    Das Gasmaskengerät ist vollzählig.Der Zustand der Bekleidung und Ausrüstung ist bei der fechtenden
    Truppe infolge ständigen Einsatzes z.T. erneuerungsbedürftig.
    Offiziers-Lage äußerst angespannt,da von 8 Btl. nur drei von hierfür geeigneten Offizieren geführt werden.
    Als Kp.-Führer sind z.T. noch sehr junge Offiziere eingesetzt.
    Die Kampfstärken der Kp. der 5 eingesetzten Bataillonen bewegen sich z.Z. zwischen 50 und 60 Mann,
    die Kampfstärke des im Antransport befindlichen IR 309 beträgt im Durchschnitt je Kp. 40 Mann.
    Der Ausbildungszustand wurde durch laufend durchgeführte Lehrgänge wesentlich gehoben.
    Stimmung und Haltung der Truppe ist gut und zuversichtlich.
    Die Division ist zur Abwehr voll,nach Zuführung von Offizieren (Btl.-Führer) ,neuen Ersatz und schw.Inf.Waffen
    für alle Kampfhandlungen geeignet.


    i.V. Jolasse
    Oberst


    Quelle: KTB 208.ID , BAMA RH 26-208;

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  • Verband. 208.Infanterie-Division
    Unterstellungsverhältnis: Gen.Kdo. LIII.AK


    Meldung vom 1.5.1943


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a) Fehlstellen


    Offiziere : 62
    Unteroffiziere : 633
    Mannschaften : 1428
    Hilfswillige : 389


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43


    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 2
    sonst. Abgänge : 4


    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Tot : 4
    Verwundet : 11
    Vermisst : 1
    Krank : 276
    sonst. Abgänge : 51


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz (einschl. Marschbataillon 208/5)


    Offiziere
    Ersatz : 22
    Genesene : 4


    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Ersatz : 1073
    Genesene : 146


    2. Materielle Lage


    Kräder
    Soll : 83
    Einsatzbereit in % : 25,3%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 14,4%


    PKW geländegängig
    Soll : 45
    Einsatzbereit in % : 8,8%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) :4,4%


    PKW handelsüblich
    Soll : 140
    Einsatzbereit in % : 55%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 40,7%


    LKW geländegängig
    Soll : 65
    Einsatzbereit in % : 16,9%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 4,6%


    LKW handelsüblich
    Soll : 240
    Einsatzbereit in % : 77%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 35%


    Zugkraftwagen
    Soll : 20
    Einsatzbereit in % : 20%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    3.Pferdefehlstellen


    791


    4.Waffen


    s.Pak
    Soll : 24
    Einsatzbereit : 2- 7,5 cm (f) , 7- 7,62 cm (r) , 3- 7,5 cm Pak 40
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 1- 7,5 cm (f)


    Arillerie-Geschütze
    Soll : 27
    Einsatzbereit : 26
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 1


    MG
    Soll : 526
    Einsatzbereit : 338 + 91 Beute MG


    4. Werturteil des Kommandeurs


    Die Division ist im Berichtsmonat während der Schlammperiode bei sehr schwierigen Wegeverhältnissen verlegt worden.
    Ein verstärktes Gren.Regiment war für eine Woche in Stellung,ein verstärktes Bataillon für wenige Tage zur Bandenbekämpfung eingesetzt.
    Für die Masse der Division stand die Ordnung der Verbände , die laufende Instandsetzung und die Ausbildung nach beendeten
    Antransport im Vordergrund.Im letzten Drittel liefen daneben die Vorbereitungen zur Herstellung der Marschbereitschaft. Gleichzeitig
    wurde die Umgliederung der Division eingeleitet.
    Der Gesundheitszustand der Truppe ist gut.Die Zunahme der Fleckfiebererkrankungen -durch die Unterbringungsverhältnisse während der
    Abwehrschlacht bedingt-war vorübergehend.
    Die personellen Lücken sind trotz der Zuführung von zwei Marschbataillonen und die Versetzung von 240 Mann aus den Versorgungstruppen
    in die fechtende Truppe noch nicht geschlossen.Der Mangel an fronterfahrenen Unterführern ist stark fühlbar.Die Division braucht noch ein
    weiteres Marschbataillon,ohne damit die volle Auffüllung zu erreichen ist.
    Die Räude ist wesentlich zurückgegangen.Der Kräftezustand der Pferde hat sich gebessert,ist aber noch nicht ausreichend.
    Die namhaften Zuweisungen an Waffen,Gerät,Bekleidung und Pferden haben die laufende Instandsetzung erheblich gefordert.Völlig unzureichend
    sind die Zugmittel für mittlere und schwere Pak: die Panzerabwehr der Division ist auf dem Gefechtsfeld bei der jetzigen Ausstattung
    (LKW,nur 4 Renault-Schlepper) nicht beweglich.
    Die befohlene Umstellung der Divisions-Nachrichten-Abteilung von "LW." auf "1.Welle" hat bisher nicht zu Ende geführt werden können,da die
    Zuweisung der benötigten Kraftfahrzeuge noch nicht erfolgt ist.
    Die im Januar 1941 abgegebene IV./Artillerie-Regiment 208 -zuletzt im Bereich der Heeresgruppe Nord südlich des Ilmensees eingestzt -
    ist der Division noch nicht wieder zugeführt worden und beeinträchtigt die Kampfkraft der Division stark.Die möglichst baldige Zuführung
    ist für die Division von besonderer Bedeutung.
    Neben der Ausbildung der Truppe wurden bei allen Waffengattungen Unterführerlehrgänge durchgeführt und die Ausbildung von Panzernahkampftrupps
    wieder aufgenommen.Verbandsausbildung und das Zusammenschweißen der Einheiten nach den schweren Verlusten stehen erst am Anfang.
    Geist und Haltung der Truppe sind unverändert gut.
    Die Einsatzfreudigkeit der aus den Versorgunstruppen zugeführten Soldaten und des aus der Heimat gekommenen älteren Ersatzes ist geringer
    als bei der fechtenden Truppe.
    Die Division ist insgesamt etwa 75% beweglich und zur Abwehr voll geeignet.


    i.V.
    Zwade
    Oberst


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;

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  • Verband : Grenadier-Regiment 309
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division


    Meldung vom 1.5.1943


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a) Fehlstellen


    Offiziere : 8
    Unteroffiziere : 124
    Mannschaften : 423


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43


    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : -
    sonst.Abgänge : 3


    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Tot : 5
    Verwundet : 9
    Vermisst : 2
    Krank : 38
    sonst.Abgänge : 32


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz


    Offiziere
    Ersatz : 2
    Genesene : -


    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Ersatz : 319
    Genesene : 72


    2.Materielle Lage:


    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 21
    Einsatzbereit in % : 40%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 15%


    PKW geländegängig
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW handelsüblich
    Soll : 7
    Einsatzbereit in % : 60%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 20%


    LKW geländegängig
    Soll : 1
    Einsatzbereit in % : 100%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW handelsüblich
    Soll : 14
    Einsatzbereit in % : 75%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 5%


    Waffen


    s.Pak
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    Artillerie-Geschütze
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    MG
    Soll : 117
    Einsatzbereit in % : 76%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 3%


    Sonszige Waffen
    21 leichte Granat-Werfer
    11 schwere Granat-Werfer
    2 Nebel-Werfer
    6- 3,7cm Pak
    1-5cm Pak
    4 leichte Infanterie-Geschütze 18
    10 leichte MG (r)
    1 schwerer Granat-Werfer (r)
    4 leichte Granat-Werfer (r)
    1-4,5cm Pak (r)


    3.Pferdefehlstellen

    150


    4.Kurzes Werturteil des Kommandeurs

    Die Auffrischung hat trotz der seit Ende der Kämpfe um Shisdra verstrichene Zeit von über einen Monat keinen
    voll befriedigen Verlauf
    genommen.Die Truppe ist infolge der mehrfachen unter den schwierigsten Verhältnissen
    durchgeführten Verlegungsmärsche und der vorrübergehenden Übernahme eines Verteidigungsabschnittes nicht
    zu der notwendigen Ruhe gekommen.Insbesondere ist bedauerlich,daß der Ausbildungsstand vor allem des Ersatzes,
    der durchweg schlecht ist,nicht durchgreifend gebessert werden konnte.Eine 7-tägige Ausbildung genügt dazu nicht.
    Die Unterführerfrage bleibt zunächst auch nach Verstärkung durch Teilnehmer des laufenden Unterführer-
    Lehrgangs brennend,zumal die dem Regiment zuletzt zugewiesenen Unteroffizieren weder über eine infanteristische
    Grundausbildung,noch über irgendwelche Kampferfahrung verfügen.
    Ergänzung der Waffen- und Geräteausstattung ist zwar erfplgt,jedoch hat die Zeit gefehlt,um eine einwandfreie gründ-
    liche Überholung aller Bestände durchzuführen.
    Der Beweglichkeitsgrad des Regiments hat sich durch die letzten Zuweisungen an Pferden gebessert.Das Regiment
    hofft,mit Hilfe der 40 zugesagten weiteren neuen Pferde und der aus Shirjatino und Shisdra erwarteten restlichen
    Pferde auch die zur Zeit noch unbeweglichen Fahrzeuge,die der Truppe nachzuführen sind,ab Marschbeginn bewegen
    zu können.Allerdings ist der Pferdezustand infolge der sehr starken Inanspruchnahme während der letzten Wochen
    allgemein noch schlecht,zumal auch der Zustand der von anderen Regimentern empfangenen Pferde zum Teil sehr
    mäßig war.
    Durch die letzten Bekleidungszuweisungen hat sich der Bekleidungszustand der Truppe gebessert.
    Verpflegung ist gut und ausreichend.Gesundheitszustand befriedigend.
    Stimmung der Truppe ist gut.Besonders günstig hat sich hierauf der wieder anlaufende Urlaub ausgewirkt.


    Krafft
    Oberst


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

    Edited once, last by Michael Jörchel ().

  • Verband : Grenadier-Regiment 337
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division
    Stand 1.5.1943


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a) Fehlstellen


    Offiziere : 11
    Beamte : -
    Unteroffiziere : 158
    Mannschaften : 651
    Hilfswillige : 145


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43


    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 2 Hauptmann Rabben , Leutnant Heyde
    sonst.Abgänge : 1 Hauptmann Müller


    Unteroffiziere
    Tot : -
    Verwundet : 22
    Vermisst : -
    Krank : 3
    sonst.Abgänge : -


    Mannschaften
    Tot : 2
    Verwundet : 91
    Vermisst : -
    Krank : 19
    sonst.Abgänge : -


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz


    Offiziere
    Ersatz : 7 Hauptm. Hillermann , Oblt. Pfaff , Lt. Kramm , Lt. Jäger , Lt. Röher , Lt. Stürmer , Lt. Fiebig
    Genesene : 1 Lt. Meyer


    Unteroffizier
    Ersatz : 13
    Genesene : 8


    Mannschaften
    Ersatz : 176
    Genesene : 64


    2.Materielle Lage



    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 15
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -



    PKW geländegängig
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW handelsüblich
    Soll : 7
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW geländegängig
    Soll : 4
    Einsatzbereit in % : 25%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW handelsüblich
    Soll : 11
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    Waffen


    s.Pak
    Soll : 2
    Einsatzbereit in % : 0%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    Artillerie-Geschütze
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    MG
    Soll : 117
    Einsatzbereit in % : 51%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    sonst. Waffen
    3 leichte Infanterie-Geschütze
    5 - 3,7cm Pak
    1 - 5cm Pak
    1 - 4,5cm Pak
    8 mittlere Granat-Werfer
    19 leichte Granat-Werfer


    3.Pferdefehlstellen


    259


    4.Kurzes Werturteil des Kommandeurs


    a) Allgemeiner Gesundheits- und Kräftezustand
    Zufriedenstellend,außer beim III./GR 337.Dort weiterhin gehäuftes Auftreten von fieberhaften Infekten,
    sowie Magen- und Darmkatarrh.
    b) Zustand der Bekleidung
    Gut.Es fehlen in geringem Umfange Zeltbahnen,Stahlhelme,Kochgeschirre und Feldflaschen.Ferner
    fehlt Instandsetzungsgerät für Schneider,Sattler und Schuhmacher.
    c) Verlausung
    Gering.Entlausung wird weiterhin durchgeführt (In Kobylino behelfsmässige eigene Entlausungsanstalt.)
    d) Allgemeine Stimmung
    Beim alten Stamm gut und wieder frischer.Beim Ersatz noch nicht klar erkenntlich.
    e) Beurteilung der Verwendungsbereitschaft
    1.) Ausbildungszustand:
    Gebessert,jedoch noch nicht zufriedenstellend.Der Ausfall der guten erfahrenen Kämpfer erschwert die
    praktische Ausbildung.Hierin wird nach Rückkehr der Teilnehmer des laufenden Unterführer-
    Lehrgangs eine Besserung eintreten.
    2.) Besondere Schwierigkeiten:
    Mangel an guten Unterführern.
    3.) Beurteilung des Kampfwertes und der Verwendungsmöglichkeiten der Truppe unter Angabe des Grades der Beweglichkeit
    Durch Ruhezeit und Ausbildung hat sich der Kampfwert gehoben.Verwendung der Truppe zur Verteidigung
    möglich,jedoch nicht uneingeschränkt zum Angriff.Grad der Beweglichkeit 70%.Zur Beweglichkeit im
    Kampfeinsatz fehlt es an den (in Poliki verbrannten) Protzen für 3,7cm Pak und an Panjefahrzeugen.
    Der gegenwärtige Ersatz der Protzen durch Panjefahrzeuge und LKW ist im beweglichen Kampfeinsatz
    nicht vollwertig.


    i.V.
    Daentler
    Major


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;





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  • Verband : Grenadier-Regiment 338
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division
    Stand 30.4.1943


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a)Fehlstellen
    Offiziere : 15
    Unteroffiziere : 203
    Mannschaften : 677
    Hilfswillige : 118


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43
    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 1
    sonst.Abgänge : -
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Tot : 1
    Verwundet : 9
    Vermisst : -
    Krank : 16
    sonst.Abgänge : 7


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz
    Offiziere
    Ersatz : 8
    Genesene : 1
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Ersatz : 269
    Genesene : 55


    2.Materielle Lage
    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 21
    Ist : 21
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW geländegängig
    Soll : 12
    Ist : -
    Einsatzbereit in % : 0%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    PKW handelsüblich
    Soll : -
    Ist : 10
    Einsatzbereit in % : 40%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW geländegängig
    Soll : 21
    Ist : 4
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    LKW handelsüblich
    Soll : -
    Ist : 17
    Einsatzbereit in % : 29,41%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 17,65%


    Waffen

    MG
    Soll : 117
    Einsatzbereit in % : 57%


    sonst. Waffen
    20 leichte Granat-Werfer
    9 mittlere Granat-Werfer
    1 Pak 4,5cm
    5 Pak 3,7cm
    2 leichte Infanterie-Geschütze 18


    Pferde
    Istbestand
    R. : 61
    le.Z. : 65
    s.Z. : 93
    s.s.Z. : 22
    P. : 215
    bei Pferde Abschub-Kommando
    R. : 37
    le.Z. : 25
    s.Z. : 40
    s.s.Z. : 8
    P. : 29


    3.) Werturteil des Kommandeurs
    Das Regiment befand sich im Berichtsmonat zur Auffrischung in Ruhe.Während der Ausbildungsstand
    des neu eingetrffenen Ersatzes als gut zu bezeichnen ist,leidet der Kampfwert des Regiments unter
    dem schlechten Ausbildungsstand der aus Versorgungstruppen zugewiesenen Männer.
    Die Gefechtsstärken erhöhen sich durch die Aufhebung der Quarantäne.
    Die Ausbildung der Panzervernichtungstrupps konnte durch die Unterbrechung des Lehrgangs nicht
    in dem vom Regiment gewünschten Masse durchgeführt werden.
    Zustand von Waffen und Gerät ist gut.Die volle Besetzung der zugewiesenen Waffen kann erst nach
    Eintreffen weiteren Ersatzes folgen.
    Die Kraftfahrzeuge sind nach Durchführeung der Reparaturen durch den I-Trupp des Regiments
    zu 75% einsatzfähig.Da das bisher zum Regiment kommandierte Kfz.69 zur Beweglichmachung
    des mittleren Pakzuges notwendig ist,wird dringend ein geländegängiger Kommandeurwagen
    benötigt.
    Der Zustand der Pferde hat sich in der Ruhezeit merklich gebessert.
    Geist und Stimmung sind gut und zuversichtlich.
    Die Beweglichkeit des Regiments ist für grössere Operationen noch nicht sichergestellt.Für Angriffe
    mit beschränktem Ziel ist die Kampfstaffel beweglich.


    Bartels
    Oberstleutnant


    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Verband : Divisions-Bataillon 208
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a) Fehlstellen
    Offiziere : 3
    Unteroffiziere : 68
    Mannschaften : 357
    Hilfswilligw : 1


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43
    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : -
    sonst.Abgänge : 1 Lt.Fuchs
    Unteroffiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 1
    sonst.Abgänge : -
    Mannschaften
    Tot : -
    Verwundet : 5
    Vermisst : -
    Krank : 8
    sonst.Abgänge : -


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz
    Offiziere
    Ersatz : -
    Genesene : -
    Unteroffiziere
    Ersatz : 2
    Genesene : 1
    Mannschaften
    Ersatz : 6
    Genesene : 2


    2.Materielle Lage
    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 2
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW geländegängig
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    PKW handelsüblich
    Soll : 1
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW geländegängig
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    LKW handelsüblich
    Soll : 4
    Einsatzbereit in % : 100%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) . -


    Waffen

    MG
    Soll : 48
    Einsatzbereit in % : 27%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) . -


    sonst. Waffen
    9 leichte Granat-Werfer
    4 schwere Granat-Werfer
    27 MP


    3.) Pferdefehlstellen
    deutsche Pferde : 55
    Panje-Pferde : 7


    4.) Werturteil des Kommandeurs
    Der Gesundheitszustand der Truppe ist gut.Infektionskrankheiten sind nicht aufgetreten.
    Bekleidung wurde in einem Umfange zugewiesen,das der dringendste Bedarf voll gedeckt
    werden konnte.Lederstiefel fehlen noch,jedoch besitzt jeder Mann ledernes Schuhwerk.Wäsche
    ist ausreichend vorhanden.Der Bekleidungszustand ist demnach befriedigend.
    Die schweren Verluste des Bataillons in den ersten Tagen der Kämpfe nördlich Shisdra hatten
    die Stimmung sehr heruntergedrückt,jedoch ist der Geist der dem Bataillon erhaltenen Leute
    auf Grund der anerkannten Haltung der Division gut.Eine vermehrte Zuführung von Zeitungen
    wäre wünschenswert,ebenso die Betreuung durch Rundfunkempfänger,von denen zur Zeit
    nur 2gebrauchsfähige dem Bataillon zur Verfügung stehen.
    Das Bataillon wurde in der Berichtzeit zusammengestellt aus den Stämmen des III./GR 337
    (außer 9.Kompanie) und der 3.Radf./Schnelle-Abteilung 208,welche bis jetzt im Partisanen-
    einsatz war und wenig Verluste gehabt hat.Die zugehörige s.MG- und m.Gr.W.Gruppe wurden
    zur jetzigen 4.(MG) Kompanie des Bataillons versetzt.Die Nachrichtenstaffel zur Staffel des
    Bataillons.Die Kompanie wurde als 1.(Radf.) Kompanie dem Bataillon eingegliedert.
    Gleich nach dem eintreffen der 1.(Radf.) Kompanie wurde sie,verstärkt durch je eine Gruppe
    s.MG und m.Gr.W.,zur Bekämpfung einer Partisanengruppe eingesetzt,wovon sie zur Zeit
    noch nicht zurückgekehrt ist.
    Eine Ausbildung konnte aus diesem Grunde nicht stattfinden,mit den zurückgebliebenen
    Stämmen wurde lediglich Waffen,Gerät und Fahrzeuge einer gründlichenReinigung unterzogen.
    Einsatzfähig ist zur Zeit nur die verstärkte 1.(Radf.) Kompanie des Bataillons,da in den übrigen
    Kompanien keine Gefechtsstärke vorhanden ist.Sie ist 100% beweglich,zur Bekämpfung von
    Partisanen aufgrund ihrer bisherigen Verwendung voll einsatzfähig,dagegen für Angriff und
    Verteidigung gegen reguläre Truppen mangels entsprechender Ausbildung nur bedingt zu
    verwenden.


    i.V.
    Kippes
    Major


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;

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  • Verband : Panzer-Jäger-Abteilung 208
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a) Fehlstellen
    Offiziere : 2
    Unteroffiziere : 35
    Mannschaften : 150
    Hilfswillige : 18


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43
    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : -
    sonst.Abgänge : -
    Unteroffizier u. Mannschaften
    Tot : 1
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 4
    sonst.Abgänge : 5


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz
    Offiziere
    Ersatz : -
    Genesene : -
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Ersatz : 17
    Genesene : 5


    2.Materielle Lage
    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 22
    Einsatzbereit in % : 59%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW geländegängig u. handelsüblich
    Soll : 28
    Einsatzbereit in % : 32%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW geländegängig u. handelsüblich
    Soll : 28
    Einsatzbereit in % : 10,7%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    Zugkraftwagen
    Soll : 45
    Einsatzbereit in % : 6%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    Waffen


    s.Pak
    Soll : 18
    Einsatzbereit in % : 22%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    m.Pak
    Soll : -
    Einsatzbereit in % : -
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    l.Pak
    Soll : 12
    Einsatzbereit in % : 41,6%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    MG
    Soll : 18
    Einsatzbereit in % : 27,7%
    n kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    sonst.Waffen
    228 Gewehre
    55 Pistolen
    10 MP


    3.) Werturteil des Kommandeurs
    Bis auf wenige Tage lag die Abteilung im vergangenen Monat in Ruhe.In dieser Zeit wurden die Unteroffiziere
    und Mannschaften ausgebildet,Waffen und Gerät in Ordnung gebracht.Die vorhandenen Waffen konnten
    infolge der geringen Ausstattung bestzt werden.Wegen der Umstellung der Schnellen-Abteilung in Panzer-
    Jäger Abteilung werden Fahrer,Pak-Schützen und Nachrichtenleute benötigt.
    Die Kraftfahrzeuglage ist äußerst schlecht.Die volle Beweglichkeit der Geschütze ist wegen der Ausstattung
    mit handelsüblichen LKW und der Renault-Schlepper,die für die s.Pak bisher verwendet worden sind,nicht
    gegeben.Zur Beweglichmachung der s.Pak müssen mindestens 1 to. Zugmaschinen und für jeden s.-Zug
    2 LKW Maultiere) oder Raupenschlepper-Ost für den Transport der Munition vorhanden sein.Die Renault-
    Schlepper sind nur behelfsmäßige Zugmittel,da sieaußer dem Fahrer und Beifahrer nur das Geschütz mit
    ganz wenig Munition (10 Schuss) bewegen können.
    Der Ernährungs- und Kräftezustand war gut.Die Zuteilung der Verpflegung hat sich nach den Einsatztagen
    verschlechtert.Wegen Mangel an Kartoffeln konnten die Speisen allgemein nicht zu der nötigen Sättigung
    führen.Die Gewährung von Urlaub wirkte sich sehr günstig auf den seelischen Zustand der Truppe aus.
    Der Bekleidungszustand ist etwas besser geworden.Die zugewiesene Menge an Bekleidung- und Aus-
    rüstungsstücken ist jedoch bei weitem nicht ausreichend.Die vorgesehenen Reservebestände konnten
    noch nicht gebildet werden.
    Der Geist der Truppe ist sehr gut,die Stimmung zuversichtlich.


    Binkenstein
    Hauptmann u. Abt.Kommandeur


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;

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  • Verband : Artillerie-Regiment 208
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung


    a) Fehlstellen
    Offiziere : 13
    Unteroffiziere : 40
    Mannschaften : 54
    Hilfswillige : 66


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43
    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 1
    sonst.Abgänge : -
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Tot : -
    Verwundet : 2
    Vermisst : -
    Krank : 30
    sonst.Abgänge : 13


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz
    Offiziere
    Ersatz : 3
    Genesene : -
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Ersatz : 53
    Genesene : 16


    2.Materielle Lage
    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 3
    Istbestand : 4
    Einsatzbereit in % : 30%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW geländegängig
    Soll : 1
    Istbestand : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    PKW handelsüblich
    Soll : 4
    Istbestand : 2
    Einsatzbereit in % : 70%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW geländegängig
    Soll : -
    Istbestand : -
    Einsatzbereit in % : -
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -
    PKW handelsüblich
    Soll : 8
    Istbestand : 4
    Einsatzbereit in % : 60%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    Waffen

    Artillerie-Geschütze
    26 leichte Feld-Haubitze 18 zu 90% einsatzbereit
    15 MG 34 u. 3 MG (t) zu 100% einsatzbereit


    3.Pferdefehlstellen
    154


    4.Werturtei des Kommandeurs
    Das Regiment ist in der Berichtszeit nach den Abwehrkämpfen im Raume nördlich Shisdra in den Raum Bolchow verlegt worden.
    Zwei Abteilungen kamen gleich wieder zum Einsatz,während eine Abteilung und der Regiments-Stab im rückwärtigen Gebiet in
    Ruhe lagen.Der Regiments-Stab war allerdings für einige Tage in den Einsatzraum vorgezogen,ohne jedoch taktisch eingesetzt
    zu werden.Zur Zeit ist das Regiment im Raum südlich Bolchow in Ruhequatieren versammelt.
    Der durch die Kämpfe entstandene Personalfehlstand ist durch den zugewiesenen Ersatz im wesentlichen ausgeglichen worden.
    Der angeforderte Offiziersersatz steht noch aus.
    Der Stellungswechsel,welcher während der Schlammperiode durchgeführt werden mußte,hat die Pferde des Regiments stark mit-
    genommen.Sie bedürfen durchweg der Ruhe und Erholung,um nicht schon bei geringen Kraftanstrengungen und längeren Marsch-
    leistungen infolge Erschöpfung auszufallen.Die jetzigen Ruhetage sind deshalb zur Erhaltung des Pferdebestandes notwendig.
    Bei Zuführung des aus Brjansk,Shisdra und als Ersatz angekündigten Pferde wird das Regiment in seinen bespannten Teilen be-
    weglich sein.
    Der Kfz-Bestand des Regiments ist völlig unzureichend.Mit zur Zeit nur 2 einsatzbereiten LKW (von 4 vorhandenen) ist die Ver-
    gung nicht zu bewältigen,sodaß laufend LKW zusätzlich angefordert werden müssen.Das fehlen eines Kübelwagens für den
    Regimentskommandeur schließt einen schnellen Einsatz des Führungsstabes des Regiments aus.Das Gleiche gilt von den
    Abteilungskommandeuren,denen brauchbare Kräder für den beweglichen Einsatz fehlen.Der gesamte Meldeverkehr des
    Regiments leidet erheblich unter dem gleichen Mangel.Sofern eine Versorgungsfahrt zugleich für den Befehlsempfang bei der
    Division nicht mitausgenutzt werden kann,bereitet der Befehlsempfang bei der Strecke von insgesamt 50 km deshalb Schwierigkeiten,
    zumal da der Regiment-Stab über kein einsatzbereites Krad verfügt.Beim beweglichen Einsatz wird das Fehlen der Kräder,von denen
    eines allerdings in absehbarer Zeit wiederhergestellt sein soll,zu noch viel größeren Schwierigkeiten führen.
    Waffen und sonstiges Gerät sind feldbrauchbar.Eine le.F.H.18 ist an die Armee abgegeben worden.
    Stimmung und Haltung der Truppe sind gut.Der Gesundheitszustand ist ebenfalls gut.
    Das Regiment ist für einen Stellungskrieg voll einsatzfhig,ebenso für einen Bewegungskrieg mit begrenzten Ziel.Allerdings muß vor-
    her die oben dargestellte Kfz.-Lage durch Zuweisung der notwendigsten mot. Fahrzeuge gebessert werden.


    Koeniger
    Oberst


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;

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  • Verband : Pionier-Bataillon 208
    Unterstellungsverhältnis : 208.Infanterie-Division


    1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung

    a) Fehlstellen
    Offiziere : 8
    Unteroffiziere : 22
    Mannschaften : 89
    Hilfswillige : 68


    b) Verluste und sonstige Abgänge in der Berichtszeit 1.4.43 - 30.4.43
    Offiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : -
    sonst.Abgänge : -
    Unteroffiziere
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 2
    sonst.Abgänge : 9
    Mannschaften
    Tot : -
    Verwundet : -
    Vermisst : -
    Krank : 13
    sonst.Abgänge 78


    c)In der Berichtszeit eingetroffener Ersatz
    Offiziere
    Ersatz : -
    Genesene : -
    Mannschaften
    Ersatz : 9
    Genesene : 1


    2.Materielle Lage
    Kraftfahrzeuge


    Kräder
    Soll : 12
    Einsatzbereit in % : 68%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    PKW geländegängig u. handelsüblich
    Soll : 7
    Einsatzbereit in % : 71%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    LKW geländegängig u. handelsüblich
    Soll : 17
    Einsatzbereit in % : 70,6%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : 12%


    Waffen


    MG
    Soll : 31
    Einsatzbereit in % : 96,5%
    In kurzfristiger Instandsetzung (bis 3 Wochen) : -


    3.Pferdefehlstellen
    42


    4.Werturteil des Kommandeurs
    a)Einsatz
    2 Kompanien des Bataillons mußten sofort bei Eintreffen dem LIII.AK zum Schutz der Nugr-Brücken,fortlaufenden Eissprengungen,
    Brückenbau,Stellungsbau und kleineren pioniertechnischen Aufgaben zur Verfügung gestellt werden.Infolge der örtlichen Verhält-
    nisse war zeitweise ununterbrochener Tag- und Nachteinsatz erforderlich,trotzdem die Kompanien nur Notquatiere in unzureichender
    Form beziehen mußten.4 Gruppen zweier Kompanien waren vorübergehend zur Partisanenbekämpfung abgestellt.Sämtliche Pionier
    Offiziere und alten erfahrenen Unterführer wurden fünf Tage lang mit der Übernahme der Minensperren zweier Regiment-Abschnitte
    bei ungünstigen Witterungsverhältnissen voll in Anspruch genommen.Der Kommandeur war 10 Tage mit Soderauftrag im Einsatz.
    b)Zustand der Truppe
    Gesundheitszustand voll befriedigend.Die aufgelockerte Unterkunft in von der Zvilbevölkerung geräumten Häusern war gut.Beklei-
    dungszustand ausreichend und stark verbessert.Beim Mann befinden sich zwei Decken.
    c)Besonderheiten
    Der am 31.3.43 eingetroffene Ersatz mußte 4 Wochen wegen Scharlach-Erkrankung in Quarantäne verbleiben.Die in der Masse 18
    bis 19-jährigen sind körperlich durchweg schwächlich und bedurfen erheblicher Verpflegungszulagen.
    d)Ausbildungszusatnd und Möglichkeiten
    Da der größte Teil der Auffrischungszeit durch Einsatz ausgefüllt war,konnte die beabsichtigte planmäßige Gliederung und Zusammen-
    schweißung der Kompanien nicht durchgeführt werden.Die beabsichtigte Abstellung einer starken Kompanie zu einer 14-tägigen rein
    pioniermäßigen Ausbildung im Armeegebiet ist bisher nicht befohlen.Der junge Ersatz und die von anderen Waffengattungen als Er-
    satz zugewiesenen Soldaten fremder Truppenteile bedürfen pioniermäßig grundlegender Ausbildung.Ihr Wissen und Können ent-
    spricht nicht den Anforderungen der Feldtruppe.
    e)Kampfgeist der Truppe
    Gut und Einsatzwillig.
    Stimmung und warum Schwankungen
    Es war für die durch den Großkampf stark erschöpften Männer eine starke Belastung,in unnötiger Weise völlig unzureichenden
    Quatieren bei ungünstiger Wetterlage den ersten Teil der Auffrischung in ununterbrochenem Tag- und Nachteinsatz zu stehen.
    Die Einsatzfähigkeit aller Offiziere mußte durch darüber hinaus erforderliche Arbeiten der Angehörigen-und Verwundeten-
    betreuung,der Geräteverwltung und Geräteanforderung und Neugliederung der Kompanien bewußt überschritten werden.
    f)Kampfwert
    Aufgrund des schlechten Ausbildungsstandes des gesamten Ersatzes wird das Bataillon bei guter Gerätelage und schwung-
    vollem Einsatzwillen nur dann hervorragendes leisten können,wenn es gelingt,dieMasse der Leichtverwundetenalten Unter-
    führer und Offiziere in absehbarer Zeit der Truppe zurückzugeben.Jeder Ausfall eines alten Führers ist zur Zeit mit Mitteln
    des Bataillons unersetzlich.
    g)Grad der Beweglichkeit
    Nach Zuführung des angekündigten Pferdeersatzes in voll verwendungsfähigem Zustand und Rückkehr der zur Entgasung
    abgestellten Pferde 100% für 25 km pro Tag.
    Der Einsatz eines überplanmäßigen kleinen I-Trupps stellte im Wege der Selbsthilfe die Marschfähigkeit alles defekt mit-
    geführten Kfz behelfsmäßig wieder her.


    Müller
    Major u. Bataillonskommandeur


    Quelle: NARA T315-R1617,KTB 208.ID;

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo ,


    Nach der schweren Abwehrschlacht im Raum nördlich von Shisdra wurde die 208.ID zur Ruhe und Auffrischung in den Raum um Bolchow verlegt.
    Als Ersatz, für die bei den Winterkämpfen erlittenen Verluste, erhielt die Division viele kampfunerfahrene Soldaten. Besonders schmerzlich
    war das fehlen von kampferprobten Unteroffizieren. Dieses fehlen von erfahrenen Unteroffizieren und Mannschaften machte sich dann bei dem
    Gegenangriff im Oka-Bogen bemerkbar.


    Einleitung


    Am 11.06.1943 um 4.30 Uhr erhielt das Generalkommando die Meldung, daß der Gegner um 3.15 Uhr den Oka-Bogen und Krutogorje angegriffen hätte
    und im Nordostteil von Bolwanowka und im Nordteil Krutogorje eingedrungen sei. Ein Gegenstoß sei eingeleitet worden. Ein Angriff gegen Klein und
    Groß-Karagaschinka wäre abgewiesen worden.
    Um 5.00 Uhr meldet der Kdr. 112.ID dem stellv.Komm.General, daß der Gegner Bolwanowka genommen hätte, in Karagaschinka eingedrungen sei und
    sich im Angriff auf Paltschikowo befände, in Krutogorje wäre der Gegner bis zum Südostteil des Ortes durchgestoßen.
    Das GenKdo. alarmierte darauf hin das GR 337 und setzte die Selbstfahrlefetten-Kompanie der 25. Pz.Gre.Div. zur 112.ID als Korpsreserve in Marsch.
    Der stellv.Komm.General begab sich zum Gefechtsstand der 112.ID und verblieb dort solange, bis die Krise an diesem Tage überwunden war.
    Um 8.30 Uhr erhielt die 208.ID den Befehl, das GR 337 um Lipowka zu versammel, um 9.30 Uhr die I./AR 208 zur Verfügung der 112.ID im Raum um
    Bagrinowo in Marsch zu setzen. Die Abteilung wurde alsdann der 112.ID zum Einsatz unterstellt. Gleichzeitig erhielt die Sturmgeschütz-Abt. 270 den Befehl,
    sich alarmbereit zu halten.
    Um 11.15 Uhr wurde das GR 337 in den Raum Bagrinowo-Miljatino-Kischkino vorgezogen. Die 208.ID erhielt gleichzeitig den Befehl, das GR 338 und das
    Div.Btl. 208 ab 0.00 Uhr abmarschbereit zu halten. Transportraum wurde gestellt.
    Um 18.00.Uhr erhielt die 208.ID den Befehl, sich bis zum 12.06.1943 früh beiderseits des Nugr so bereitzustellen, daß sie im Falle einen feindlichen Durch-
    bruchs den Gegner über die alte HKL zurückwerfen konnte.
    Das GR 338 wurde ab 20.00 Uhr beginnend im mot. Transport herangezogen.
    Bis zu Abend des 11.06.1943 war die HKL bis auf den Teil zwischen Klein Karagaschinka (einschl.) und Groß-Karagaschinka (ausschl.) durch die Teile der
    112.ID im Gegenstoß wiedergewonnen. Das Gen.Kdo. hatte den Eindruck, daß die 112.ID die Bereinigung des Restes der HKL mit eigenen Mitteln am
    12.06.1943 würde durchführen können.
    Am Vormittag des 12.06.1943 unterrichtete der Kdr. der 112.ID den stellv. Komm. General dahingehend über die Lage, daß er die Krise wohl für überwunden
    betrachte und ein Erfolg des auf Karagaschinka angesetzten Gegenstoßes zu erwarten sei. Gegen 15.00 Uhr übermittelte der Kdr. der 112.ID dem
    stellv.Komm.General, daß der Gegenangriff auf Groß-Karagaschinka gescheitert sei und die Division nicht mehr in der Lage sei, den Einbruch zu bereinigen.
    Der stellv. Komm. General befahl daraufhin der Division, den Gegenangriff am Morgen des 13.06.1943 mit eigenen Mitteln durchzuführen, eine
    Sturmgeschütz-Battr. würde hierzu unterstellt.
    Als nach 20.00 Uhr der OB der Heeresgruppe Mitte von einem Besuch der 293.ID und 25. Pz.Gre.Div. mit dem stellv.Komm.General zurückkehrte, wurde dem
    stellv.Komm.General gemeldet, daß Bolwanowka erneut verlorengegangen sei, die 112.ID nicht mehr in der Lage wäre, mit eigenen Mitteln die verloren-
    gegangene Stellung wiederzunehmen und nunmehr befohlen hätte, Klein-Krargaschinka, dessen Besatzung sich immernoch hielt, zu räumen.
    Bald darauf übermittelte der Chef des Gen.Stabes des Pz.AOK 2 dem stellv.Komm.General fernmündlich den Befehl, mit der 208.ID den Gegner über die Oka
    zurückzuwerfen. Die Batterien der Sturmgeschütz-Abt. 270 in Orel wurde hierzu unterstellt.


    Vorbereitung der 208.ID zum Gegenangriff


    Am 13.06.1943 traf der stellv. Führer der Sturmgeschütz-Abt. 270 auf dem Div.Gef.St. der 208.ID ein und wurde vom Ia der Division in die Lage eingewiesen.
    Anschließend erhielt dieser den Auftrag, Erkundungen für die Einsatzmöglichkeiten seiner Abt. zur Unterstützung eines eigenen Angriffs zur Wiedernahme
    von Kragaschinka und Bolwanowka durchzuführen.
    Nach Einweisung des stellv. Führer der Sturmgeschütz-Abt. 270 fuhr der Divisions-Führer, in Begleitung des Ia und des Führers GR 337, in das Gelände um
    Paltschikowo und Tolkatschewo. An Ort und Stelle wurde die zweckmässigste Führung für den beabsichtigten Angriff des Regiments erkundet und Verbindung
    zum Kdr. GR 258 und AR 86 aufgenommen.
    Nach Besichtigung des Geländes fuhr der Div.Führer der 208.ID zum Gef.St. der 112.ID In Anwesenheit des Armeeführers und des stellv.Komm.Generals wurde
    eine Besprechung über die eigene, die Feindlage und den beabsichtigten Gegenangriff gesprochen.
    Während der Div.Führer den Angriff mit einer Hauptangriffsgruppe in Regiments-Stärke auf Groß-Karagaschinka und mit einer Nebenangriffsgruppe in Stärke
    eines Bataillons auf Bolwanowka führen wollte und diesen Plan zum Ausdruck bringt, legt der Armeeführer fest, daß der Angriff zangenförmig mit je einer
    bataillonsstarken Angriffgruppe rechts gegen Bolwanowka und links gegen Karagaschinka geführt werden soll.
    Mittags fand auf dem Div.Gef.St. der 208.ID eine Abschlußbesprechung statt. An dieser Besprechung nahmen teil :
    Generalleutnant von Krischer - Höh.Art.Kdr. 305
    Major Wanckel - Fhr.Gren.Rgt.337
    Hauptmann Thomas - Art.Rgt. 86
    Major Binkenstein - Kdr.Pz.Jg.Abt. 208
    Oberleutnent Thürmer - Fhr.Sturmgeschütz-Abt. 270
    Nach der Besprechung wurde der Angriffsbefehl bekannt gegeben.


    Divisionsbefehl für den Gegenangriff im Oka-Bogen


    208.ID
    greift den über die Oka vorgedrungenen Gegner an, wirft ihn über den Fluß zurück, nimmt die alte HKL wieder und hält sie.
    Gren.Rgt. 337
    stellt sich in 2 Angriffsgruppen nördlich Tolkatschewo sowie ostwärts Groß- u. Klein-Paltschikowo zum Angriff so bereit,
    daß es unter Ausnutzung der letzten Dämmerung zum Angriff vorbrechen kann.
    Das Regiment nimmt nach Artillerie-Feuervorbereitung mit rechter Angriffsgruppe (II./GR 337, Hauptmann Laukien) Bolwanowka, mit linker Angriffsgruppe
    (I./GR 337, Hauptmann Hillermann) Karagaschinka als erstes Angriffsziel.
    Dem Gren.Rgt. 337 werden unterstellt:
    Sturmgeschütz-Abt. 270 (ohne eine Battr.)
    2. u. 3./Pi.Btl. 208
    1 s. Zug Pz.Jg.Abt. 208
    und ab Angriffsbeginn Gren.Rgt. 258 mit allen Unterstellungen.
    Der Angriff ist auf den äußeren Flügeln in den Gräben durch infanteristische und Pionier Stoßtrupps in tiefer Gliederung zu führen.
    Groß-Karagaschinka ist außerdem gleichzeitig aus der Mulde südlich des Ortes durch Infanterie und Sturmgeschütze anzugreifen.
    Nach erreichen der ersten Angriffsziele ist der Angriff beider Gruppen unter laufendem Einsatz von Teilen dieser Gruppen zur Ver-
    teidigung der Oka-Front fortzusetzen, Klein-Karagaschinka zu nehmen und noch haltender Feind südlich des Ortes zu vernichten.
    Es kommt sodann darauf an, rasch in die Erde zu kommen, um das mit Sicherheit zu erwartende starke feindliche Artillerie- und
    Granatwerfer-Feuer ohne größere Verluste zu überstehen und möglicherweise nun einsetzende feindliche Gegenangriffe abzu-
    wehren. Jede Gelegenheit, die Brücken bei Bolwanowka und Teremzy zu unterbrechen, ist auszunutzen.


    Der Gegenangriff


    14.06.1943
    Groß-Karagaschinka
    Nach Artillerie-Vorbereitung von 2.45 - 2.50 Uhr trat das I,/Bataillone auf Groß-Karagaschunka zum Angriff an. Um 3.00 Uhr erreichte das Bataillon den Südteil
    von Groß-Karagaschinka drang in die Ortschaft ein und stieß bis zum Westrand durch. Die 1.Kompanie, die auf den Nordwestrand desOrtes angesetzt war,
    blieb vor einer tiefen Gelaändeschlucht im feindlichen Abwehrfeuer liegen. Auch die unterstellten Sturmgeschütze erreichten schnell den Westrand von
    Groß-Karagaschinka. Der feindliche Widerstand war beim Einbruch in den Ort noch sehr gering. Beim weiteren Vorgehen lebte dieser immer mehr auf.
    Die Stärke der feindlichen Verteidigung lag in dem immer heftiger werdenden Pak- und Flak-Feuer vom jenseitigen Ufer der Oka. Das eigene Feuer der
    schweren Waffen schaffte es nicht diese Pak- und Flak-Stellungen auszuschalten. Es bedurfte aller Energie des Bt.Führers und der Kompanie-Führer, die in
    diesem schweren Abwehrfeuer weichwerdenden noch nicht kampferprobten Ersatzmannschaften zusammenzuhalten und weiter nach vorn zu bringen, während
    die alten Kompanieangehörigen weiter vorgingen. Trotz des schweren Abwehrfeuers und den Schwierigkeiten mit dem Ersatz gelang es dem I.Bataillon nach und
    nach bis zum Nordteil von Groß-Karagaschinka durchzustoßen. Die Ausfälle, der an der Spitze altbewährten Unteroffiziere und Grenadiere, waren dabei erheblich.
    Gegen 7.00 Uhr hatte die 2.Kompanie den Nordrand erreicht, während die 3.Kompanie noch vor der Nordostecke festlag. Die feindliche Infanterie saß um diese
    Zeit mit starken Kräften in dem schluchtenreichen Gelände des Nordostrandes und in der tiefen Mulde am Westrand des Ortes.
    Die den Angriff begleitenden Sturmgeschütze konnten während des Angriffs auf Groß-Karagaschinka keine Wirkung erzielen. Das unübersichtliche, von zahl-
    reichen Gräben und Schluchten durchschnitten, mit hohem Buschwerk und Unkraut bewachsen boten den Sturmgeschützen keinerlei Ziele. Dafür waren die
    Sturmgeschütze hervorragende Ziele für die feindlichen Pak- und Flak-Geschütze. Dadurch wurden bis zum Abend 6 Sturmgeschütze abgeschossen.
    Noch im laufe des Vormittags setzte der Gegner, unterstützt von 5 Panzer, von Norden her zum Gegenstoß auf Groß-Karagaschunka an. Dieser konnte mit Hilfe
    der eigenen Artillerie zerschlagen werden. Dabei wurde ein Panzer in Brand und die anderen bewegungsunfähig geschossen.
    Ein weiteres Vorgehen war dem Bataillon auf Grund des starken feindlichen Abwehrfeuers nicht mehr möglich und ging zur Verteidigung über. Gegen 18.00 Uhr
    gelang es feindlichen Stoßtrupps, unterstützt durch starkes Artillerie-Feuer und zwei Panzer, in den Nordteil von Groß-Karagaschinka einzudringen, Dadurch war
    das Bataillon gezwungen bis auf den Südteil des Ortes auszuweichen.
    Um 21.15 Uhr trat der Gegner nach kurzer aber starker Feuervorbereitung, unterstützt von 6 Panzer, zum frontalen und flankierenden Angriff gegen das im Südteil
    haltende schwache Bataillon an. Bei diesem Angriff setzte der Gegner außer starker Infanterie und Panzer auch Flammenwerfer ein. Diesem Gegenangriff hatte
    das stark angeschlagene Bataillon, daß zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Stärke von 3 Offizieren und etwa 100 Unteroffizieren und Mannschaften hatte und auf
    1200 m eingesetzt war, nicht mehr gewachsen und wich weiter nach Süden aus.
    Der Kompanie-Chef der Radfahr-Kompanie (die Kompanie stand 1 km südl. von Groß-Karagaschinka) erkannte den feindlichen Gegenangriff und das Ausweichen
    des I.Bataillons und trat selbstständig zum Gegenangriffnach Norden an. Dabei unterstellte er sich drei in Reserve stehende Sturmgeschütze. Da inzwischen die
    Dunkelheit eingebrochen war, konnten die Sturmgeschütze wieder keine direkten Ziele bekämpfen doch gaben sie der angreifenden Radfahr-Kompanie moralische
    Unterstützung. Es gelang der Kompanie 300 m nach Norden vorzustoßen und die ausweichenden Teile des I.Bataillons aufzufangen und wieder zur Abwehr zu
    gliedern, so konnte der feindliche Gegenangriff zum halten gebracht werden. Ein weiteres Vorstoßen auf Groß-Karagaschinka war aber unmöglich geworden, weil
    der Gegner einen Sperrfeuervorhang sämtlicher Waffen auf den Südrand des Ortes legte. So ging das Bataillon Hillermann zur Verteidigung über um am folgenden
    Tag den Angriff wieder aufzunehmen.


    Bolwanowka
    Auch das II.Bataillon unter Hauptmann Laukien trat um 2.45 Uhr zum Angriff an. Um 3.15 Uhr erreichte das Bataillon den Südrand von Bolwanowka.
    Der Gegner setzte dem II.Bataillon starken Widerstand entgegen. Noch um die Mittagszeit lag das Bataillon 400m südlich von Bolwanowka an einer
    Minensperre und durch starkes feindliches Feuer der ostwärts der Oka stehenden feindlichen Artillerie und schweren Infanteriewaffen fest. Nach
    Meldung des Kdr. Pi.Btl. 208 wäre die Räumung der Minen der dort eingesetzten Pioniere kein Problem. Schwierigkeiten machte dagegen das vom
    anderen Ufer der Oka wirkende feindliche Flankenfeuer.
    In dieser Situation gab es für das Bataillon kein weiterkommen und stellte den Angriff ein.


    15.06.1943
    Groß-Karagaschinka
    Um 2.05 Uhr trat das I.Bataillon, mit Artillerie- und Sturmgeschützunterstützung, erneut auf Groß-Karagaschinka an.
    Zügig wurden die ersten 300 m im offenen Gelände überwunden, doch dann geriet das Bataillon wieder in einen feindlichen Sperrfeuergürtel aller Waffen und
    Kaliber. Trotz Unterstützung der Sturmgeschütze war in dieser Lage ein weiteres Vorgehen unmöglich geworden.
    In Erkanntnis dieser Lage wurde um 7.50 Uhr der Befehl zum Einstellen des Angriffs gegeben. Das Bataillon hatte die erreichte Linie zu halten und sich dort
    zur Verteidigung einzurichten.


    Bolwanowka
    Das Bataillon Laukien trat schon, nach voriger Artillrievorbereitun, bereits um 1.45 Uhr auf Bolwanowka an. Mit der rechten Kompanie gelang in den Ort einzudringen,
    200 m stieß die Kompanie nach schweren Häuserkämpfen vor und blieb dort im feindlichen Abwehrfeuer liegen. Die linke Kompanie des Bataillons blieb, am südlichen
    Westrand von Bolwanowka, erneut an einer Minessperre und Flankenfeuer aus Groß-Karagaschinka liegen. Diese Kompanie mußte gegen 4.50 Uhr einen feindlichen Gegenangriff aus Richtung Groß-Karagaschinka abwehren.. Dadurch das es dem Bataillon Hillermann nicht gelang die Ortschaft Groß-Karagaschinka zu nehmen, war
    auch das Halten der Position in Bolwanowka unmöglich geworden. Um 9.30 Uhr erhielt das Bataillon den Befehl zum einstellen des Angriffs und zog sich bis in die
    Mittagsstunden auf die Ausgangsstellung, halbwegs zwischen Bolwanowka und Tolkatschewo, zurück und ging dort zur Verteidigung über.


    Verluste am 14.06. und 15.06.1943


    Insgesamt haten das I. und II./Gren.Rgt.337 an diesen Kampftagen folgende Verluste


    Offiziere
    Gefallen : -
    Verwundet : 9
    Vermisst : 1
    Unteroffiziere u. Mannschaften
    Gefallen : 58
    Verwundet : 235
    Vermisst : 5


    Fragen und Anmerkungen bitte im Thread 208.ID stellen.

    208.ID


    Viele Grüße Micha




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  • Hallo ,


    Gründe für die Aufgabe von Groß-Karagaschinka und das Mißlingen des Gegenangriffs am 15.06.1943


    Kurz nachdem der Gegenangriff des GR 337 eingestellt wurde, erhielt die 208.ID den Befehl, eine kriegsgerichtliche Untersuchung über die Gründe des gescheiterten
    Angriffs einzuleiten. Bereits um die Mittagszeit erschien der Ia des Pz.AOK 2 auf dem Gefechtsstand der Division um erste Befragungen durchzuführen. Dabei sprach
    er als erstes mit dem Divisions-Führer, dem Ia der Division und dem Regiments-Führer GR 337.
    Der Führer des GR 337, Major Wanckel, führte als Hauptgrund für den Mißerfolg an, daß es nicht möglich war, die überlegene konzentrische Feuerkraft der russ. Artillerie,
    Pak, Flak und schweren Granatwerfer aus dem gegenüberliegenden Oka-Bogens auszuschalten.

    Als Gründe für das Mißlingen sah der Führer der 208.ID, Oberst Zwade, die Geländeverhältnisse und die Feuerwirkung des Feindes.
    Das Flache, in den Oka-Bogen hinein abfallende Gelände gestattet dem Gegner von Osten, Nordosten und Norden einen
    umfassenden Einblick in den Angriffsraum, insbesondere auf die Gräben entlang der Oka innerhalb der HKL. Er hat sich seit langem die Schießgrundlagen
    nicht nur für seine Artillerie, sondern auch für seine zahlenmäßig weit überlegenen Granatwerfer und Pak geschaffen, die ihm gestatteten, auch bei Vernebelung
    seiner B-Stellen zu schießen.
    Dieses konzentrisch sehr starke feindliche Feuer umfaßte die Angriffsgruppe im Oka-Bogen. Die Infanterie wurde dadurch in die Gräben gezwungen und verlor
    jede Bewegungsfreiheit beim Angriff. Stoßtrupps und schwere Waffen wurden in kurzer Zeit völlig zerschlagen, ein Aufenthalt außerhalb der Gräben unmöglich
    und dadurch die Einwirkung von Offizier und Unteroffizier fast ausgeschaltet. Entscheidend für den Wiederverlust von Groß-Karagaschinka bzw. das Mißlingen
    des Angriffs am 15.6. war nicht der russische Infanterist, sondern dieses von allen Seiten in den Angriff hineinschlagende Feuer der feindlichen Artillerie,
    Granatwerfer, Pak- und Flak-Geschütze, daß die angreifende Infanterie zu Boden zwang. Es geht dies klar hervor aus der Art der Verwundungen.
    Von 274 Verwundeten sind nur 51 durch Gewehrschüsse verletzt, während fast die 5-fache Anzahl durch die Sprengstücke der feindlichen Granaten getroffen
    wurde.
    Zudem lag eine Erschwerung der Regiments-Führung darin, daß durch den fast ständigen Ausfall der Fernsprechverbindungen und einiger Funkstellen infolge feindlichen
    Feuers die Verbindung nach vorn andauernd unterbrochen wurde.

    Im großen und ganzen kann man an Hand der Aussagen erkennen, daß man von einen "Versagen" des GR 337, insbesondere des I./GR 337, von Seiten der Division
    keine Rede war.
    Im großen und ganzen kann man an Hand der Aussagen erkennen, daß man von einen "Versagen" des GR 337, insbesondere des I./GR 337, von Seiten der Division
    keine Rede war.
    Oberst von Kahlden, Ia des Pz.AOK 2 , schrieb daraufhin seinen ersten Bericht an den Oberbefehlshaber der Armee und gab folgende Gründe für das Zurückgehen der Gruppe aus Groß-Karagaschinka und damit für das Mißlingen des Gegenangriffes zur Wiederherstellung der alten HKL an :
    1.) Die angreifende Truppe bestand zu etwa 70% aus Soldaten, die bei Groß-Karagaschinka zum ersten Mal ins Gefecht kamen. Sie wurden hier vor eine außer-
    ordentlich schwierigen Aufgabe gestellt, der sie nach ihrem inneren Gefüge nicht gewachsen waren. Der Gegenangriff in ein unübersichtliches Grabengewirr
    hinein, das von halb mannshohem Buschwerk noch unübersichtlicher gemacht ist, bedeutet für eine kriegsungewohnte Truppe eine schwierige Aufgabe.
    2.) Der im Halbkreis um den Angriffsraum herumstehende Gegner legte auf den Raum Groß-Karagaschinka ein so starkes Feuer, daß empfindliche Verluste
    eintraten, unter anderem fielen 3 Kompanie-Chefs aus und jede Bewegung unterbunden wurde.Der Einfluß der 3 verbliebenen Offiziere hat sich infolgedessen
    nur begrenzt auswirken können. Die junge Truppe ist durch dieses massierte Feindfeuer stark erschüttert worden.
    3.) Der Gegenangriff mußte auf Befehl des Korps zu einer Zeit begonnen werden, zu der es dieser jungen Truppe nicht möglich war, die Angriffvorbereitungen in
    ausreichendem Maße zu treffen und sich im Gelände eingehend zu unterrichten.
    4.) Der Gegenangriff hatte zwar zur Wegnahme von Groß-Karagaschinka, nicht aber zur Säuberung des unmittelbar angrenzenden Grabengeländes geführt.
    Die weit auseinandergezogene und im Angriff durcheinander gekommene Truppe, die durch die große Hitze des Angriffstages stark ermüdet war, wurde immer
    wieder in Einzelkämpfe verwickelt und langsam gegen den Südteil des Ortes zurückgedrängt. Dem Bataillons-Führer war es nur mit gezogener Pistole gelungen,
    die apathisch gewordenen Mannschaften zu ordnen und zur Abwehr in die richtige Front zu bringen.
    Es ist außer Zweifel, daß sich im Verlauf dieser Kämpfe ein Teil der als Vermisst gemeldeten nach rückwärts entfernt hat, ein Teil der Vermissten dürfte jedoch
    gefallen oder vom Gegner gefangen genommen worden sein.
    5.) Gegen die durch den Kampfverlauf und das feindliche Feuer bereits erschütterten Reste des I./GR 337 führte der Gegner sodann einen Angriff mit etwa 6 Panzern.
    Diesem Angriff war nun die Truppe nicht mehr gewachsen.
    6.) Die Truppe wird auch dadurch einen Schock erlitten haben, daß dem zunächst zügig vorgetragenen und von allen Waffen gut unterstützten Angriff plötzlich ein
    außergewöhnlich starkes Feindfeuer folgte, das von den eigenen Waffen nicht ausgeschaltet werden konnte.
    Ein Zeichen für die Schwere des feindlichen Feuers ist der Totalausfall von 6 der 16 angreifenden Sturmgeschützen. Vier weitere Geschütze wurden beschädigt
    und fielen für den Kampf aus.
    7.) Das Regiment verfügte über kein einziges schweres Infanterie-Geschütz sondern hatte nur 3 leichte Infanterie-Geschütze.
    Zuletzt bemerkte er noch ,
    Bei dem Kampf des I./GR 337 hat sich ein ähnliches Versagen gezeigt, wie bei dem Abwehrkampf der 5.Pz.Div. im Raum Shisdra. In beiden Fällen handelt es sich
    um eine Truppe, die in früheren Kämpfen bis zur Schlacke ausgebrannt war und nunmehr über einen zu geringen Stand fronterfahrener Unterführer und Mannschaften verfügte, um den jungen Ersatz in den alten Kampfgeist einbeziehen zu können. In solchem Maße ausgebrannte Truppen sind Neuaufstellungen gleichzusetzen, die nach Möglichkeit erst Feuerhart gemacht werden müssen. Werden sie sofort unter dem Zwang der Verhältnisse vor zu schwierigen Aufgaben gestellt, so muß mit Rückschlägen gerechnet werden.

    Anmerkungen und Fragen bitte im Thread 208.ID stellen.


    208.ID


    Gruß Micha

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  • Hallo ,


    leider paßte dieser Teil nicht mehr in den vorigen Post hinein.


    Gründe für die Aufgabe von Groß-Karagaschinka und das Mißlingen des Gegenangriffs am 15.06.1943


    Das LIII.AK verfaßte auch noch am 15.6. seinen ersten Bericht über die Kämpfe im Oka.Bogen. In diesen war zu lesen, daß sich der Gegner infanteristisch um ein Bataillon
    und artillristisch auf etwa 32 Batterien verstärkt hatte. Gegen die Führung der Division hatte das Korps nichts einzuwenden, doch war das Korps der Meinung, daß
    von dem Regiments-Führer und dem Bataillons-Führer während des Kampfes Fehler gemacht worden sind. Nach Auffassung des Korps, war der Angriff des I./GR 337
    am 14.6. früh zweifellos von der Truppe tapfer geführt worden und hatte Erfolg gehabt. Es gelang jedoch nur der von Süden mit Sturmgeschützen angesetzten Stoßgruppe, in den
    Ort einzudringen und ihn zu nehmen, während die von Westen angesetzte 1.Kompanie nicht vorwärts kam. Hierdurchbefand sich noch Gegner am Westrand von Groß-Karagaschinka,
    also zwischen der Masse des Bataillons und der 1.Kompanie.
    Desweiteren ging der Bericht weiter,indem auf die Verluste eingegangen wurde.
    Die in Groß-Karagaschinka eingedrungenen Teile des I./GR 337 (2., 3. u. 4.Kompanie sowie 2./Pi.Btl.208) haben folgende Verluste gehabt :
    2.Kompanie - 79%
    3.Kompanie - 72%
    4.Kompanie - 37%
    Pi.Kompanie - 61%
    Das Bataillon besitzt jetzt noch eine Stärke von 1 Offizier und 127 Unteroffiziere und Mannschaften.
    Außer dem Bataillons-Führer, einem Kompanie-Führer und dem Adjutanten waren sämtliche Offiziere ausgefallen.
    Schätzt man die Verluste bei und nach Aufgabe von Groß-Karagaschinka auf etwa 20 Mann, so betrug die Besatzung von Groß-Karagaschinka bei Beginn des
    russischen Gegenangriffes am 14.6. nachmittags etwa 1 Offizier und 140-150 Unteroffiziere u. Mannschaften ohne den Bataillons-Stab.
    Weiter führte der Bericht an, auf diese Truppe im Ort wirkten Artillerie, Salvengeschütze, Granatwerfer sowie Flak und Pak im direkten Schuß. Der Russe griff mit Flammenwerfer,
    6 Panzer und drei Bataillone sowie einer Straf-Kompanie an, die vor Beginn des Angriffs eine Gesamtstärke von 1900 Mann hatten bei Annahme von 60% Verlusten noch etwa
    700-800 Mann betrugen.Inwieweit alle diese Mittel wirksam geworden sind und ob der Ort gegen eine derartige Überlegenheit überhaupt mit diesen Kräften zu halten war, kann
    erst die kriegsgerichtliche Untersuchung ergeben.
    Enden tut der Bericht des LIII.AK mit dem Satz,
    Zweifellos hat die Truppe nicht die innere Moral gehabt, bis zur letzten Patrone zu kämpfen und sich totschlagen zu lassen.


    Anmerkungen und Fragen bitte im Thread 208.ID stellen.


    208.ID


    Gruß Micha


    Quelle: KTB 208.ID u. PAOK 2;

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    Edited once, last by Michael Jörchel ().