Tieffliegerangriffe durch US-Airforce

  • Quote

    Original von WULT



    Wer wird denn da unsachlich?


    Erklär es uns!

    Glück Auf!
    "Basil"


    "Ich bin ein Egoist und kümmere mich nicht um andere?. Sogar behinderte Delphine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen" (Stromberg)

  • Moin!


    Na Dir werd ich es wohl nicht erklähren müssen, aber:
    Ein Verbrechen bleibt ein Verbrechen, egal was andere gemacht haben.


    Aber in Deinem Fall gelten offensichtlich eh Ausnahmereglungen.


    Tschüs!

  • Hallo!
    ???
    Was soll mir dein Posting sagen?
    Doch, erkläre es mir bitte, ich hatte ja auch gefragt!
    Und wenn ich Emil frage, warum fühlst du dich dann angesprochen? Oder bist du auch emil? ?(

    Glück Auf!
    "Basil"


    "Ich bin ein Egoist und kümmere mich nicht um andere?. Sogar behinderte Delphine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen" (Stromberg)

  • Hallo,
    jeder Krieg, der mit "Abstandswaffen" geführt wird, wird noch leichter zu Verbrechen locken und reizen. Da sollte man sich nichts vor machen.
    Gruß
    Erwin, Luftwaffeninteressierter

  • Ich habe noch mal mit meiner Mutter gesprochen. Das getötete Mädchen war ein "Kollateralschaden", beschossen wurde ein älterer Landwirt der mit seinem Pferdewagen unterwegs war. Das Pferd blieb heil, der Landwirt hat ein Ohr verloren und eine Mutter die älteste Tochter. Wie man solche Aktionen beurteilt muss jeder für sich entscheiden. Gruß Klaus

  • Hallo Klaus,


    der von Dir genannte Vorfall lässt sich jetzt aber nicht gerade als Beispiel dafür nehmen, dass Piloten der alliierten Luftwaffen aus niederen Beweggründen auf Zivilisten Jagd gemacht haben! Pferdefuhrwerke waren Fahr- und Transportfahrzeuge und damit erklärtes Ziel der Jagdflieger!


    Dass solchen Angriffen auch Zivilisten zum Opfer gefallen sind, ist schlimm, in einem Krieg aber nun mal nicht zu vermeiden (s. a. die Tanklasterbombardierung in Afghanistan). Ich war bei dem von Dir geschilderten Fall zwar nicht zugegen, kann also auch nicht wirklich über den Vorfall urteilen, aber dem Piloten von vornherein eine verbrecherische Absicht zu unterstellen, halte ich für sehr gewagt.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo,


    im Rahmen der sog. "Freien Jagd" wurde alles beschossen. Dies fand nach Auftragerledigung und Entlassung der Begleitjäger statt und diente dazu, die Munition vor dem Rückflug noch "zweckdienlich" im Feindesland zu verbrauchen, wenn man schon da war.


    Gruß Karl

  • Quote

    Original von basil
    Hallo Emil!
    Haben denn nur die Alliierten Zivilisten bombardiert?
    Und wenn man jemanden etwas vorwirft, wer hat denn angefangen?


    Hallo Basil, ich habe ja auch schon erwähnt das es auf " beiden " Seiten Verbrecher und Mörder gab, und ich will auch auf keinem Fall das 3. Reich und seine Taten gut sprechen.
    Aber mir geht es halt auf den Geist das unsere Generation immer noch für etwas gerade stehen soll was schon so lange her ist, und wir auch nicht getan haben.
    So jetzt aber keine politische Diskussion einleiten, die gehört ja auch hier nicht hin ;)


    Gruß Mirko

    Gruß Mirko

  • Hallo,
    ist das Thema Kriegsverbrechen nicht ernst genug?


    Ich will hier nichts von Kühen hören, ich will hier nichts von Milchkannen hören, was zählt sind Fakten.
    Belegbare Fakten...und nicht meine Oma oder mein Opa hat das oder das erzählt.
    Uninteressant, aber sowas von, wir sind hier keine Chatbude, wo man im "Sekundentakt" was postet, nur um zu posten.
    Wo bleibt mal eine richtig gute Diskussion?
    Immer dieses bescheuerte "Abwehrverhalten", was du sagst, das ist nicht richtig.


    Ich will auch nichts von den Anmachen hören, kein Wult, kein Basil!


    Wenn nichts zum Thema kommt ist es oft besser einfach die Klappe zu halten.


    Auch schon wieder so ein totgetretenes Ding...ihr seid immer selber schuld!


    Grüße Thomas, kopfschüttelnd....

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Original von Huba


    Hallo,
    ist das Thema Kriegsverbrechen nicht ernst genug?


    Ich will hier nichts von Kühen hören, ich will hier nichts von Milchkannen hören, was zählt sind Fakten.
    Belegbare Fakten...und nicht meine Oma oder mein Opa hat das oder das erzählt.








    Hallo, Huba ich denke wenn in dem Fall ein Zeitzeuge etwas erzählt und das war in dem Fall meine Oma dann sind das für mich "Fakt" genug!!!! Auch nicht alles in Literatur muss der Wahrheit entsprechen .


    Was soll das Forum wenn man sich nicht mal ner Diskussion anschliesen darf ?(


    Gruß


    Mirko

    Gruß Mirko

    Edited once, last by emil-1977 ().

  • Hallo Mirko,
    schalte mal einen Gang runter.


    Hast du dich schon einmal mit der Problematik "Zeitzeugen" auseinander gesetzt?
    Hast du?


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!


  • Hallo Stefan, ich habe dem Piloten sicher keine "niederen Beweggründe" unterstellt. Ich habe ursprünglich gepostet, dass ein Mädchen im Dorf einem Tiefflieger zum Opfer fiel. Meine Mutter hat mir nun den gesamten Ablauf der Situation geschildert und ich habe dies zur Klarstellung angefügt. Ich persönlich werde deshalb auch keine Wertung abgeben, da gibt es sicher kein pauschales Urteil.
    Gruß Klaus

  • @ Huba


    Da wir ja den Thread nicht ganz " zerstören " wollen , denk ich belassen wir es so.
    Hab mich mit dem Thema Zeitzeugen noch nicht auseinander gesetzt.



    Gruß Mirko

    Gruß Mirko

  • Hallo,
    die Problematik der alliierten Angriffe auf Pferdefuhrwerke dürfte wohl auch daher kommen, dass die Wehrmacht zu Kriegsende nicht gerade sehr motorisiert war. Es wuren sogar Bauern mit ihren Pferdefuhrwerken requiriert um stationäre Einheiten zu verlegen. Mir ist das aus dem Dorf bekannt, in dem ich aufgewachsen bin. Die Bauern mussten die Flakeinheit mit ihren Fuhrwerken bis in den Raum Fulda oder so transportieren. Alle kamen zum Glück wieder heil zurück. Man sollte das bei der ganzen Diskussion auch etwas bedenken.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Nabend!


    Ich habe meine Meinung zu einigen Aspekten des Themas bereits früher eingelassen.
    Zu der Frage ob Verbrechen oder nicht, möchte ich anhängen, dass die Masse an Vorfällen, von denen ich über die Jahre gehört habe, vermuten lässt, dass es ein übliches Verhalten insbesondere der amerikanischen Luftwaffe war, auf alles zu schießen was sich so bewegte. Bei Kindern wurde aber offenbar oft nicht oder bewusst daneben geschossen.
    Ich habe öfteres gehört, dass hier tatsächlich ein Befehl vorlag auf alles zu schießen was wertvoll aussah oder sich bewegte. Hier läge für den Piloten ein Befehlsnotstand vor und verantwortlich wären die Vorgesetzten.


    Hat es keinen solchen Befehl gegeben und wären auch die vielen Geschichten nichts weiter als ein Haufen guter, fortwirkender Propaganda, so würde ich gern dafür Beweise sehen. Dies wäre aus meiner Sicht weit interessanter als ein weiteres Verbrechen.


    So schönen Abend noch!


    basil
    Mein letzter Post bezog sich zum einen auf die Tatsache, dass man Straftaten nicht gegeneinander aufrechen darf und zum anderen darauf, dass Du Dich nicht an die Forenregeln hälst und dies offenbar darfst.

  • Guten Morgen !


    Hier Regeln der Deutschen Reichsbahn zum Thema Fliegeralarm und Fliegerangriffen:


    Quelle:Martin Welter: Eisenbahn im Dritten Reich:
    Geschichte-Fahrzeuge-Kriegseinsatz
    GeraMond Verlag 2008

  • Hallo, Zusammen !


    Übrigens: 1942 führte die Luftwaffe Beschußtests an Lokomotiven durch.
    Es sollten die Auswirkungen von Tieffliegerbeschuß getestet werden.
    Die Reichsbahn stellte für die Tests zur Ausmusterung anstehende Lokomotiven bereit.


    Die Luftwaffe war erstaunt, wieviel eine Lok aushält, bevor sie explodiert.


    Die Reichsbahn zog aus den Tests auch Konsequenzen und rüstete einige Lokomotiven mit Splitterboxen aus.




    Quelle: LokMagazin; Heft 1/2005, Seite 96-99, GeraMond Verlag

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hier noch ein Erlebnisbericht von der Universität Leipzig


    Arbeitsgruppe Zeitzeugen
    des Seniorenstudiums


    Auch auf dem Lande kamen Flieger


    Als wir in Biendorf ankamen, mussten wir feststellen, dass dort kaum noch Schulunterricht durchgeführt wurde. Einmal in der Woche kam ein Lehrer, verteilte Hausaufgaben und verschwand wieder. Zwei Kinder fuhren deshalb nach Bernburg (Stadt mit etwa 30.000 Einwohner), wo es noch täglich Unterricht gab. Meine Mutter meldete auch mich dort an und so fuhr ich mit dem Zug früh nach Bernburg (etwa 10 km) und nach 13.oo Uhr wieder zurück.


    Das ging einige Zeit gut. Die Bomber zogen, wenn wir gerade auf der Rückfahrt waren, öfter über uns hinweg, aber es passierte nichts. Der Zug hielt in solchen Fällen vorher immer in der Nähe von Bäumen oder zwischen Böschungen, alle Fahrgäste stiegen aus und versteckten sich in der Nähe. Waren die Bomber weg, ertönte ein kurzer Pfiff, alle stiegen wieder ein und wir fuhren weiter.


    Die Kriegssituation hatte sich zu dieser Zeit grundlegend verändert. Die amerikanischen und britischen Flugzeuge beherrschten den Luftraum fast völlig. Die deutsche Abwehr – ob Jäger oder Flak – war überwiegend zerstört. Die amerikanischen und britischen Bombergeschwader wurden immer durch mitfliegende eigene Jäger vor deutschen Angriffen geschützt. Da der Schutz nun nur noch selten notwendig war, beteiligten sich die Jäger am Zerstören und jagten im Tiefflug Menschen.


    Bewohner aus unserem Dorf hatten gesehen, dass zwei Tiefflieger einen entfernt liegenden Acker anflogen und mit ihren Maschinengewehren auf etwas feuerten. Als man später dort hinging, lag dort getötet ein Bauer und sein Pferd.


    Einige Zeit später war ich nach der Schule mit den zwei anderen Kindern aus Biendorf im Zug auf der Rückfahrt. Als wir uns beim Herannahen von Bombern wieder in der Nähe des Zugs versteckt hatten, wurden auch wir plötzlich von einem Tiefflieger beschossen. Ich weiß nur noch, dass ich Verletzte gesehen habe. Ob es Tote gab, bekam ich nicht mit. Da der Zug nicht weiter fuhr und wir panische Angst hatten, liefen wir auf den Schienen, so schnell wir konnten, die restliche Strecke nach Hause.


    Als ich endlich ankam, nahm mich meine Mutter in die Arme und sagte: Du fährst nicht mehr nach Bernburg, lieber dumm als tot. Diesen Satz habe ich nie vergessen. Treffender und kürzer kann man wohl nicht ausdrücken, was Krieg für Kinder bedeutet, dumm oder tot.


    Uni Leipzig



    Im Frühjahr 1945 war die deutsch-österreichische Wehrmacht in Auflösung begriffen. Endlose Kolonnen deutscher Soldaten und Flüchtlinge zogen westwärts in Richtung Wien und Enns. Bei Tieffliegerangriffen auf die Flüchtlingskolonnen kamen viele ums Leben.


    Gemeinde Reisenberg





    Zu den auf die Bevölkerung zielgerichteten und verheerenden Bombardierungen von Stadtzentren oder Wohngebieten kommt es in der Region um Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen nicht, aber auch hier nehmen Anfang 1945, zur Vorbereitung auf den Bodenkrieg, die alliierten Tiefflieger-Angriffe weiter stark zu. Diese Angriffe im Hinterland, abseits der Frontlinien, treffen neben militärischen und für den Nachschub wichtigen Zielen, gerade die Zivilbevölkerung. Angegriffen werden Personenzüge, der Straßenverkehr, Ansammlungen in den Orten, Pferdegespanne, Einzelpersonen, Weidevieh u.v.m.



    Weltkriegsopfer.de




    Also wie man sieht gibt es genug solcher Berichte, an denen bestimmt auch etwas dran ist, da man aber keine "Fakten" hat nicht beweisen kann.


    Gruß Mirko

    Gruß Mirko

  • Hallo,
    bei diesem Thema wird man sich im Kreise drehen. Eigentlich darf man nur fragen, waren Kriegsverbrecheriche Akte bewußt befohlen, oder haben die GI´s einfach drauf los geballert, wie heute manchmal im Irak und Afghanistan auch?!


    Man sollte halt für sich und die Menschen, die einem wert sind vermitteln: So nicht!


    Gruß
    Erwin

  • Hallo Erwin,


    die sog. "Freie Jagd" war Teil der Luftkriegstaktik. Ob diese auch Gegenstand strategischer Überlegungen zur Luftkriegsführung war, glaube ich aber nicht.
    Quellen habe ich momentan aber keine zur Hand, bin mir aber sicher, dass das keine Einzelfallentscheidung hinsichtlich der "Freien Jagd" war; hinsichtlich der Ziele schon. Diese ergaben sich aus der groben Flugroute Richtung Heimatflugplatz.


    Gruß Karl