Polizei-Reiterabteilung I

  • Hallo Forumsmitglieder


    Da über die Reiterverbände der deutschen Ordnungspolizei bisher wenig bekannt ist, möchte ich meine freie Zeit nutzen und diesen Tread zur Pol.-Reiterabteilung I eröffnen.
    Über diese hauptsächlich zur Partisanenbekämpfung konzipierte Truppe gibt es bisher zwei verschiedene Quellen. Einmal das Buch von Stefan Klemp "Nicht ermittelt" und das Werk von Wolfgang Curilla "Die deutsche Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und in Weißrussland 1941-1944". Beides sind absolute Standardwerke in der bis jetzt vorhandenen Polizeiliteratur und aus diesen werde ich versuchen den Werdegang der Pol. Reiterabteilung I nachzuzeichnen.


    Polizei-Reiterabteilung I:


    Feldpostnummer: unbekannt


    - aufgestellt im Juli 1941 in Jaslo/Polen
    - bestehend aus einem Abteilungstab und drei Schwadronen
    - Kdr. war Adolf Hahn
    - 1. Schw. wurde aus Berliner Beamten gebildet
    - 2. Schw. aus Posener u. Litzmannstädter Polizisten
    - 3. Schw. aus Wiener Polizisten
    - Ende 1941 Marsch v. Jaslo nach Russland (Ukraine)
    - meistens erfolgte ein getrennter Einsatz der Schwadronen
    - Einsatzgebiete 1941/42: Proskurow/Winnizia/Tomaschowka/Kamenez-Podolsk/Pripjet-Sümpfe/Kostopol
    - dort Teilnahme an Erschiessungen v. Juden u. im Partisanenkampf
    - beim Partisanenkampf schwere Verluste erlitten
    - Einsatzgebiet 1943/44: Raum Brest-Litowsk
    - weiterer Einsatz gegen Partisanen
    - wiederum dabei schwere Verluste
    - danach mit Resten d. Polizei-Reiterabteilung II und dem aufgelösten Kdo. d. Schupo Charkow aufgefüllt
    - Aufstellung einer 4. schweren Schwadron
    - dann Fronteinsatz bis Kriegsende


    Quelle:
    S. Klemp "Nicht ermittel" S.298-301
    W. Curilla "Die dt. Ordnungspolizei und der ...." S.699-701


    Kann mir jemand bei der Belegung der Feldpostnummern helfen? ?(
    Für ergänzende Informationen bin ich jederzeit dankbar.


    Zum Schluss noch ein paar Aufnahmen zur Truppe.


    Rückseitige Beschriftung der Fotos:
    "13. Juli 1941, Verladung der Reiterschw. Posen"
    "Stadtmitte Jaslo"
    "Pferdepflege Jaslo" 2x
    "Pferdebewegen Jaslo"


    Liebe Grüsse Daniel

    Files

    • 1.jpg

      (84.92 kB, downloaded 743 times, last: )
    • 2.jpg

      (90.88 kB, downloaded 715 times, last: )
    • 3.jpg

      (164.99 kB, downloaded 713 times, last: )
    • 4.jpg

      (200.47 kB, downloaded 718 times, last: )
    • 5.jpg

      (172.04 kB, downloaded 732 times, last: )

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 2 times, last by Policeman ().

  • Hallo Daniel,


    hier ist die FPN der Polizei-Reiterabteilung I bzw. Reiterabteilung Hahn.
    Vielleicht lässt sich von der Vorgängerabteilung noch etwas finden!


    45231


    (28.2.1941-29.7.1941) Stab u. 1.-3. Schwadron Reiterabteilung Hahn,


    (30.7.1941-28.2.1942) Stab u. 1.-3. Schwadron Polizei-Reiter-Abteilung ,


    dann Stab u. 1.-2. Schwadron Polizei-Reiter-Abteilung ,


    dann Stab u. 1.-2. Schwadron Polizei-Reiter-Abteilung I.


    Gruß Alex

  • Hallo!


    Folgendes habe ich noch gefunden



    Quelle:
    http://www.panzer-archiv.de/forum/print.php?t=7175&start=90



    Grüße
    Feldpostmeister

    Feldpostmeister_at

  • Hi Alex & Feldpostmeister


    Danke für die schnelle Hilfe. Die sechstellige Feldpostnr. ist doch bestimmt ein Fehler? Oder gab es sowas?


    Und zur Polizei-Reiterabteilung II schrieb doch unser Roland im Forum schon mal etwas. ;)


    Siehe hier: http://www.forum-der-wehrmacht…adid=8004&hilight=Pol+Abt


    Gruss Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo zusammen,


    aus meinen Unterlagen ;)


    PolReiterAbt I FPNr. 45 231


    00.07.1941
    Die Pol.Reiterabt I wurde im Juli 1941 in Jaslo/Generalgouvernement (HStOrt Berlin, zum Einsatz in der Ukraine ?) zunächst als Pol.Reiterabt Hahn aufgestellt. Erst mit Bildung der Pol.Reiterabt II im Juli/August 1941 wurde sie als “Pol.Reiterabt I” bezeichnet. Sie bestand aus dem Abteilungsstab und drei Reiterschwadronen
    Major Adolf Hahn übernahm die Führung der Abteilung.
    Chef 1.Schwadron: Hauptmann Günther Bock
    Chef 2.Schwadron: Hauptmann Aschrich
    Chef 3.Schwadron: Hauptmann Schwarzinger


    Die Schwadronen entsprachen der zahlenmäßigen Stärke einer Polizei-Kompanie, die Abteilung der eines Pol.Bataillons.
    Die 1.Schwadron rekrutierte sich im Wesentlichen aus Angehörigen der Reiter-Abteilung Berlin, die bis dahin von Major Hahn geführt worden war. Die 2.Schwadron wurde aus Zügen der Polizei-Ersatz-Einheiten in Posen (1.Zug) und Litzmannstadt (zwei Züge) gebildet, während die 3.Schwadron aus Wiener Polizisten bestand.


    Bei der Aufstellung der Abt in Jaslo waren dort der Abt.Stab sowie die 1.u.2.Schwadron stationiert. (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S.298- 301,s.a. Kannapin, S. 569 – 570: nur 1. – 2.Schw.)


    Die Pol.Reiter-Ersatz-Schwadron Litzmannstadt dürfte im Jahre 1941 der SS-Hstuf. u. Hptm. d.Pol. Linke geführt haben, wie aus den Angaben eines ehemaligen Schwadronsangehörigen hervorgeht.
    (s.a Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.299)


    Im Juni 1944 geht aus der Pol.Reiter-Ersatz-Schwadron in Posen die Pol.Reiter-Ersatz-Abteilung hervor.
    Eine Pol.Veterinär-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung wurde im Juli 1944 von Tilsit nach Rathenow verlegt.


    Für die Überwachung aller Reitschulen und Reiterabteilungen war in Lemberg der “Inspekteur des Reit- und Fahrwesens in den Ostgebieten” stationiert und für die Überwachung des Veterinärwesens der Ordnungspolizei der “Inspekteur des Veterinärwesens in den Ostgebieten” (Kannapin, S. 569)


    00.09.1941
    Im September 1941 zog der Abt.Stab mit einem Vorkommando, das aus Angehörigen der drei Schwadronen gebildet worden war, nach Proskurow in die Ukraine.


    Die 3.Schwadron zog von ihrem Standort Wien über Przemysl, Lemberg, Shitomir in den Raum Kiew und von dort nach Shebitowka, wo sie im Herbst 1941 eintraf. (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.298)


    00.11.1941
    Die 1.und 2.Schwadron verließen im November 1941 Jaslo. Die 1.Schwadron bezog in Proskurow Quartier, während die 2.Schwadron über Proskurow weiter nach Kamanez-Podolsk zog.
    In diesem Raum verbrachte die Pol.Reiter-Abt I den Winter 1941/42. (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.298)


    Am 4.11.1941 sollen sich Angehörige des Vorkommandos der Pol.Reiter.Abt I , neben Angehörigen des SD, des RAD und eines unbekannten Pol.Btl, an der Ermordung von 2 000 jüdischen Zivilisten in Proskurow beteiligt haben.
    Die 2.Schwadron soll sich von November 1941 bis Sommer 1942 an Judenerschießungen in Kamenez-Podolsk beteiligt haben. (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.294- 297)


    12.01.1942
    Die Pol.Reiter-Abt I unterstand dem Wehrm.Befh. Ukraine. (Kannapin, S. 569)


    00.01.1942
    Hinsichtlich der Gliederung des Pol.Rgt zb.V. für den Beginn des Jahres 1942 liegen folgende Angaben vor:
    Verbände z.b.V. (Kaukasus)
    Polizei-Regiment „z.b.V.“ in Rowno Oberstleutnant d.Sch. Hans Griep
    Polizei-Bataillon 304 in Kiew Major d.Sch. Karl Deckert
    Polizei-Bataillon 315 in Shitomir Hauptmann d.Sch. Klaus
    Polizei-Bataillon 320 in Rowno Hauptmann d.Sch. Dall
    Polizei-Reiter-Abteilung I in Rowno Major d.Sch. Adolf Hahn
    (Phil Nix, Georges Jeromes, Uniformed Police Units of the Third Reich, S. 259)


    05.03.1942
    Laut Fernschreiben des Ordnungspolizei O. Kdo. I g - Ia (Ic) Nr. 162/42 (g) aus 160 II/42 vom 5.3.1942 an den Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei in Berlin
    Betr.: Lage im Reichskommissariat Ukraine nach dem Stande vom 4.3.1942


    Auf Grund eingegangener Meldungen berichte ich über die Lage im Reichskommissariat Ukraine wie folgt: … Die allgemeine Lage in der Ukraine macht eine Umgliederung und Standortveränderung der dem BdO zur Verfügung stehenden Polizei-Kräfte notwendig.
    Das Reserve-Polizei-Bataillon 33, welches sich aus freiwilligen Baltendeutschen zusammensetzt, ist zu Bewachungs- und Sicherungsaufgaben in Kiew und Rowno eingesetzt. Durch Verlegung von je einer Schwadron Reiterabteilung I in die Generalbezirke Brest und Shitomir wird die Befriedungsaktion – wenn auch mit erheblich schwächeren Kräften – weiter fortgesetzt werden.“ (Kopie des dreiseitigen Funkspruchs im Besitz des Verfassers)


    00.04.1942
    Die 1.Schwadron kam im April/Mai 1942 von Proskurow aus in den Raum Winniza. In der Zeit von April bis Oktober 1942 soll sich die Schwadron an mehreren Judenerschießungen beteiligt haben.
    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.298-299)


    20.04.1942
    Die Pol.Reiter-Abt I unterstand dem HöSSPF Rußland-Süd und Ukraine. (Kannapin, S. 569)


    22.04.1942
    Nennung der Pol.Reiter-Abt I beim BdO Ukraine, Standort Proskurow (Kannapin, S. 569)


    00.05.1942
    Im Mai/Juni 1942 sollen Angehörige der 2.Schwadron, u.a. der damalige Führer der Schwadron, Hauptmann Hans Lincke, und (ein Zugführer ?, der Verf.) Oberleutnant Helmut Scholz, Erschießungen in Kamenez-Podolsk vorgenommen haben. Hptm Lincke leitete den Einsatz der 2.Schwadron am Tag der Erschießung. (Klemp, Nicht ermittelt, S.299)


    00.08.1942
    Etwa im August 1942 zog der Stab der Pol.Reiterabt I nach Brest-Litowsk. (Klemp, Nicht ermittelt, S.298)
    Die Schwadronen waren zu dieser Zeit auf verschiedene Einsatzräume verteilt.


    Die 2.Schwadron rückte im Sommer 1942 von Kamenez-Podolsk nach Tomaschowka aus, wo sie bis zum Jahre 1943 blieb. Neben Tomaschowka unterhielt die Schwadron Außenposten in Domatschewo.
    Erschießungen führte sie an beiden Orten aus.
    Nachdem sie zunächst in den Pripjetsümpfen eingesezt war (wann,1943 ?, der Verf.), kam sie an-schließend in dem Raum Rowno – Dubno zum Einsatz (bei KGr.Prützmann ?, der Verf.)


    Die fast ausschließlich aus Österreichern bestehende 3.Schwadron zog 1942 von Shebitowka nach Drohytsin, anschließend gelangte sie über Antopol und Kobryn in den Raum Kostopol.(wann, der Verf.)
    Sie soll sich von Herbst 1941 bis 1942 an Judenerschießungen in Shebitowka, Shitomir, Drohytsin, Kobryn, Diwin beteiligt haben. (Klemp, Nicht ermittelt, S.298-299)


    01.09.1942
    Nennung der Pol.Reiter-Abt I beim Wehrm.Befh.Ukraine, ebenso am 1.1.43, 15.1.43 und 30.1.43
    (Kannapin, S. 569)


    19.09.1942
    Am 19.und 20.September 1942 sollen in Domatschewo und Tomaschowka durch ein Sonderkomman-do des SD in Verbindung mit der in Domatschewo stationierten 2.Pol.Reiterschwadron, der Gendam-erie und der Schutzmannshcfaten eine judenaktion durchgeführt haben, bei der 2 900 Juden erschos-sen worden sein sollen. (Klemp, Nicht ermittelt, S.299)


    00.11.1942
    Teile der 1.Schwadron aus Winniza zogen im Spätherbst 1942 (11.42 ?,der Verf.) nach Bragin zum Partisaneneinsatz in den Pripjetsümpfen. Nachdem sich die Schwadron wieder in winniza geammelt hatte (Wann ?, der Verf.) marschierte sie nach Wladimir-Wolynsk. (Klemp, Nicht ermittelt, S.298)


    20.04.1943
    Die Pol.Reiter-Abt I unterstand dem HöSSPF Rußland-Süd und Ukraine. (Kannapin, S. 569)


    05.05.1943
    Die Pol.Reiter-Abt I unterstand dem Wehrm.Befh.Ukraine. (Kannapin, S. 569)


    00.05.1943
    Im Mai 1943 erhielten auch die Pol.Reiter-Abteilungen den Zusatz SS und wurden als “SS-Pol.Reiter-
    Abt I” etc bezeichnet. (Kannapin, S. 569)


    01.09.1943
    Die Pol.Reiter-Abt I unterstand dem HöSSPF Rußland-Süd und Ukraine. (Kannapin, S. 569)


    10.01.1944
    Bildung der KGr.Prützmann (s.d.) und Unterstellung beim Wehrmbefh.Ukraine (WV)


    15.01.1944
    Zusammensetzung der Kgr.Prützmann (Stand 15.1.44)
    KGr.Stab


    Abt.Koellner
    Stab SS-PolRgt 10 FPNr. 36 524
    I./SS-PolRgt 10 (3 Kompanien) 37 718
    SS-Pol.Reiter-Abt. I (2 Schwadronen ?) 45 231
    2./PolSchtzRgt 35 03 963
    eine Kompanie/SS-PolRgt 4 ?
    2.Gend.Hauptmannschaft Charkow ( 1 Zug) ?
    ein PzJg-Zug/SS-PolRgt 11 (?)) 04 562
    ......
    Zum gleichen Zeitpunkt befanden sich in Zuführung:
    SS-Pol.Reiter-Abt. II (3 Schwadronen ?) 41 047
    2./PolSchtzRgt 35 (?,s.a. Gruppe Koellner) 03 963
    ... (WV)


    Für den Fronteinsatz an der Jahreswende 1943/44 bis zum Kriegsende soll die Pol.Reiterabt I zusätz-lich eine neue, 4.schwere Schwadron aufgestellt haben. (Klemp, Nicht ermittelt, S.298 - 299)


    01.02.1944
    Kämpfe der Kgr.Prützmann an der Nord- und Nordwestfront von Rowno bis 2.2.44. Häuserkämpfe im Nordostteil der Stadt (I./SS-PolRgt 10 sowie I.u.III./SS-PolRgt 11, III./PolSchtzRgt 35, PolReiterAbt I und Gend.-Züge) (WV)


    04.02.1944
    Gefechtsstärke der KGr.Prützmann am 4.2.1944 (im Org.4.4., aber nach 4.2.44 eingeordnet,der Verf.)


    Stab von Braunschweig, dabei SS-Pol.Reiter-Abt.I mit 141 Mann (WV)


    Am 4.2.1944 wurde der Kdr. der SS-Pol.Reiter-Abt. I, Hauptmann Linke, verwundet, und Hauptmann Erbath übernahm die Führung der Abteilung. (Wilhelm Kissel am 1.Juli 1942, in BA Berlin, R 20/ 217, s. a. Pol.Schtz.Rgt 35)


    10.02.1944
    Nennung der SS-Pol.Reiter-Abt I bis 1.3.1944 bei der Gruppe SS-Ogruf.Prützmann, XIII.AK, v. 6. – 26.3.44 bei der Gruppe SS-Ogruf.Prützmann, 4.Pz.Armee. (Kannapin, S. 569)


    08.03.1944
    Reste SS-Pol.Reiter-Abt 1 und 2 bei Kgr.Prützmann (ab 16.3.44 Kgr.Brenner)


    24.03.1944
    Bei Kgr.Brenner Reste von 2 PolReiter-Abteilungen (WV)


    31.03.1944
    Zusammensetzung der KGr.Brenner:
    Reste SS-PolRgt 10, 11, „zbV“
    Reste einer Kompanie SS-PolRgt 14 (4 ?)
    Reste SS-Pol.Reiter-Abt 1 und 2 (WV)


    Nennung der SS-Pol.Reiter-Abt I v. 31.3. – 30.4.44 bei der Kampfgruppe Gen.Brenner, 4.Pz.Armee.
    (Kannapin, S. 569)


    05.05.1944
    Die Pol.Reiter-Abt I soll (im Rahmen der KGr. ?) v. 5.5. bis 10.6.44 der 361.ID bei der 4.Pz.Armee
    unterstanden haben. (Kannapin, S. 569)


    06.05.1944
    Übernahme der Reste der Kampfgruppe durch Oberst d.SchP.Koellner (WV)


    08.06.1944
    Herauslösung der Reste der Kampfgruppe durch das SichRgt 360 und Verlegung mit sämtlichen SS-u. Pol.Teilen in den Raum Jablonka – Krasne bis 12.6.44.
    Auflösung der Kampfgrupe und Beginn der Neuaufstellung der SS-u.Pol.Einheiten (WV)


    04.07.1944
    Die SS-Pol.Reiter-Abt I unterstand dem BdO Ukraine. (Kannapin, S. 569)


    Im Frühsommer 1944 gelangte der Stab der Pol.Reiterabt I nach Zabnow bei Tarnow.


    Bei den Kampeinsätzen erlitt die SS-Pol.Reiterabt I starke Verluste. Zur Auffrischung und Verstärkung wurden ihr die Reste der SS-Pol.Reiterabt II, die ebenfalls schwere Verluste gehabt hatte, sowie die jüngeren Jahrgänge des aufgelösten Kommandos der Schutzpolizei Charkow zugewiesen.
    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S.298-299)


    15.07.1944
    Laut Chef der Ordnungspolizei, Kdo. g. I – Org./ Ia (3) Nr. 221/44 (g.) vom 15.Juli 1944 betrifft „Übersicht über die Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz“, Stand 15.Juli 1944, befanden sich im Bereich des Befehlshabers der Ordnungspolizei Krakau, Generalleutnant der Polizei Höring:


    SS-Reiter-Abt. I in Opatow
    SS-Reiter-Abteilung III in Cholm


    1 Reiterschwadron in Lemberg
    1 Reiterschwadron ohne Ortsangabe
    1 Reiterschwadron in Lublin
    Schule für Reit- und Fahrwesen in Kobierzyn
    Schule für Reit- und Fahrwesen in Sulejow
    (BA Berlin R 10 – 451/ 36-37 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 15.Juli 1944)


    00.08.1944
    Einsatz der SS-Pol.Reiter-Abt I bis September 1944 bei der 213.SichDiv. (Kannapin, S. 569)
    12.09.1944
    Der Chef des Amtes Verwaltung und Recht beim Befehlshaber der Ordnungspolizei beim Höheren SS- und Polizeiführer Ost und Staatssekretär für das Sicherheitswesen, Akt. Z. VuR – P – 21.00, Krakau, den 12.September, 1944, meldete
    Betrifft: Einsatz der Offiziere des Wirtschafsverwaltungsdienstes der Polizei
    Bezug: Erlass vom 26.8.1944 – Zu O-W Pers. OdW. 3415 Uhr Nr. 1/44 – und mündliche Unterredung zwischen SS-Sturmbannführer H e u e r und dem Unterzeichneten am 6.9.1944
    dem Hauptamt Ordnungspolizei, Chef des Wirtschaftverwaltungsamtes in Berlin:
    „Auf Grund des Bezugserlasses und der stattgefundenen Unterredung am 6.9.1944 habe ich die mit Erlass vom 15.8.1944 – O-W Pers. OdW. 34.15 Nr. 1/44 – abgeordneten Offiziere des WV- Dienstes der Polizei als Leiter der Abteilung IVa bei Regimentern bzw. Bataillonen und anderen Einheiten wie folgt eingesetzt:

    Lt. d.Sch. d.Res. Duscha SS-Pol.Reiterabt. I

    Durch die vorgenommene Einsetzung der Offiziere des WV sind in der Besetzung der Dienststellen mit Polizeiverwaltungsbeamten folgende Änderungen eingetreten:

    PS. Chichon bisher SS-Pol.Reiterabt. I, jetzt Vet.-Komp. d. BdO

    Gezeichnet: Für den Befehlshaber der Ordnungspolizei, Der Chef des Amtes Verwaltung und Recht (unleserlich, aus BA R 19/182 – 54, interessant der Stempel des HSSPF: „im Generalgouvernement“ ist durchgestrichen, per Schreibmaschine „Ost“ hinzugefügt, die Tel.Nr. in Krakau, Aussenring 28 ist ebenfalls gestrichen, 21231 neu hinzugefügt! Zur Verfügung gestellt durch Steven Campbell 8.2009)


    20.10.1944
    Laut Chef der Ordnungspolizei, Kdo. g. I Org./ Ia (3) Nr. 762/44 (g.) vom 20.Oktober 1944 betrifft „Übersicht über die Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz“, Stand 20.Oktober 1944, waren im Bereich des BdO Krakau, Generalleutnant der Polizei Höring, Chef des Stabes Oberst Klein, beim Höheren SS und Polizeiführer Ost, SS-Obergruppenführer und General der Polizei Koppe, eingesetzt:


    SS-Pol.Reiter-Abt. 1 in Radom


    Pol.Reit.Schw. „Lublin“ in Maluszyn
    Pol.Reit.Schw. „Galizien“ in Maluszyn


    Vet.Kp. Krakau in Krakau
    (BA Berlin R 10 – 451/ 68- 69 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 20.Oktober 1944)


    17.11.1944
    Distrikt Radom Ort Führer Verw.Beamte Uffz.u.Mannschaften
    ....
    SS-Gend.Btl 1 (mot) ( 4 Kp) Sulejow 17 3 991
    ein Kradschtz-Zug Petrikau


    SS-Pol.Reiter-Abt 1 (3 Schw) Lopusno 18 6 902


    Das ist der bisher (12.3.2009) Hinweis zu dieser Abteilung.


    Ein ehemaliger Angehöriger der Pol.Reiter-Abteilung II berichtete nach dem Krieg: „ … Etwa im November 1944, beim Herannahen der Russen, wurde die Schwadron aufgelöst; die Pferde kamen weg und wir wurden als Infanterieeinheit umgestellt. Anfangs Januar 1945 wurden wir bei dem Großangriff der Russen in Kielce aufgerieben und versprengt. …“ (W.B. v. 30.1.1963 in Schäfer, Mitgeschossen, S. 142) Dabei dürfte es sich um einer der ehemaligen Angehörigen der Pol.Reiter-Abt. II gehandelt haben, die nach deren Auflösung zur SS-Pol.Reiter-Abt. I versetzt wurden.
    Das Ende der SS-Pol.-Reiter-Abt. I erfolgte also demnach im Januar 1945 im Raum Kielce. (15.11.2009)


    Stellenbesetzung SS-Polizei-Reiter-Abteilung I


    Kdr.: Major Adolf Hahn 00.07.41 – (00.01.42)
    (vorher Kdr. Pol.Reiterabt Berlin,s.a. Klemp, S. 298, gest. 1971)
    Hauptmann d.SchP. Linke 00.00.00 – 04.02.44 verwundet
    Hauptmann d.SchP. Erbath 04.02.44 – 00.00.00
    (Wilhelm Kissel am 1.Juli 1942, in BA Berlin, R 20/ 217, s. a. Pol.Schtz.Rgt. 35)


    1.Schwadron: Hauptmann Günther Bock 00.07.41 – 00.00.00
    (n.d.Krieg leitender Polizeidirektor, gest. 1970)


    2.Schwadron: Hauptmann Aschrich 00.07.41 – 00.00.00
    SS-Hstuf. u. Hptm.d.Pol. Hanns Lincke (00.05.42) – 00.00.00


    Zugführer: Oberleutnant Helmut Scholz (00.05.42) – 00.00.00


    3.Schwadron: Hauptmann Schwarzinger 00.07.41 – 00.00.00

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • PolReiterAbt II FPNr. 41 047


    00.07.1941
    Die Polizei-Reiterabt II wurde im Juli/August 1941 mit drei Schwadronen aufgestellt. Kommandeur war der Major Wilhelm Albrecht, Frankfurt.


    Die 1.Schwadron wurde zu einem bisher unbekannten Datum (siehe auch Schäfer, Mitgeschossen, S. 106) in Essen aus Reitern der Polizeiverwaltungen Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Wuppertal, Essen, Recklinghausen, Dortmund, Duisburg, Oberhausen und Bochum zusammengestellt. Jede Polizeiverwaltung hatte 10 Reiter und die gleiche Anzahl an Pferden zu stellen. Mit der Eisenbahn wurde die Schwadron dann nach Berlin- Spandau verlegt, wo sie über 6 – 8 Wochen ausgebildet wurde. (Schäfer, Mitgeschossen, S. 106)


    Die 2.Schwadron wurde etwa im September 1941 in Posen gebildet. Die Reiter stammten aus dem norddeutschen Raum: Hamburg, Bremen, Lübeck, Flensburg, Kiel, Stettin. (s. a. Schäfer, Mitgeschossen, S. 106 unten 106 oben)


    Die 3.Schwadron wurde im Herbst 1941 in Kattowitz gebildet und setzte sich aus schlesischen Reiter-Staffeln zusammen. Der erste Zug der 3.Schwadron setzte sich aus Polizeireitern der Standorte Dresden, Leipzig und Chemnitz zusammen. Der zweite Zug aus Beamten der Standorte Breslau, Gleiwitz, Oppeln und Soßnowitz. Der dritte Zug bestand aus Beamten aus Kattowitz, wo die Schwadron „im Herbst 1941! Aufgestellt wurde. (s. a. Schäfer, Mitgeschossen, S. 107)


    Die Pol.Reiterabt II kam in der Ukraine, im damaligen Generalbezirk Wolhynien-Podolien zur Partisanenbekämpfung zum Einsatz.
    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S.304, s. a. "Jedenfalls habe ich auch mitgeschossen" – Das NSG-Verfahren gegen Johann Josef Kuhr und andere ehemalige Angehörige des Polizeibataillons 306, der Polizeireiterabteilung 2 und der SD-Dienststelle von Pinsk beim Landgericht Frankfurt am Main 1962-1973. Eine textanalytische Fallstudie zur Mentalitätsgeschichte, Torsten Schäfer , Reihe Villigst Perspektiven Dissertationenreihe des Evangelischen Studienwerks e.V. Villigst, Bd. 11, 2007, 592 S., 39.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-0604-0, Seite 106 ff, s. a. http://books.google.de/books?i…EwAQ#v=onepage&q=&f=false)


    Die Polizeireiterabteilung II bestand aus drei Schwadronen und einer motorisierten Einheit.
    Die Schwadronen setzten sich aus je drei Zügen zusammen. Ein Zug zählte 30 – 40 Mann, eine Schwadron 100 – 120 Mann. Die motorisierte Einheit zählte 57 Mann (S. 106, Anm. 160) und war mit 24 Fahrzeugen aufgestattet (S. 106, Anm. 161)


    Zum Abteilungsstab gehörten ein Stabsarzt, ein Stabsveterinär, ein Zahlmeister und ein Verwaltungsobersekretär (S. 106, Anm. 162)
    Die Mehrheit der Angehörigen der Abteilung waren Berufssoldaten, die ihren Dienst bei der berittenen Polizei versahen. Ein etwas kleinerer Teil der Abteilung wurde aus Reservisten, die zwischen 1937 und 1940 als Polizeireiter ausgebildet worden waren.


    Kommandeur der Abteilung war bis zur Verlegung der Abteilung von Jaslo nach Kriwoi Rog Major Friedrich Albert. Dort übernahm am 1.3.1942 Hauptmann Wilhelm Hofmann die Abteilung.
    Adjutant war zunächst Otto Wiemann, der aber schon Ende Februar 1942 durch Willy Migge abgelöst wurde. (Schäfer, Mitgeschossen, S. 107)



    01.09.1942
    Die Pol.Reiter-Abt II unterstand dem Wehrm.Befh.Ukraine (Kannapin, S. 569)


    29.10.1942
    Einsatz der Pol.Reiter-Abt II zusammen mit dem II./PolRgt 15 (PB 306) und der 10./III./PolRgt 15 (PB
    310) (s.d.) bei der Ghettoliquidierung von Pinsk bis etwa 1.11.1942.
    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S. 249, 304)


    Infolge einer Brustseuche der Pferde blieb ein Teil der 2.Schwadron unter der Führung des Oberleutnants Kindermann in Kriwoi Rog, der andere Teil wurde unter der Führung von Hauptmann Rektorik und Oberleutnant Georg Huber nach Pinsk verlegt. (Schäfer, Mitgeschossen, S. 109)


    01.01.1943
    Die Pol.Reiter-Abt II unterstand dem Wehrm.Befh.Ukraine (Kannapin, S. 569)


    22.01.1943
    Für die Pol.Reiter-Abt II wurde genannt: 22.1. – 22.9.43 “ Bandenbekämpfung in den Pripjet- Sümpfen südlich Pinsk" (Kannapin, S. 569)


    20.04.1943
    Die Pol.Reiter-Abt II unterstand dem HSSPF Rußland-Süd, ebenso am 1.9. und 20.9.43
    (Kannapin, S. 569)


    00.05.1943
    Im Mai 1943 erhielten auch die Pol.Reiter-Abteilungen den Zusatz SS und wurden als “SS-Pol.Reiter-
    Abt II” etc bezeichnet. (Kannapin, S. 569)


    17.06.1943
    Hauptmann der Schutzpolizei Schmidt, Schwadronschef 1./SS-Pol.Reiter-Abt. II


    25.09.1943
    Teilnahme der SS-Pol.Reiter-Abt II am Unternehmen “Flügelrad” v. 25.9. – 25.10.43. (Kannapin, S. 570)


    01.11.1943
    Teilnahme der SS-Pol.Reiter-Abt II am Unternehmen “Oslo” v. 1.11. – 20.11.1943. (Kannapin, S. 570)


    06.01.1944
    „Erst am 6.1.1944 kam die Polizeireiterabteilung 2 im Raum Rowno im Verband der „Kampfgruppe Prützmann“ an die Front. Die Polizeireiterabteilung 2 wurde vernichtend geschlagen: „ Bei dem Fronteinsatz wurde die Abteilung aufgerieben und aufgelöst“. …“ (Schäfer, Mitgeschossen, S. 141)


    10.01.1944
    Bildung der KGr.Prützmann (s.d.) und Unterstellung beim Wehrmbefh.Ukraine


    15.01.1944
    SS-Pol.Reiter-Abt. II (3 Schwadronen ?) in Zuführung zur KGr.Prützmann


    04.02.1944
    Bei der Anführung der Gefechtsstärke der KGr. Prützmann am 4.2.1944 (im Org.4.4., aber nach 4.2.44 eingeordnet, der Verf.) wird die unter dem Stab Koch genannte SS-Pol.Reiter-Abt II mit 436 Mann genannt. (WV)


    10.02.1944
    Nennung der SS-Pol.Reiter-Abt II bis 1.3.44 bei der Gruppe SS-Ogruf. Prützmann, XIII.AK, v. 6. – 26.3.44 bei der Gruppe SS-Ogruf. Prützmann, 4.Pz.Armee (Kannapin, S. 570)


    08.03.1944
    Reste SS-Pol.Reiter-Abt 1 und 2 bei Kgr. Prützmann (ab 16.3.44 Kgr. Brenner)


    24.03.1944
    Bei Kgr. Brenner Reste von 2 Pol.Reiter-Abteilungen


    31.03.1944
    Zusammensetzung der KGr. Brenner:
    Reste SS-Pol.Rgt 10, 11, „z.b.V“
    Reste einer Kompanie SS-Pol.Rgt 14 (4 ?)
    Reste SS-Pol.Reiter-Abt 1 und 2


    Nennung der SS-Pol.Reiter-Abt II bei der Kampfgruppe Gen.Brenner/4.Pz.Armee vom 31.3. bis 30.4. 1944. (Kannapin, S. 570)


    15.04.1944
    Teile der SS-Pol.Reiter-Abt II unterstanden vom 15.4. – 25.4.44 dem Sperrverband v. Pittwitz, 4.Pz.-Armee. (Kannapin, S. 570)


    05.05.1944
    Die Pol.Reiter-Abt II soll, zusammen mit u.a. der SS-Pol.Reiter-Abt I (im Rahmen der KGr. ?) v. 5.5. bis 10.6.44 der 361.ID bei der 4.Pz.Armee unterstanden haben. (Kannapin, S. 570)


    06.05.1944
    Übernahme der Reste der Kampfgruppe durch Oberst d.SchP. Koellner


    08.06.1944
    Herauslösung der Reste der Kampfgruppe durch das Sich.Rgt 360 und Verlegung mit sämtlichen SS-u. Pol.Teilen in den Raum Jablonka – Krasne bis 12.6.44.
    Auflösung der Kampfgruppe und Beginn der Neuaufstellung der SS-u.Pol.Einheiten


    Bei den Kampfeinsätzen 1944 erlitt die SS-Pol.Reiter-Abt I starke Verluste. Zur Auffrischung und Verstärkung wurden ihr die Reste der nunmehr ausgelösten SS-Pol.Reiter-Abt II, die ebenfalls schwere Verluste gehabt hatte, sowie die jüngeren Jahrgänge des aufgelösten Kommandos der Schutzpolizei Charkow zugewiesen. (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S.298-299)


    Die SS-Polizeireiterabteilung 2 wurde bei dem Fronteinsatz ab dem 6.1.1944 aufgerieben und anschießend aufgelöst. Fast alle nach dem Krieg befragten Angehörigen der Abteilung berichteten von leichteren und schweren Verletzungen, die sie sich beim Fronteinsatz zuzogen.
    Verwaltungsbeamte der Abteilung lösten die Einheit nach diesen schweren Verlusten auf, wie ein Abteilungsangehöriger bzw. Verwaltungsbeamter berichtete: „ … Mitte des Jahres 1944 gingen die Verwaltungsbeamten der Abteilung Heider und Birkner mit einigen Hilfskräften nach Wien und haben dort die Auflösung der Abteilung verwaltungsmäßig durchgeführt. Die Reste der Schwadronen wurden von mir weiterhin verwaltungsmäßig betreut. Im Dezember 1944 wurde ich zu meinem Heimatstandort Stettin zurückbeordert …“ (M.S. v. 17.7.1963 in Schäfer, Mitgeschossen, S. 141 – 142)


    Ein anderer Abteilungsangehöriger berichtete: „ … Etwa im November 1944, beim Herannahen der Russen, wurde die Schwadron aufgelöst; die Pferde kamen weg und wir wurden als Infanterieeinheit umgestellt. Anfangs Januar 1945 wurden wir bei dem Großangriff der Russen in Kielce aufgerieben und versprengt. …“ (W.B. v. 30.1.1963 in Schäfer, Mitgeschossen, S. 142) Dabei dürfte es sich um einer der ehemaligen Angehörigen der Pol.Reiter-Abt. II gehandelt haben, die nach deren Auflösung zur SS-Pol.Reiter-Abt. I versetzt wurden.


    Kommandeur: Major d.SchP. Wilhelm Albrecht 00.07.41 – 00.04.42
    (* 26.9.1896 Ludwigslust, Mecklenburg, Teilnahme am Ersten Weltkrieg, ab 1926 Berufssoldat in der Reichswehr und der Wehrmacht, ab 1936 bei der Polizei, als Kdr. der Reiterabteilung Wien, 1942 Kdr. Pol.-Reiterabt. 2, zuletzt Oberstleutnant d.SchP., PV Frankfurt?, s. a. Schäfer, Mitgeschossen, S. 107 unten - 108)
    Hauptmann, sp. Major d.SchP. Wilhelm Hoffmann 00.04.42 – Frühjahr 43
    (* 12.10.1890 Eschbach, Krs. Usingen, Volksschule und bis zum 17.Lebensjahr die Handelsschule, Schmiedelehre, bis zum 19.Lebensjahr auf dem Bauernhof des Großvaters tätig, Freiwillig zum Militär, ab 5.10.1910 zum 1. Großherzoglichen Mecklenburgischen Dragonerregiment, während des Ersten Weltkriegs Führer der Kavallerie-Stabswache der 17.InfDiv., letzter Dienstgrad Vizewachtmeister, Eintritt in das Mecklenburgische Freikorps, aus der die Reichswehrbrigade 9 hervorging, nach Auflösung dieser Brigade trat er in den Dienst der Hamburger Polizei, Besuch der Polizei-Fortbildungsschule in Hamburg, Februar 1922 Zeugnis der Obersekundar- Reife, 1.3.1933 Beförderung zum Leutnant der Polizei, in der dienstfreien Zeit Gasthörer in der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Hamburger Universität. 1.4.1925 Beförderung zum Oberleutnant., am 5.4.1934 zum Hauptmann der Schutzpolizei. Laut Personalakte v. 11.11.1940 am 1.10.1932 in die NSDAP eingetreten. Von Juni 1933 bis Kriegsausbruch Führer der Reiterstaffel der Stadt Hamburg, mit dieser beim Einsatz in Polen 1939 in der Polizeireiterabteilung 1, im Mai 1940 nach Hamburg zurückversetzt. 1.12.1941 Eintritt in die SS. Noch in Hamburg wird er Führer der im September 1941 aufgestellten 2.Schwadron der Pol.- Reiter-Abt. II. Am 1.3.42 bis Januar 1944 Kdr. der Pol.Reiter-Abt. 2. Von dem Schwadronsführer Vestring nach dem Krieg als ein „stramm ausgerichteter Nazi“ bezeichnet. Nach kurzer Zeit in Lemberg ab Januar 1944 führte er die Polizei-Reit- und Fahrschule Ukraine, vom 2.8.44 bis Februar 1945 „war er als Kommandeur der Polizeireiterabteilung 3 in der Grenadierbrigade der Waffen-SS an der Westfront eingesetzt“. (S.108?, die Abt. 3 war auch nur im Osten!!). Die letzten Kriegswochen in Hamburg, nach dem Krieg nicht mehr im aktiven Polizeidienst, ab dem 1.4.1951 Ruhegehalt, Verheiratet, zwei Kinder, s. a. Schäfer, Mitgeschossen, S. 107- 108)


    1.Schwadron Hauptmann Edgar Illg
    Hauptmann Schmidt (17.03.43)
    Oberleutnant Heinz-Dieter Teltz
    (* 4.6.1916 Wiesbaden als Sohn des Oberleutnants und späteren Kaufmanns Walther Teltz, die Eltern zogen bald nach Berlin um, Volksschule und Gymnasium. 1935 Abitur, Anfang 1936 beim RAD, 6.4.1936 Freiwilliger im AR 12, April 1938 als Unteroffizier entlassen, 1.7.1938 zur Schutzpolizei Berlin- Spandau einberufen, Teilnahme an einem Gruppenführerlehrgang und an einem Offizierslehrgang in der Polizeischule Berlin- Köpenick, 1.9.1939 Leutnant, 1.9.40 Oberleutnant, 1.4.1943 Hauptmann d.SchP., von September 1939 bis März 1940 mit dem Pol.Btl. 4 in Warschau „Sicherungsaufgaben“, Schäfer, Mitgeschossen, S. 109, Rest auf S. 110 fehlt)
    Hauptmann Wilhelm Vestring 00.00.00 – 00.12.42
    („um Weihnachten 1942“ in das Innenministerium in Berlin versetzt, Schäfer, Mitgeschossen, S. 133)
    Oberleutnant/ Hauptmann Heinz-Dieter Teltz 00.12.42 – 00.04.43
    Hauptmann Schmidt 00.04.43 – 00.00.00
    (laut Schäfer, Mitgeschossen, S. 134)

    2.Schwadron Hauptmann Wilhelm Hofmann 00.09.41 – 01.03.42
    Oberleutnant d.SchP. Helmut Kiehne 01.03.42 – 00.00.00
    (Oberleutnant der Schupo Helmut Kiehne in der Pol.ReiterAbt 2 beim BdO in der Ukraine, nach dem Krieg PHK Hamburg, Drögersee 11, 22397 Hamburg, Tel.: 040/6070816)


    Hauptmann Rektorik
    Oberleutnant Georg Huber
    Hauptmann Heinz-Dieter Teltz


    Zugführer (?) Oberleutnant Kindermann


    3.Schwadron Hauptmann Walter Jucknies
    Hauptmann Gottfried Kolonko

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • PolReiterAbt III FPNr. 16 107


    00.11.1941
    Die Polizeireiterabteilung III wurde im November 1941 aufgestellt und rekrutierte sich aus Angehörigen verschiedener Reiterstaffeln der Polizei in Südwest- und Süddeutschland.


    Ähnlich wie die SS-Kavallerie-Brigade war sie für die Durchkämmung von Wald- und Sumpfgebieten konzipiert.
    (Deutscher Osten 1939 – 1945, Der Weltanschauungskrieg in Photos und Texten , Klaus-Michael Mallmann, Vol-ker Rieß, Wolfram Pyta (Hrsg.), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2003, 204 Seiten, gebunden, hardcover, S. 167 – 171, 2 Photos Nr. 83 und 84 aus BAL 208 AR-Z 24/63, Bd.4, Bl. 719: Umschlag mit 10 Photos, alle ohne Beschriftung. Sie gehörten als Anlage zu einer Vernehmung eines ehem.Angeh.d.Abt v. 5.3.1964, in dieser fehlt aber jeder Hinweis auf die Photos)


    Laut Feldpostübersicht (?) wird die Aufstellung der Pol.Reiter-Abt III, HStOrt Posen, mit 1. – 3.Schwadron erst 1943 genannt, Einsatz in Lublin/Generalgouvernement (Kannapin, S. 570)


    00.05.1942
    Nach der Ausbildung in Posen und Kattowitz wurde die Abteilung im Mai 1942 in den Distrikt Lublin verlegt, schwadronsweise auf die kleinen Städte längs des Bug verteilt und vom Kommandeur der Ordnungspolizei mit der „selbständigen taktischen Führung“ des neu geschaffenen Sicherungsabschnittes Bug beauftragt. Dort blieb sie bis Juli 1944 dauernd stationiert, ehe sie am 20.Oktober 1944 aufgelöst wurde. (Mallmann, S. 167, s.a. S. 195, Anm. 171 KdO Lublin, Rgts.Befehle v.9.7.u.27.8.42, BAL DokSlg.Polen, 365 A 4, Bl.15ff, 54f, KdG Lublin, Standorte der Truppenpolizei im Distrikt Lublin v. 9.9.42, BAL Dok.Slg. Polen, 365s Bl. 411 ff))


    Obwohl oder gerade weil der Polizei-Reiterabteilung III die polizeiliche Sicherung und Befriedung der östlichen Teile des Distrikts Lublin zufiel, beteiligte sie sich maßgeblich an der Vernichtung der Juden. Im Rahmen der „Banditenbekämpfung“ durchstreiften die Polizeireiter die ausgedehnten Wälder, machten Jagd auf geflüchtete und versteckte Juden und ermordete sie erbarmungslos, selbst wenn es sich um Unbewaffnete oder Kleinkinder handelte. (Mallmann, S. 167)


    Im Mai 1942 wurde Oberveterinär der Polizei Dr. Stift, PV Berlin, unter Aufhebung seiner Abordnung zu der Poll-Reiter-Abteilung III, zum Polizei-Gebirgsjäger-Regiment abgeordnet.


    03.12.1942
    Im Rahmen einer Partisanenunternehmung um Wald zwischen Lubartow und Parzew am 3.und 4.De-zember 1942 mit Teilen des Pol.Rgt 22, des I. SS-Gendarmerie-Bataillons, der Reiterabteilung III und der Gendarmerie Lubartow sollen 77 Partisanen und 74Juden umgekommen sein.
    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S. 303)


    Warum in diesem Zusammenhang gegen Angehörige des Pol.Reiter-Zuges Lublin des SS-Pol.Rgt 25 (s.d.) ermittelt wurde, ist unklar. (der Verf., 7.2005)


    In wie weit 1943 die Pol.Reiter-Schwadron Lublin des SS-Pol.Rgt 25 (s.d.) zur Aufstellung der Pol.Reiterabt III herangezogen wurde, kann bisher nicht gesagt werden.


    28.01.1943
    Lagebericht der 3.Schwadron Polizeireiterabteilung III für 1. – 31.1. 1943, v. 28.1.1943, Unterabschnitt Hrubieszow: „ ... Die Judenfrage ist als gelöst zu betrachten, Juden dürften sich nur noch vereinzelt in den Wäldern aufhalten und sind, da sie von der Bevölkerung nicht unterstützt werden, schon weitgehend entkräftet, ihre Zahl nimmt laufend ab. ...“
    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.177: BAL DokSlg.Polen, 365 w, Bl.238)


    05.02.1943
    Als der Kommandeur der Ordnungspolizei im Distrikt Lublin etwa „Vorschläge zur wirksamen Bekämpfung der unsicheren Elemente“ anforderte, meldete die Pol.Reiterabteilung III am 5.2.1943 lapidar: „Helfershelfer von Banditen sind auszurotten“.
    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.180: BAL DokSlg.Polen, 365 w, Bl.247)


    25.06.1943
    In einem Bericht des KdO Lublin an HSSPF und SSPF vom 25.6.1943 heißt es: „ ...Wie ich festgestellt habe, ist die Zahl der Gehöfte und Gebäude, die bei Polizeiaktionen verbrannt worden sind, viermal so hoch wie die Zahl der Gehöfte und Gebäude, die durch Banditen in Brand gesetzt worden sind. ...“
    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.181: BAL DokSlg.Polen, 365 x, Bl.511)


    06.07.1943
    Tagesmeldung KdO Lublin/Ia an BdO v. 6.7.1943: „Im Feuerkampf wurden 10 Juden vernichtet. Erbeutet einige Schuss Munition“.
    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.173: BAL DokSlg.Polen, 365 A 1, Bl.20)


    14.08.1943
    Tagesmeldung KdO Lublin/Ia an BdO v. 14.8.1943: „ Während der Aktion wurden 475 Juden vernichtet. Erbeutet: 22 Schuss Munition.
    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.174: BAL DokSlg.Polen, 365 A 1, Bl.198, s.a. Dieter Pohl, Von der Judenpolitik zum Judenmord, Der Distrikt Lublin des Gen.Gouv. 1939 – 1944, Frankfurt a.M., 1993, S. 168 ff)


    14.10.1943
    Als am 14.Oktober 1943 der Aufstand der Juden im Vernichtungslager Sobibor ausbrach, war die Polizeireiterabteilung III sofort zur Stellen und umstellte die zurückgebliebenen „Arbeitsjuden“, bevor sie liquidiert wurden. „Von den 300 entwichenen Juden konnten im Zusammenwirken mit der Wehrmacht und des Zollgrenzschutzes etwa 100 Juden vernichtet werden“, berichtete die 1.Schwadron später. (S.a. Tagesmeldung des KdO/Ia an den BdO v. 15.10.1943, Lagebericht der 1.Schwadron Polizeireiterabt.III für 26.9. – 25.10.1943
    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.173: BAL DokSlg.Polen, 365 y, Bl.1087 ff, 365 z, Bl. 209)


    Ein ehemaliger Angehöriger der Abteilung berichtete dazu nach dem Krieg: „ ... Berichten kann ich dagegen von einem Einsatz in Sobibor. An einem Abend im Herbst 1943 – ein Datum kann ich nicht nennen – erhielten wir einen Einsatzbefehl für einen auswärtigen Einsatz von Cholm aus. ... Bei Anbruch der Nacht trafen wir in Sobibor ein. Wir mussten das Lager umstellen, in Abständen von etwa 10 – 20 m von Mann zu Mann. ... Wir erfuhren auch von dem bereits stattgefundenen Aufstand der Häftlinge und auch davon, dass einige der Häftlinge ausgebrochen waren. Danach bezogen wir unsere Posten. Wir sollten verhindern, dass erneut ein Ausbruch stattfinden konnte. Diese Posten behielten wir bis zum Morgengrauen.
    Im Morgengrauen wurden wir ins Lager geführt. Dort wurden durch die noch verbliebenen SS-Lagerbewacher die Juden aufgestellt. Dann begann die Strafaktion. Diese wurden folgendermaßen durchgeführt: Von einer fremdvölkischen Einheiten wurde ein Spalier gebildet. Durch dieses beiderseitige Spalier wurden immer nacheinander zwei der Juden hindurchgejagt. Während des Durchlaufens schlugen die Männer der fremdvölkischen Einheit mit schweren Knüppeln, ähnlich Zaunpfählen, auf die Juden ein, bis diese tot liegen blieben. Dann kamen die nächsten dran. ...“
    (Mallmann, S. 169-170 Alex W. v. 26.6.1964, Auszüge)


    23.10.1943
    Lagebericht des Unterabschnittführers Cholm, Hauptmann d.SchP. Weiß v. 25.3.1943
    Lagebericht des Schwadrons-Chefs im Unterabschnitt Cholm, Oberleutnant d.SchP. Kamphausen, vom 23.10.1943 (Bruno Wasser, Himmlers Raumplanung im Osten: Der Generalplan Ost in Polen 1940-1944 Birkhäuser Verlag, 1993 Basel, Schweiz, Stadt Planung Geschichte, Band 15, (Taschenbuch), S. 257, Anm. 157)


    03.11.1943
    Als am 3.und 4.November 1943 das Unternehmen „Erntefest“ anstand – das mit 42 000 Ermordeten größte Judenmassaker des Zweiten Weltkrieges, bei dem die Juden in den Lagern Majdanek, Trawniki und Poniatowa vernichtet wurden – stellte die Polizeireiterabteilung III wenigstens die Absperrung in Majdanek. S.a. Lagebericht Unterabschnitt Cholm Polizeireiterabteilung III für 26. – 25.11.1943 v. 23. 11.1943 (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.178 sowie 179: BAL DokSlg.Polen, 365 z, Bl.225)


    26.06.1944
    Lagebericht des stellvertretenden Abt.Kdr. der SS-Pol.Reiter-Abt. III in Cholm, Hauptmann d.SchP. Wullbrandt v. 26.6.1944 (Bruno Wasser, Himmlers Raumplanung im Osten: Der Generalplan Ost in Polen 1940-1944 Birkhäuser Verlag, 1993 Basel, Schweiz, Stadt Planung Geschichte, Band 15, (Taschenbuch), S. 256, Anm. 151)


    15.07.1944
    Laut Chef der Ordnungspolizei, Kdo. g. I – Org./ Ia (3) Nr. 221/44 (g.) vom 15.Juli 1944 betrifft „Übersicht über die Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz“, Stand 15.Juli 1944, befanden sich im Bereich des Befehlshabers der Ordnungspolizei Krakau, Generalleutnant der Polizei Höring:


    SS-Reiter-Abteilung III in Cholm
    (BA Berlin R 10 – 451/ 36-37 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 15.Juli 1944)


    03.08.1944
    Laut Gliederung des AOK 9, Ia, Nr. 3702/44 geh., Stand 3.8.1944, befand sich im Rahmen des Gen-Kdo. VIII.AK bei der 17.InfDiv u.a. :
    PzGrenLehrBatl, Teile 174.ResDiv, II./PzGrR.73, 2 Kp.Lds.Btl.Lublin, SS-Reiter-Abt 3, 11./SS-Pol-Rgt 25, Lit.WachBtl 252.... (aus Hanns von Krannhals, Der Warschauer Aufstand,Berhard&Graefe, Frankfurt/Main, 1962, S. 355-356, Bumi, H-12-9/99)


    06.08.1944
    Laut Gliederung des AOK 9, Ia, Nr. 3788/44 geh., Stand 6.8.1944 befand sich im Rahmen des Gen-Kdo. VIII.AK, bei der 17.InfDiv u.a.:
    GR 130 (45.GrenDiv.), PzGrenLehrBatl, Teile 174.ResDiv, 2 Kp.Lds.Btl.Lublin, SS-Reiter-Abt 3, 11./ SS-Pol-Rgt 25, Lit.WachBtl 252.... (Krannhals, S. 361-363, Bumi, H-12-9/99)


    14.08.1944
    Laut Gliederung des AOK 9, Ia, Nr. 4002/44 geh., Stand 14.8.1944 befand sich im Rahmen des Gen-Kdo. XXXXVI.Pz.K., bei der 17.InfDiv. u.a.:
    Teile 174.ResDiv, 2 Kp.Lds.Btl.Lublin mit 2./TurkBtl 791, SS-Reiter-Abt 3, 11./SS-Pol-Rgt 25, Lit. Wach-Btl 252.... (Krannhals, S. 376-380, s.a. Kopie, Bumi, H-12-9/99)


    20.10.1944
    Auflösung der SS-Polizei-Reiterabteilung III. (Mallmann, S. 167)


    Auflösung der SS-Pol.Reit.Abt. III laut Kdo g I Org./ Ia Nr. 587 II/44 (g) (ohne Datum in BA Berlin R 10 – 451/ S. 30 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 20.Oktober 1944)


    Kommandeur:


    Hauptmann/ Major Wilhelm Hofmann 02.08.44 – 00.02.45
    (s. a. Reiter-Abt. II)


    IVc:
    Oberveterinär der Polizei Dr. Stift 00.00.00 – 00.05.42
    (PV Berlin, unter Aufhebung seiner Abordnung zu der Pol.-Reiter-Abteilung III zum Pol.Geb.Jg.Rgt) ...


    Ergänzungen usw. sind gerne gesehen ... 8)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Quote

    Original von Policeman
    Die sechstellige Feldpostnr. ist doch bestimmt ein Fehler? Oder gab es sowas?


    Vermutlich eine 6stellige sog. Übungspostnummer!
    Experte dafür unser Freund Klaus Böhm.


    Grüße
    Feldpostmeister

    Feldpostmeister_at

  • Hallo


    @ Roland


    Ohne Worte. Wie soll ich da noch was ergänzen? :D Herzlichen Dank für die Stellenbesetzung zur Polizei-Reiterabteilung I. Diese waren mir neu. :]


    @ Feldpostmeister


    Danke für die Info, mal sehen was andere dazu sagen.


    Zum Schluss hänge ich mal zwei Fotos von der späteren SS-Kavallerie-Brigade ran, die die Truppe beim Einsatz in der Sowjetunion zeigen.
    Der Einsatzraum (Pripjet-Sümpfe) und das Aufgabengebiet (Partisanenkampf u. Judenmord) dieser Einheiten gleichen sich nämlich.


    mfG Daniel

    Files

    • 1.jpg

      (164.35 kB, downloaded 692 times, last: )
    • 2.jpg

      (140.39 kB, downloaded 664 times, last: )

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Policeman


    Aufpassen!
    Deine Frage betrifft die


    SS-Polizei-Reiter-Abteilung 1
    FP#186902 (6 stellig?!?)


    Diese wurde vermutlich vor 1939 aufgestellt.
    Darum auch die 6stellige Übungsnummer.


    Grüße
    Feldpostmeister

    Feldpostmeister_at

  • Hi Feldpostmeister


    Aha, habe verstanden, dann ist alles klar. Nochmals danke.


    mfG Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Leute


    @ Alex


    Wenn das mal alles so einfach wäre. ;)


    @ Roland


    Ein bisschen was konnte ich noch finden. :rolleyes:


    Polizei-Reiterabteilung III:


    Im Buch von Jules Schelvis "Vernichtungslager Sobibor" wird der dortige Einsatz d. Polizei-Reiterabteilung III ausführlich beschrieben. Als Kommandeur d. Abteilung gibt er z.B. einen Major d. Schutzpolizei Eggert an. Bei der darauffolgenden "Judenjagd" übernahm dieser auch die Gesamtleitung. Als Kommandeur d. 1. Schwadron wird ein Erich Wullbrand angegeben. (Quelle: siehe Oben S.199-224)


    Polizei-Reiterabteilung I:


    Kurz nach einer Judenaktion im Oktober 1942 in Tomaschowka, verübte ein Angehöriger d. Polizei-Reiterabteilung I in der Stadt Selbstmord. (Quelle: Martin C. Dean "Collaboration in the Holocaust" S. 197)


    Liebe Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo Daniel

    Quote

    Original von Policeman
    ..... Wie soll ich da noch was ergänzen? ....


    ja, eben mit diesen Informationen ... :D;)


    Vielen Dank dafür!!


    Ich habe immer nur zusammenschreiben können, was m i r vorlag (siehe auch meine jeweiligen Quellenangaben), aber es gibt ja Unmengen an Literatur, die mir bisher n i c h t zugänglich war ... ;)


    Und wenn die jemand anderes vorliegen hat und da noch Angaben findet, so wie Du, dann bin ich froh, wenn ich sie bekommen kann ... :D 8)


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo RolandP


    Quote

    Original von RolandP
    Hallo zusammen,


    aus meinen Unterlagen ;)


    Mit Freundliche Grüße,


    PeterH

    Edited once, last by polizei51 ().

  • Dear Peter,


    vielen Dank für die Ergänzungen :]


    werde ich so in meine Unterlagen übernehmen ... ;)


    Herzliche Grüße/Regards yours Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,


    hier zwei kleine Infos.


    "Josef Schwaighofer [siehe Foto]


    Polizei-Revieroberwachtmeister der
    Reiterabteilung I


    welcher am 17. Jänner 1944, im
    Alter von 29 Jahren bei Kostopol
    in Rußland den Heldentod fand."
    (Quelle: Sterbebild)


    02.06.1942: unter Aufhebung seiner Abordnung zur 2.Schwadron/Pol.Reiter-Abt. I übernimmt der Hauptmann d.Sch. Georg Aschrich (PV Litzmannstadt) die Führung der Pol.Reiter-Abt. der PV München. (Quelle: Kommando-Tagesbefehle d. KdSch München, Dank an Marcus/Lockenheld)


    Grüsse Daniel

    Files

    • a.jpg

      (219.94 kB, downloaded 411 times, last: )

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo zusammen,


    hier noch eine kleine Ergänzung von Offizieren der Pol.-Reiter-Abt. I aus der Vermißtenbildliste des DRK:



    Leutnant
    Wilhelm Duscha
    geb. 30.12.1904
    1939 in Königsberg
    letzte Nachricht 1.45 Polen


    Oberleutnant
    Helmut Erber
    geb. 18.9.08
    1939 in Berlin
    letzte Nachricht 1.45 Wloskowo


    Oberleutnant
    Konrad Korth
    geb. 21.7.1999
    1939 Westpreußen
    letzte Nachricht 1.45 Polen


    Die Funktionen dieser Offiziere sind mir leider nicht bekannt.


    Leutnant (Verwaltungsbeamter)
    Helmut Krauter
    geb. 23.5.1910
    1939 in Berlin
    letzte Nachricht 1.45 Kielce


    Herzliche Grüße
    dieter

  • Hallo zusammen,


    eine weitere kleine Ergänzung zum Führungspersonal der Abteilung:


    Oberleutnant
    Heinz Knaack


    erhält am 30.1.1945 das Bandenkampfabzeichen in Silber.



    Herzliche Grüße
    Dieter

  • Hallo Zusammen ,


    hat Jemand evtl. weitere Informationen
    über das Kommando der SchuPo Charkow ?
    Ich habe vor einiger Zeit eine Erkennungsmarke
    der besagten Einheit gefunden und suche seitdem
    nach Informationen.Bisher habe ich leider nicht viel
    in Erfahrung bringen können.Ich freue mich über
    jegliche Information diesbezüglich.


    Sollte meine Frage nicht hier hinein passen , so
    bitte ich meinen Post in eine geeignete Kategorie
    zu verschieben.


    Vielen Dank , Gruß und gut Fund
    Kessel45