Kesselausbruch Wilna ( Vilnius ) 1944

  • Hallo zusammen,

    Ich werde zu seinem Leben und seinem Wilna-Einsatz später ebenfalls einen Nachruf verfassen

    Diese Aufgabe hat Wulf ("radio4wk") freundlicherweise und mit Würdigung all der Facetten dieses ungewöhnlichen Zeitgenossen übernommen.


    Ich kann seinen Nachruf im Thread


    Mein Vater - Vermisst in Wilna 1944


    empfehlen und unterstreiche jedes Wort.


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • Hallo zusammen,


    ich möchte hier und heute noch einen kurzen Nachruf auf Eugen Hinnen, den zentralen Zeitzeugen für die Wilna-Ereignisse, verfassen, auf welche sich dieser Thread bezieht.


    Einige Gesichtspunkte kann man der folgenden englischspr. Website (vgl. u. a. Link) entnehmen, über welche ich vor ca. 10 Jahren auf Eugen Hinnen aufmerksam gemacht wurde und nach einigen Recherchen auch den persönlichen Kontakt herstellen konnte:


    http://wwiiwartimememories.blo…rmjager-eugen-hinnen.html



    Dort sind die wesentlichen Aspekte seiner Vita angeführt:


    - Eugen Hinnens deutsch-schweizerische Staatsbürgerschaft

    - Seine Begeisterung für den Flugsport

    - Die Bewerbung für den Eintritt in das fliegende Personal der deutschen Luftwaffe - in der Schweiz gab es für ihn keine Möglichkeit.

    - Die Pilotenlaufbahn wurde ihm verwehrt - das alternative Angebot zum Eintritt in die damals neu aufgestellte Fallschirmjägertruppe nahm er mit ebensolcher Begeisterung wahr.

    - Zwei Bataillone des Fallschirmjäger-Regiments 16 wurden zur Verstärkung des "Festen Platzes" Wilna dorthin kommandiert - eines versuchte per Bahntransport noch dorthin zu gelangen, während Eugen Hinnen per Lufttransport unter großen Verlusten eingeflogen wurde. Die Kämpfe am Flugplatz Wilna schilderte Herr Hinnen immer wieder im Detail - mit anderen Überlebenden dieses Infernos traf er sich regelmäßig. Hierbei entstanden dann auch Pläne zur Veröffentlichung ihrer Erlebnisse - man baute gar exakte Modell-Landschaften einiger Kampfplätze des II. Bataillons nach (das Szenario am Flughafen Wilna ist in der Anlage exemplarisch beigefügt). Seine sämtlichen Unterlagen ihrer gemeinsamen Erinnerungen übersandte mir Herr Hinnen vor einigen Jahren in einer losen Zettelsammlung, auf deren - nach so langer Zeit nicht immer leicht entwirrbarer - Grundlage auch ein bedeutender Teil der Wilna-Dokumentation der "IG-Vilnius-1944" aufbaute.

    - Eugen Hinnen wurde bei den Kämpfen im eingeschlossenen Wilna verwundet, konnte nicht am Ausbruchsversuch teilnehmen und geriet dort in sowj. Kriegsgefangenschaft. In einem Lazarett der Stadt liegend erlebte er schreckliche Szenen. Die eigene Erschießung und die weiterer Mitverwundeter konnte nur durch das Eingreifen eines ranghohen Offiziers der Roten Armee gerade noch verhindert werden.

    - Seine Gefangenschaft in der Sowjetunion währte nur kurz: Als Schweizer wurde er nach wenigen Monaten nach Hause entlassen, wo er sich in Altenrhein niederließ.

    - Nach dem Krieg widmete sich Herr Hinnen dann dem Flugsport und betrieb eine Flugschule.

    - Zusammen mit Dr. Scheuerle (vgl. Kesselausbruch Wilna ( Vilnius ) 1944 ) besuchte er nach der Wende mehrfach die Schauplätze der damaligen Kämpfe, konnte die Grablagen etlicher Kriegskameraden ermitteln und erfuhr die Gastfreundschaft litauischer Zeitzeugen, welche diese Gräber über all die Jahre gepflegt hatten. Dr. Scheuerle besuchte eine polnischstämmige Familie, welche ihn während seiner Gefangenschaft und schweren Aufbauarbeit in Wilna heimlich mit Lebensmitteln versorgt hatten.

    Sämtliche Daten wurden damals dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge übermittelt, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung weiterer Vermisstenschicksale geleistet wurde.

    In Anerkennung dieser und anderer Aktivitäten wurde ihm durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge das "Europa-Kreuz" verliehen (vgl. Anhang). Für E. Hinnen war die Aufklärung des Schicksals von ehemaligen Kameraden seines Fallschirmjägerregiments und auch von einigen litauischen Lazarett-Schwestern ein besonderes Anliegen. Letztere hatten ihn im Lazarett aufopferungsvoll gepflegt und sein Leben gerettet.



    So hat sich nun ein Lebenskreis geschlossen, welcher nahezu hundert Jahre währte und das gesamte 20. Jahrhundert abdeckte – incl. all der Schrecken dieser revolutionären und sehr kriegerischen historischen Epoche.


    Einen Teil davon konnte Eugen Hinnen in seinen Erinnerungen bewahren – auch als Mahnung an die Gegenwart.



    R. I. P.



    Anmerkungen zum Bildanhang:


    1. Eugen Hinnen 1944 und 2013 (bei Verleihung des Europa-Kreuzes des VDK)

    2. Eine Bildcollage - erstellt von E. Hinnen

    3. Gelände-Modell des Bereichs am Wilnaer Flugplatz und Notizen zu dortigen Kämpfen mit sowj. Panzern

    4. und 5. Schilderungen zu diesen Kämpfen

    Files

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  • Hallo zusammen,


    ich möchte als kleine Erinnerung an Hans Lestiboudois (vgl. Kesselausbruch Wilna ( Vilnius ) 1944 )

    hier noch zwei Seiten seines schon mehrfach erwähnten Tagebuchs veröffentlichen. Dieses kleine Heftchen ist noch heute von der Durchfeuchtung während des Durchschwimmens der Neris gezeichnet und gibt mit seinen Einträgen vom Sonnabend, 01.07.1944 (24. Geburtstag von Hans) bis zum Dienstag, 04.07.1944 (chaotische Ankunft in Wilna) Eindrücke seiner damaligen Stimmungslage wieder.


    Gruß,



    Joseph


    HL-KTB-01-4071944k.jpg

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • Ich forsche gerade nach meinem Opa, der beim Kesseldurchbruch verlorenging.

    Seine Feldpost-Nummer 25657 gehört dem SS Polizeiregiment 16 an, wobei er laut WAST Akte wegen seiner Statur von der SS abgelehnt wurde.

    Ich hefte mal den Brief an, den ein Hauptmann Hans Riegel/Rigel/RegelRy? oder so ähnlich (Kann das jemand entziffern?) meiner Oma den Vermisstenstatus meines Opas seit dem 13.7. mitteilt.

    Gibt es eine Aufstellung der Hauptmann-Namen in Vilnius des Polizeiregimentes 16 für den Zeitraum des Kesseldurchbruchs?

  • Hallo Rusalka,


    es gibt im Bundesarchiv Material zum Einsatz des Pol.-Rgt.16 in Russland (1943/44), welches ich jedoch nicht kenne und daher auch bei der Erstellung der Wilna-Doku nicht benutzt habe:


    https://www.deutsche-digitale-…NGHSERMJ6E5QMG7LRHUIOZZ5F


    Dort wird man möglicherweise etwas finden können.


    Nicht selten können jedoch auch andere Foristen hier mit solchen Infos aushelfen...



    Gruß,


    Joseph

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  • Hallo zusammen,


    es handelt sich bei dem Offizier um den damaligen Regimentsadjutanten

    SS-Hstuf. u. Hptm .d.Sch. Hans Ryck


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Lieber Joseph, lieber Roland,

    vielen herzlichen Dank! Ist ja Wahnsinn- Damit komme ich weiter. Ich hatte auch gerade mit meinem Onkel gesprochen, der das alles nicht glaubt, da ihm von früheren Suchanfragen und Berichten von Rückkehrern, die aber NICHT im selben Regiment waren, ganz andere Legenden und Orte gestrickt wurden. Er wusste aber dass mein Großvater auch am Ladogasee war (wo ich aus anderen Gründen mit meinem russischen Freund vorletzten Sommer auch war). Jetzt kann ich nämlich ein paar verwitterte Bilder zuordnen, wo ich ganze Zeit dachte, das kann aber nicht Vilnius sein, dieser breite FLuss mit orthodoxen Kirchen, das muss die Neva sein. Aber er bestreitet, etwas von Neris gehört zu haben. Sondern nennt immer einen anderen Fluss mit T.... wo er verloren gegangen sei. Er ist aber dankbar, dass ich die Suche wieder aufgenommen habe. Aber irgendwie bringt er die Chronologische Reihenfolge auch durcheinander.


    Ich habe mir vorgestern sofort Ihr Buch "Vilnius 1944" bestellt, das heute angekommen ist und auch schon angefangen zu lesen. Ein tolles Buch. Die Zeitzeugenberichte geben wenigsten mal genaue Einblicke über die genauen Abläufe.


    Ich habe mich entschlossen, dann auch eine Seite einzurichten, wo ich die Briefe und die Fotos in Hochauflösung einstellen kann, um die Sütterlin Briefe entziffern zu können (mein Onkel versucht es auch) und auch z.B die Fotos mit anderen Soldaten und Gräbern für Andere bereitstellen zu können, Nicht weil ich meinem Großvater ein Denkmal setzen wollte, sondern weil ich wissen will, was er getan hat, damit mein Vater diesen lebenslangen Abschluss noch erfährt und damit ich weiß, und v.a. dem litauischen und russischen Volk dadurch seine Würde wiederzugeben. Ich fand es schon beschämend, dass kaum einer der vielen Deutschen Touristen in Piskarjovskoje waren. Dann soll das Material ins Bundesarchiv, das ich gut kenne, und an das litauisch-russische Archiv, damit die vielleicht nicht sehr wertvollen Dokumentationen erhalten bleiben und das Verbrechen nicht vergessen wird. Und wenn ich wieder nach St. Petersburg reise, will ich in Vilnius vorbeikommen.


    Ich bin gerade dabei, die erste Anfrage an die Russische Militärarchiv zu stellen, die bei VKSG. ev. als aktuelle Suchadresse angegeben wird, da das wahrscheinlich am längsten dauert. Da ich etwas russisch kann und viele Russische Freunde habe, die mir helfen können, die Antwort dann zu übersetzen. Die anderen mache ich dann Peu a Peu.


    Also falls ich mich jetzt länger nicht melde, lese ich mich hier und in dem Buch ein.

  • Hallo Rusalka,


    um die Sütterlin Briefe entziffern zu können


    Wir haben hier im Forum auch sehr fähige "Schriftgelehrte" und "Dekodierer"...


    Es wäre eventuell eine Erleichterung für Dich, hier einige Briefe einzustellen - ein Echo wird bestimmt kommen.


    Deine Idee, die Dokumente Deines Großvaters litauischen oder russischen Archiven zur Verfügung zu stellen, finde ich hervorragend.

    Was die litauische Seite betrifft, könnte ich ggf. einen Kontakt über einen litauischen Verleger vermitteln.


    Auch für so manchen hier wäre es interessant, einige weitere dieser Bilder oder Dokumente anschauen und kennenlernen zu können.


    Es gibt in Vilnius auch ein Jüdisches Museum...


    Aber er bestreitet, etwas von Neris gehört zu haben. Sondern nennt immer einen anderen Fluss mit T.... wo er verloren gegangen sei.

    Neris ist der litauische Name -
    Wilija (deu) Wilia (poln) Вилия (rus)

    In Vilnius mündet die Vilnia in die Neris.

    Es ist ein kompliziertes Terrain - daher auch die zahlreichen Konflikte: Im 20. Jahrhundert wechselte in Vilinus 13 mal die Staatszugehörigkeit.


    Zum "Fluss mit T" bei Leningrad fällt mir so spontan nicht viel ein.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…sen_in_Russland#Ladogasee


    Dort ist mit "Tigoda" ein Nebenfluss des Wolchow gelistet, wo damals schwerste Kämpfe stattfanden.



    Einen schönen Maifeiertag Dir und allen Mitforisten


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited 3 times, last by Joseph O. ().

  • Hallo, Rusalka,


    Quote

    Wir haben hier im Forum auch sehr fähige "Schriftgelehrte" und "Dekodierer"...


    Es wäre eventuell eine Erleichterung für Dich, hier einige Briefe einzustellen - ein Echo wird bestimmt kommen.

    hier kann ich Joseph nur zustimmen. Solltest Du Dich entschließen, diese Briefe hier einzustellen, werden Dir ganz sicher alle Schriftkundigen aus diesem Forum zur Seite stehen und beim Entziffern helfen. Nur zu.


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank, Diana, für Dein nettes Angebot, welches auch ich schon einige Male in Anspruch nehmen durfte.


    Zum SS. Pol. RGt. 16 erhielt ich gerade eine Mail aus Vilnius:


    1. "... Der wichtigste und alleinige Fachmann bez. SS Pol. Rgt. 16 ist Dr. Arunas Bubnys. Er spricht Deutsch und Englisch.
    Vor kurzem wurde er zum Direktor des Genozid-Museums ( http://www.genocid.lt/centras/en/ ) ernannt.


    2. Dort gibt es im Zentralarchiv einige interessante Dokumente:

    http://www.archyvai.lt/en/archives/centralarchives.html:http://www.archyvai.lt/lt/fond…ikrinimas/lcva_fr672.html

    LCVA. F. R-666, ap. 1, b. 4, l. 74, 93, 94, 281.

    LCVA. F. F. R-672, ap. 1, b. 2, l. 118.


    Ich besitze ein Dokument zum "Festen Platz". Ich sende es Dir später.

    Es ist unklar, ob das Fotos von Vilnius sind (Anm.: Gemeint sind die von Rusalka eingestellten Bilder). Das Pirciupiai-Massaker fand im Juni 1944 statt. Natürlich wäre es nett, wenn "Rusalka" den litauischen Archiven die Bilder und Dokumente präsentieren oder übergeben könnte.


    Zwei Zitate aus Deinem Buch:

    "Lediglich die bereits erwähnte Abteilung "A" (dzielnica A, 11/85 pp. AK) konnte eine gewisse Wirkung gegenüber dem SS-Pol.Rgt. 16 erzielen, welches sich daraufhin als letzte deutsche Truppeneinheit auf die südliche Nerisseite zurückziehen musste. Die dargestellten Verfolgungen quer durch das Stadtzentrum sind hier etwas dramatisch und als quasi entscheidend dargestellt, was jedoch den Beitrag der AK überbewertet. ..."[...] Auf der gegenüberliegenden Flussseite kämpfte das bereits unrühmlich erwähnte SS-Pol.Rgt. 16 (I. Bataillon). Polnische Partisanen der AK-Sektion A (Kommandeur Bolesław Zagórna; Codename "Jan") griffen die SS- Einheit im Rücken an[1], sodass sie gezwungen wurde, sich an das linke, westliche Ufer der Neris zurückziehen..."


    Vieles ist Mythos. Es ist ziemlich eindeutig, dass kpt. Jan nicht auf die SS-Einheit Pol. Rgt. 16 getroffen ist. Nach meiner Meinung kämpfte die AK so gut wie gar nicht in Vilnius. Sie hatten keine Kanonen und zu wenig Männer. Eventuell hat eine AK-Gruppe den Fluss am Abend des 10. 07. oder am Morgen des 11.07. 1944 überquert. Zu dem Zeitpunkt waren die Deutschen schon im Westteil der Stadt. Vor sieben Jahren habe ich dazu eine Arbeit veröffentlicht...."



    So viel von meinem Kontakt aus Vilnius. Man sieht also, dass dort seitens staatlicher Archive Interesse an den Dokumenten von "Rusalka" besteht ...



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • Hallo "Rusalka",


    Ich habe mich entschlossen, dann auch eine Seite einzurichten, wo ich die Briefe und die Fotos in Hochauflösung einstellen kann

    Nur mal als Anregung:


    Es wäre evtl. sinnvoll und der Sache der Aufklärung dienlich, wenn Du auch hier im FdW einen neuen Thread zu dieser Thematik einrichten könntest -

    aber evtl. war das ja so gemeint...?


    Auch dieser inzwischen stark angewachsene Thread zum Thema "Wilna 1944" begann vor 11 Jahren so:


    Hallo

    bin neu hier.

    Ich suche nach Informationen zum Kesselausbruch in Wilna vom 13.07.1944.

    Mein Onkel ist hier vorauss. ums Leben gekommen - sein Grab ist unbekannt.

    Vielen Dank!

    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • Hallo zusammen,


    gerade erhielt ich aus Vilnius ein paar Informationen zum SS Pol. Rgt. 16 - veröffentlicht von Dr. Arūnas Bubnys und erschienen in dem dortigen historischen Fachblatt "Voruta" Ausgabe 9 und 10 aus dem Jahre 2014.

    Die Dateien sind auch nach Komprimieren wesentlich zu groß, um sie hier anzuhängen.


    Bei Interesse könnte ich die beiden Artikel Stück für Stück übersetzen und hier einstellen.


    Ein Auszug vorab:


    "...Am 6., 7. und 12. November 1943 brannten Polizisten des 16. Regiments die Dörfer Scharowitowo, Aleksejenki, Bezzubenki und Pezanicho nieder und töteten drei Partisanen. Im Dezember 1943 wurden im Dorf Pezhanov und im Dorf Pezhanovskiy zwei Polizisten getötet. Das 16. SS-Regiment kämpfte gegen sowjetische Partisanen in den Gebieten und Bezirken von Polotsk, Vitebsk, Velikiye Luki und Sebezh. Die Deutschen führten damals die Operation Otto (19.12.1943 - 01.01.1944) durch. Wie bei früheren Operationen zerstörten die Nazis Dörfer, verhafteten und erschossen ihre Bewohner. Die 9. Kompanie des 3. Bataillons, unter dem Kommando des Zugführers Lt. Zimmerman erschoss 5 Zivilisten und 2 Partisanen. Im Dezember 1943 nahmen Soldaten des Regiments ein Dutzend sowjetische Partisanen in einer Siedlung etwa 50 km von Sebezh entfernt fest. Vier der Verhafteten wurden in das Regimentshauptquartier gebracht. Sie wurden von Oberwachmeister Herman Krol abgefangen, der sie zu einem Bach brachte und erschoss..."


    Gruß,


    Joseph


    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

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  • Hallo Joseph,


    ein Beitrag zum Jahrestag 8. Mai 1945 der dokumentiert, dieses Datum war ein Tag der Befreiung. Sehr hilfreich.


    Beste Grüße


    Horst

  • Hallo Horst,


    diesen Text habe ich heute erhalten - aber ich gebe zu, dass er passt und nachdenklich stimmen kann.


    Ich will daher ein paar weitere Auszüge aus der Ausgabe 9/2014 hier einstellen - grob aus dem Litauischen übersetzt und sprachlich kaum korrigiert:


    "...

    Deutsche SS und Polizei 16. Regiment

    von Dr. Arūnas Bubnys, Vilnius



    Im Kampf gegen Partisanen und ihre Unterstützer während des Zweiten Weltkriegs richteten die Deutschen spezielle

    Polizeieinheiten ein. Manchmal waren diese Einheiten so groß wie eine Division. Diese Polizeieinheiten

    waren meist an der Ostfront aktiv. Im August 1940, 17. August 1940, wurden auf Befehl des SS- und Polizeiführers Himmler

    zwölf SS- und Polizeieinheiten in die vom Dritten Reich besetzten Länder (Polen, Frankreich, ...) geschickt.

    Am 9. Juli 1942 wurden die deutschen Polizeibataillone auf Befehl Himmlers zu motorisierten Polizeiregimenter. Jedes Regiment hatte 3-4 Bataillone und Spezialkompanien

    (Aufklärung, Panzerspur und -Vernichtung). Polizei-Bataillone hatten in der Regel ein Hauptquartier, einen Aufklärungszug, drei Kompanien, einen schweren

    Maschinengewehr- und einen Granatwerfer-Zug. 1942, im Juli 1942, wurden 25 Polizeiregimenter gebildet, mit den Nummern 1, 4-27. Deutsche SS und Polizei

    Regimenter wurden in verschiedenen deutschen Städten und deutsch besetzten Ländern Im Oktober 1942 gebildet (Nr. 2 und 3). Obwohl diese Regimenter den Namen SS trugen,

    blieben sie Teil der Deutschen Ordnungspolizei unter der Autorität und Ordnung der Polizei.


    Die Geschichte des SS- und Polizeiregiments 16 begann mit dem 305. Bataillon der Deutschen Polizei in Hamburg. Die Polizeibataillone begann sich während des

    Deutsch-Polnischen Krieges zu bilden. Zu Beginn des deutsch-polnischen Konflikts wurden sie an die Wehrmacht angeschlossen und damit Einheiten, die in polnisches Gebiet einmarschierten.

    Die Aufgabe der deutschen Polizeibataillone war, versprengte kleine Einheiten der polnischen Armee gefangenzunehmen, die zurückgelassenen polnischen Truppen zu sammeln

    militärisches Eigentum zu schützen und die Bereiche hinter der Frontlinie zu sichern..."


    Im Anhang ist noch ein Bild aus diesem Artikel beigefügt, welches das Denkmal des vom SS Pol. Rgt. 16 ausgelöschten Dorfes Pirčiupiai wiedergibt und die Programmfolge einer Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag

    dieses Verbrechens ("Sühnemaßnahme").


    Fortsetzung folgt...


    Gruß


    Joseph

    Files

    • Pirciupiai.png

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  • Hallo zusammen,


    hier der Versuch, das nächste Kapitel zu übersetzen:


    "...Mitte 1940 erreichte die Zahl der deutschen Polizeibataillone

    101, mit vielen jungen Rekruten und Polizeireservisten. Außerdem

    wurden spezielle Polizeibataillone (Nummern 251-256 und 301-325) gebildet, die folgende Aufgaben hatten

    In letzterem Bataillon wurden zur Konzentration Elitekader der Ordnungspolizei 2 eingesetzt

    ..."


    Pardon - ich stelle fest, dass mein Translator wohl teilweise Unsinn übersetzt.


    Daher gebe ich hier die inzwischen ermittelten URL der Quelle an:


    http://www.voruta.lt/wp-conten…ads/voruta_9_epastas1.pdf


    und


    http://www.voruta.lt/wp-conten…ds/voruta_10_epastas2.pdf


    Möglicherweise haben ja Interessenten einen besseren Translator (hier hatte ich es mit DeepL versucht) zur Verfügung.

    "Litauisch" ist jedoch anscheinend nicht nur für dieses System (sondern auch für Humanoide) eine gewisse Prüfung...


    Eventuell sind ja die dort in den Artikeln angegebenen Quellen für unsere Spezialisten für die "Polizei" von Interesse...?


    Wünsche noch einen schönen Muttertag - und für unsere russischen Freunde einen besinnlichen Gedenktag.



    Gruß,


    Joseph






    .

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  • Hallo zusammen,


    bei einer Online-Auktion (https://www.ebay.de/itm/353499…34d8ae:g:yv0AAOSwMhlgoqN6) kann man zu einem horrenden Preis ein Foto erwerben,

    auf welchem ein beschädigtes Flugzeug (angeblich Me 109) mit aufgemaltem Pik-Symbol zu sehen ist.



    pasted-from-clipboard.jpg


    Ich habe schon mal von einem Pik-As-Geschwader gehört, jedoch nicht von dessen Aufenthalt (Stationierung) auf dem Flughafen im Jahre 1944.


    Gibt es eine Möglichkeit, herauszufinden, ob und wann dieses Geschwader in Wilna war?


    Zudem scheint das abgebildete Flugzeug kein einmotoriges zu sein - der Motor sitzt eher in der Tragfläche.


    Das gleiche Foto taucht in einer anderen Auktion auf: https://www.ebay.de/itm/Foto-P…Wilna-Polen-/353280335172 - und das zu einem noch höheren Preis.

    Dorthin gelangt man mit den Google-Separatoren "Me 110" und "Wilna".


    Wer zahlt für solche Bilder diese Unsummen...?



    Gruß,


    Joseph

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  • Hallo Eumex,


    vielen Dank für die Infos.


    Noch ungeklärt ist jedoch der Widerspruch zwischen dem Flugzeugtyp, den das Pik-As-Geschwader damals gemäß der Tabelle eingesetzt hatte (Bf 109 F)

    und dem Foto, das ein zweimotoriges Modell zeigt - mit scheinbarem Bugfahrwerk(?) oder einem solchen unterhalb der Motoren. Letzteres würde mit dem Typ Bf 110

    korrespondieren - incl. dem aus der Flugzeugnase herausragenden Maschinengewehr.


    Die Klärung dieser Frage ist jedoch nicht "lebenswichtig"...


    Gruß,


    Joseph

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