12 SS Division - Doch Kindersoldaten?

  • Hallo zusammen,


    sorry, aber so wirklich habe ich nicht verstanden. Habe auch leider nicht so viel Wissen in diesem Bereich.
    Wenn man sich einmal irrt, kann man nicht automatisch alle Aussagen in Frage stellen.
    Bin ja eher hier, um mehr zu erfahren.


    Mein Vater war in der 12. Panzerdivision Hitlerjugend. Er war 1944 in der Unterführschule Eipel in Tschechien und später dort auch in Gefagenschaft unter tschechischen Partisanen.

    CH

  • Moin,


    ist den bekannt, wann er in Eipel war?
    Im übrigen, vom Alter her kann ich mir eine Ausbildung zum Unterführer überhaupt nicht vorstellen. Zusätzlich war weiter oben von einem "SS-Ausbildungslager Eipel" die Rede., das würde m.M.n. auch besser passen,
    siehe auch SS-Unterführerschule Eipel


    Da sie ja selbst erwähnten, dass ihr Vater noch "auf der Höhe" ist, vielleicht kann er ja einmal einen kurzen chronologischen Ablauf aufstellen, das klärt bestimmt viele Fragen.
    Falls er sich selbst nicht mehr sicher ist, kann er natürlich auch einen Antrag bei der WASt stellen.


    Gruß
    Christian


    Link blau eingefärbt, Diana

    Suche alles zu Esten in Polizei, Wehrmacht & Waffen-SS

  • Hallo,


    das mit den "Kindersoldaten" wurde zwar schon seit Jahren hier besprochen, aber weil schon öfter von Quellen die Rede war, will ich kurz etwas dazu schreiben. Auch wenn mein EIntrag mit der Division "Hitlerjugend" nichts direkt zu tun hat, erlaube ich mir doch hierzu etwas aus Sicht eines Archivars zu sagen.


    In meiner Datanbank der Vermissten und Gefallenen des ehemaligen Landkreises Ochsenfurt sind unter den über 2000 Männern einige 16jährige und mehrere 17jährige. Meistens Flakhelfer oder junge Grenadiere in Ausbildungsbataillonen, die den Amerikanern entgegengeworfen wurden. Die Aussage einiger Forumskollegen, dass Gegen Ende 1944 und Anfang 1945 die Jahrgänge 1928 und teilweise 1929 eingezogen wurden, kann ich durch Aktenlage meiner Archive bestätigen. Die Musterungsakten liegen in den Kommunalarchiven und dort werden die ANgehörigen des Jahrgangs 1928 in November 1944 gemustert und dann im Frühjahr 1945 eingezogen. Einige Beispiele:


    Bauer, Leo: *10.4.1928 in Allersheim. Grenadier im Grenadier-Ersatz-und-Ausbildungsbataillon 21. Gefallen bei einem Gefecht mit US-amerikanischen Truppen bei Hausen an der Fils am 28.4.1945.


    Lenz, Georg: *30.8.1928 in Aub. Grenadier in einem SS-Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon. Gefallen am 20.4.1945 vor Ingolstadt.

    Freitag, Gerhardt: *7.1.1928 in Johnsdorf/Schlesien, Flakhelfer bei einer leichten Batterie der Horstverdeidigung im Fliegerhorst Giebelstadt, gefallen durch Herzschuss beim alliierten Tieffliegerangriff am 6.2.1945.


    Nobis Otto, 29.4.1928 in Giebelstadt, RAD-Mann in der RAD-Abt. 3/282 Treuchtlingen, gefallen durch alliierten Fliegerangriff auf den Bahnhof Treuchtlingen am 23.2.1945, zwischen 11. Und 12.00 Uhr.


    Hördler, Franz : *9.5.1928 in Niedererlitz/ Grulich. Ende 1944 als Wehrmachtshelfer in die Garnison Josefstadt eingezogen. Seitdem fehlt jede Spur.
    Gruß, Georg


    PS: Das die Division SS-HJ bereits vor den letzten chaotischen Wochen Kindersoldaten eingesetzt hat, kann ich mir höchstens im Rahmen einer Kriegsfreiwilligenmeldung vorstellen. Auch die in meiner Datenbank vorkommenden Soldaten der Division sind Jahrgang 1926 und 1944 in der Normandie gefallen. EIner ist Jahrgang 1921, war allerdings Unterführerpersonal der Leibstandarte und wurde als solcher zur Division HJ versetzt.

  • Hallo,


    Quote

    -hey Steffen ! Einige Jahre jetzt her dein Post aber ich würde gerne von dir wissen woher du diese Quelle hast ? Vor allem der Name Scherl ?!

    Ich heiße so mit Nachnahme und das könnte mein Opa sein weil der 1942 gefallen ist. Melde dich doch bitte


    Scherl ist der Name des Scherl-Bilderdiensts, des Verlags für solche Bilder.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941