208.Inf.Division "Reinfassung"

  • Hallo,
    ich möchte Euch hier über die Kämpfe um Kasar (südlich von Suchinitschi) anhand des KTB der 208.ID berichten.
    [Blocked Image: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/9mte-1d.jpg]
    Ich habe Kasar wieder rot umrandet.


    In der Nacht vom 15.2.42 zum 16.2.42
    Artl.Feuer sowie M.G. und Gr.Werfer Feuer auf Kasar.
    17.2.
    2 Erkundungsvorstöße gegen Kasar abgewiesen.Flugtätigkeit über Kasar.
    18.2.
    Spähtrupp in Zugstärke ostw.Kasar abgewiesen.
    In der Nacht vom 19.2. zum 20.2.
    Angriff auf Kasar von Nordost u. Nordwest,in Btl.Stärke nach harten Kämpfen abgewiesen.Erstmals ist dabei russisches DO-Gerät aufgetreten.Der Feind verlor 100 Tote u. 6 Gefangene.Tagsüber Artl.Feuer auf Kasar.
    21.2.
    In der Nacht Artl.Feuer auf Kasar.Russischer Angriff in Stärke von etwa 300 Mann von Osten u. Norden auf Kasar wurde im zusammengefaßten Feuer der Artl. und Inf.Waffen zerschlagen.Bei Säuberung des Gefechtsfeldes machten eigene Spähtrupps 60 Gefangene und erbeuteten 5 l.M.G.
    Vor Kasar wurden von den Angriffen am 20.2. u.21.2. bisher 270 gefallene Russen gezählt.
    22.2.
    Div.Befehl für die Ablösung des Btl.in Kasar u.Bortnoje durch II./IR 20 (mot) und verstärkte 2./IR338 am 25.2. geht heraus.
    24.2.
    Um 23Uhr wird III./IR337 in Kasar durch II./IR 20(mot.) abgelöst und nach Wertnoje verlegt.II./IR 20(mot.) untersteht der 208.ID
    26.2.
    Aufklärungsvorstoß (50 Mann) gegen Kasar abgewiesen.
    Angriff einer verstärkten Kompanie auf Kasar abgewiesen.
    28.2.
    Spähtrupp (20 Mann) hart nördlich von Kasar abgewiesen.
    Eigene Artl. vernichtet am Morgen 2 fdl.Geschütze nordostwärts von Kasar.
    3.3.
    Zunehmende fdl.Erkundungstätigkeit nördlich Kasar.
    4.3.
    Angriff in Stärke von ca.50-60 Mann,durch Artl. unterstützt,auf Kasar abgewiesen.
    5.3.
    Feind greift Kasar mit verstärktem Btl. an.Der Angriff wird unter starken Feindverlusten abgewiesen.Es wurden 35 Gefangene gemacht.Der Gegner versuchte durch Änderung bisheriger Taktik,erstmalig beiderseits Kasar nach Süden durchzustoßen und dann auch von Süden anzugreifen.
    6.3.
    7.20Uhr Angriff auf Kasar in Stärke von 50-60 Mann durch eigenes Artl.Feuer zerschlagen.
    11.15 Uhr Angriff in Stärke von 120-150 Mann im zusammengefaßten Feuer der Artl. u.Inf.Waffen hart ostwärts von Kasar zerschlagen.
    7.3.
    Angriff in Stärke von 200-300 Mann auf Kasar wird abgeschlagen.Der Feind verliert 160 Tote und 9 Gefangene.
    8.3.
    Vorstoß auf Kasar bleibt im Artl.Feuer vor dem Ort liegen.
    9.3.
    Angriff auf Kasar in Stärke von 120 Mann bleibt im starkem Abwehrfeuer ostwärts des Ortes liegen.IR337 erhält befehl,seine beiden 5cm-Paks nach Kasar vorzuziehen.
    10.3.
    Schwacher Feindvorstoß gegen Kasar wird abgewiesen.
    11.3.
    Gegen Mittag wird feindlicher Angriff auf Kasar,der mit Unterstützung von 6 Panzer erfolgte,abgeschlagen.Dabei 3 Panzer vernichtet u.2 bewegungsunfähig geschossen.
    In der Nacht zum 12.3. wird Kasar planmäßig geräumt und zerstört.


    So das war es über die Kämpfe um Kasar es steht stellvertretend für die Kämpfe um Bortnoje,Sosnowka,Schiwodowka,Wysilowo usw. im Raum der 208.ID.


    Gruß Micha


    P.S: Ralf und Vladi,danke noch für eure Hilfe.

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    ich beschreibe euch nun,aus der Sicht des IR338 (208.ID),den Weg zur Befreiung der Gruppe von Gilsa in Suchinitschi.


    16.1.42
    Das II./IR 338 nimmt im Handstreich die Ortschaft Bukan.
    Die nächsten Tage,bis zum 21.1. kämpfen hauptsächlich die Kampfgruppen Jollasse und Lüttwitz.
    20.1.42,Dienstag
    Die russische Front verläuft in der Linie Bryni-Skatschok-Kotyr-Chudowna. General Nehring (18.PD) beabsichtigt am 21.1. mit einem Regiment Bryni anzugreifen,unter Abdeckung nach Norden bei Kischewka und Chudowna mit je einen Bataillon.
    21.1.42,Mittwoch
    In den Morgenstunden herrschen - 42 Grad.
    Um 13 Uhr hat die Kampfgruppe Kuzmany (IR338),unterstützt durch die Panzerkompanie Leinhos (5 Panzer) Bryni genommen.
    Die Beute: 2 Geschütze 15cm,1 Geschütz 7,62cm,9 Pak,4 Feldküchen,1 Kriegskasse und Munition aller Art.Der Gegner verlor ca.200 Mann an Gefallenen.
    22.1.42,Donnerstag
    Am Morgen tritt die Kampfgruppe Kuzmany auf Popkowo,kurz vor Suchinitschi,an.Gegen 17 Uhr haben die vordersten Teile des IR 338 Tschowona erreicht.Der von Kischewka auf Kotyr gleichzeitig beabsichtigte Angriff vom I./IR 338 kommt im Wald wegen starken Feindwiderstand nicht vorwärts.
    23.1.42,Freitag
    IR 338 nimmt Popkowo.Der Feind noch 300 Mann stark,zog sich nach Norden zurück.
    Das II./SR 101 wird der Kampfgruppe Kuzmany unterstellt.
    24.1.42,Samstag
    Am Morgen greift der Feind aus Kotyr auf Chudowna und Kischewka (I./IR338) an.Die Angriffe werden abgewiesen.Der Gegner läßt viele Tote und Gefangene zurück.
    Um 8 Uhr geht das verstärkte IR 338,Kampfgruppe Kuzmany,nachdem es einen feindlichen Erkundungsvorstoß auf Popkowo abgewehrt hat,gegen Suchinitschi vor.
    Um 9.20 Uhr treten Teile der Gruppe von Gilsa zum Ausfall nach Westen an.
    Um 10.20 Uhr hat die Gruppe Kuzmany den feindlichen Widerstand an der Bahnlinie nordostwärts Popkowo gebrochen.
    Um 12.30 Uhr vereinigt sich die Kampfgruppe Kuzmany mit den vordersten Teilen der Gruppe von Gilsa bei Punkt 235,5.
    Damit war dieser Auftrag erfüllt.
    [Blocked Image: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/9mte-1f.jpg]


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    heute wage ich meine eigenen Recherchen über die 208.ID hier niederzuschreiben.Dies ist hauptsächlich durch eure Hilfe erst möglich geworden.DANKE
    Der erste Teil,den ich heute schreibe,behandelt die Zeit vom 25.8.39 bis zum 4.1.42.Es handelt sich also nur um den Polen-und Westfeldzug mit anschließender Besatzungszeit.Nun geht es los :D


    25.8.39 Mobilmachung als Division der 3.Welle durch Landwehr-Kommandeur Lübben im Wehrkreis III


    28.9.39 Bereitstellung im Raum Schneidemühl.
    1.9.39 Polenfeldzug
    2.9.39 Vormarsch in Polen über Bromberg,Hohensalza,Plock,Modlin u. Kutno.
    Dabei am 10.9. Gefecht bei und um Osierny.
    12.9.-13.9. Gefecht um die Seenenge von Borzymowice
    15.9. Gefecht um Glogowice (Vorpostengefecht bei Kutno).
    17.9. Gefecht bei Modrzew (Schlacht an der Bzura).
    1.10.39 Marsch in den Raum Posen über Wola,Kalisch und Ostrow.
    14.10.39 Besatzung in Posen.
    15.11.39 Verlegt in den Raum Münster,Hamm,Recklinghausen,Marl,Gladbeck und Gelsenkirchen.Dort Ausbildung und Umgruppierung der Division.
    9.5.40 Bereitstellung im Raum Wesel-Dinslaken.
    10.5.40 Westfeldzug
    Vormarsch über Goch,Gennep,Helmond,Tilburg und Breda.Dabei Überquerung der Maas,des Süd-Wilhelms-Kanal und des Wilhelmina-Kanals.
    Weiterer Vormarsch über Antwerpen,Saint-Nicolas,Lokeren,Eeklo,Torhout,Ostende,Nieuport und Furnes.
    Dabei vom 15.5.-19.5. Angriff u. Einnahme von Antwerpen
    20.5.-22.5. Kämpfe um den Neuzen-Gent-Kanal
    23.5.-25.5. Angriff über den Neuzen-Gent-Kanal u. Vorstoß an den Lys-Kanal
    26.5.-27.5. Angriff über den Lys-Kanal u. Durchbruch auf Brügge
    28.5-29.5. Vorstoß durch Flandern an den Ärmelkanal bei Ostende u.Nieuport
    30.5.-1.6. Kämpfe um Nieuport,Furnes u.La Panne
    2.6.-4.6. Kampf um Dünkirchen
    5.6. Küstenschutz im Raum Saint-Omer,Graveline u. Calais
    13.9. Verlegt in den Raum Valenciennes,Mons u. Charleroi dort Besatzung u. Ausbildung
    9.10. Verlegt in den Raum Namur u.Luxemburg dort Besatzung u. Ausbildung
    1.2.41 Küstenschutz u. Ausbildung im Raum Calais,Bethume,Lillers,Bruay-en-Artois,Saint-Omer,Aire-sur-la-Lys,Arras u. Douei
    18.11. Küstenschutz u.Ausbildung im Raum Boulogne-sur-Mer,Montreuil,Berck,Etaples u.Samer
    4.1.42 Transport an die Ostfront.


    Unterstellungen:
    30.8.39-3.9.39 Heeresgruppe Nord
    3.9.39-20.9.39 AOK 4,III.AK.
    20.9.39-27.9.39 AOK 8,X.AK.
    27.9.39-29.9.39 Reserve AOK 8
    30.9.39-18.11.39 Militärbefehlshaber Posen
    18.11.39-28.2.40 AOK 6,XXXIII.AK
    1.3.40-4.3.40 AOK 4,I.AK.
    4.3.40-9.5.40 AOK 18,XXVI.AK.
    9.5.40-14.5.40 AOK 18,Heeresgruppenreserve
    14.5.40-2.6.40 AOK 18,XXVI.AK
    2.6.40-4.6.40 AOK 2,IX.AK.
    4.6.40-9.6.40 AOK 6,X.AK
    9.6.40-11.6.40 AOK 18
    11.6.40-12.7.40 AOK 18,III.AK.
    12.7.40-28.7.40 AOK 16,XXXXII.AK.
    28.7.40-3.9.40 AOK 9 u.16,V.AK.
    13.10.40-1.2.41 AOK 16
    1.2.41-10.4.41 AOK 16,VII.AK.


    10.4.40-4.1.42 konnte ich noch keine genaue Unterstellung herausfinden.
    Habe dazu nur ein XXXVII.AK,finde aber über dieses Korps keine Info im LdW.
    Der zweite Teil,der den Weg an der Ostfront beschreibt ist in Arbeit,dieser Teil soll komplexer sein.Dauert also noch. :D


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,


    in diesen Post sind die Kommandeure und Führer der Infanterie, Artillerie und Pioniere der 208.ID gelistet.
    Die Liste ist natürlich nicht vollständig. Die Namen der Bataillons-Kommandeure stammen eigentlich fast alle aus dem KTB der 208.ID


    Infanterie- und Grenadier-Regiment 309
    Regiments-Kommandeure
    Oberstleutnant Richard Karl Geisler , 26.8.39 - 7.9.39 , Freitod ! Daten sicher
    Oberst Friedrich Liegmann , 16.9.39 - 1.3.40 Daten sicher
    Oberstleutnant Adolf Raegener , 1.3.40 - 15.2.41 Daten sicher
    Oberst Friedrich Krafft , 16.6.42 - 25.6.43 In diesem Zeitraum im KTB erwähnt
    Major Gerhard Müller , 18,4,43 - 26.4.43 (m.F.b.) Daten sicher
    Major Klaus Sinram , 1944 - 1945 Genaue Daten unbekannt
    Regiments-Adjutanten
    Hauptmann Busch
    Hauptmann Müller
    Leutnant Helmut Joachim
    Hauptmann Vergiels
    Ordonanz-Offizier
    Hauptmann Dalchau
    I.Bataillon
    Major Dr. Voelckes
    Hauptmann Kippes
    Hauptmann Kurt -Günther Liese
    Hauptmann Joachim Thiel
    Hauptmann Müller
    Oberleutnant Willi Traber
    II.Bataillon
    Hauptmann Dr. Finke
    Hauptmann Bodsch
    Major Ueckert
    III.Bataillon
    Hauptmann Hanel
    Oberstleutnant Ueckert
    Hauptmann Walter Kersten

    Infanterie- und Grenadier-Regiment 337
    Regiments-Kommandeure
    Oberstleutmant Edgar Arndt , 26.8.39 - 18.2.42 Daten sicher
    Major König , 18.2. - 5.4.1942 Daten sicher
    Oberstleutnant Nitsche , 5.4. - 1.6.42 Daten sicher
    Oberst Heinz Kokot , 19.6. - 18.4.1943 Daten sicher
    Major Kippes , 18.4. - 26.4.43 (m.d.F.b.) Daten sicher
    Major Däntler , 26.4. - 10.5.43 (m.d.F.b.) Daten sicher
    Major Johann Wanckel , 10.5.43 - 27.6.43, letztmalig am 27.6.43 im KTB erwähnt
    Oberst Christian Pagels , ??.??.1943, 1.1.1944 gefallen Wann Regiment übernommen unbekannt
    I.Bataillon
    Major Aschen
    Hauptmann Lantzke
    Hauptmann Hillermann
    II.Bataillon
    Rittmeister Dr.Meinecke
    Oberleutnant Richard Beyme , 9.7.1942 gefallen
    Hauptmann Wilhelm Rossol , 8.4.43 Lazarett verstorben;
    Hauptmann Laukien
    Hauptmann Galla
    Hauptmann Erich Schulz
    Major Joachim Thiel
    III.Bataillon
    Hauptmann Noack
    Hauptmann Müller
    Hauptmann Poethke
    Hauptmann Lantzke
    Oberleutnant Rossol
    Hauptmann Mülder


    Infanterie- und Grenadier-Regiment 338
    Regiments-Kommandeure
    Oberst William Ralf Sodan , 26.8.1939 - 16.12.1941 Daten sicher
    Oberstleutnant Alfred Kuzmany ,16.12.1941 - 4.2.1942 Daten sicher
    Oberstleutnant von Seidlitz , 4.2. - 13.2.42 Daten sicher
    Oberstleutnant Tillessen , 13.2. - 1.6.1942 Daten sicher
    Oberst Joachim Schlee , 12.6.42 - 25.2.1943 Verwundung Daten sicher
    Major Dumrath , 25.2.43 - 1.3.43 (m.d.F.b.) Daten sicher
    Major Eichler , 1.3.43 - 16.4.43 (m.d.F.b.) Daten sicher
    Oberstleutnant Bartels , 1.6.43 - 28.6.43 Erwähnung im KTB; Wann Regiment übernommen und abgegeben unbekannt
    Oberst von Plate , 17.11.43 - 15.12.43 Wann Regiment übernommen unbekannt
    Major Rabben , 15.12.43 - ??.??.???? Wann Regiment abgegeben unbekannt
    Major Wilhelm Berg , ??.??.1945 Wann Regiment übernommen unbekannt
    I.Bataillon
    Major Neumann
    Hauptmann Gröschner
    Major Ristow
    Hauptmann Lange
    Hauptmann Friedrich-Wilhelm von Wedelstädt , 17.2.42 gefallen;
    Oberleutnant Prugschat
    Hauptmann Gröger
    Hauptmann Walter Gottwald
    II.Bataillon
    Major Neumann
    Hauptmann Georg Noack , 14.2.42 gefallen;
    Oberleutnant Öhlert
    Hauptmann Schrade
    Hauptmann Rudolf Munser
    Hauptmann Paul Schiereck


    Artillerie-Regiment 208
    Regiments-Kommandeure
    Oberstleutnant Siggel , 26.8.39 - ??.??.???? Wann Regiment abgegeben unbekannt
    Oberst Altmann , 19.4.42 - 25.4.42 Wann Regiment übernommen u. abgegeben unbekannt
    Oberst Karl Koeniger , 13.1.43 - ??.2.44 Wann Regiment übernommen u. abgegeben unbekannt
    Major Alfred Paschke , 16.6.44 Wann Regiment übernommen u. abgegeben unbekannt
    I.Abteilung
    Major Hans Dennert
    Hauptmann Veith
    II.Abteilung
    Major von Dombois
    Hauptmann Engel
    Hauptmann Hans-Günther von Gersdorf
    III.Abteilung
    Hauptmann Knabe
    Hauptmann Werner Lüschow
    IV.Abteilung
    Hauptmann Rohde
    Major Heuschkel


    Pionier-Bataillon 208
    Hauptmann Thomas , 26.8.39 - 17.9.39 Daten sicher
    Major Kausche , 17.9.39 - 29.3.40 Wann Bataillon abgegeben unbekannt
    Major Gerhard Müller, 1.5.42 - 13.7.43 gefallen Wann Bataillon übernommen unbekannt
    Hauptmann Reiter , 15.12.43, ??.2.44 Wann Bataillin übernommen unbekannt


    Anmerkungen und Fragen bitte im Thread 208.ID stellen.
    208.ID


    Viele Grüße Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

    Edited once, last by Michael Jörchel ().


  • Hallo,
    diese Fragen hatte ich vor geraumer Zeit hier im Forum gestellt. Leider konnten diese nicht so richtig beantwortet werden. Doch nun kann ich die Antworten geben und werde sie natürlich hier einstellen.
    Also im Januar 1942 kamen folgende Truppenteile der 208.ID zur 9.Armee:


    Stab IR 309 mit Stabskompanie
    I./IR 309 mit 1.,2.und 3.Kompanie,ohne Stab und 4.Kompanie;
    Stab II./IR 309 mit 5.,6.,7.und 8.Kompanie;
    Stab III./IR 309 mit 9.und 10.Kompanie;
    Ein Zug der 13./IR 309;
    7.,8.und ein Zug der 13.Kompanie vom IR 337;
    Stab III./IR 338 mit 3.,4.,9. und 11.Kompanie;
    3./AR 208;


    Mit Stand vom 1.6.1942 waren diese Truppenteile folgenden Divisionen unterstellt:


    Stab IR 309 mit Stabskompanie
    Stab II./IR 309 mit 5.,6.,7.u.8.Kompanie
    Stab III./IR 309 mit 9.u.10.Kompanie
    Stab III./IR 338 mit 3.,4.,9.u.11.Kompanie
    3./AR 208 (ohne 2 Geschütze)
    waren der 328.ID, beim AOK 9, unterstellt.


    1.,2.u.3./IR 309
    7.u.8./IR 337
    1 Zug 13./IR 337
    waren der 6.PD,beim AOK 9, unterstellt.


    1 Zug 13./IR 309
    war der 86.ID,beim AOK 9,unterstellt.


    2 Geschütze der 3./AR 208
    waren der 11.PD,beim Pz.AOK 4,unterstellt


    Diese Truppenteile waren bis Mitte Juni 42 wieder im Verband der 208.ID.
    Damit ist wieder eine kleine Lücke zur Geschichte der 208.ID geschlossen.


    Gruß Micha


    Quelle: Anlagenband zum KTB,ABT.Ia,der 208.ID;

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    ich schreibe nun heute wieder etwas zur 208.ID. Hauptsächlich wird der Zeitraum vom 1.4.42-30.6.42 beschrieben.


    Am 3.4.42 rückte die 208.ID, nach den schweren Kämpfen in den Monaten Januar bis März 42, in die Shisdra-Drogotan-Stellung ein.
    Die 208.ID verteidigte, mit 3 Rgt.Gruppen in vorderster Linie, den Abschnitt zwischen Usty (ausschl.) und Kotobischi (einschl.).


    Die HKL verlief von:
    Nordrand Usty-Pkt.165,6-Ostrand Wysokaja-Pkt.206,1 (2,5km westl.Wysokaja)-Nordrand Buda-Monastyrakaja-Pkt.215,0-Pkt.210,1-Höhe 228,4-Nordrand Kotobitschi;


    Es wurden eingesetzt:
    Rechts: IR 337 mit Rgt.Gef.St. in Koshanowka;
    Mitte: IR 338 mit Rgt.Gef.St. in Liwadija;
    Links: IR 396 (216.ID) mit Rgt.Gef.St. in Schirokowka;
    IR 309 war zu dieser Zeit noch beim AOK 9;
    Der Divisionsgefechtsstand war in Pyrinka (Schule) untergebracht;
    Rechter Nachbar der 208.ID war die 211.ID und linker die 18.PD;


    Die Division begann sofort mit dem Stellungsbau. Zuerst waren es noch Schneestellungen und mit Beginn des Tauwetters ging es in die Erde. Es begann der "Stellungskrieg". Gegenseitiges Artilleriefeuer, Späh- und Stoßtruppunternehmen erforderten täglich Verluste.
    Vom 1.4.42 bis 30.6.42 verlor die 208.ID an:
    Gefallenen 56 Mann
    Verwundeten 271 Mann
    Vermissten 6 Mann;
    Ziel häufiger russischer Späh-und Stoßtrupps war die Höhe 228,4 und das Phosphorbergwerk im linken Divisionsabschnitt. Dort waren auch die meisten Verluste eingetreten.


    Am 21.4.42 meldete das IR 337 (ohne II.Btl.) eine Stärke von:
    Offiziere: 4
    Unteroffiziere: 73
    Mannschaften: 300
    Am 28.4.42 meldete das IR 338 eine Stärke von:
    Offiziere: 7
    Unteroffiziere: 50
    Mannschaften: 338;


    In der Zeit vom 5.1.42-1.4.42 hatte das IR 338 folgende Verluste:
    Offiziere
    Gefallen: 15
    Verwundet: 12
    Vermisst: 2
    Erfrierung: 1
    Krank: 3


    Unteroffiziere
    Gefallen: 40
    Verwundet: 89
    Vermisst: 4
    Erfrierung: 16
    Krank: 26


    Mannschaften
    Gefallen: 171
    Verwundet: 393
    Vermisst: 27
    Erfrierung: 159
    Krank: 68


    Mit Befehl vom 26.5.42 wird das Feldersatz-Btl.208/1 zum 31.5.42 aufgeteilt.
    Es erhalten: IR 337 5 Uffz. und 174 Mann
    IR 338 7 Uffz. und 190 Mann
    Div.Nachsch.Fhr. 59 Mann
    Sanitäts-Kp.208 1 Mann


    Bis Ende Mai wurden folgende Ortschaften, hinter der HKL, zu Stützpunkten ausgebaut:
    Schirokowka, Dmitrijewka, Poliki, Koshanowka, Pusanowka, Slawinka, Liwadija und Kom.Bolchewik;
    Ab 9.6.42 trafen die Einheiten, die dem AOK 9 unterstellt waren wieder bei der Division ein.



    Das war erstmal so das wichtigste aus diesen 3 Monaten. Hoffe es ist etwas für Euch dabei.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

    Edited once, last by Michael Jörchel ().

  • Hallo,
    heute schreibe ich den ersten Teil zu den Gefechten des IR 337 aus der Zeit vom 3.1.42 bis 1.4.42.


    I.Teil


    3.1.42
    Abfahrt Stab II./IR337,5.u.6./IR337 von Lille nach dem Osten,ebenso Stab III./IR337 mit 9.u.10./IR337;
    5.1.42
    Eintreffen der 14./IR337 und des Rgt.Adj. in Brjansk;
    6.1.42
    Abmarsch der 14./IR337 von Brjansk in Richtung Shisdra;


    7.1.42
    Eintreffen Stab I./IR337,1.u.4./IR337 aus dem Westen in Shisdra,wo sie ausgeladen werden.Sie sichern an den beiden folgenden Tagen Shisdra,ohne Feindberührung zu haben;


    8.1.42
    Eintreffen des Rgt.Stabes und der Stabskompanie in Brjansk;


    9.1.42
    Eintreffen Stab II./IR337,5.u.6./IR337 aus dem Westen in Brjansk.Der Div.Kdr. beabsichtigt,sich mit dem Div.Führungs-Stab nach Jarowschtschina zu begeben und beauftragt den Rgt.Kdr. mit seiner Vertretung in den auslade-und Nachschubfragen;


    15.1.42
    In den ersten Morgenstunden Abfahrt des Rgt.Stabes und der Stabskompanie von Brjansk nach Bahnhof Sudimir.Von dort Marsch nach Jarowschtschina;


    16.1.42
    Weitermarsch des Rgt.Stabes und der Stabskp. nach Shisdra.Dort wird die Gruppe ARNDT auf Befehl der Division gebildet.Sie besteht aus:
    Stab IR337 mit Stabskp. und le.IG.Zug/IR338
    III./IR337 (11.u.12./IR337 werden am 17.1. zugeführt)
    III./IR 691 (239.ID)
    I./AR208 mit 2./AR208 und Batterie Seitz
    1./Pi.Btl.208 (wird am 17.1. zugeführt)
    2 Züge 14./IR337
    Hauptmann Lantzke,10./IR337,wird vom Rgt.Kdr. mit der Führung des III./IR337 beauftragt.


    17.1.42
    Um 7.00 Uhr antretend marschiert die Gruppe ARNDT über Butalewka,Siedlung Dubischtschenskij,Dubischtsche nach Jasenok.Keine Feindberührung.Eintreffen der Spitze in Jasenok um 12.45 Uhr. 11.u.12./IR337,die bisher der Gruppe CUNO unterstellt waren,treten zum III./IR337 zurück.
    Gruppe ARNDT tritt während der Nacht in Jasenok unter.


    18.1.42
    Gruppe ARNDT geht von Jasenok über Poliki vor und setzt sich in den Besitz von Marinka.Das III./IR337 erreicht Marinka um 14.00 Uhr und sichert es.Es entsendet einen starken Spähtrupp auf Retschiza,der den Wald westlich Retschiza und den Ort selbst feindfrei feststellt.Ein zweiter Spähtrupp des III./IR337 in Richtung auf Poljudowo stößt nach Eintritt in den Wald südlich Marinka auf stärkeren Gegner und kehrt nach kurzem Kampf zurück.
    Spähtrupp stellt um 14.00 Uhr Pusanowka als feindfrei fest.
    Entsprechend dem Div.Befehl vom 17.1.42:
    "Ein Jagdkommando unter Führung eines energischen Offiziers hat möglichst noch am 18.1. die Eisenbahnbrücke hart ostwärts Dubrowka unversehrt in die Hand zu bekommen und bis zum Eintreffen neuer Kräfte zu sichern"
    wird unter Führung des Lt.Riemann,9./IR337,1 Zug der 9./IR337 und 1 sMG-Gruppe der 12./IR337 über Buda nach Dubrowka entsandt.


    19.1.42
    Die Abt.Riemann findet Bahnwärterhaus und Eisenbahnbrücke hart ostwärts Dubrowka feindbesetzt.Nach Entfaltung des Zuges und Vorgehen beiderseits des Bahndammes wird das Bahnwärterhaus und die Brücke genommen und gesichert.Dabei werden 1 le.Gr.W.,2 Minen,5 Mun.Kisten mit Munition,6 Handgranaten erbeutet.
    Währen die Gruppe CUNO Poljudowo von Süden angreift,tritt die Gruppe ARNDT um 7.00 Uhr von Marinka aus nach Poljudowo an mit dem Auftrage,den Nordteil Poljudowo in Besitz zu nehmen.Hierzu werden folgende Teile der Gruppe eingesetzt:
    III./IR337, 1 le.IG.Zug , 1 Pak-Zug , 1 Gruppe Pi.Btl.208
    Kurz nach Eindringen in den Wald vereinzeltes fdl.Gewehr- und MG-Feuer.Die Gruppe stößt auf eine Minensperre,durch die 1 Pionier getötet und mehrere verwundet werden.Die Minensperre wird umgangen.Starkes Gewehr-,MG. und Gr.W.Feuer aus der Waldsiedlung Marinka.Eigene Flieger unterstützen den Angriff durch wirksamen Bordwaffenbeschuß.Die Siedlung wird nach mehrstündigem heftigem Kampf eingenommen und der Vormarsch auf Poljudowo fortgesetzt.
    Bei heraustreten aus dem Südrand des Waldes fdl.Gewehr- und MG-Feuer aus Richtung Popowka.In den Abendstunden erreicht das Btl.Poljudowo und stellt Verbindung mit der Gruppe CUNO her.(Der Befehl,schon vor Erreichen des Ortes Poljudowo nach Marinka umzukehren,hat das Btl. nicht mehr erreicht).
    Ein Spähtrupp des Rgt.Radf.Zuges unter Führung des Lt.Gilberg erreicht um 11.05 Uhr Retschiza,stellt es als feindfrei fest,wird jedoch beim Verlassen von Partisanen angeschossen.


    20.1.42
    Gruppe ARNDT marschiert nach Buda weiter und sichert den Raum Marinka-Buda.Je 1 Zug der 1./Pi.Btl.208 wird morgens zur Gruppe CUNO (Meineke) nach Poljudowo und zur Gruppe NOACK nach Schtschgry in Marsch gesetzt.Teile der 11./IR337 besetzen um 10.15 Uhr Usty am Schisdrasch und stellen Usty-Chalelewka als feindfrei fest.
    Aufklärung gegen Duminitschi ergibt Feindbesetzung.
    Verst. 9./IR337 wird nach Dubrowka entsandt,um Verbindung mit Lt.Riemann aufzunehmen.Die 10./IR337,verst. durch 1 sMG-Gruppe und 1 Pak,wird nach Retschiza entsandt und findet es feindfrei vor.


    21.1.42
    Das III./IR337 ohne 9.und 10./IR337 erreicht Dubrowka.Die Abt.Riemann,verst. durch 2 le.Gr.W.,1 sMG-Gruppe und 1 Pak,mit 500m Abstand gefolgt von 9./IR337,verst. durch 1 le.IG.Zug/IR338,1 Pak,1 sMG-Gruppe,1 Zug Pi.Btl.208 greift den Bhf.Duminiitschi an,nimmt ihn nach mehrstündigen Kampf und sichert ihn.
    Die 11./IR337,verst. durch 1 sMG-Zug und 2 s.Gr.W.-Gruppen,setzt sich nach kurzer Gefechtsberührung in den Besitz der Höhe 163,5 nordöstl. Dubrowka.
    Am 21.1.42 werden der Gruppe ARNDT unterstellt:
    1 Zug 7./Neb.53 , II./IR 337 unter Führung von Oblt.Heyne , 1 Battr. AR216 , 1/2 Pak.Zug 208 und 1 le.IG.Zug.
    Die Gruppe Arndt versammelt sich zum Angriff auf Duminitschi-Wertnoje im Raum um Dubrowka.
    Die 10./IR337 wird beim verlassen von Retschiza durch Partisanen stark beschossen.Die 6./IR337 wird zur Verstärkung nach Retschiza entsandt,sie setzt sich unter heftigem Kampf in den Besitz des Ortes und brennt ihn nieder.Die 10./IR337 kehrt abends nach Dubrowka zurück.Ein Spähtrupp der 9./IR337 wird gegen Lutownja angesetzt,erreicht es jedoch wegen starker Überlegenheit des Feindes.
    Am Abend des 21.1. wird die 9./IR337 mit dem unterstellten Einheiten wieder aus dem Bhf.Duminitschi nach der Siedlung südostwärts Bhf.Duminitschi verlegt.Der Feind setzt sich wieder in den Besitz des Bahnhofs.


    22.1.42
    Gegen 10.00 Uhr tritt das III./IR337,verst. durch 1 le.IG.Zug/IR338 und 1 Pak.Zug/IR337, zum erneuten Angriff auf Bhf.Duminitschi an.Nach heftigem Häuserkampf wird er genommen.Das Btl. stößt weiter bis Wertnoje durch,besetzt es nach kurzem Kampf und sichert es.
    II./IR337 wird zum Angriff gegen das stark von Feinde besetzte Duminitschi über Poljaki und Lominka eingesetzt.Es greift um 16.00 Uhr die Stadt unter Umgehung der nach Westen vorgelagerten Höhe durch den Wald an.Um 17.00 Uhr ist das erste Haus genommen.Der Feind wird gezwungen,auf den Ostteil der Stadt zurückzugehen.Er schießt die ganze folgende Nacht Störungsfeuer.In der Nacht vom 22./23.1.42 übernimmt Oblt. Rossol das III./IR337 und tritt das Btl. Noack (Stab II./IR338, 2.u.3./IR337,7.u.8./IR338) zur Gruppe ARNDT.Das Btl. Göpel (III./IR691) scheidet aus der Gruppe aus.


    23.1.42
    Duminitschi wird von Süden her von der 6./IR337 angegriffen,während das II./IR337 (ohne 6./IR337) um 10.00 Uhr zum Angriff von Norden nach Süden antritt.Um 12.15 Uhr ist die Verbindung mit der 6./IR337 hergestellt.
    In den Mittagsstunden des 23.1.42 wird die Stabskp. von Dubrowka nach Wertnoje vorverlegt.Das Btl. Noack soll am 23.1. von Wertnoje aus Usty nehmen.Der Angriff gegen Usty scheitert jedoch an der waffenmäßigen Überlegenheit des Gegners und der eintretenden Dunkelheit.Gegen Abend des 23.1. greift der Feind aus Südwesten Wertnoje an,in das das III./IR337 am Vorabend nach kurzem Gefecht eingedrungen ist.Es gelingt ihm,in die Mulde zwischen Nord-und Südteil des Ortes hineinzukommen,er wird jedoch nach mehrstündigem Abwehrkampf und Gegenangriff unter großen Verlusten vernichtet.
    I./AR208 wird der Div. unterstellt und auf zusammenarbeit mit der Gruppe ARNDT angewiesen.
    II./IR337 scheidet aus der Gruppe ARNDT aus.


    24.1.42
    Am frühen Nachmittag gelingt dem Btl. Noack (II./IR338) der erneute Angriff auf Usty.
    25.1.42
    Das III./IR337 (ohne 11./IR337,die in Wertnoje zurück bleibt) erreicht Usty.Die verst. 9./IR337 greift mit 2./AA10(mot) Wyschilowo an und nimmt es nach kurzem Kampf.Am Abend tritt die 11./IR337 zum Btl. nach Usty zurück.Btl. Noack (II./IR338) greift Bortnoje an,der Angriff bleibt jedoch stecken.Btl. Noack hält Schule Bortnoje.AA10(mot) und 1 Zug 7./Neb.53 treten zur Gruppe ARNDT hinzu.Der Zug Pi.Btl.208 scheidet aus der Gruppe aus.


    26.1.42
    In den ersten Morgenstunden greift der Gegner Wertnoje von Süden in Stärke von etwa 300 Mann an.Nach mehrstündigem Kampf wird der Angriff abgaschlagen.
    Btl. Noack (II./IR338) greift erneut Bortnoje an.Der Angriff wird zunächst durch starkes fdl.Art.Feuer aufgehalten.Die 11./IR337 als Res.Kp. wird um 11.15 Uhr eingesetzt.Nach einem Feuerschlag der Art. wird Bortnoje um 17.40 Uhr genommen.Hierbei werden 2 fdl.Panzer vernichtet.Das Btl. Noack verbleibt in Bortnoje.
    Am Nachmittag des 26.1. Verlegung des Rgt.Gef.St. nach Usty.
    Die 5./IR337 tritt zur Gruppe ARNDT zur Sicherung von Wertnoje,ebenso die 2./AR216.


    27.1.42
    5.45 Uhr wird Usty von Süden angegriffen.Wie sich später aus Gefangenenaussagen ergibt,von 2 Schneeschuh-Btl. in Tarnkleidung.Dem Gegner gelingt es ,in den Südteil des Ortes einzudringen er wird jedoch nach mehrstündigen Kampf daraus vertrieben und erleidet schwere Verluste.
    15.30 Uhr Angriff uf Kasar durch Abt. Winter (AA10(mot)).16.35 Uhr Kasar genommen.
    Das II./IR337 tritt zur Gruppe ARNDT,nimmt seine 5./IR337 in Wertnoje wieder auf und übernimmt die Sicherung des genannten Ortes.Die 6./IR337 wird dem III./IR337 in Usty zur Sicherung des Rgt.Gef.Standes unterstellt.Die 11./IR337 tritt vom Btl. Noack (II./IR338) zurück und löst die 2./AA10(mot) in Wyschilowo ab.Dort liegen jetzt die 9.u.11./IR337.
    Das III./IR337 ohne 9.u.11./IR337 sichert Usty und klärt von dort nach Süden und Osten auf.
    Am Abend wird 1 fdl.Panzer durch Art.Feuer ostwärts Kasar vernichtet.


    28.1.42
    Seit 7.45 Uhr fdl.Angriff auf Kasar mit 3 fdl.Panzern,die um 8.15 Uhr vernichtet werden.Um 10.00 Uhr wird der Angriff abgeschlagen.
    Die 4./AR216 und der Zug 7./Neb.53 scheiden aus der Gruppe aus.


    30.1.42
    In der Nacht vom 29.1./30.1.42 werden fdl.Spähtrupps am Nord-und Ostrand von Kasar abgewiesen.Am 30.1. 9.00 Uhr greifen 4 fdl.Panzer den Südteil Kasar von Osten an,1 weiterer Panzer beschießt von der Höhe Nordostrand Kasar den Ort und fährt zurück.Um 9.30 Uhr werden 3 fdl. Panzer am Westrand des Waldes ostwärts Bortnoje vernichtet,später 1 weiterer am Südrand des Waldes.


    31.1.42
    Um 7.45 Uhr 1.Angriff auf Kasar,10.35 fdl.Art.Feuer auf Kasar,um 14.30 Uhr 2.Angriff auf Kasar mit Panzerunterstützung.Einzelne Angriffe bis 18.30 Uhr.
    Die 9.u.11./IR337,die in Wyschilowo liegen,werden von Nordosten in Stärke von 40 Mann angegriffen.Der Angriff wird zurückgeschlagen.Gegen 10.30 Uhr erneuter Angriff von rund 200 Mann von Süden,um 15.00 Uhr zurückgeschlagen.In der folgenden Nacht erneutes Vorgehen des Gegners gegen Wyschilowo.Gegen 3.00 Uhr ein Spähtrupp von etwa 10 Mann,anschließend eine Kampfgruppe von etwa 60 Mann.Der Gegner wird wiederum abgeschlagen.
    Gruppe ARNDT erhält von der Div. den Befehl,Shiwodowka zu nehmen und zu halten.Das II./IR337 erhält vom Rgt. den Befehl,Shiwodowka und Sossnowka zu nehmen.Um 14.15 Uhr wird Shiwodowka,um 18.15 Uhr Sossnowka genommen und Verbindung mit der Gruppe KUZMANY in Petschenkino aufgenommen.
    Um 12.15 Uhr Westrand Usty mit Bordwaffen von fdl. Fliegern beschossen.



    So das war es für heute.Sobald ich Zeit habe setze ich den II.Teil rein.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    nun geht es weiter.


    1.2.1942
    Art. und Gr.W.Störungsfeuer auf Kasar,Bortnoje,Serednaja,Wyschilowo und Usty.


    2.2.1942
    AA10(mot.) wird in Kasar durch III./IR337 abgelöst und nach Usty zurückgezogen.Die 6./IR337 wird nach Wyschilowo verlegt.9.u.11./IR337 werden von Wyschilowo dem III./IR337 nach Kasar zugeführt.
    Während der Ablösung Art.u.Gr.W.Feuer auf Kasar.


    3.2.1942
    Vor- und Nachmittags Art.u.s.Gr.W.Feuer aus Norden und Nordosten auf Kasar.


    4.2.1942
    Gegen 21.30 Uhr greift der Feind Kasar an und zieht sich infolge der starken Abwehr gegen 1.00 Uhr morgens nach Nordosten zurück,bleibt mit Teilen im Schnee liegen.


    5.2.1942
    Gegen 6.00 Uhr erneuter Angriff gegen Kasar aus Nordwesten.Nach 2 Stunden abgeschlagen.


    6.2.1942
    Am Nachmittag lebhaftes Art.und s.Gr.W.Feuer auf Kasar.1 Spähtrupp der 5./IR337,der von Sossnowka auf BW.nordostwärts des Panzerzuges,der ostwärts Sossnowka steht,vorgeht,wird unter schweres Feuer genommen. Von 1 Uffz.und 6 Mann kommen nur 1 Mann unverwundet und 2 Mann schwerverwundet zurück.


    7.2.1942
    Die 5,/IR337 besetzt das BW. und den Panzerzug ostwärts Sossnowka.
    Die 6./IR337 wird von Wyschilowo nach Seredeja verlegt,die 5./K40,zur AA10(mot.) gehörig,nach Wyschilowo.


    8.2.1942
    Vormittags Art.Feuer auf Kasar und Bortnoje.


    9.2.1942
    Vormittags Art.Feuer auf Kasar.


    10.2.1942
    Aufklärung von II./IR337 gelangt nach Popkowo.Vormittags Art.und Gr.W.Feuer auf Kasar.Feindangriff auf Wyschilowo von der 5./K40 mit Art.Unterstützung abgeschlagen.
    Vormittags fdl.Spähtruppe auf Kasar von 30 Mann aus Norden und 80-100 Mann aus Nordosten werden durch Art.und Gr,W.Feuer zurückgeschlagen. Pak-und IG.Feuer auf Nordwestteil Kasar.
    Am Nachmittag: 60 Mann aus Nordwesten auf Kasar bleiben im MG.-und Gewehrfeuer liegen.Anschließend lebhaftes fdl. Art.-und Gr.W.Feuer auf Kasar.Gegner baut Laufgräben im Schnee aus.


    11.2.1942
    Gegen 6.00 Uhr Angriff von etwa 2 Kp. z.T. mit Schneeschuhen auf Kasar.Gegner zieht sich unter schweren Verlusten nach einiger Zeit zurück. 6.25-6.45 Uhr heftiges Art.und Gr.W.Feuer.Anschließend Pakbeschuß. 8.20 Uhr bricht ein 2.russischer Angriff ebenfalls zusammen.Gegner bleibt auf der Höhe 238,1 und gräbt sich hier ein.
    Nachmittags wiederum Art. und Pak.Feuer auf Kasar.
    Der Westteil von Shiwodowka wird an die 18.Pz.Div. abgegeben.


    12.2.1942
    14.00-15.00 Uhr Pak.Feuer auf Kasar.


    13.2.1942
    Vormittags fdl. Pak.Feuer auf Höhe ostwärts Kasar.Rege fdl. Tätigkeit in den Schneestellungen auf Höhe 238,1.


    14.2.1942
    Zur Vermeidung der dem Gegner bekannten Straßen werden Umgehungswege im Abschnitt der Gruppe ARNDT angelegt.
    Während des ganzen Tages Art.und Gr.W.Feuer auf Kasar.
    Der Kdr. des Btl. Noack fällt in Bortnoje (Art.Volltreffer in den Btl.Gef.Stand). Oblt. Öhlert übernimmt die Führung des II./IR338.


    15.2.1942
    1.05 Uhr der in Stärke von etwa 25 Mann aus dem Osten gegen Kasar vorgehende Gegner zieht sich unter dem wirksamen Gewehr-und MG.Feuer zurück.Während des ganzen Tages Art.und Gr.W.Feuer auf Kasar.
    Das Btl. Noack (II./IR338) scheidet aus der Gruppe ARNDT aus bis auf die 2.und 3./IR337.Gleichzeitig treten der Stab I./IR337,1.und 4./IR337 zur Gruppe ARNDT.Das I./IR337 wird in Bortnoje eingesetzt und löst dort das II./IR338 ab.Die 1./IR337 wird in Wyschilowo eingesetzt.


    16.2.1942
    Gewehr-und MG.Feuer auf Kasar aus Osten.2.00 Uhr Pak.Feuer.7.45-10.55 Uhr heftiges Art.und Gr.W.Feuer.


    17.2.1942
    1.35 Uhr fdl. Spähtrupp von 8 Mann gegen Kasar wird zurückgejagt,läßt 1 Toten zurück.4.45 Uhr aus einem weiteren fdl. Spähtrupp von 5 Mann wird 1 Gefangener eingebracht.Vor-und Nachmittags Art.Feuer.


    18.2.1942
    Art.Feuer auf Kasar.1 fdl. Gruppe,die aus Osten gegen Kasar vorgeht,wird bekämpft und zieht sich zurück.
    Die Führung der Gruppe ARNDT übernimmt Major KÖNIG,10.ID (mot.).


    19.2.1942
    23.50-0.30 Uhr fdl. Feuerüberfälle mit DO-Geräten aus Osten,Nordost und Nordwest auf Kasar und Bortnoje.Anschließend starker Angriff aus diesen Richtungen.Dem Gegner gelingt es,sich in den Besitz einzelner Häuser im Nordwestteil Kasars zu setzen.Um 1.30 Uhr erhält der Feind starke Art.Unterstützung.10.und 11./IR337 schlagen den Gegner zurück,während das fdl. Art.Feuer weiter anhält.Der Gef.Stand des I./IR337 in Bortnoje brennt infolge Volltreffers aus.Der Angriff wird in den Morgenstunden endgültig abgeschlagen.


    21.2.1942
    Angriff auf Kasar aus Nordost und Ost (etwa 150 Mann).Nach Kampf ergibt sich der größte Teil.Es werden 65 Gefangene eingebracht.
    Am 20.und 21.2.42 119 Gewehre,8 le.MG.,2 s.MG.,44 Stielhandgranaten,28 Gasmasken und einige Tausend Schuß Inf.Munition erbeutet.Verluste des Gegners an diesen beiden Tagen: 171 Tote.
    Nachmittags und abends Art.Feuer auf Kasar.


    22.2.1942
    Art.Feuer auf Kasar,bis 17.45 Uhr insgesamt 68 Einschläge im Ort.
    II./IR337 bekämpft Feind am Panzerzug ostwärts Sossnowka.


    23.2.1942
    Am Tage 35 Art.Einschläge auf Kasar.


    24.2.1942
    Gegen 23.00 Uhr wird das III./IR337 in Kasar durch das II./IR20 (mot.) abgelöst,nach Wertnoje verlegt und der Gruppe NITTINGER unterstellt.In der Nacht Ablösung des I./IR337 ohne 1./IR337 und gleichzeitig Ausscheiden aus der Gruppe KÖNIG.(1./IR337 bleibt in Wyschilowo).Die 2./IR338 wird dem II./IR20 (mot.) zugeführt,unterstellt und zur Sicherung von Bortnoje eingesetzt.


    26.2.1942
    Gr.W.Störungsfeuer auf Kasar.
    Art.Feuer auf Seredeja,Panzerzug,Shiwodowka und Sossnowka.


    27.2.1942
    Gr.W.Feuer auf Kasar,Art.Feuer auf Usty.Abends Art.Feuer auf Wyschilowo. Fdl. Spähtrupp,15-20 Mann,aus Nordost auf Kasar.
    28.2.1942
    Art.und Gr.W.Feuer auf Kasar.



    Nun viel Spaß beim lesen.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    heute setze ich nun den 3. und letzten Teil des IR 337 hinein.


    1.3.1942
    Gegner fühlt mit Spähtrupps gegen den Panzerzug vor.Gr.W. und Art.Feuer auf Sossnowka und Seredeja.


    3.3.1942
    In der Nacht zum 3.3. beschießt fdl.Pak-Geschütz den Panzerzug erfolglos.Wirkungslose Art.Einschläge bei dem Panzerzug.


    4.3.1942
    1.00 Uhr vergeblicher Feindangriff in Stärke von etwa 40-50 Mann auf Kasar.
    Der Feind erzielt bei Art.Beschuß einen Volltreffer auf den Panzerzug,wodurch 1 Offz. und 2 Mann verwundet werden.


    5.3.1942
    Der Panzerzug muß in den frühen Morgenstunden unter schweren Art.Beschuß mit Verlusten geräumt werden.Gegner nimmt ihn und will weiter nach Sossnowka vordringen.Das II./IR337 tritt zum Gegenangriff an.Es gelingt um 18.00 Uhr,den Panzerzug wieder einzunehmen.87 Gefangene werden eingebracht,etwa 100 Feindtote gezählt,der Rest des Feindes verjagt.Der Panzerzug wird solange gesichert,bis ein Sprengtrupp der 2./Pi.Btl.208 ihn um 22.00 Uhr sprengt.Danach werden Stellungen um den Panzerzug herum bezogen.
    Morgens fdl. Angriff auf Kasar.Feind greift zunächst im Norden mit etwa 1 Kp. an und stößt mit starken Kräften beiderseits Kasar nach Süden.Dann erfolgloser Angriff von Osten,Norden und Westen in Stärke von etwa 3 Btl.


    7.3.1942
    Schweres Art.Feuer auf Sossnowka und Seredeja.


    8.3.1942
    Die 18.PD gibt Popkowo auf,wodurch Petschenkino nördl. Sossnowka bedroht wird.Gegen 18.00 Uhr trifft das III./IR337 (ohne 10./IR337) als Korpsreserve in Shiwodowka ein.Zur Verstärkung des II./IR337 werden 2 Nebelwerfer eingesetzt.


    9.3.1942
    Das benachbarte II./IR338 gibt Petschenkino auf.Dadurch ist Sossnowka unmittelbar bedroht.Ab 22.00 Uhr scheiden II./IR337 und III./IR337 aus der Gruppe König aus und werden mit dem II./IR338 zur Gruppe TILLESSEN zusammengefaßt.
    120 Russen im Angriff von Nordwest auf Kasar.Angriff von Osten auf Kasar bleibt liegen.
    Gemäß Div.Befehl verläuft die neue linke Rgt.Grenze ostwärts Gusowo und ostwärts Seredeja.


    10.3.1942
    Art. und Gr.W.Feuer auf Kasar.
    Nachts wird eine 5 cm Pak der 14./IR337 in Kasar eingesetzt,die andere geht am Nordrand von Usty in Stellung.


    11.3.1942
    Im laufe des Tages mehrere Angriffe auf Kasar von Osten,Norden und Westen.Ebenso Angriff auf Bortnoje von Nordosten.Der Feind setzt zur Unterstützung der Angriffe Panzer ein,darunter 2 52-to. 3 Panzer bleiben westlich,2 ostwärts Kasar liegen.
    Abends wird Kasar befehlgemäß geräumt.
    Der Stab des Btl. Hegerl (II./IR20 (mot)) und die 7. und 8./IR20(mot) ziehen nach Wyschilowo,die 5./IR20(mot) nach Bortnoje.Die 6./IR20(mot) und 13./IR20(mot) ohne Geschütze werden nach Usty verlegt und der AA10(mot) zur Ortsverteidigung unterstellt.


    12.3.1942
    Kasar wird vom Feind stark besetzt.
    Art. und Gr.W.Feuer auf Bortnoje.


    13.3.1942
    Nachmittags schweres Art. und Gr.W.Feuer auf Bortnoje.


    14.3.1942
    Die Schule Bortnoje wird frühmorgens von etwa 50 Russen angegriffen.Der Angriff wird durch 1 Gruppe der 1./IR337 und 1 Geschütz der Art. ohne eigene Verluste abgeschlagen.32 Tote werden gezählt und 6 Gefangene gemacht.


    15.3.1942
    In der Frühe russischer Angriff mit überlegenen Kräften und Panzerunterstützung auf Bortnoje.Bortnoje wird geräumt.Rgt.Radf.Zug und Pi.Zug gehen unter Führung des Rgt.Adj. Oblt. Schomacker von Usty zur Schule Bortnoje vor und sichern sie gegen den anstürmenden Feind.Außerdem werden Teile des II./IR20(mot) westlich der Schule Bortnoje eingesetzt.Dabei wird im Austausch gegen die 6./IR20(mot) die 5./IR20(mot) nach Usty zurückgenommen.Die Schule Bortnoje wird tagsüber von Panzern,Art. und Gr.W. beschossen.Gegen Abend höhere Schußfolge und MG- und Gewehrfeuer.
    Art.Feuer auf Usty.
    Die Kp. Schneider (Marsch-Btl.208) tritt zur Gruppe hinzu und wird in Usty zur Sicherung eingesetzt.


    16.3.1942
    Wyschilowo wird um 4.50 Uhr aus Osten und Südosten von je 120-150 Mann angegriffen.Der Angriff bricht nach einstündigen Kampf zusammen.Es werden 51 Gefangene gemacht.Art. und Gr.W.Feuer auf Schule Bortnoje.Der Rgt.Adj. wird dabei 3-fach verwundet.


    17.3.1942
    3.40 Uhr Angriff auf Schule Bortnoje und von Süden und Osten auf Wyschilowo.Schwrer Art.Beschuß auf Schule Bortnoje.Die Angriffe kommen nach harten Kämpfen zum stehen.
    In Wyschilowo werden beim Gegenstoß 31 Gefangene gemacht und 12 MG erbeutet.Etwa 40 Tote werden gezählt.
    Bei der Schule Bortnoje werden 6 Gefangene gemacht und 2 le.MG erbeutet.


    18.3.1942
    Am Vormittag schwaches Art. und Gr.W.Feuer auf Schule Bortnoje und Wyschilowo.
    Eigenes s.IG setzt ein fdl. Geschütz in Bortnoje außer Gefecht.


    19.3.1942
    6.00 Uhr fdl. Angriff auf Wyschilowo von Süden und Osten,unterstützt durch 3 Panzer.1 Panzer läuft auf Mine.1 Panzer wird bei Bortnoje durch Art. außer Gefecht gestzt.DO-Gerät schießt 2-mal auf die Straße zwischen Schule Bortnoje und Wyschilowo.9.00 Uhr fdl. Infanterie greift Wyschilowo an.
    Ab 14.15 Uhr Art.Feuer auf Usty,zunächst vereinzelt,ab 14.30 Uhr alle 3 Minuten 1 Schuß.
    16.30 Uhr fdl. Panzer bei Wyschilowo von Art. bewegungsunfähig geschossen.1 weiterer Panzer feuert aus Osten nach Wyschilowo.


    20.3.1942
    Vormittags und gegen Abend schwaches Gr.W.Feuer auf Schule Bortnoje.


    21.3.1942
    Bei der Schule Bortnoje vernichten 2 Gr.W.Volltreffer den Unterstand von 70 Mann.Abends Art.Feuer auf Schule Bortnoje.


    22.3.1942
    Vormittags erhebliches Art. und Gr.W.Feuer auf Schule Bortnoje,ebenso gegen Abend.
    Durch Befehl der Div. vom 22.3.42 wird das Ausweichen der Div. auf den Shisdra-Drogotan-Abschnitt vorbereitet.


    23.3.1942
    Im Abschnitt der linken Nachbargruppe wird in den frühesten Morgenstunden Seredeja unter Feinddruck geräumt.Das zur Sicherung herangezogene und eingesetzte II./IR338 nimmt im Walde südlich Seredeja die aus dem Orte ausweichenden Teile auf.


    25.3.1942
    Die einzelnen Einheiten sind folgendermaßen eingesetzt:
    Schule Bortnoje: Pi. und Radf.Zug/IR337 , 1./IR337 , 6. und 8./IR20(mot) und 2./AA10(mot);
    Wyschilowo: 5./K40 und 2 Gruppen AA10(mot);
    Vorderhang zwischen Schule Bortnoje und Usty: 1s.MG-Gruppe , 6. und 8./IR338;
    Usty: Stabskp./IR337 , Rest der 14./IR337 mit 1 3,7cm und 1 5cm Geschütz , Kp. Schneider (Marsch-Btl.208) , 5. und 7./IR20(mot) , 3./AA10(mot);


    26.3.1942
    Die durch Div.Befehl vom 22.3.42 vorbereitete Ausweichbewegung wird durch Durchgabe des dafür vorgeshenen Stichworts ausgelöst.Mit eintretender Dunkelheit verläßt die Gruppe planmäßig ihren Abschnitt.
    Der Kdr. der Gruppe König geht mit Rgt.Stab IR337 für die Nacht nach Poljaki.


    27.3.1942
    Rgt.Stab zieht weiter nach Liwadija,um dort mit dem in Wysokaja liegenden I./IR337 bis zum Eintreffen der Div. in der endgültigen Stellung der 18.PD. unterstellt zu werden.II./IR20(mot) und AA10(mot) werden zur Verfügung der Div. nach Duminitschi zurückgezogen.1./IR337 wird dem I./IR337 wieder zugeführt.
    Hptm. Lantzke wird mit der Führung des I./IR337 beauftragt.


    28.3.1942
    Die 14./IR337 wird von Poljaki nach Wysokaja verlegt.


    1.4.1942
    Der Rgt.Gef.St. wird nach Koshanowka verlegt (Shisdra-Drogotan-Abschnitt).


    So das war es erstmal,über den Einsatz des IR 337 im ersten Russland-Winter.
    Demnächst schreibe ich über den Einsatz des IR 338.
    Ich hoffe das es für Euch von Intresse ist,damit nicht alles umsonst ist. :D



    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    so nun geht es weiter mit dem IR 338.Zeitraum ist hier vom 5.1.1942 bis 1.4.1942.


    5.1.1942
    Als erste Einheit des Rgt. wurde das I./IR338 (Stab,1.und 2.Kp.) nach neuntägiger Bahnfahrt am 5.1.42,gegen 22.00 Uhr in Shisdra ausgeladen.Es wurde für die Zeit des Ausladens bis zum Verlassen des Ortes dem II./PR 35 unterstellt.Für die folgende Zeit dem XXIV.Pz.Korps unmittelbar.
    Das I./IR338 erhielt den Auftrag,das Straßenkreuz bei Bukan (20km nördl. Shisdra) nach Norden und Nordwesten zu sichern und in Richtung Bahnhof Schalta (3km südostwärts Schirokowka) und in Richtung Siminizy aufzuklären,um festzustellen,ob der Gegner aus Richtung Duminitschi in westlicher oder südwestlicher Stossrichtung im Vorgehen sei.


    6.1.1942
    Unmittelbar nach der Ausladung,die am 6.1.42 gegen 4.30 Uhr beendet war,trat das Btl.den Vormarsch an.In Shisdra verblieben Gefechts- und Gepäcktrosse,sowie sämtliche Reitpferde.
    Das für den Einsatz im Winterfeldzug in keiner Weise vorbereitete Btl. versuchte,aus den Dörfern,durch die der Vormarsch ging,Panjepferde und Fahrzeuge zu requirieren,um überhaupt beweglich zu bleiben.Die Wege waren völlig verschneit und verweht.Ein heftiger Schneesturm setzte ein. Für 3 1/2 km wurden genau 4 Std. gebraucht.Gegen 15.30 Uhr wurde Bukan erreicht.
    Je ein Zug 2.Kp. übernahm die Aufklärung nach Bahnhof Schalta und nach Siminizy.Der Rest des Btl. wurde zur Ortssicherung von Bukan eingesetzt. Gegen 23.00 Uhr kamen die ersten Teile des auf Siminizy angesetzten Zuges mit der Meldung zurück,der Zug sei vor Slobodka durch einen Gegner in etwa Kompaniestärke von drei Seiten mit l.MG,s.MG und Pak beschossen worden.Die ersten Verluste des Rgt. betrugen hierbei 1 Offz. (Lt. Jagmann,2./IR338) und 2 Mann gefallen,3 Mann verwundet und 1 Mann wurde vermisst.Von dem anderen Zuge kam gegen 2.15 Uhr des kommenden Tages die Meldung,dass die Bahnlinie bei Schalta und der Bahnhof selbst feindfrei seien.


    7.1.1942
    Um 16.45 Uhr erhielt das Btl. den Befehl,von der 208.ID,Teile in Richtung Slobodka bis Kotobitschi vorzuschieben und hierdurch den weiteren Vorstoss des Gegners nach Südwesten zu verhindern.Der Versuch,in Kotobitschi einzudringen,scheiterte an der Überzahl des dort in Stellung befindlichen Gegners.


    8.1.1942
    Ein am 8.1.42 kurz nach Mitternacht erneut angestzter kampfkräftiger Spähtrupp mußte sich gleichfalls nach starken Beschuß auf Bukan zurückziehen.
    Auf den Bericht des Btl.-Kdr.,an die 208.ID,sagte diese für den Morgen Anforderung von Fliegerunterstützung zu und unterstellte dem Btl.,die 5. und 6./IR338,2 Züge 4./IR309 sowie 1 Zug der am 6.1.42 in Shisdra eingetroffenen 14./IR338.Die unterstellten Teile konnten infolge der Wegeverhältnisse erst am späten Nachmittag des 8.1.42 in Bukan erwartet werden.
    Seit 11.15 Uhr wurden laufend fdl. Abteilungen im Anmarsch auf Kotobitschi und darüber hinaus auf Bukan beobachtet.Der Gegner verstärkte sich ständig.Bis 14.00 Uhr wurden insgesamt 14 Einheiten je etwa in Kp.Stärke gezählt.
    Gegen 12.00 Uhr griff der Gegner die an dem Eisenbahnbogen nördlich Bukan eingesetzten Teile mit etwa 4 Kp. an.Weitere Teile zogen sich beiderseits an Bukan vorbei.Aus dem Ort Kotobitschi erhielt der Gegner starke Feuerunterstützung durch s.Gr.W. und Pak,sowie durch IG-Geschütze,die inzwischen bereits die vorgeschobenen Stellungen des Btl. und den Ort Bukan selbst beschossen.Im Laufe des Gefechts waren 2 stärkere Feindgruppen trotz erheblicher Verluste durch flankierend wirkende MG der 2./IR338 an Bukan vorbeigestossen,in der Absicht,die eigenen Kräfte dort einzuschließen.
    In dieser Gefechtslage gab der Btl.-Kdr. gegen 15.00 Uhr den Befehl,die vorgeschobenen Stellungen zu räumen,auf Bukan auszuweichen und den Ortsrand gegen den vorstossenden Gegner zu verteidigen.Zu dieser Zeit trafen auch die unterstellten Einheiten (ohne 2 Züge der 4./IR309) in Bukan ein.Sie wurden sofort eingesetzt.Der Gegner drängte sehr stark vor trotz hoher Verluste,die ihm inbesondere durch die Sprenggranaten der Pak beigebracht wurden.In einem für ihn günstigen Wald- und Kusselgelände gelang es ihm,sich ständig weiter an den Dorfrand heranzuarbeiten.
    Gegen 16.00 Uhr hatte die Pak bereits ihre geringe Mun.Ausstattung,die mittransportiert werden konnte,verschossen.Fast gleichzeitig wurden der Btl.-Kdr. und die Kp.-Führer 1./IR338 und 5./IR348 verwundet.Die an Bukan vorbeigestgestossenen Kräftegruppen drehten auf Bukan ab und griffen flankierend an.Die am Nordrand Bukan eingesetzten Teile erhielten Befehl,kämpfend auszuweichen,um einer Umklammerung durch den Gegner zu entgehen.
    Gegen 16.00 Uhr brach der Gegner, durch den Wald kommend,in erdrückender Überzahl in den West- und Nordwestteil von Bukan ein.Über den Verbleib des Kp.-Fhr. und zweier Züge der 2./IR338 war zunächst nichts bekannt.Es mußte befürchtet werden,daß die Züge umgangen wurden und in Gefangenschaft geraten waren.Als daher der Rücken der 1./IR338 nicht mehr gedeckt war,mußten sich ihre Züge kämpfend aus Bukan zurückziehen.Teile der 5. und 6./IR348 waren bereits auf dem Wege nach Oslinka mit dem Auftrag,von einer Erhöhung zwischen Bukan und Oslinka den Feuerschutz für die aus Bukan ausweichenden Teile des Btl. zu übernehmen,angesetzt.
    Die restliche Mun.Ausstattung der 1./IR338 belief sich auf 157 Schuß.Die bisher vermissten beiden Züge der 2.IR338,die inzwischen gruppenweise zum Teil eingetroffen waren,hatten insgesamt noch 38 Schuß.
    Bei dieser Munitionslage befahl Oblt. Schneider,4./IR309, der inzwischen mit seinen beiden s.MG-Zügen eingetroffen war und die Führung des Btl. übernommen hatte,auf der insichtgenommenden Höhe nicht zur Verteidigung überzugehen,sondern den Rückmarsch nach Shisdra anzutreten.
    Das Btl. traf dort gegen 23.00 Uhr ein und wurde bis auf wieteres der Gruppe KUNO unterstellt.
    Bisherige Gesamtverluste des Btl: 7 Tote , 18 Verwundete und 2 Erfrierungen;


    Das war es für heute,werde es es sobald wie möglich fortsetzen.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    nun geht es weiter.


    9.1.1942
    Im laufe des 9.1.42 trafen die bisher vermissten Restteile der 2./IR338 in Shisdra ein.Haupt. Lange übernahm die Führung des Btl.,das zunächst zur Ortssicherung von Shisdra eingesetzt wurde.Am 16.1.42 trafen 10. und 12./IR338 im Fußmarsch von Brjansk in Shisdra ein.Sie wurden mit 1. und 2./IR338 zum I./IR338 vereinigt.Die durch einen Zug 14./IR338 verstärkte 2./IR338 wurde am gleichen Tage herausgezogen und der bei Sikejewo eingesetzten Gruppe KUNO unterstellt.


    So und nun geht es nochmal zurück bis zum 7.1.42


    7.1.1942
    Am 7.1.42 gegen 19.00 Uhr traf der Rgt.Stab mit Stb.Kp./IR338 (Rgt.Nachr.-,Pi.-,Radfhr.-IG.-Zug,sowie Hilfskrankenträger) in Brjansk ein.
    Oberstleutnant KUZMANY meldete sich sofort bei den vorläufigen Div.Gef.Stand (Oberstleutnant KORNTNER) und wurde in Feindlage und eigene Absichten eingewiesen.
    Im laufe der Nacht wurde Rgt.Stab auf russische Bahnwagen umgeladen,die für die Morgenstunden vorgesehene Weiterfahrt verzögerte sich aber aus technischen Gründen und wegen mangels an Lokomotiven.
    Inzwischen war bekannt geworden,daß Teile des II./IR338 (7. u. 8./IR338) sowie ein Transportzug des IR337 wegen einer durch den Gegner vorgenommenen Gleissprengung im Walde südlich Sikejewo nicht mehr ihr Fahrziel Shisdra erreicht hatten.Der Gegner hatte sich im Vorstoß nach Westen bei Sikejewo besonders verstärkt und drohte,unter Umgehung dieses Ortes Shisdra anzugreifen.
    Oberstlt. KUZMANY erhielt den Befehl,mit dem Rgt.Stab soweit wie möglich über Sudomir hinaus in Richtung Sikejewo vorzufahren,den Befehl über die dort befindlichen Einheiten der 208.ID zu übernehmen,nach Sikelewo durchzustoßen und den Ort zu halten.


    8.1.1942
    Nach Überwindung ungeheurer Bahntechnischer Schwierigkeiten,die sich infolge starken Frostes (unter -40 ) ergeben hatten,verließ der Transportzug gegen 18.15 Uhr Brjansk und erreichte nach verschiedenen Fahrunterbrechungen infolge starker Schneeverwehungen der Gleise gegen 24.00 Uhr Sudomir.Von dort aus nochmalige fernmündliche Verständigung mit der 208.ID.
    Die Nachricht,daß der Bahnhof Sikejewo von 7. u. 8./IR338 sowie 2. u. 3./IR337 genommen worden ist,trifft ein.


    9.1.1942
    Am 9.1.42 bald nach Mitternacht Weiterfahrt Richtung Sikejewo.2 km vor Bahnhof Sikejewo entgleiste der Zug,alle im Inf.Kampf einsetzbaren Teile werden entladen.Entlang der Bahnlinie vorstoßend erreichte der Rgt.Stab,vom Gegner mehrfach beschossen,gegen 4.00 Uhr Sikejewo.
    Dort Unterstellung aller Truppen (7. u. 8./IR338,2./IR337 und Reste der 3./Pz.18).Sicherung des Ortes nach allen Seiten.
    Gegen Mittag wird ein Angriff mit allen verfügbaren Teilen gegen einen in der Bereitstellung erkannten Gegner unternommen.Nach kurzem Feuergefecht weicht der Gegner zurück.
    Ein Unternehmen der 3./IR337,daß zur Befreiung volksdeutscher Einwohner der Siedlung "Karl Marx" angesetzt worden war,wurde vom Gegner bei schweren eigenen Verlusten abgewiesen.
    In den Mittagsstunden wird der in der Nacht entgleist Transportzug des Rgt.Stabes unter starkem Beschuß durch Partisanen zurückgezogen.Es gelingt,alle Wagen zu bergen.Leider sind 3 Schwerverwundete,5 Tote und 11 Verletzte Pferde als Verluste zu beklagen.Einige Fahrzeuge sind durch Pak-Splitter beschädigt.
    Im laufe des Vormittags hat Lt. Hohnen die beiden l.IG. seines Zuges mit einigen Pferden ohne jede Verladerampe vom Zug herunter bekommen und hat sich nach Sikejewo durchschlagen können.


    10.1.1942
    In der Nacht zum 10.1.42 trifft Oberst KUNO in Sikejewo mit seinem Stabe und Teilen seiner Gruppe ein.Gegen Mittag übernimmt er die Führung in Sikejewo.Oberstlt. KUZMANY erhält den Befehl über die in Shisdra eingesetzten Teile.
    Am Nachmittag mehrere Angriffe durch Russen,die unter beiderseitigen Verlusten abgewehrt werden.Als einziger Arzt befindet sich in Sikejewo zunächst nur der dem Rgt.Stab in Brjansk beigegebene Adjutant des Div.Arztes 208,Stabsarzt Adelung.
    Gegen Abend unternahm der Rgt.Stab einen Ausbruchsversuch aus Sikejewo.Es gelingt nach einem unerhört anstrengenden Nachtmarsch bei eisigem Nordwind und starkem Schneetreiben unter Mitnahme von 12 Schwerverwundeten,Shisdra am 11.1.42 gegen 7.00 Uhr zu erreichen.Zur Bewältigung des 8 km langen Weges auf der Bahnstrecke wurden 7 Stunden benötigt.


    11.1.1942
    Oberstlt. KUZMANY übernimmt um 9.00 Uhr den Befehl über alle in Shisdra untergebrachten Einheiten.Aufklärung wird angesetzt.Zur Verteidigung des Ortes erforderliche Maßnahmen werden getroffen.
    Auf Ljudinowo ist ein Vorstoß geplant.Hierzu sollen zunächst Angriffe in Btl.Stärke auf Grjada und Wojlowo erfolgen.Als Führer hierfür ist Major Aschen ,I./IR337,vorgesehen.


    12.1.1942
    Eintreffen des Btl.Stabes II./IR338 mit 5. und 6./IR338 in Shisdra im Fußmarsch von Brjansk.
    Starke Aufklärung nach Norden und Nordwesten in Richtung auf Oslinka und Sabolotje wird angesetzt.Starke Sicherung nach Osten,wo der Gegner bereits aus dem Walde nordostwärts Shisdra auf dem Wege Sikejewo-Shisdra bei Siedlung Sawinski und Berenski vorgefühlt hat,nach Norden und nach Westen ist erforderlich.


    Das war es für heute,geht bald weiter.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    und weiter geht es.


    13.1.1942
    Erneute Aufklärung nach Osten,Norden und Westen wurde angesetzt.Durch kampfkräftige Spähtrupps wurden einige Gefangene eingebracht.Aus den Gefangenenaussagen kann kein hinreichend klares Bild über die Absichten,die der vor uns liegende Gegner hat,gewonnen werden.Ortssicherung von Shisdra steht weiterhin im Vordergrund.
    Aus Flugzeugen wurde Munition und Verbandszeug,an dem es besonders fehlte,abgeworfen.Mit allem Nachdruck wurde an der Umstellung auf Schlitten gearbeitet.Bei den tief verschneiten Wegen ist die mit Heeresfahrzeugen ausgerüstete Truppe zunächst völlig unbeweglich.Dabei muß sämtliches Nachschubgut von Jaroschina bzw. von Sudomir herangeschafft werden,da die Eisenbahnstrecke zwischen Sudomir und Sikejewo noch immer zerstört ist.


    14.1.1942
    Die Abstellungen zu dem von der 208.ID befohlenen Marsch-Btl.,das rechtzeitig Ersatz bei künftigen Ausfällen zur Verfügung stellen soll,wurden durchgeführt.
    Erneute starke Aufklärungstätigkeit nach Osten,Norden und Westen,insbesondere zur Durchführung des für den kommenden Tag geplanten Angriffa auf Grjada und Wojlowo.Noch immer läßt sich für das Rgt. kein klares Bild über die Feindlage gewinnen.
    Drahtverbindung zur Div. war sehr häufig gestört.


    15.1.1942
    Gruppe ASCHEN (Stab I./IR337 mit 1./IR337 und Teilen 4./IR309,5.u.6./IR338 mit verkleinerten Stab II./IR338,1./AR208) hat am Vormittag Grjada und Wojlowo als Vorbereitung für den weiteren Vorstß nach Westen auf Ljudinowo genommen.Rgt.Radfhr.Zug unter Führung von Lt. Juhnke zeichnete sich besonders bei Condrykino aus.Bei einen Angriff des Gegners in der Nacht zum 16.1.42 in Stärke einer Kp. mit 2 s.Gr.W. und einer Pak hielt er den Ort und wies den Gegner in den Morgenstunden des 16.1.42 unter schweren Verlusten für ihn zurück (15 Tote und zahlreiche Verwundete).
    Rgt.Stab/IR338 mit den übrigen noch in Shisdra Inf.-und Artillerie-Teilen wird als Gruppe KUZMANY der 18.PD unterstellt.


    16.1.1942
    Am Vormittag Besprechung über Feindlage und eigene Absichten beim Kdr.18.PD (General NEHRING).
    Gegen den nach Westen bis über Ljudinowo hinaus vorgedrungenen Feind wurden für den 17.1.42 zwei Unternehmen vorbereitet,in nördlicher Richtung auf Bukan und in nordwestlicher Richtung auf Ljudinowo.
    Gemischtes Btl. ASCHEN schied aus der Unterstellung unter IR338 aus und trat unmittelbar unter den Befehl der 18.PD.
    Kräfte der Gruppe KUZMANY: Rgt.Stab mit Stabskp. mit Radfhr.-Pi.-u.Nachr.-Zug (IG-Zug war der Gruppe KUNO in Skejewo unterstellt).I./IR338 mit 1.,10.u.12./IR338,2./IR338 mit 1 Zug 14./IR338,K18,II./IR348 mit 1 Zug 14./IR337,6./PR18 (Oblt.Leinhoe).Auf zusammenarbeit angewiesen III./AR208.
    Im laufe des Nachmaittags wurde Bukan handstreichartig durch verstärktes II./IR348 genommen.Die übrigen Teile der Gruppe KUZMANY traten im laufe der Nacht zum 17.1.42 zum Vorstoß in nördlicher Richtung an.I./IR338 hatte zur Durchführung des Unternehmens der Gruppe ASCHEN den größten Teil der Schlitten an I./IR337 abgebeb und mußte sich erneut beweglich machen.


    17.1.1942
    Nach ruhig verlaufender Nacht wurde durch II./IR348 Aufklärung nach Kotobitschi,Saprudnoje,Siedlung Roga und Siedlung Jasenok (8 km nordwestl. Oslinka) angesetzt.Kotobitschi war von stärkerem Feind besetzt.Beim energischen Zupacken der nördlich Bukan angesetzten Spähtrupps wich Gegner weiter nach Norden aus und suchte Verbindung mit den bei Ljudinowo inzwischen durch die Gruppe ASCHEN angegriffenen Kräften.
    Bei einem Aufklärungsvorstoß in das Waldgebiet westlich und südwestl. Bukan gelang es 4 Pz.Kw. IIIb der 6./PR18 unter Führung des Oblt. Leinhoe mit Unterstützung durch 7./IR348,eine Bereitstellung des Gegners zum Gegenangriff auf Bukan zu zerschlagen.
    Gegner war am Waldrand westlich von Bukan beiderseits des Straße Bukan-Ljudinowo in Stellung gegangen und hatte sich mit s.Gr.W. und MG bereits auf den Ort eingeschossen.
    Bei diesem Unternemen wurden infolge des sofortigen Nachstoßen stärkerer Inf.-Teile insgesamt erbeutet bzw. zerstört: 1 7,62cm Geschütz,1 Pak,17 s.MG,1 l.MG (MG34),4 s.Gr.W.,1 Gr.W.,7 automatische und 4 andere Gewehre sowie eine große Anzahl Inf.-Munition aller Art.


    18.1.1942
    Aufklärung bis Poliki,Slawinka und Pyrinka angesetzt.Gegen schwächeren Feindwiderstand konnte zunächst Kotbitschi,dann Siminizy genommen werden.Slobodka wurde durch vorgeschobene Teile des II./IR348 als feindfrei festgestellt und besetzt.Feind zog sich weiterhin in nördlicher Richtung zurück.Die Brücke über den Drogoschan wurde als durch frühere Unternehmungen zerstört festgestellt.Der Neubau wurde unter Heranziehung von Zivilkräften sofort in Angriff genommen.
    Westlich Bukan gelang es,auf der Straße nach Ljudinowo die Verbindung mit einem von dort angesetzten Spähtrupp nördlich Siedlung Roga herzustellen.


    19.1.1942
    Gruppe KUZMANY: Rgt.Stab mit StabsKp./IR338,I./IR338,verstärktes II./IR348,6./PR18;Das K18 trat unter dem unmittelbaren Befehl der 18.PD.
    Auf zusammenarbeit angewiesen:jetzt II./AR208;
    Aufklärung nach Südosten bis Buda Monastyrskaja und Wydrowka,wo schwächere Feindkräfte festgestellt wurden und Norden bis Petschki,das feindfrei war.Kamenka wurde besetzt.
    Im laufe des Tages wurden die Hauptteile der Gruppe KUZMANY in den Raum Siminizy-Slobodka-Kotobitschi vorgezogen.
    Am Nachmittag wurde ein russischer Spähtrupp zu Pferde am Osteingang von Siminizy gefangen genommen.Nach Aussagen der Zivilbevölkerung war der Gegner unter Mitnahme von etwa 60 Verwundeten in der Nacht zum 19.1.42 in ostwärtiger und nordostwärtiger Richtung weiter zurückgewichen.



    Das war es dann erstmal wieder.Wie ihr seht habe ich diesmal sehr viel zu schreiben.Es kommt daher,weil über das IR 338 (Gruppe Kuzmany) sehr ausführlich, im KTB der 208.ID,berichtet wurde.Auch in den Anlagen des KTB sind sehr viele Gefechtsberichte enthalten,so das ich sehr viel heraus schreiben konnte was mir wichtig erschien.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    es geht wieder weiter.


    20.1.1942
    Auftrag des Rgt. war:
    1.)Mit einem kampfkräftigen Btl. Bryni,mit dem anderen Btl.Dubrowka zu erreichen.
    2.) Aufklärung bis zur Linie Tschwano und Bahnlinie nördlich Koschatinka vorzutreiben.
    Verstärktes I./IR338 sollte hierzu über Siminizy-Skatscok vorstoßen,II./IR338 Dubrowka und Aleksandrowka erreichen.Infolge sehr starker Schneeverwhungen des Weges nach Dubrowka marschierte I./IR338 über Maklaki,dort kurzes Gefecht der Inf.Spitze mit feindlichen Spähtrupp,der unter Verlusten nach Norden auswich.
    Gegen 11.00 Uhr wurde der Ostausgang Dubrowka vom I./IR338 erreicht.Auch hier wich schwacher Feind nach Feuereröffnung durch die eigene Inf.Spitze aus.Stärkste Schneeverwehungen und schwere Schneestürme verhinderten jedoch ein rasches Vorkommen.Die Wege waren ungespurt.Die Männer versanken zum Teil bis zum Koppel,die Pferde bis zur Brust im Schnee.Das Btl. mußte einen nach Nordosten führenden Schlittenweg benutzen.Dieser führte zunächst durch Waldgebiet,dann über glattes Kusselgelände nach Koschatinka.
    Etwa 150 m vor dem Dorfeingang wurden beide Spitzengruppen aus dem Südrand des Dorfes von stärkerem Gegner mit MG beschossen.Im harten Kampf gelang es jedoch mit guter Unterstützung durch eigene Pak,die bereits durch die ersten Schüsse mehrere Häuser in Brand schoß,den Ortseingang zu erreichen und dann in erbitterten Häuserkampf den Gegner durch Handgranaten zum Weichen zu zwingen.Er zog sich allmählich aus dem stützpunktartigen ausgebauten Häusern in den Nordteil des Dorfes zurück und verteitigte sich dort zunächst weiter.
    Hart und erbittert mußte Haus für Haus erkämpft werden.Erst bei Einbruch der Dunkelheit gab der Gegner den Widerstand auf und floh nach Norden,Nordosten und Nordwesten in die Wälder. I./IR338 konnte als Beute dieses Tages melden,3 Pak, 5 sMG, 37 Gewehre, 5 automatische Gewehre mit zahlreicher Mun. und 12 Gefangene eingebracht.
    Eigene Verluste beliefen sich auf 2 Gefallene und 4 Verwundete.
    II./IR348 hatte inzwischen die befohlenen Unterkunftsorte erreicht und Aufklärung bis Semitschasnoje vorgetrieben.Der Ort war von stärkerem Gegner besetzt.
    I./IR338 übernahm den Schutz der Nordflanke während des weiteren Vorstossens der Gruppe und wurde ab 22.1.42,0.00 Uhr dem SR 52 unterstellt.
    I./IR337 wurde der Gruppe im laufe der Nacht zum 21.1.42 erneut unterstellt.


    21.1.1942
    Gruppe KUZMANY trat,als gegen 9.00 Uhr der Anschluß mit dem I./IR337 hergestellt war,von Aleksandrowka aus mit starker Spitze gegen Bryni an. 1 km vor Semtschasnoje wurde die Spitze aus dem Ort von 4 s.MG und einige Schützen angeschossen.Durch energisch geführten Angriff,den Oberstlt. KUZMANY selbst in vorderster Front leitete,gelang es,den Ort unter dem Feuerschutz der schweren Inf.-Waffen und mit Unterstützung von 3 Panzern III b handstreichartig zu nehmen.Gegner wich nach Norden in die angrenzenden Wälder.Gegen 12.00 Uhr war der Ort restlos vom Feind Gesäubert.
    Nach Neugliederung der Gruppe und kurzer Ruhe wurde zum weiteren Vorstoß auf Bryni angetreten.Auf dem freiabfallenden Hang vor Bryni wurde das II./IR348,das als vorderstes Btl. vorging,in einer Entfernung von etwa 1,5 km bereits von leichten und schweren Inf.-Waffen des Gegners unter Feuer genommen und zunächst in Deckung gezwungen.
    Während 1 Pz.Kw. und alle schweren Inf.-Waffen von Südosten auf Bryni angestzt wurden,stießen gleichzeitig 7./IR348 und 2 Pz.Kw. mit Schwerpunkt nordwestlich Skatschok vor und nahmen den Ort. 5.u.6./IR348 mit einem Zug 14./IR337 griffen Bryni selbst an.Gutliegendes Feuer der schweren Waffen ermöglichte den Kp. das Vorwärtskommen im deckunglosen Gelände.Nach hartem Kampf waren das auf einer Höhe liegende Bryni und der Ortsteil Skatschok gegen 15.00 Uhr fest in der Hand der Gruppe KUZMANY.
    Der Feind war völlig überrascht und floh unter zurücklassung von 90 Toten und 8 Gefangenen sowie zehlreichen Waffen in Stärke von etwa 1 Rgt. nach Norden und Nordwesten,sowie mit Versprengten Teilen nach Südwesten.
    An diesen Tage wurden erbeutet: 2 15cm Geschütze mit Protzen,ein 7,62cm Geschütz,2 s.Gr.W.,11 l.Gr.W.,2 s.MG,4 Feldküchen,zahlreiche Artl.-und Inf.Mun.,Ausstattung einer Feldapotheke,Verbandszeug,umfangreiches Schreibstubenmaterial,zahlreiche Pferde und Schlitten.
    I./IR338 hatte den Ort Koschatinka gegen wiederholte Angriffe des Feindes erfolgreich und unter Verlusten des Gegners verteidigt.
    Der Kdr. der 18.PD sprach der Gruppe KUZMANY seine besondere Anerkennung für den Erfolg von Bryni aus.


    22.1.1942
    Auftrag der Gruppe KUZMANY war Fortsetzung des Vorstoß auf Popkowo. SR 52 dechte Flanke und Rücken durch Angriff auf Olodnewa,auf das das am Vortage bereits K18 angesetzt worden war. SR101 sollte in Richtung Bryni folgen.
    Aufklärung wurde bereits in der Nacht angesetzt zur Erkundung der Marschwege Bryni-Twschanowo-Popkowo und Bryni-Brobrowo-Schiwodowka-Popkowo.Außerdem entlang dem Flußlauf des Bryn nach Sorotsch und Gulzowa.
    Bobrowo wurde als von etwa 2 Feindkp. bestzt festgestellt.Für den weiteren Vorstoß der Gruppe kam daher ohne die Möglichkeit einer Seitensicherung als einzige Marschstraße der Weg über Tschwanwo in Frage.Die auf Tschwanowo angestzten starken Spähtrupps vertrieben schwächeren Gegner aus dem Ort und verblieben als stehende Sicherung zunächst dort.
    Im laufe des Nachmittags wurden vorgezogen: II.(IR348 nach Tschwanowo, I./IR337 nach Sorotschka-Gulsowa und Orte nordostwärts davon an der Bahnlinie nach Suchinitschi wurden durch eigene Artl. mehrfach unter Feuer genommen,da vorgeschobene Spähtrupps dort stärkere Feindbesetzung gemeldet hatten.


    23.1.1942
    Bei der Versammlung am Morgen wurde I./IR337 von einer mit Schneeschuhen ausgerüsteten Feindkp. aus dem Walde nordostwärts Sorotschka angegriffen.Unter geringen eigenen Verlusten gelang es,von etwa 40 Mann des Gegners 22 zu vernichten und mehrere Gefangene einzubringen,während der Rest in den Wald südlich Tschwanowo entkam und den Vormittag über den Vormarsch der Gruppe durch kleinere Einzelaktionen zu stören suchte.
    Der Vorstoß auf Popkowo verzögerte sich daher um mehrere Stunden und konnte erst gegen 9.00 Uhr beginnen.Über ungespurte Wege erreichte das wieder vorn eingesetzte II./IR348 bei ständigem Kampf mit schwächerem Gegner nördlich der Vormarschstraße gegen 12.00 Uhr den Waldrand 1 km südwestlich Popkowo.Es stellte im Ort selbst stärkeren Gegner fest,der sich nach Gefangenenaussagen auf etwa 400 Mann belief. Einer der vorn eingesetzten Panzer fiel aus,Stabsfw. Melchior,der später mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde,ist schwer verwundet.
    Nach kurzer Bereitstellung gelang der auf den Ost-und den Westteil von Popkowo gleichzeitig angesetzte Angriff.Der Gegner verteidigte bis zuletzt jedes einzelne Haus.Gegen 14.00 Uhr sind die erste Häuser erreicht,jedoch erst etwa dreistündigem erbitterten Häuserkampf,dem II./IR348 und I./IR337 führen,trat Ruhe ein.Der Gegner zog sich,soweit er nicht vernichtet wurde,in nördlicher und nordwestlicher Richtung in Stärke von etwa 300 Mann zurück.
    Erbeutet wurden: 11 LKW mit Mun. und Sprengstoff geladen, 1 7,62cm Gschütz, 1 s.MG, 2 l.MG, 2 s.Gr.W., 24 MP, 50 zum Teil automatische Gewehre,zahlreiche Handgranaten,sowie Gr.W.-und Pak Mun.
    Über 100 Feindtote wurden gezählt sowie 8 Gefangene eingebracht.Die eigenen Verluste betrugen 10 Tote,darunter 2 Offz.(Kp.Führer) und 40 Verwundete.


    Das war es wieder für heute.Viel Spaß beim Lesen.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    wieder geht es weiter.


    24.1.1942
    Während das SR 52 die Nordflanke der Gruppe KUZMANY durch einen Angriff bei Koschatinka und Dubrowka deckte,das SR101 den Rücken bei Bryni Tschwanowo schützte und und der rechten Nachbar (208.ID) über Usty und Kasar vorging,hatte Gruppe KUZMANY den Auftrag
    1.) Die taktische Vereinigung mit der Gruppe Gilsa (216.ID) in Suchinitschi herzustellen.
    2.) Nach Erreichen der Gr. Gilsa einen Korridor durch Sicherung der Orte beiderseits des Weges Popkowo-Suchinitschi zu bilden.
    3.) Bei Ausweichen der Gr. Gilsa aus Suchinitschi für sie die Aufnahmestellung zu bilden.
    Mit hellwerden griff der Gegner jedoch die zur Sicherung des Ortes Popkowo eingesetzten Kräfte aus nordostwärtiger Richtung entlang der Bahnlinie in etwa Btl.Stärke an.Nach erbitterten Kampf war der Angriff gegen 8.30 Uhr abgeschlagen.Der Gegner hatte etwa 160 Tote sowie zahlreiche Waffen und Ausrüstungsstücke zurückgelassen.Der Gruppe KUZMANY war hier eine in jeder Weise mit MG,automatischen Gewehren,Schneeschuhen und Schneehemden besonders ausgerüstete Elite-Einheit des Gegners entgegengetreten.
    Gegen 10.30 Uhr begann der Vorstoß von Popkowo aus auf Suchinitschi mit II./IR348,I./IR337,6./PR18,Rgt.Stab und Stabs-Kp./IR338.II./SR101 verblieb mit Teilen des inzwischen unterstellten Pi.Btl.98 zur Ortssicherung in Popkowo.Der Gegner störte den Vorstoß laufend durch MG-Feuer aus Pitschalowo.Auf der Höhe südlich Ortseingang Michailowitschi hatte sich der Gegner mit starken Kräften zur Abwehr eingerichtet.Eine verstärkte Kp. der Gr. Gilsa hatte,von Suchinitschi antretend,gegen 9.30 Uhr den Ort Michailowitschi von Nordosten her angegriffen.Die nach Südwesten ausweichende russische Kp. die bisher den Ort besetzt hatte,wurde durch II./IR348 unter Unterstützung durch die Panzer der 6./PR18 aufgerieben.Verluste des Gegners hierbei beliefen sich auf etwa 60 Tote,2 7,62cm Geschütze,zahlreiche MG,Schlitten und Pferde.
    Um 13.15 Uhr war die Verbindung zwischen der Gruppe Gilsa und der Gruppe KUZMANY im Südteil des Ortes Michailowitschi hergestellt.Oberstlt. KUZMANY meldete durch Sprechfunk sofort an General von Gilsa die Verbindung beider Gruppen.
    Gegner unternahm im laufe des Nachmittags aus ostwärtiger Richtung mehrere Gegenangriffe auf den Südteil von Michailowitschi und belegte den Ort mit starkem Artl.-und Gr.W.-Feuer.Unter neuen Verlusten für den Gegner wurden die Angriffe abgewiesen.
    Die dem II./IR348 unterstellte 5./IR338 erreichte gegen 16.00 Uhr Nikolajewo und bestzte den Ort,mußte ihn aber sehr starkem Feindkräften,die nach Einbruch der Dunkelheit herangeführt wurden,gegen 22.00 Uhr wieder räumen und sich auf Popkowo zurückziehen.
    I./IR337 mit 1.und 4./IR337 kam nicht,wie beabsichtigt,nach Pitschalewo hinein,da der Ort vom Gegner stark verteidigt wurde.Es mußte sich auf Popkowo zurückziehen.
    So war die Entsetzung der in Suchinitschi eingeschlossenen Gruppe Gilsa zwar erfolgt,die Sicherung der Vormarschstraße zunächst jedoch noch nicht hergestellt.Gegner drängte mit stärkeren Kräften sowohl von Osten über Woronety und Nikolajewo als auch von Westen über Pitschalewo auf den einzigen Verbindungsweg vor.Er bestimmte so den Kampf der nächsten Tage.
    Am Abend des 24.1.42 sprach der OB der 2.Pz.Armee der Division seinen Dank und seine Anerkennung für die besonderen Leistungen des Tages aus.


    25.1.1942
    Zur Sicherung des Korridors zwischen Popkowo und Suchinitschi nach Osten wurde das durch 5./IR338 verstärkte I./IR337 auf Nikolajewo angesetzt.Der von Süden und Südwesten gleichzeitig geführte Angriff,unterstützt durch 5 Panzer,gelang.Der Ort war gegen 14.00 Uhr in der Hand der Gruppe KUZMANY.Ein vom Feinde mit Panzerunterstützung sofort angesetzter Gegenangriff wurde abgeschlagen.Der Gegner wurde auf Woronety zurückgeworfen.Eigene stärkere Verluste beim I./IR338 sowie verschiedene Ausfälle an Waffen konnten durch die Gruppe im laufe der Nacht aus der Reserve ersetzt werden.Schwierigkeiten machte der Nachschub an Betriebsstoff und Munition für die auf Nikolajewo angesetzten Pz.Kw.IIIb.
    Gegen 2.00 Uhr hatte der Gegner in etwa Kp.-Stärke aus südlicher und südwestlicher Richtung Popkowo angegriffen.Bei dunkler Nacht und sehr guter Tarnung kam der Feind zum Teil bis auf 10m an die aufgestellten Sicherungsposten heran.Bei nur sehr geringen eigenen Verlusten wurde der Gegner unter zurücklassung von 38 Toten abgewiesen.
    Der Abtransport,der in Suchinitschi befindlichen etwa 1000 Verwundeten der Gr. Gilsa über Popkowo nach Bryni begann in der Nacht zum 26.1.42.


    26.1.1942
    Aufgabe der Gruppe KUZMANY ist weiterhin die Sicherung des Raumes Popkowo-Suchinitschi gegen feindliche Angriffe und insbesondere die Sicherstellung des Verkehrs auf der Rollbahn Suchinitschi-Popkowo zur Ermöglichung des Abtranports der Verwundeten und eines eventuellen späteren Abzuges der Gr. Gilsa aus Suchinitschi.
    II./SR101 sollte am Vormittag im Angriff von Süden und Südosten zur Sicherung der Vormarschstraße nach Westen mit Panzerunterstützung den stark verteidigten Ort Pitschalewo nehmen.
    Gegner griff jedoch den Ort Popkowo gegen 3.30 Uhr aus südlicher und südwestlicher Richtung entlang der Rollbahn nach Bryni in etwa Kp.Stärke an.Der Angriff wurde abgeschlagen.Gegen 6.30 Uhr griff Gegner aus der gleichen Richtung erneut an.Er wurde wiederum abgewiesen und zog sich unter zurücklassung von Toten nach Westen zurück.
    Bis 9.30 Uhr lag starkes Artl.-und Gr.W.-Feuer auf Popkowo.Wegen der vorübergehenden Unklarheit der Lage und der Ungewissheit über die genaue Stärke des Gegners südlich Popkowo wurde der Angriff auf Pitschalewo verschoben.
    Gegen 9.30 Uhr griff der Gegner mit 3 mittleren Panzern den Ort Nikolajewo an.Hierbei wurden durch verstärktes I./IR337 2 Panzer vernichtet,einer davon durch geballte Ladung.
    Zugleich zur Abdeckung der rechten,zunächst offenen Flanke der Gruppe KUZMANY griffen Teile der Gr. Gilsa am Vormittag Woronety mit Fliegerunterstützung von Norden an.Dieser Angriff wurde nach Abwehr des Angriffs auf Nikolajewo durch das I./IR337 mit allen schweren Waffen und durch 3 Panzer der 6./PR18 unterstützt.Eigene Artl. bekämpfte erkannte Ziele in Pitschalewo,gusowo und Woronety.


    27.1.1942
    In der Nacht zum 27.1.42 hatte der Gegner die Rollbahn zwischen Tschwanowo und Popkowo und zwischen Popkowo und Michailowitschi vermint.1 Panzer,der zur Sicherung eines Verwundetentransports eingesetzt war,fuhr 2 km südlich Popkowo auf eine Mine und fiel ebenso wie ein mit Nachschub von Bryni kommender Panzer aus.Pioniere wurden zum Räumen der Minen eingesetzt.
    SR101 nahm,unterstützt durch 5 Panzer der 9./PR18,den Ort Pitschalewo.Der Feind war etwa 150 Mann stark.Er hinterließ 60 Tote,darunter 1 Offz. Der Russe entkam nach Norden und Nordwesten.
    Schwächere feindl. Spähtrupps wechselten laufend bei Tag und Nacht in dem Waldgelände südwestlich Popkowo über die Rollbahn nach Bryni und schossen auf kleinere Gruppen und Einzelfahrzeuge.


    28.1.1942
    Die Nacht verlief,abgesehen von zum Teil starken Gr.W.,Pak und Artl.-Feuer auf Popkowo,ruhig.Am Nachmittag griff der Gegner in etwa Kp.Stärke Pitschalowo von Norden an.Der Angriff war gegen 20.00 Uhr abgeschlagen.Es wurden 4 s.MG erbeutet.Am späten Nachmittag wurden die letzten Verwundeten von Suchinitschi nach Popkowo überführt und von hier unter Inf.Schutz nach Bryni gebracht.
    Am Abend kam die Nachricht,daß die Gr. Gilsa noch in der kommenden Nacht aus Suchinitschi herausgezogen und zunächst i Gegend südlich Kamenka verlegt würde.Gruppe KUZMANY erhielt den Auftrag,in bisheriger Gliederung (I./IR337 in Nikolajewo,II./IR348 in Michailowitschi,II./SR101 in Pitschalewo,I./SR101 mit restlichen Teilen in Popkowo) die Linie Nikolajewo-Michailowitschi-Pitschalewo solange zu halten,bis die letzten Teile der Gr. Gilsa Popkowo nach Südwesten durchschritten hatten,sodann in die Linie Petschenkino-Popkowo-Kuklino auszuweichen.Die Vorbereitungen für diese Bewegungen wurden befohlen.


    Das war es wieder für heute.
    roland
    super das es Dir gefällt.Hoffe Du liest fleißig weiter :D


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    es geht wieder weiter.


    29.1.1942
    Gegen 0.30 Uhr traf die Nachricht ein,daß Suchinitschi auf Befehl des Führers unbedingt zu halten sei und durch Gr. Gilsa nicht geräumt werden dürfte.Gruppe KUZMANY übermittelte diesen Befehl sofort durch Funk nach Michailowitschi an II./IR348 zur Weitergabe an Gr. Gilsa und entsandte gleichzeitig Lt. Falkenthal,um diesen Befehl persönlich zu überbringen.Gegen 2.30 Uhr wurde der Befehl in Michailowitschi quittiert und durch einen Offz. an Gr. Gilsa weitergegeben.
    Seit dem Nachmittag des Vortages waren jedoch bereits Kolonnen sowie Artl.-und Inf.-Einheiten der Gr. Gilsa durch Popkowo marschiert.Diese Bewegungen verstärkten sich im laufe des Nachmittags so,daß bereits erhebliche Stockungen nördlich Popkowo und Verstopfungen des Weges eintraten.Als der Führerbefehl an die Gr. Gilsa übermittelt wurde,war ein Halten des Ortes Suchinitschi nicht mehr möglich.Der Nordteil mit wichtigen Bahnanlagen war bereits geräumt.Nachhaltige Zerstörungen durch Sprengungen von wichtigen Gebäuden,Werkanlagen usw. im gesamten Stadtgebiet waren vorbereitet und konnten nicht mehr rückgängig gemacht werden.Gr. Gilsa meldete dieses duirch Funk dem XXIV.Pz.Korps und bat um weitere Befehle.
    Gegen 6.00 Uhr war General von Gilsa im Gefechtsstand der Gruppe KUZMANY eingetroffen.
    Gegen 10.00 Uhr erhielt Gr. Gilsa Befehl,die Ausweichbewegung sofort einzustellen und im jetzigen Raum so nahe wie möglich am Ort Suchinitschi zu bleiben,dort Verteidigungsstellung zu beziehen und insbesondere die Wiederinbetrienahme der Eisenbahnanlagen durch Artl.-Feuer zu verhindern.
    Im laufe des Tages wurden nach einer Besprechung zwischen General von Gilsa und General Nehring die in Nikolajewo,Michailowitschi und Pitschalewo eingesetzten Teile der Guppe KUZMANY um je ein Btl. der Gr. Gilsa zu verstärken.
    Am Abend erhielt Gr. Gilsa den Befehl,in der kommenden Nacht von Popkowo zunächst nach Bryni zurückzugehen.
    Gruppe KUZMANY erhielt den Befehl,in die Linie Petschankino-Popkowo auszuweichen und hier neue Verteidigungsstellungen zu beziehen.Die hierfür erforderlichen Bewegungen wurden in der Nacht zum 30.1.42 durchgeführt.Der Gegner drängte zunächst nicht nach.Die geräumten Orte wurden befehlsgemäß zerstört.


    30.1.-12.2.1942
    Der Gruppe KUZMANY waren zwischen dem 30.1.-12.2.42 folgende Einheiten unterstellt:
    I./IR337 in Petschankino,II./IR348 in Popkowo,und ab 4.2.42 nach Ablösung des bisher unterstellten II./SR101 das I./IR338 zur Waldsicherung sowie II./AR88 und I./AR156.Eine Zeit lang noch 1./AR208,6.und später 9./PR18 und verschiedene Pz.Pi.-und Nachr.Einheiten.
    Der Gegner griff verschiedentlich in dieser Zeit den Ort Popkowo von Norden und Osten sowie mit stärkeren Kräften Höhe 223,1km südostwärts Popkowo,an.Eigene Verluste traten bei der Abwehr dieser Angriffe weniger als durch das sich allmählich verstärkende schwere Artl.-und Gr.W.Feuer auf Popkowo selbst ein.
    Infolge ständiger Bedrohung der Rollbahn zwischen Höhe 244,4 und Popkowo,durch einen Gegner,der sich aus Ochnotnoje laufend ablöste,trat vorübergehend eine ernste Bedrohung des einzigen nach Popkowo führenden Nachschubweges ein.Es wurde daher in den ersten Tagen des Februar eine Waldsicherung nördlich Höhe 244,4 etwa 500m in den Wald vorgetrieben.Mit dem Freischaufeln eines zweiten Nachscubweges über Schiwodowka und Bobrowo wurde begonnen.
    Am 4.2.42 traf die Nachricht ein,daß Oberstlt. KUZMANY das Ritterkreuz verliehen worden war.
    Oberstlt. KUZMANY mußte noch am gleichen Tage wegen einer Rippenfellentzündung in ein Lazarett.Die Führung der Gruppe übernahm Oberstlt. von SEIDLITZ.


    13.2.1942
    Unterstellt: II./IR348,I./IR338,I./IR337,II./AR88,I./AR156,3./Pz.Pi.98,6./SR101,5 Pz.Kw. (Pz.Kp. Rüdt).
    6./SR101 wurde zur Aufklärung des Weges nach Schiwodowka und Petschankino angesetzt.Mit Unterstützung von Teilen der Gruppe SEIDLITZ nahm der rechte Nachbar gegen stärkeren Feind Höhe 223 (1km südostwärts Popkowo).
    Bewegungen des Feindes wurden gegen Mittag von Woronety in Richtung Zepowaja beobachtet.Zum erstenmal wurde Eisenbahnverkehr zwischen Suchinitschi und Woronety festgestellt.
    Popkowo wurde mit stärkerem Artl.-und Gr.W.Feuer belegt.Nach Artl.Vorbereitung und mehrfachen Beschuß durch Dora-Gerät griff der Gegner gegen Mittag den Ort von Norden her in etwa Kp.-Stärke an.Gegner verlor bei der Abwehr diese Angriffs 19 Tote.
    Gegen 13.00 Uhr griff der Gegner mit etwa 2 Kp. Höhe 223 erneut an.Unter Mitwirkung eines Stoßtrupps des I./IR338 wurde der Angriff abgewiesen.
    Der Ausbau der Unterstände wurde trotz der Schwierigkeiten,in den gefrorenen Boden hineinzukommen,wie an den Vortagen mit äußerster Beschleunigung fortgesetzt.
    Gegen 18.00 Uhr übernahm Oberstlt. TILLESSEN als neuer Rgt.Kommandeur IR338 den Befehl über die Gruppe.Oberstlt. von Seidlitz übernahm den Befehl über den gesmten Abschnitt Schiwodowka-Petschenkino-Popkowo.


    14.2.1942
    Popkowo wurde mit Artl. schwersten Kalibers beschossen.Reger Feindverkehr zwischen Kirillowo und Suchinitschi.
    Nach Um-und Neugliederung der Gruppe Nord (Oberstlt.von Seidlitz) in Schiwodowka behielt Gruppe TILLESSEN den Frontabschnitt Höhe 223 (ausschließlich)-Popkowo-Waldsicherung nördlich Rollbahn bis 1km südwestlich Höhe 244,4.


    15.2.-28.2.1942
    Durch täglich angesetzte Aufklärung wurde die Berührung mit dem Gegner auch infanteristisch ständig aufrecht erhalten.Stoßtrupps unternahmen Vorstöße gegen Starja Bryn und die vom Feind entlang der Bahnlinie nördlich Popkowo ausgebauten Stellungen,brachten Gefangene ein und fügten dem Gegner Verluste an Menschen,Waffen und Gerät zu.
    Südlich Ochotnoje gegenüber der Waldsicherungsstellung verhielt der Gegner sich,abgesehen von einzelnen Spähteupps,im allgemeinen ruhig.
    In der Zeit vom 15.2.-20.2.42 legte der Gegner täglich mehrstündiges stärkstes Artl.Trommelfeuer auf Popkowo.Unter Unterstützung durch große Anzahl s.MG und bei gleichzeitigem mehrfachen Einsatz von Dora-Geräten schossen zum Teil 4 Feindbatterien auf dem Ort.Infolge Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Wornety konnte der Gegner ununterbrochen größte Mun.-Mengen einsetzen.
    Der Ort Popkowo wurde im laufe dieser Zeit stützpunktartig ausgebaut.Ein Waldlager südlich Höhe 244,4 wurde in Angriff genommen.Von hier aus sollte nach Fertigstellung die Ablösung der in Popkowo selbst eingesetzten Teile erfolgen.
    Ständige Feindbewegungen von Suchinitschi in allgemein westlicher Richtung insbesondere nach Ochotnoje konnten beobachtet und zum Teil unter Artl.Feuer genommen werden.
    In der Nacht zum 18.2.42 wurde II./IR348 durch II./IR406,in der Nacht zum 28.2.42 I./IR338 durch Teile K18 abgelöst.
    Aufgabe der Gruppe TILLESSEN war es,weiterhin den Ort Popkowo zu sichern und die Rollbahn zwischen Wegegabel Kuklino und Popkowo für den Nachschubverkehr und den Verwundetentransport freizuhalten.Hierzu war zunächst das Besetzen der in den Wald südwestlich Popkowo vorgetriebenen Stellung.Die ursprüngliche Waldsicherung konnte nicht verhindern das der Gegner die Rollbahn laufend unter MG und Gr.W.Feuer nahm.
    Am 17.2.42 griff I./IR338 verstärkt durch 6./SR101 auf Schneeschuhen,von Höhe 244,4 durch den Wald und mit 10./IR338 durch eine Mulde südwestlich Popkowo flankierend an.
    Bei diesem Angriff fiel der Btl.Fhr. I./IR338,Hauptmann von Wedelstädt.Die Führung des Btl. übernahm Oberlt. Preugschat.Nach dem Ausfall des Btl.Fhr. trat zunächst,noch vor erreichen der Höhe 239,0,eine Stockung ein.Nach neuem Angriff am Nachmittag wurde Höhe 239,0 erreicht und südwestlich hiervon eine neue Stellung ausgebaut.Vom Gegner besetzte Schneestellungen wurden vom I./IR338 gestürmt und in die eigene Verteidigung eingefügt.


    Das war es wieder.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    es geht nun wieder weiter.


    1.3.-9.3.1942
    Infanteristisch fühlte der Gegner zunächst nur mit schwächeren Teilen auf Popkowo und die Waldsicherungsstellung vor.Der Artl.Beschuß auf Popkowo hielt laufend an,verursachte aber keine bedeutenden Verluste mehr ,da es in unermüdlicher Nachtarbeit gelungen war,Unterstände für alle im Ort Popkowo eingesetzten Teile zu schaffen.
    K18 bezog bereits am 1.3.42 Unterkunft in ein seit Mitte Februar im Ausbau befindlichen Waldlager südlich Höhe 244,4.Der Gruppengefechtsstand wurde am 3.3.42 ebenfalls in dieses Waldlager verlegt.
    In Popkowo selbst war infolge Beschusses und häufiger Brände kein Haus mehr bewohnbar.Die Versorgungsfahrten konnten nur bei Nacht durchgeführt werden.
    Laufend angesetzte Aufklärung besonders vor dem Waldsicherungsabschnitt ergab,daß der Gegner im Raum südlich Ochotnoje stärkere Kräfte eingesetzt hatte.Sonst konnte aus sehr starken Feinbewegungen,die von der Kirche Popkowo aus größerer Entfernung beobachtet wurden,kein klares Bild über die vom Feind mit seiner häufigen Verschiebung seiner Kräfte verbundenen Absichten gewonnen werden.


    5.3.1942
    Am 5.3.42 griff der Gegner morgens in Stärke von etwa 3 Kp. von Norden und Nordwesten Popkowo an.Der Angriff wurde zurückgewiesen.Der Gegner blieb jedoch im Schnee liegen und versuchte,sich unter ständigen,sehr starken Artl.,s.MG-und Pak-Beschuß des Ortes laufend heranzuarbeiten.Durch Volltreffer fielen beim II./IR406 3 s.MG und 2 s.Gr.W. aus.Ein großer Teil der in Popkowo lagernden Mun.Reserve wurde vernichtet.
    Gleichzeitig griff der Gegner den rechten Flügel der Waldsicherung bei Höhe 239,0 an und versuchte sich zwischen Höhe 239,0 und Popkowo vorzuschieben.Beide Angriffe wurden unter hohen Verlusten für den Gegner (80 Tote) aber auch beträchtlichen eigenen Verlusten ( 17 Gefallene,23 Verwundete) abgewiesen.


    6.3.1942
    Am folgenden Tag griff der Gegner in der Morgendämmerung von Norden her Popkowo mit etwa 100 Mann an,die sich jedoch nach Inf.-Beschuß bald über die Bahnlinie hinaus zurückgezogen und im Bryn-Tal,wo sie durch eigene Beobachtung nicht eingesehen werden konnten,Stellungen bezogen.Einzelne Schlittenbewegungen aus Pitschalowo deuteten auf Mun.Nachschub für diese Teile hin.


    7.3.1942
    In den frühen Morgenstunden schob sich der Gegner mit etwa 200 Mann von Nordwesten und etwa mit 100 Mann von Norden über die Bahnlinie an die Stellungen des Ortes Popkowo heran.Zunächst hatte der Gegner 2 Panzer eingesetzt,die sich langsam durch das Muldengelände nordwestlich Popkowo gegen den Ort durch den hohen Schnee vorarbeiteten.Inf.-Teile wurden beobachtet,die vor den Panzern im hohen Schnee gingen,eine Gasse frei machten und den Panzern so ein weiteres Vorrücken in kleinen Abschnitten ermöglichten.
    Der Gegner verstärkte sich laufend und hatte gegen Mittag 5,gegen 15 Uhr 8 Panzer,davon 4 T34 eingesetzt.Popkowo lag den ganzen Tag über unter sehr starken Artl.-und Gr.W.-Feuer.Auch Dora-Geräte wurden mehrfach eingesetzt.
    Gegen 16 Uhr hatten 2 T34 die Stellung der 5./IR406 (Südwestteil Popkowo) erreicht und drangen,gefolgt von Inf.-Kräften,in den südwestlichen Ortsteil ein.
    2 eigene Panzer,die von Tschwanowo aus gegen 14 Uhr eingesetzt wurden,vermochten wegen stärksten Artl.-Feuers den Ostteil nicht zu erreichen.
    II./IR406 zog sich im laufe des Spätnachmittags vor dem überlegenen Panzereinsatz des Gegners in den Südostteil des Ortes zurück und verteidigte sich ab 19 Uhr weiterhin in der Kirche Popkowo.
    Gruppe TILLESSEN erhielt zur Ablösung der in der Schanzenstellung eingesetzten Teile K18 die 11./PR18 zugeführt und unterstellt.Nach erfolgter Ablösung trat K18 unterstützt durch die in der Kirche eingeschlossenen Teile des II./IR406 zu einen Gegenstoß an.


    8.3.1942
    Gegen 4 Uhr war der gesamte Ostteil von Popkowo wieder in Hand der Gruppe TILLESSEN.Der gleichzeitig gegen den Südwestteil des Ortes angesetzter Vorstoß einer Kp. K18 (Lt.Böhm) kam etwa bis zur Mitte dieses Ortsteils vor.Hier stieß die Kp. auf 5 der am Vortag eingesetzten Panzer,ohne mit Sprengladungen an sie herankommen zu können,mußte sich die Kp. bei hellwerden zurückziehen.
    In der Nacht waren zur Abwehr der Panzer,2 l.F.H.18 mit Rotkopf-Granaten sowie 1 5cm Pak nach Popkowo gebracht worden.
    Gegen 5 Uhr trat der Gegner mit voller Unterstützung seiner 5 Panzer seinerseits zum Gegenstoß an,überfuhr die eigenen,bei Nacht geschaffenen Abwehrstellungen,ohne das infolge des sehr starken Artl.-Feuerschutzes die eigenen Geschütze und die 5cm Pak zum Schuß gekommen wären.Er stieß zunächst mit 2 Panzer bis zur Kirche vor.1 Panzer fuhr darüber hinaus bis zu einem Waldstück 500m südlich des Ortseingangs vor und verhinderte so einen Rückzug der in der Kirche wiederum eingeschlossenen Teile des II./IR406 sowie K18.
    Nachdem der Gegner gegen 8 Uhr die Kirche Popkowo mit Panzern und Inf.-Teilen umstellt und die Eingeschlossenen zur Übergabe aufgefordert hatte,gelang nach dem Rückzug der Panzer ein Ausbruchversuch der eingeschlossenen Teile.Es verblieben in der Kirche außer 20 Verwundeten noch 50 Mann.
    Dem in der Kirche eingesetzten VB der II./AR88 gelang es,die Verbindung mit seiner Abt. aufrechtzuhalten und das eigene starke Artl.-Feuer abschirmend zum Teil in unmittelbarer Nähe der Kirche zu legen.Eigene Artl. schoß am 8.3.42 etwa 2000 Schuß auf Popkowo.
    Der erste Versuch gegen 10.30 Uhr die eingeschlossenen Teile durch 2 Panzer zu entsetzen,scheiterte.Beide Panzer erhielten,nach Vernichtung eines russ. Panzers,treffer die ihre sofortige Einsatzbereitschaft ausschlossen.
    Auch beim zweiten Versuch einer Entsetzung kamen 2 neue Panzer infolge starken Abwehrfeuers des Gegners nicht in den Ort hinein.Sie mußten nach Verschuß ihrer Mun. umkehren.
    Bei Einbruch der Dunkelheit wurde der dritte Versuch unternommen.2 Panzer wurden erneut eingesetzt,dazu 2 Kp. K18 sowie zur Abwehr von Feindpanzern eine l.F.H.18.Jetzt wurde das eigene Artl.-Feuer durch Funk von dem Kommandanten des vorn eingesetzten Panzers,der in Verbindung mit einem dritten in Schiwodowka befindlichen Pz.Kw. trat,geleitet.Der Vorstoß erreichte gegen 18 Uhr die Kirche und führte nach kurzen Feuergefecht zur Befreiung der Eingeschlossenen.Das eingesetzte Geschütz ging durch Volltreffer verloren,konnte aber geborgen werden.


    9.3.1942
    In der Nacht zum 9.3.42 wurden der Gruppe TILLESSEN zur weiteren Verstärkung die 10./IR338 und 6./SR101 sowie 2 5cm Pak und 1 8,8cm Flak-Geschütz zugeführt und unterstellt.
    In den Nachtstunden wurden umfangreiche Verminungen südlich Popkowo durchgeführt.Zur Abwehr von Feindpanzern wurden ferner Minen-Schnellsperren auf der Rollbahn nordostwärts Höhe 244,4 vorbereitet.
    Gegner brachte am Südausgang Popkowo Geschütze in Stellung und griff mit stärkeren Kräften Höhe 223,0 an.Die Angriffe wurden,soweit der Gegner aus dem Muldengelände zwischen Popkowo und Höhe 223,0 heraustrat,abgewiesen.
    Um 18 Uhr erreichte dem Kdr. der Befehl,sofort über Schiwodowka (Gr. Nord) nach Ausweichstelle Schiwodowka zu kommen und dort den Befehl über die im Abschnitt Schiwodowka eingesetzten Teile der 208.ID zu übernehmen.
    Gegen 22.45 Uhr traf Oberstlt. TILLESSEN in Ausweichstelle Schiwodowka ein,wo er durch Major Beuermann in Feindlage und eigene Absichten im neuen Abschnitt eingewiesen wurde.


    10.3.1942
    Der Gruppe TILLESSEN waren unterstellt:
    Rgt.Stab mit Stabskp./IR338, II./IR338 (Stab,5.u.8./IR338), II./IR337 (Stab,5.u.6./IR337,11.u.12/IR309), III./IR337 (Stab,9.,11.u.12./IR337), 2./Pi.Btl.208, 1 Zug 3./Pi.Btl.208, 1 Battr. Nebelwerfer 7./53, 2 Züge Pz.Jg.Kp.208, 3./AR216, Battr. Seitz (AR208,2Geschütze), Flak-Kampfgr. Menthe (3./Flak-Rgt.22);
    Gruppe TILLESSEN hat den Auftrag,folgende Linie zu halten.Der Abschnitt gliederte sich in 3 Unterabschnitten,die wie folgt bestzt waren:
    1.) Rechts Seredeja (6./IR337)
    2.) Links Schiwodowka-Obstgarten Schiwodowka (2km nordwestlich Schiwodowka) (III./IR337
    3.) Mitte Waldsicherung von Bahnlinie 1 1/2km nordostwärts Ausweichstelle in allgemein nordwestlicher Richtung entlang dem Waldrand bis Waldspitze 1/2km ostwärts Schiwodowka,dann südlich bis Weg Schiwodowka-Ausweichstelle (II./IR337);
    Die Verbindung zu den unterstellten Einheiten konnte wegen sehr beschränkter Nachrichtenmittel erst im laufe des Vormittags hergestellt werden.
    Gegner griff am frühen Morgen mit starken Kräften Sosnowka an,daß von einer verstärkten (5./IR337) besetzt war.Sosnowka mußte geräumt werden.


    11.3.1942
    Als Reserve wurde der Gruppe TILLESSEN die 3./AA10(mot.) unterstellt.
    Am Vormittag griff Gegner nach starker Artl.-Vorbereitung mit Unterstützung durch 2 Panzer Schiwodowka zweimal an.Er wurde unter sehr hohen Verlusten zurückgewiesen.Es gelang,beide Panzer bewegungsunfähig zu schießen,sowie 2 weitere,am Nachmittag eingesetzte Panzer außer Gefecht zu setzen,so das sie vom Gegner mit fremder Kraft zurückgezogen werden mußten.
    Gegner setzte sich im laufe des Vormittags in einer Mulde 1/2km ostwärts Schiwodowka fest und verhinderte durch ständigen Flankenfeuer die Verbindung mit Schiwodowka bei Tage.
    Wegen besonders schwieriger Schnee-und Geländeverhältnisse war es in Waldsicherungsabschnitt nicht gelungen,am 10.3.42 sofort die Waldspitze am Ostausgang von Schiwodowka zu besetzen.Der Gegner nutzte dies aus und zog sich in der Nacht zum 11.3.42 mit etwa 1 Kp. dort hin.
    Umfangreiche Verminungen an verschiedenen wichtigen Stellen des Abschnitts wurden in der Nacht zum 12.3.42 durchgeführt.Der Ausbau des neuen Waldlagers bei Ausweichstelle Schiwodowka wurde in Angriff genommen.


    Das war es wieder für heute.Viel Spaß beim lesen.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    auf zur nächsten Runde.


    12.3.-21.3.1942
    In der Nacht vom 11.3. zum 12.3.42 wurde II./IR338 durch I./IR71(mot) abgelöst.
    Gegner griff mehrfach mit stärkeren Kräften Seredeja und Schiwodowka sowie die Waldstellungen südlich Sosnowka an.Es gelang jedoch,den Gegner stets unter hohen Verlusten für ihn abzuwehren.
    Wegen mangels an Mannschaften war fast im gesamten Abschnitt der Gruppe TILLESSEN eine Ablösung der vorn eingesetzten Kräfte unmöglich.Besonders beim I./IR71(mot) und II./IR337 standen die Männer bis zu 6 Tagen bei schärfster Kälte im Freien in ihren Stellungen,ohne das sie auch nur vorübergehend abgelöst werden konnten.Die §./AA10 mußte,obgleich Reserve,mehrfach für eine Nacht die Sicherung für einen bestimmten Abschnitt übernehmen,um den dort herausgezogenen Teilen einmal kurze Gelegenheit zum Ausschlafen und Aufwärmen zu geben.
    Der Ausfall an Erfrierungen und Erkrankungen war besonders beim I./IR71(mot) sehr hoch.Innerhalb von 8 Tagen sank die Kampfstärke einer Kp. dieses Btl. von 84 auf 27 Mann.
    Während der gesamten Zeit legte der Gegner bei Tag wechselnd starkes Artl.-und Gr.W.-Feuer auf Schiwodowka und ab 17.3.42 schwächeres Störungsfeuer auf die Bahnanlagen der Ausweichstelle.
    Am 13.3.42 griff der Gegner Seredeja in den Morgenstunden einmal,im laufe des Nachmittags zweimal mit je 150 Mann an.Alle Angriffe konnten abgwehrt werden.Die Angriffe auf Schiwodowka wurden am 14.,15.und 16.3.42 wiederholt.
    Russische Jäger griffen Seredeja,Schiwodowka und Ausweichstelle am 15.,17.,18.,19.,20.und 21.3.42 an.
    3./AA10 schied am 20.3.42 aus der Gruppe TILLESSEN aus.1./Pi.Btl.208 wurde in Schiwodowka durch die neu zugeführte und unterstellte 2./IR338 abgelöst.5./IR337,die gleichfalls aus Schiwodowka herausgezogen werden mußte,wurde in Seredeja eingesetzt.


    22.3.1942
    Gegner griff ab 5.30 Uhr mit Unterstützung von 5 Panzer in mehreren Wellen (zusammen etwa 500-600 Mann) Seredeja von Norden und Nordosten an.Die Inf.Angriffe wurden abgewiesen.Gegen 11 Uhr gelangten 2 Panzer bis auf 100m an die Ortssicherungsstellungen heran,zogen sich nach Beschuß vorübergehend wieder zurück und beschossen ab 15 Uhr erneut die Stellungen und Unterkünfte von Seredeja.Der Kp.-Fhr. 6./IR337 war am Vormittag verwundet worden.Den Befehl in Seredeja übernahm Oberlt. Oehlert,II./IR338.Eigene Verluste des Tages 12 Tote und 23 Verwundete.
    In gutem zusammenwirken zwischen Inf. und eigener Artl. gelang es,die Annäherung der fdl. Inf. auch nach Eindringen eines Panzers in den Ort (gegen 16 Uhr) zu verhindern.Nach einbruch der Dunkelheit zogen sich die Feindpanzer wieder zurück.Es trat Ruhe ein.


    23.3.1942
    Gegen 1.30 Uhr griff der Gegner erneut mit etwa 60 Mann unter Unterstützung eines Panzers Seredeja an.Im Schutze der Dunkelheit gelang es der fdl. Inf. gegen 4.30 Uhr mit schwächeren Teilen an den Ortsrand vorzukommen.Mit Tagesanbruch verstärkte sich der Gegner um 3 weitere Panzer,dazu griff der Gegner unter ihrem Schutz mit etwa 400 Mann den Ort an und zwang die 5.und 6./IR337,an den Waldrand südlich Seredeja eine Ausweichstellung zu beziehen.Der Gegner besetzte den Ort.Seine Versuche,sofort nach Süden in den Wald vorzudringen,wurden abgewehrt
    Am Nachmittag wurden der Gruppe TILLESSEN 3 Pz.Kw. IIIb zugeteilt.


    24.3.1942
    Von der Gruppe TILLESSEN wurde die 5.und 7./IR338 und 5./IR337 herausgezogen.Ihr wurde neu zugeteilt 9./IR306.Diese Kp. wurde bei der Waldsicherung südlich Seredeja eingesetzt.
    Gegner fühlte mit schwächeren Spähtrupps von Seredeja kommend in südlicher Richtung auf Waldsicherungsstellung vor.Starkes Artl.-Feuer auf Schiwodowka und Ausweichstelle.
    Eigene Artl. bekämpfte Gegner in Seredeja und vernichtete in einer Schlucht 400m westlich Seredeja einen Feindpanzer.


    25.3.1942
    Der Gruppe TILLESSEN waren unterstellt:
    Rgt.Stab mit StabsKp./IR338,verstärktes I./IR71(mot),II./IR337(ohne 5.Kp.),III./IR337 mit verstärkter 2./IR338,1.Pi.Btl.208,1 IG-Zug,II./IR20(mot).Auf Zusammenarbeit angewiesen waren I./AR216,6./AR208 und Flak-Gruppe Menthe;
    Mit hellwerden griff Gegner zunächst mit 2 Panzer und nachfolgender Inf. Schiwodowka an.Die Panzer,die hinter einer Höhe blieben,über die nur die Türme hinüberragten,beschossen sehr wirksam die Stellungen des III./IR337.Es gelang der Inf.,durch eine Mulde vorübergehend in den Ostteil Schiwodowka einzudringen.Im Gegenstoß wurde sie gegen 9 Uhr zurückgeworfen.Daraufhin griff der Gegner gegen 11 Uhr erneut mit insgesamt 8 Panzer an,von denen unter anderem 2 von Osten,2 von Norden und 2 von Nordosten auf den Ort angesetzt waren.Etwa 500 Mann folgten den Panzern.Ihnen gelang es,nach Ausfall aller schweren Waffen des III./IR337 gegen 13.30 Uhr in den Ort einzudringen.
    III./IR337 wich unter dem starken Panzer-und Artl.-Druck des Gegners nach Westen aus.Der Btl.Fhr. Oberlt. Rossol,verließ gegen 17 Uhr als letzter Schiwodowka.Nach Sammlung der Teile des Btl. wurden diese zur Sicherung des Waldrandes südwestlich Schiwodowka eingesetzt.
    Verluste des Gegners beliefen sich auf 200 Toten.Eigene Verluste 11 Gefallene,31 Verwundete und 20 Vermisste.
    III./IR337 verlor außer 4 l.MG alle eigenen und unterstellten Maschinenwaffen.


    26.3.1942
    Gegen 5 Uhr lief ein von Norden kommender Panzer,der durch eine Schlucht ostwärts Schiwodowka in den Ort hinein fahren wollte,auf eine Mine.3 Panzer,die diesen zu bergen versuchten,wurden durch Artl. bekämpft.Hierbei sind 2 Panzer mit Sicherheit vernichtet worden,der 3. wurde mehrfach getroffen und blieb bewegungsunfähig liegen.
    Ab 10 Uhr wurde auf Stichwort "Zugvogel" die letzten Vorbereitungen für die am gleichen Abend beginnende Ausweichbewegung getroffen.Die hierfür erforderlichen Befehle waren in einer Kdr.-Besprechung am 25.3.42 gegeben worden.Die Ausweichbewegung verlief ohne besondere Vorkommnisse.Der Gegner drängte zunächst nicht nach.Die im Abschnitt eingesetzten Pioniere wichen nach Durchführung ihrer Spreng-und Verminungsaufgaben zusammen mit der Nachhut aus.2./IR338 trat wegen der bei Schiwodowka erlittenen starken Audfälle zum Marsch-Btl. Kippes nach Poljaki.
    Die befohlene Zwischenstellung ostwärts Bobrowo wurde von II./IR337 besetzt.III./IR337 wurde als Gruppen-Reserve nach Aleksndrowka verlegt.


    27.3.1942
    Der Gruppe TILLESSEN waren unterstellt:
    Rgt.Stab mit Stabskp./IR338, II./IR337 (6./IR337,11.und 12./IR309), III./IR337 (9.,11.und 12./IR337),verstärktes K18 mit 1 8,8cm Flak-Geschütz,je 1 Zug Pz.Pi.Btl.98 und Pz.Jg.88,verstärktes I./SR52, 6./PR18 (3 Pz.Kw.IIIb).Auf Zusammenarbeit angewiesen waren II./AR208 (1.,5.,6.und 7./AR208).
    Im neuen Abschniitt der Gruppe TILLESSEN waren eingesetzt:
    Rechts: II./IR337,Besetzung von 6 Stützpunkten ostwärts Bobrowo;
    Mitte: Verstärktes K18,Ortssicherung Bobrowo und Sicherung der Stellung westlich des Ortes bis 1km ostwärts Bryni.Als vorgeschobene Sicherung wurde ein Zug von K18 etwa 2km nördlich von Bobrowo eingesetzt.
    Links: Verstärktes SR52 im Anschluß an K18 nach Westen bis Ortsmitte Skatschok.Vorgeschobene Sicherung Waldrand nördlich Bryni.
    Reserve: III./IR337 und Stabskp./IR338
    Aufklärung ergab,daß Gegner Ausweichstelle Schiwodowka besetzt hatte und mit schwachen Kräften in Richtung Bobrowo vorfühlte.


    28.3.1942
    Gegner griff mit verstärkten Kräften bei Morgengrauen die vorgeschobene Sicherung von K18 an.Es gelang ihm,den dort eingesetzten Zug zu umgehen,ihm den Rückzug abzuschneiden und bis zum Waldrand nordostwärts Bobrowo vorzudringen.Wegen sehr schwieriger Schneeverhältnisse außerhalb der durch K18 selbständig verminten Rollbahn kam ein angesetzter starker Spähtrupp nicht bis zu den abgeschnittenen Zug durch.Es gelang nur,einzelne Teile dieses Zuges unter starken Verlusten herauszuschlagen.
    Nördlich Bryni fühlte der Gegner in Kp.-Stärke gegen die eigene Sicherungsstellung vor.Er wurde zurückgeworfen.Im Gegenstoß wurden 11 Gefangene eingebracht und 2 l.MG erbeutet.


    29.3.1942
    Das II./IR337 wurde Div.-Reserve und dafür das II./IR338 unterstellt.
    Gegner griff mit hellwerden nördlich und nordostwärts Bobrowo sowie nordostwärts Bryni und bei Skatschok mit stärkeren Kräften an.Die Angriffe wurden abgewiesen.Der Gegner hatte besonders durch Artl.-Feuer starke Verluste.Am Nordausgang Skatschok fiel ein Feindpanzer durch fahren auf eine Mine aus.
    Durch das in Bobrowo eingesetzte 8,8cm Flak-Geschütz wurde gegen Mittag ein Panzer T34 auf 1200m Entfernung getroffen und beschädugt.
    Am Nachmittag griff der Gegner erneut Bobrowo in mehreren Wellen unter Panzereinsatz an,ohne das es ihm gelang,bis an den Ortseingang heranzukommen.Bei starken Artl.-Feuer auf Bobrowo kam gegen 17 Uhr ein fdl. Spähtrupp in stärke von 1 Offz. und 11 Mann bis in die äußersten Häuser nordostwärts Bobrowo vor.Im Gegenstoß wurde der Spähtrupp völlig aufgerieben.


    30.3.1942
    Gegner griff gegen 4 Uhr von Osten her Bryni in etwa Btl.-Stärke an und brachte im laufe des Vormittags insgesamt 10 Geschütze zum Teil in offener Feuerstellung an den Waldrand nördlich und nordostwärts Bryni vor.
    Gegner griff gegen Mittag beiderseits der Rollbahn Bobrowo-Schiwodowka den Ort Bobrowo an.Die Angriffe wurden unter starken Verlusten an Menschen und nach Vernichtung verschiedener Geschütze durch Volltreffer der eigenen Artl. abgewiesen.
    17.20 Uhr Dora-Beschuß auf Bobrowo und anschließend Inf.-Kampf in nordostwärtiger Richtung.Der Gegner wurde zurückgeschlagen.


    31.3.1942
    Gegner verhielt sich im laufe des Tages infanteristisch ruhig.Schwächeres Artl.-Feuer am Nachmittag auf Bobrowo.


    1.4.1942
    Gegner griff im Morgengrauen Bryni aus nördlicher und nordöstlicher Richtung erneut an und wurde zurückgeschlagen.Gegen 8 Uhr griff Gegner in mehreren Wellen beiderseits der Rollbahn Bobrowo-Schiwodowka und aus einer Mulde nordostwärts Bobrowo an.Die Angriffe wurden durch Inf. und Artl. bekämpft und abgewiesen.
    Den ganzen Tag über lag sehr starkes Artl.-Feuer auf Bobrowo.Gegen 16 Uhr erneuter Dora-Beschuß auf Bobrowo unter gleichzeitigen nochmaligen Angriff beiderseits der Rollbahn.Bei einem Versuch des Gegners,zwischen Bobrowo und Höhe 216,8 (1,5km südostwärts Bobrowo) mit 2 Kp. anzugreifen,erlitt der Gegner gleichfalls starke Verluste.Es wurden 60 Feindtote gezählt.
    19.30 Uhr begann befehlsgemäß eine erneute Ausweichbewegung.Nachdem Gruppe TILLESSEN mit Masse sich aus Bryni und Bobrowo vom Gegner gelöst hatte,deckte II./IR338 bei Wegegabel 1km nördlich Aleksandrowka das Ausweichen der Nachhut.
    Mit dem Durchzug durch Poljaki endete die Unterstellung der divisionsfremden Einheiten in der Nacht zum 2.4.42 unter dem Regiment (Gruppe TILLESSEN).
    Damit war auch das IR 338 in die Shisdra-Drogotan-Stellung eingerückt.


    ENDE


    Leider fehlen mir noch sämtliche Infos vom IR 309 aus dieser Zeit.Wie vielleicht schon bekannt,kämpfte dieses Regiment in diesen Zeitraum bei der 9.Armee in Raum Sytschewka.Deswegen kann ich zu diesem Rgt. noch nichts schreiben.In den Anlagen zum KTB von Juni 42 sind noch keine Gefechtsberichte vom IR 309 erhalten.Ich muß mir dann wohl die Anlagen vom Juli 42 besorgen.
    Zur Zeit arbeite ich das KTB von April bis Ende Oktober 42 durch,wenn ich fertig bin,werde ich weiteres zur Geschichte der 208.ID schreiben.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    nun geht es mit der Zusammenfassung des KTB der 208.ID weiter.Die Division ist bis zum 3.4.42 endgültig in die Shisdra-Drogotan-Stellung eingerückt und es beginnt der sogenannte "Stellungskrieg".
    Viel Spaß beim lesen.


    1.4.1942
    Wurden drei Angriffe in Stärke von 140-200 Mann mit starker Artl.Unterstützung,auf Bobrowo, in zusammengefaßten Artl.-und Inf.-Feuer abgewiesen.
    Ebenfalls wurde Bryni und die Höhe 216,4 angegriffen,auch diese Angriffe wurden abgewiesen.
    Eigene Artl. bekämpft Stellungen im Raum Wertnoje.


    2.4.1942
    Folgende Truppenteile scheiden aus dem Verband der 208.ID:
    Rgt.Stab und III./IR306 zur 211.ID
    I./AR216 mit 2.u.3./AR216 und 4./AR211 zur 211ID
    AA10 wird Korpsreserve
    Der Div. werden neu unterstellt:
    III./AR213 mit Bttr.Conrad
    I./AR156
    7./Nb.53
    III.AR208
    eine 8,8cm und zwei 2cm Flak
    IR396 mit I./IR396,II.u.III./IR348 mit restteilen I./IR234
    I./IR406
    3./Pi.Btl.216


    3.4.1942
    Befehlübernahme im Abschnitt Chalelewka-Kotobitschi.
    Im laufe des Tages wird Wysokaja,in Stärke von jeweils 50-100 Mann angegriffen,alle Angriffe wurden abgewiesen.Dabei mußte ein eigener vorgeschobener Stützpunkt aufgegeben werden.
    Am Nachmittag wurde Buda-Monastyrskaja angegriffen,auch dieser Angriff wurde in zusammengefaßten Feuer von Artl.u.Inf.Waffen abgeschlagen.
    IR396 löst im linken Abschnitt der Div. die dortigen Teile der Gruppe LÜTTWITZ ab.


    4.4.1942
    Am Vormittag wurde in Pustinka eingedrungener Gegner nach Artl.Vorbereitung durch IR396 teils vernichtet und teils vertrieben.
    Der Gegner hat im Div.Abschnitt bedeutend mehr Artl. in Stellung gebracht.
    Am Abend erfolgte noch ein Angriff von 200 Mann auf Wysokaja-Jefremowka.Angriff wurde abgewiesen.


    5.4.1942
    Die ganze Nacht lag Pak-Gr.W.-und MG-Feuer auf Wysokaja und Jefremowka.Teile der Orte brennen ab.
    In den Morgenstunden Feindangriff auf Höhe 215,5 wurde abgeschlagen.
    10./AR220 bezieht ostw.von Shirokowka Feuerstellung.
    Oberstlt.Nitsche übernimmt IR337.


    6.4.1942
    Den Tag über beiderseitiges Artl.u.Gr.W.-Feuer im ganzen Div.Abschnitt.
    In der Nacht zum 7.4. beiderseitige Spähtrupptätigkeit.Wobei ein eigener Verpfl.Schlitten überfallen und ein Unteroffizier verschleppt wurde.


    7.4.1942
    Beiderseitige Tätigkeit der Artl. und schw.Inf.-Waffen.


    8.4.1942
    Jeweils ein Angriff auf die Höhe 211,4 sowie auf das Phosphorwerk,in Stärke von 50 Mann wurden abgewiesen.
    IV./AR220 wird dem AR208 unterstellt.
    Die 11.Bttr. geht noch am Abend in Stellung,während die 12.Bttr. vorher zur 211.ID abgedreht wurde und je zwei Geschütze der 10.u.11.Bttr. in der Nacht zum 9.4. zur 18.PD in Marsch gesetzt werden.


    9.4.1942
    Fdl.Spähtrupp,der einen wegen Wassereinbruchs von IR396 geräumten vorgeschobenen Kampfstand mit B-Stelle besetzt hatte,wurde ohne eigene Verluste im Gegenstoß vertrieben.
    Artl.u.Gr.W.-Feuer auf Wysokaja etwa 200 Schuß.
    Fdl.Vorstoß in Stärke von 30 Mann gegen Phosphorwerk wird durch flankierendes Feuer von Höhe 228,4 zum stehen gebracht.


    10.4.1942
    Am Nachmittag griff der Gegner mit schwachen Kräften die Höhe 228,4 an,der Angiff wurde abgeschlagen.
    Aus I./AR156 wird eine einsatzfähige Bttr. aufgestellt und dem AR208 unterstellt.


    11.4.1942
    Schwache fdl. Angriffe,in Stärke von 30-50 Mann auf Wysokaja,Jefremowka und Höhe 223,5 wurden abgewiesen.
    Ein Feindangriff von 300 Mann gegen die Höhe 215 wurde in zusammengefaßten Feuer der Inf.u.Artl. für den Gegner verlustreich abgeschlagen.


    12.4.1942
    In der Nacht und den Tag über wurde die Höhe 220 wiederholt angegriffen.Der letzte und achte Angriff erfolgte mit starker Artl.Unterstützung in Stärke von 250-300 Mann.Alle Angriffe wurden unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen.
    Auch die Höhe 223 wurde von etwa 150 Mann angegriffen,auch dieser Angriff wurde abgewehrt.


    13.4.1942
    Beiderseitige Artl.Tätigkeit.


    14.4.1942
    Beiderseitiges Störungsfeuer.
    Btl.Kippes,I./IR309 , Stämme II./IR338 , 2./IR338 und 5./IR337, wird von Aschkowo-Werchneje nach Orlja verlegt.


    15.4.1942
    Fdl.Angriff von etwa 200 Mann mit Artl.Unterstützung auf Pustynka und Buda.Der Angriff wurde verlustreich für den Gegner abgewehrt.
    Ostteil von Kotobitschi wird vom Gegner mit Phosphormunition in Brand geschossen.


    So das war es für heute.Ich schreibe die Tage weiter.
    Hoffe das euch das auch interessiert.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    es geht wieder weiter.


    16.4.1942
    Eigene Artl. beschießt Feindbewegungen zwischen Kamenka-Sikitinka, Maklaki-Simnizy und Brodok-Slobodka.
    Ein am Wege Kotobitschi-Slobodka seit längerer Zeit festliegender deutscher Panzer,der vom Gegner besetzt und als B-Stelle benutzt wurde,wird durch eigene IG mit Sondermunition zerstört.
    Fdl. Artl.-Feuer auf Buda und Stellungen westlich davon.
    Gr.W. und MG-Feuer auf Wysokaja und Höhe 228,4.


    17.4.1942
    In der Nacht wird ein fdl.Stoßtrupp in Stärke von 30 Mann gegen Höhe 223,5 abgewiesen.
    Am Tage beiderseitige Artl. Tätigkeit.
    Rege fdl. Aufklärungsfliegertätigkeit.


    18.4.1942
    Fdl. Angriffe,von je etwa 50 Mann,gegen die Höhe 220 und 223,5.Beide Angriffe wurden unter hohen verlusten für den Gegner abgewiesen.
    3 Feind-Panzer werden südl. Slobodka von eigener Artl. beschossen.


    19.4.1942
    Eigene Artl. bekämpft Schanzarbeiten des Gegners vor dem mittl.Frontabschnitt der Div. sowie Feindbewegungen bei Kamenka und Simnizy.


    20.4.1942
    Vereinzeltes fdl. Artl.,Gr.W.und MG-Feuer auf eigene Stellungen
    Eigene Artl. bekämpft Feindbewegungen zwischen den Orten vor dem mittl. und linken Frontabschnitt.


    21.4.1942
    Während des ganzen Tages geringe beiderseitige Artl.Tätigkeit.


    22.4.1942
    Feindbewegungen zwischen den Orten vor dem Div.Abschnitt sowie evakuierungen von Zivilisten aus Kamenka in Richtung Nikitinka wurden beobachtet.
    AR208 meldet,daß 3 Wachtmeister im rückwärtigen Gebiet auf der Straße Orlja-Krest auf Minen geraten sind und dabei 2 Wachtmeister getötet und 3 Pferde ausgefallen sind.
    3./Pi.Btl.216 wird nach Ljudinowo in Marsch gesetzt und scheidet aus dem Unterstellungsverhältnis der Div. aus.
    Es ergeht der Befehl,daß in den jeweiligen Rgt.Abschnitten Lehrgänge für Pz.Vern.Tr. durch Hauptmann Fischer und Hauptmann Hradetzky abgehalten werden sollen.


    23.4.1942
    In der Nacht beiderseitige Spähtrupptätigkeit.
    Am Tage schwaches fdl. Artl. und Gr.W.-Feuer.
    Rest I./IR234 (Kp.Stärke) wird zur Verladung in Shisdra nach dort in Marsch gesetzt.


    24.4.1942
    Lebhaftes Artl. und Gr.W.-Feuer des Feindes zum Teil auch mit schweren Kalibern.
    Fdl. Schanzarbeiten im Raum Wydrowka.


    25.4.1942
    Wie am Vortage lebhaftes fdl. Artl. und Gr.W.-Feuer auf ganzen Abschnitt der Div.
    Fdl. Bewgungen und Schanzarbeiten im Raum um Kamenka und Slobodka.


    26.4.1942
    Den ganzen Tag über beiderseitiges Artl.Stör.-Feuer.
    Starke Feindbewegungen von Petschki nach Maklaki beobachtet.


    27.4.1942
    Geringe Feindbewegungen im Raum Maklaki.
    Gegner schießt mit Artl. starke Feuerüberfälle auf Buda,dort in Ost-und Westteil große Brände.Feind verschießt anscheinend Brandmunition.
    Eigene Artl. bekämpft erkannte fdl. Battr.-Stellungen.


    28.4.1942
    Eigene Artl. bekämpft weiterhin fdl. Battr.-Stellungen.
    Befehl über Aufteilung des zum 1.5.42 eintreffenden Ersatzes zur Wiederaufstellung der 2./IR338 und 5./IR337 geht hinaus.


    29.4.1942
    Schwaches Artl.Stör.-Feuer des Gegners.
    Feindbewegungen werden durch eigene Artl. gestört.


    30.4.1942
    In der Nacht wird fdl.Spähtrupp ostw. Buda abgewiesen.
    Am Tage fdl. Stör.-Feuer durch Artl und schwere Inf.-Waffen auf Stellungen im ganzen Div.Abschnitt.
    Es wurden geringe Schanzarbeiten des Gegners im Raum Wydrowka und nördl. Slobodka beobachtet.


    Anmerkungen:
    Die 208.ID ist zu dieser Zeit dabei die "Schneestellungen" durch Schützengräben und Stützpunkte zu ersetzen.Denn es begann zu tauen. Am 2.4.42 wurden noch -3 Grad gemessen und am 21.4.42 waren es schon +20 Grad.Der Fluß Drogotan führte Hochwasser,von daher mußten am Flußufer einige Stellungen geräumt werden.Die 208.ID war zu dieser Zeit auch nicht fähig an größeren Angriffs-Operationen teilzunehmen aber für die Verteidigeung war sie voll Einsatzbereit.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,
    heute geht es weiter mit Mai 42.


    1.5.1942
    In der Nacht beiderseitige Spähtrupptätigkeit und geringes fdl. Artl.-Feuer.
    Tagsüber wurde fdl. Artl.-Feuer heftiger,vor allem auf die nördl. Stellungen der Division.Dabei stärkere Feuerüberfälle auf Buda und Pustynka.
    Auf die Höhe 228,4 verschoß die fdl. Artl. etwa 250 Schuß innerhalb von zwei Stunden.
    Eigene Artl. bekämpfte erkannte Feindbattr. in Gegend Turgen und fdl. Stellungen und Ansammlungen nödl. der Höhe 228,4.
    Bei Vysokaja 3 Überläufer.


    2.5.1942
    Beiderseitiges Artl. und Gr.W.-Feuer.
    Eigenes IG vernichtet erkannte fdl. MG-Stellung und eine fdl. B-Stelle nödl. Kotobitschi.


    3.5.1942
    In der Nacht führte das II./IR337 ein erfolgreiches Stoßtruppunternehman in Stärke von 1 Unteroffizier und 15 Mann durch.
    Ergebnis: 7 Gefangene,etwa 25 Feindtote,2 l.MG erbeutet,1 l.MG vernichtet,6 fdl. Stellungen,darunter 1 B-Stelle mit Handgranaten zerstört.
    Keine eigenen Verluste.
    Im laufe des Tages geringe fdl. Artl. Tätigkeit.
    Bewegungen des Gegners in Wydrowka,Simnizy und Slobodka beobachtet.
    Eigene Artl. bekämpfte diese Bewegungen.
    Höhe 204,4 wurde wieder vom Gegner besetzt.


    4.5.1942
    In der Nacht wurde fdl. Spähtrupp in Stärke von 10 Mann vor Kotobitschi abgewiesen.
    Am Tage geringe fdl. Artl. Tätigkeit.
    Eigenes Störungsfeuer auf Höhe 208,9
    In Jasenok findet eine Gasabwehrausbildung durch den GABO des Gen.Kdo.XXXXVII.Pz.Korps statt.


    5.5.1942
    In der Nacht wurde wieder fdl. Spähtrupp auf Kotobitschi abgewiesen.
    Am Tage schwaches fdl. Artl. und Gr.W.-Feuer auf Kotobitschi und Höhe 228,4.


    6.5.1942
    In der Nacht widerum fdl. Spähtrupp im linken Abschnitt der Div. auf Kotobitschi abgewiesen.
    Während des Tages fdl. Artl. und Gr.W.-Feuer auf Kotobitschi und Höhe 206,5.
    Battr. Conrad rückt auf Befehl des Gen.Kdo. nach Shisdra ab und rückt dort 9.30 Uhr nach Roslawl im E-Transport ab.


    7.5.1942
    Feind verstärkt seine Stellungen durch Schanzarbeiten.
    Schwaches fdl. Artl.-Feuer auf Buda und Pustynka.


    8.5.1942
    Schwaches fdl. Artl.-Feuer auf Jefremowka und Stellungen westl, davon.
    Es wurden 2 neuautretende fdl.Battr. festgestellt,eine schwere Battr. nördl. Kotoretzkij und eine leichte Battr. am Südrand Semitschasnoje.
    Fernschreiben des Gen.Kdo.XXXXVII.Pz.Korps trifft ein,nach welchen die IV./AR220 der 211.ID kriegsgliederungsmäßig unterstellt wird.Taktisch bleibt die Abteilung jedoch noch der 208.ID unterstellt.


    9.5.1942
    Den ganzen Tag über fdl. Artl.-Störungsfeuer auf Vysokaja,Buda,Pustynka,Kotobitschi und Höhe 228,4.
    Ansonsten schanzt der Gegner im gesamten Abschnitt der Div.


    10.5.1942
    Schwaches fdl.Artl.-Feuer auf Buda und Pustynka.
    Eigenes DO-Gerät bekämpft Ziele nördl. Kotobitschi und des Waldstücks ostw. Saprudskij.


    11.5.1942
    In der Nacht wurde ein starker fdl. Stoßtrupp,von etwa 50 Mann, auf Ostteil Pustynka durch Artl. und Gr.W. Unterstützung abgewiesen.
    Ebenfalls wurde ein fdl. Stoßtrupp auf Westabschnitt Kotobitschi abgewiesen.
    Am Tage fdl. Artl.Störungsfeuer auf Pustynka.
    Reger fdl. LKW-Verkehr von Simnizy nach Maklaki wurde beobachtet.


    12.5.1942
    In der Nacht fdl. Artl. und Gr.W.Störungsfeuer im gesamten Div. Abschnitt.
    Am Tage bekämpft eigene schwere Artl. den fdl Fahrzeugverkehr zwischen Simnizy und Slobodka.


    13.5.1942
    Geringes fdl. Artl.-Feuer auf Buda und Stellungen zwischen Buda und Kotobitschi.
    2./AR156 nach Shisdra in Marsch gesetzt,damit scheidet diese Battr. aus der I./AR208 aus.


    14.5.1942
    In der Nacht schwaches fdl. Artl.-Feuer auf Buda,Pustynka und Höhe 228,4
    Am Tage fdl. Artl.-Störungsfeuer auf Kotobitschi,Höhe 228,4 und Höhe 223,5.
    Der Kommandierende General des XXXXVII.Pz.Korps,General der Pz.Tr. Lemelsen,besucht den Div.Abschnitt und nimmt Einblick ins Feindgelände von Höhe 226,6.
    Nach Vorstellung der Rgt.Kommandeure verläßt er am Nachmittag wieder die Div.


    15.5.1942
    In den Morgenstunden versuchte der Gegner unter Anwendung von Nebelkerzen einen Angriff mit etwa 80-100 Mann auf Kotobitschi.Der Angriff wurde abgewiesen und bei der darauf folgenden Säuberungsaktion 10 Tote Gegner vor den eigenen Stellungen gezählt.


    Das war die erste Runde vom Mai 42.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division