Gold der Reichsbank

  • Hallo,


    in einem Fernsehbericht mdr , über alte Bunker,... wurde folgendes erwähnt:


    "1945 wurde aus den Kellerräumen (Tieftresor) der Reichsbankfiliale Magdeburg, im Auftrag des amerik. Finanzministeriums ca. 700 Millionen Reichsmark in Form von Gold- und Silberbarren auf LKW'S verladen. Zum Auffinden der Reichsbankreserven wurden Schatzsucher der US-Armee eingesetzt."


    Wie war das, damals: Konnte sich jeder der Alliierten einen gewissen Anteil, an , ich sag mal "Kriegsbeute" sichern? Oder wurden offiziell Reparationszahlen festgelegt.
    Weiß man wieviel insgesamt an Werten, "außer Landes beschlagnahmt" wurde. Das hört sich ja an, als wenn das sehr professionell organisiert wurde, Stadt für Stadt.


    Das Gold +Silber aus Magdeburg wurde laut mdr nach Fort Knox geschafft.


    Stefan

  • Das was manche Herren der Partei in den besetzten Ländern gemacht haben (z.B. Göring ---- Bilder aus frankreich ) das haben die Amis und ihre damaligen Freunde gemacht.
    Sie haben geklaut.
    :)

  • Die Russen hatten pro Front immer eine Kunstabteilung, die meistens von einem Museumsdirektor oder Kunstkenner geführt würde. Diese Leute hatten nur die Uniform der Offiziere, waren aber nicht wirklich "militärisch" eingesetzt.
    Einige dieser "Offiziere" schrieben an die Heeresleitung, dass man denen Soldaten zur Verfügung stellte, die nicht den Wert der Gegenständen erkannten oder einfach die Sachen versetzten um an Lebensmitteln oder Vodka zu kommen.


    Sie suchten nach Kunstobjekten, versteckten Schätzen und eben Gold.
    Alles was die fanden, wurde auf Züge beladen und ging dann Richtung Moskau.
    Selbst vor der Berlineroperation, konnte diese Abteilung ohne Probleme Züge für den Abtransport bekommen.


    Raffael

  • Wenn es um die Russen geht, außer spezielle Truppen die nach Kunstschätzen, Geld usw. suchten, klauten und plündern sowohl Soldaten und Unteroffiziere als auch Offiziere und Marschalle. Über die Züge mit Kriegsbeauten der Marschälle (z.B. Shukov), schrieb Viktor Suworow.

    Inter arma silent leges

  • @ all


    [...]
    Im Eingangsbereich des Theaters war die Skulpturengruppe der Hirsche von Ch. Daniel Rauch (datiert 1845/1846) aufgestellt, die von MAGDEBURG nach Auflösung des dortigen Stabes nach WÜNSDORF gebracht worden war. Durch Zahlung einer Vergütung in Höhe von 15.000 DM verhinderte die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg den Abtransport nach Rußland.
    Leider gelang das bei dem im Museum befindlichen Silbertisch, einem Geschenk der Berliner Bürgermeister an Kaiser Wilhelm II., nicht. Er wanderte auf Anweisung des Oberkommandierenden als Kriegsbeute nach Moskau, ebenso wie die in den Dienstzimmern des Stabes befindlichen kostbaren Möbel und Uhren aus der Zeit der deutschen Garnison.
    [...]


    Quelle: Vereinsheft d. Militärhistorischen Verein Zossen-Wünsdorf e.V.
    Heft 2, Sept. 1996


    MfG - Uwe

  • Ich lese gerade einen Bericht über die Dynamit AG in Bromberg/Bydgoszcz.
    Es war eine Fabrik zur Herstellung von Schießpulver und Sprengstoff.


    Ein paar Bilder gibt es hier. Dann noch andere, aber schaut selbst. Bilder


    Es wird die Situation zum Ende des Krieges 1945 beschrieben.
    Die Fabrik produzierte seit 1942 bis ein paar Tage von dem Erreichen der Fabrik, durch die Sowjets, durchgehend.


    Das Gelände der Fabrik hatte insgesamt 360 km befestigte Wege und 40 km Eisenbahnschienen.


    Die deutschen Verantwortlichen konnten kurz von den Sowjets alle Unterlagen mitnehmen und sich selbst retten. Die Fabrik blieb komplett stehen und es wurde nichts zerstört.


    Auf den Befehl der "Abteilung für Kriegsbeute" wurden alle Maschinen, Schienen abgebaut und in die Sowjetunion transportiert.
    Man schätzt dass dabei ca. 1300 bis 1500 Eisenbahnwaggons Richtung Moskau gingen.


    Raffael

  • In der Amtlichen Verlautbarung über die Konferenz von Potsdam vom 2. August 1945 heiß es unter Punkt IV (Reparationen aus Deutschland) unter anderem:
    "In Übereinstimmung mit der Entscheidung der Krim-Konferenz, wonach Deutschland gezwungen werden soll, in größtmöglichem Umfang einen Ausgleich für Verluste und Leiden zu schaffen, die es den Vereinten Nationen zugefügt hat und wofür das deutsche Volk der Verantwortung nicht entgehen kann, wurde folgende Übereinkunft über Reparationen erreicht:
    1. Die Reparationsforderungen der UdSSR sollen durch Entnahmen aus der von der UdSSR besetzten Zone Deutschlands und durch entsprechende deutsche Auslandsinvestitionen befriedigt werden.
    2. Die UdSSR wird Reparationsforderungen Polens aus ihrem eigenen Anteil an den Reparationen befriedigen.
    3. Die Reparationsforderungen der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreiches und anderer Länder, die einen Anspruch auf Reparationen haben, werden aus den westlichen Zonen und den entsprechenden deutschen Auslandsinvestitionen befriedigt werden.
    4. In Ergänzung der Reparationen, die die UdSSR aus ihrer Besatzungszone erhält, wird die UdSSR aus den westlichen Zonen zusätzlich erhalten:
    a) 15 Prozent der brauchbaren und vollständigen grundlegenden Industrieanlagen, vor allem der Hütten-, der chemischen und der Maschinenbauindustrie, soweit sie für die deutsche Friedenswirtschaft nicht erforderlich sind und aus den westlichen Zonen Deutschlands zu entnehmen sind, im Austausch gegen den gleichen Wert an Nahrungsmitteln, Kohle, Kali, Zink, Holz, Keramikerzeugnisse, Erdölprodukten und anderen Waren nach Vereinbarung.
    b) 10 Prozent der grundlegenden Industrieanlagen, die für die deutsche Friedenswirtschaft nicht erforderlich und aus den westlichen Zonen zur Übergabe an die Sowjetregierung auf Reparationskonto ohne Bezahlung oder Gegenleistung irgendwelcher Art zu entnehmen sind. [...]
    9. Die Regierungen der USA und des Vereinigten Königreiches verzichten auf alle Reparationsansprüche an Aktien deutscher Unternehmen, die sich in der östlichen Besatzungszone Deutschlands befinden, wie auch auf deutsche Auslandsguthaben in Bulgarien, Finnland, Ungarn, Rumänien und Oberösterreich.
    10. Die Sowjetregierung erhebt keine Ansprüche auf das von den alliierten Truppen in Deutschland erbeutete Gold".


    Angesichts der selbst ausgestellten Freibriefe der Allierten, von Deutschland >Reparationen< abzuverlangen, ist man geneigt festzustellen, dass sowohl die demokratischen als auch bolschewistischen >Befreier< Deutschland offensichtlich mit einem Selbstbedienungsladen verwechselten.


    Quelle: Claus Nordbruch, "Der deutsche Aderlaß", S. 299 fff -
    - Die größte Plünderungsaktion in der Geschichte: >Reparationen< für die Alliierten


    MfG - Uwe


    PS: Was da so alles geschrieben steht, kann ich fast nicht glauben außer:
    Kurt Schumacher, am 12.1.1947 in München
    "Die Deutsche Geschichte ist seit dem Kriegsende 1945 nur als ein Dauerzustand von Unehre, Hunger und geistiger Sklaverei zu bezeichnen."

    Edited 2 times, last by UHF51 ().

  • Naja, die Quellen:


    Nordbruch hält enge Verbindungen in die rechtsextreme Szene und tritt regelmäßig als Referent oder Interviewpartner auf. Als bekennender Anhänger der Apartheid ist er Mitglied der rassistischen "Artgemeinschaft"
    http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Nordbruch


    Zum Grabert-Verlag:
    Während des Zweiten Weltkriegs war Grabert in Alfred Rosenbergs Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete tätig. 1941 habilitierte er sich in Würzburg.


    1953 wurde der gleichnamige Grabert-Verlag in Tübingen gegründet. In beiden wurden dem Revisionismus, der pseudowissenschaftlichen Leugnung des Holocaust und der Leugnung der deutschen Kriegsschuld, ein breiter Platz eingeräumt (Eigenwerbung der DGG: "Eine der führenden revisionistischen Zeitschriften in Deutschland"). Im Grabert-Verlag erschienen unter anderem "Der Auschwitz-Mythos" von Wilhelm Stäglich (1979) und "Der erzwungene Krieg - die Ursachen und Urheber des 2. Weltkriegs" des US-amerikanischen Autors David L. Hoggan, des weiteren Léon Degrelles "Hitler - geboren in Versailles". Der Auschwitzleugner Dieter Vollmer war von 1963-1965 sogar Verlagssekretär.


    Ein Schumacher-Zitat ist erst seriös im Kontext und mit Quellennachweis.


    Zu den Reparationen: Übliche geschichtliche Folge für die Besiegten (hier zugleich Kriegsauslöser), ansonsten nichts Aufregendes und Besonderes seit Rom und Karthago, es sei denn, man heißt Nordbruch.

  • cpa95


    Lieber Thomas,


    mir ist auch bewußt, daß Herr Nordbruch - sagen wir mal - etwas tendenziös sein Buch verfasst hat.
    Aber nun mit der "antifaschistischen Keule" All und Jedes abzuqualifizieren ist m.E. nicht korrekt.


    Erinnert sei nur an die "Hexenjagd" gegen Norman G. Finkelstein und seinem Buch vor einigen wenigen Jahren.


    Ja, ja die Quellen - in seinem Buch S. 455-482 befinden sich unter Anmerkungen ein Quellenverzeichnis für seine im Text gemachten "Behauptungen".
    Das Literaturverzeichnis - S. 483-499,
    1a) Veröffentlichte Dokumente
    1b) Nichtveröffentlichte Dokumente bzw. archivierte Dokumente aus dem Lastenausgleichsamt Bayreuth
    2) Wissenschaftliche Quellen
    3) Primärliteratur (Erlebnisberichte und Memoiren)
    4a) Sekundärliteratur (Bücher)
    4b) Sekundärliteratur (Zeitungen, Zeitschriften, Fachblätter, Manuskripte - außer wissenschaftlicher Art)


    Meine eigene Meinungsbildung ist schon seit längerer Zeit schon abgeschlossen ;) - und mit allem was in diesem Buch steht bin ich auch NICHT einverstanden.
    Vielleicht solltest Du erst einmal das Buch lesen und dann...
    Außerdem, wenn Du hier Verlage, Einzelpersonen und ihr Tun und Machen damals herausstellst, ist das nicht ganz "seriös" in meinen Augen, zumal fast ALLE "mit den Wölfen heulten"!
    Verlage, Zeitungsherausgeber usw. konnten nach 1945 auch nur dann wieder ihre Arbeit aufnehmen, wenn sie der jeweiligen "Besatzungsmacht" genehm waren, d.h. also "wieder mit den Wölfen heulten" :D


    Edit: Fehler beseitigt.

    Edited 4 times, last by UHF51 ().