Zug der Erinnerung bis 21. Mai 2010 in Berlin

  • Guten Tag Forum,


    möchte aus o.a. Grunde allen Mitgliedern in Berlin und Umgebung
    den Besuch des Zuges an's Herz legen.


    Hier Näheres zum Projekt und die genauen Termine: Zug der Erinnerung.


    Grüße, Kordula



    Edit: Habe gerade die Petition unterzeichnet: klick.
    Auch das möchte ich Euch nahelegen.

  • Hallo Miteinander,


    ich habe den Zug der Erinnerung in Aschaffenburg besucht,ich kann nur jeden empfehlen es ebenfalls zu tun, es lohnt sich auf jeden Fall.
    Es sind auch Einzelschicksale dokumentiert!


    Grüße Matthias

    Grüße Matthias

  • Hallo,


    habe den "Zug der Erinnerung" mit meiner Freundin am 27. April 2008 in Cottbus besucht.


    Für Themainsider lohnt es sich nicht unbedingt, da die meisten Infos im Zug schon bekannt waren, dass heißt aus neuerer und älterer Literatur entnommen wurde. Die damalige Organisation der Veranstaltung in Cottbus war ziemlich schlecht, 3 Stunden Wartezeit für wenig neue Informationen die man sich letztendlich noch nicht einmal in ruhe durchlesen konnte, da die Menschenmassen gleich nachrückten. Also somit für Leute mit Platzangst nicht zu empfehlen. Und was ich zu guter letzt ganz daneben fand, dass das Linke Spektrum (APPD-Anarchistische Pogo Partei Deutschlands) die Menschenmassen gleich dazu nutzte, für sich Werbung zu machen und ihre Flyer an den Mann zu bringen, unter der Duldung d. Ausstellungsmacher + Polizei. Die Gesamtidee mit dem Zug ist aber ganz gut, wurde damals nur schlecht umgesetzt.


    Aber wie gesagt, das berichtete bezieht sich ausschließlich auf Cottbus 2008.


    Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo miteinander,


    ich kann mich da Matthias nur anschließen. Als der "Zug der Erinnerung" letztes Jahr im Konstanzer Bahnhof war, musste ich mir die Ausstellung einfach ansehen.
    Die Rolle der Reichsbahn bei der Umsetzung des Holocausts wurde dort ebenfalls anschaulich dargestellt. Einfach unglaublich wieder einmal die Tatsache, wie viele der Hauptverantwortlichen später nach dem Krieg recht hohe Positionen bei der Deutschen Bahn Inne hatten.Und einfach nur traurig, wie die Deutsche Bahn Jahrzehntelang zu Ihrem dunkelsten Kapitel in der Öffentlichkeit gestanden hat.


    Grüße, Ute



  • Hallo!


    Auf welche Deutsche Bahn beziehst Du Deine Aussage? Nur auf die Bundesbahn oder auch die Reichsbahn ( DDR ). Es wäre sicherlich Wissenswert wie die andere Seite mit diesem Thema umging und welche Karrieren dort nach dem Krieg zustande kamen. Über die im Westen tätigen Reichsbahnbeamten ist ja hinreichendes bekannt, als Paradebeispiel sei hier nur Adolf Gerteis, Präsident der Gedob im GG 1940-45, genannt der dann 1949 stellv. Generaldirektor der DB wurde.

  • Quote

    Hallo!
    Auf welche Deutsche Bahn beziehst Du Deine Aussage? Nur auf die Bundesbahn oder auch die Reichsbahn ( DDR ).


    Hallo Alex,
    In der Ausstellung wurde nur auf die Deutsche Bahn AG Bezug genommen. Wie die Reichsbahn (DDR) ihren Teil zur Geschichtsaufarbeitung beigetragen hat, bzw. ob und wie überhaupt mit dem Thema umgegangen wurde entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wäre aber sehr interessant zu wissen.


    Ich überlege zu diesem Thema das Buch :"Sonderzüge in den Tod: Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn. Eine Dokumentation der Deutschen Bahn AG (Gebundene Ausgabe)
    von Andreas Engwert (Autor)" zu bestellen. Bei der Suche nach diesem Buch habe ich auch noch ein anderes Buch mit dem Titel "Die Judendeportationen aus dem deutschen Reich von 1941-1945"
    von Diana Schulle (Autor), Alfred B. Gottwaldt (Autor) gefunden.
    Bin mal gespannt, wie gut das Thema in diesen Büchern aufgearbeitet wird, besonders in dem von der Deutschen Bahn :-)
    Viele Grüße
    Ute

  • Moin Leser,


    ich gebe hiermit folgenden Text-Link weiter, den ich per Email bekam:


    „Deutsche Bahn nutzt die Wehrlosigkeit der KZ-Überlebenden aus“ Proteste in Köln und Nürnberg


    Schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn AG und die Bundesregierung erhebt die Bürgerinitiative „Zug der Erinnerung“. Statt die Überlebenden der Massendeportationen mit der „Deutschen Reichsbahn“ zu entschädigen, würden die NS-Opfer „mit Almosen abgespeist“, heißt es in einem Aufruf der Initiative. Nach zähen Verhandlungen stelle die DB AG den etwa 200 Tausend „Reichsbahn“- Opfern in Osteuropa „humanitäre Hilfe“ im Sachwert von einmalig 25 Euro pro Person zur Verfügung – ein „Bettelbetrag“, heißt es in dem Aufruf. Die Wehrlosigkeit „der Geschwächten und Verarmten, die Auschwitz überlebten“, nutze die DB AG aus. WEITER LESEN


    Das Neuste mit heutigem Datum: MEHR INFO


    Verregnete Grüße von der Elbmündung
    Jane

  • Hallo
    Nun mal im ernst.
    Ich bin Eisenbahner. Seit 88 gehöre ich der Bahn an.
    Wir haben schon einmal auf Bahnhöfen verhindert das Blieder von KZ-Opfern bei der Deportation, aufgehangen werden.


    Ich habe niemanden deportiert. Also habe ich damit nichts zu tun.
    Wenn jemand denkt er kann uns anscheißen soll er es versuchen.
    Wenn ihn 200000 Mann und Frauen der deutschen Bahn AG ihn dann wegen Verleumdung anzeigen, werden wir sehn was passiert.


    Das ist eine andere Geschichte. Und da muß man die Leute für belangen die damit zu tun hatten. Und nicht uns.


    Das ist alles was ich dazu zu sagen habe.
    (Mehdorns versprengte Krieger)


    Jan
    Mitarbeiter der deutschen Bahn

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

    Edited once, last by Endzeit-Jan ().

  • Hallo Jan,


    Quote

    Nun mal im ernst.


    ja mal in ernst. Ich glaube nicht das irgend jemand den heutigen Beschäftigten
    der DB AG unterstellt das sie am Holocaust ein Schuld tragen.
    Was aber unbestreitbar ist das die Reichsbahn(vor1945) eine sehr wichtige Funktion
    bei der Vernichtung der europäischen Juden u.a. gespielt hat.
    Daran soll dieser Zug erinnern nicht mehr und nicht weniger.
    Unbestreitbar ist auch das die Konzernführung mit diesem Thema
    mehr als unglücklich umgeht. Als Beispiel sei genannt das man wohl
    175 Jahre deutsche Bahnen feiert aber mit den Schattenseiten nichts
    zu tun haben will. Wasch mich aber mach mich nicht nass geht eben nicht.
    Ich könnte jetzt noch weiter ausholen aber das will ich nicht denn das
    beider heutige Bahn AG nicht alles Gold ist was glänzt weist du als Mitarbeiter
    am besten.


    PS. Mein Großvater(der August in meinem Nick) war ab Mitte 1942
    im BW Lyck stationiert. In der Familie wurde erzählt das er Versorgung-
    güter nach Russland rein und Verwundete raus gefahren hat. Wenn man
    es realistisch betrachtet kann/wird auch der Deportationszüge gefahren haben.

    Gruss Dieter