Dienstgrad/999

  • Hallo,ich hätte gern gewust ob bei den 999 ern Hoheitszeichen und Dienstgrade getragen wurden.
    Mein Großvater hat auf den Schulterstücken eine schmale Schnur (Farbe ?).
    Gehörte er zum Stammpersonal ?
    Kann mir dazu jemand etwas sagen?

  • Hallo Gefreiter,


    die /999 waren "Wehrunwürdige" (WU), sie waren den Insignien des "Großdeutschen Reiches" unwürdig (so die damaligen Machthaber). Zum Ende wurden viele der Soldaten auf Antrag (nicht auf eigenen) wieder wehrwürdig und durften dann die Insigien des DR wieder anlegen.


    Nur ein Beispiel: Im Oktober 1944 wurden die WU von XXI./999 bei Volos, Griechenland entwaffnet, sie wurden Bausoldaten. Ihre Waffen erhielten dann z.B. Marinesoldaten, die das Btl. auffüllten (Umbenennung in Marine- Sicherungs-Bataillon 3). Später, als Personal knapp wurde, stellten Div.Kdr. Anträge zur Wehrwürdigkeit dieser Soldaten (aus KTB HGr.E).


    Gruß
    db

    Edited once, last by mfpb330 ().

  • Hallo,danke für die Info.
    Die Schnur ist quer über die Schulterklappen.Ich habe versucht das Bild
    einzusetzen.
    Mein Großvater war in Heuberg zur Ausbildung.
    1943 =10 Kompanie Afrika-Schützen-Regiment 963
    1944(20.05.) =schwere Heeres-Flak-Batterie 418
    1944(09.06.) 18.Kompanie Festungs-Infanerie-Bataillon 999



    lGruß Gefreiter

  • Hallo Reiner,
    wie erkenne ich ob er Unteroffizieranwärter oder Fahnenjunker-Gefr. war.
    Und ob er zum Stammpersonal gehörte.
    Meine Mutter hat ein Bild von ihm mit einer Schirmmütze .
    Griechenland 1944
    (ich besorge das Bild)


    Gruß Gefreiter

  • Quote

    Original von mfpb330
    Hallo Gefreiter,


    die /999 waren "Wehrunwürdige" (WU),


    (...)Sie waren bedingt Wehrwürdig ab dem Zeitpunkt der Zustellung des Gestellungsbefehls und nicht Wehrunwürdige.(...)


    Quote

    Original von mfpb330
    (...)sie waren den Insignien des "Großdeutschen Reiches" unwürdig (so die damaligen Machthaber).(...)


    Für mich nicht nachvollziehbar. Die Angehörigen der Bewährungstruppe trugen Hoheitsabzeichen sowie Kragenspiegel und Schulterklappen- wie alle übrigen Soldaten.


    MfG Andreas

    Immer auf der Suche nach Daten, Bildern und Material über die 32. Infanterie Division, sowie über Straf,- und Bewährungseinheiten.

    Edited 3 times, last by 32. Infanterie Division ().

  • Servus Gefreiter,


    Quote

    ...ich bekomme das Bild nicht in den Anhang.


    schick es mir per Mail und ich stell´s für Dich ein .


    Gute Nacht


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo zusammen,
    das Bändchen seiht mir eher aus wie ein nicht offizielles Erkennungs-
    merkmal einer Einheit. Zur Unterscheidung, zu welchem Btl z.B. innerhalb eines Rg. ein Soldat gehörte, wurde solche "Bändchen" getrargen.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Servus Gefreiter,


    offenbar hast Du bereits zwei Themen zu Deinem Opa bei uns laufen.


    Das hier:
    http://www.forum-der-wehrmacht…did=3030&hilightuser=1431


    und vor allem dieses gespickt mit allen Infos:
    http://www.forum-der-wehrmacht…did=3031&hilightuser=1431


    Du machst es uns wirklich nicht leicht Dir zu helfen.
    In dem Hauptthema wird Dir doch ausführlich erklärt, daß Dein Opa nicht in einer 18. Kompanie des Festungs-Infanterie-Bataillons 999, sondern im XVIII. Festungs-Infanterie-Battaillon 999 diente.


    Zur Frage "Stammpersonal oder wehrunwürdig"


    Dein Opa ist auf dem Bild, das Du mir geschickt hast , im Jahr 1944 immer noch einfacher Schütze, doch er wurde bereits zum Jahreswechsel 1942/43 im Alter von 38 Jahren zum Afrika-Schützen-Regiment 963 eingezogen , welches aus sog. "Wehrunwürdigen" zusammengesetzt war.


    Eine Zugehörigkeit zum Stammpersonal ist daher auszuschließen.
    Ist Dir bekannt ob Dein Opa Probleme mit den Beörden hatte ? Möglicherweise hat er sich ja - um Repressalien zu entgehen - vor der Sudetenland-Eingliederung, als der tschechischen Volksgruppe zugehörig, registrieren lassen.
    ?(


    An Deinem Bild ( Anhang 1 ) sind mir zwei Dinge aufgefallen.


    Erstens trägt Dein Opa eine komplette Tropenuniform der Luftwaffe, inklusive der Tropenmütze mit Nackenschutz. Auf dieser Mütze kann man gut die geflügelte Kokarde erkennen. Auf der Brust trägt er aber ein Hoheitsabzeichen des Heeres.
    Dieser Beitrag (KLICK zum Link) handelt ebenfalls von einem "999er", und auch er trägt Tropenkleidung der Luftwaffe. ( Anhang 2 )


    Zweitens ist das Schild " Andenken aus Saloniki" - bis auf die Jahreszahl - identisch mit dem Schild in diesem Beitrag über das VIII.Festungs-Infanterie-Bataillon 999 (KLICK zum Link) - Anhang 3


    Herzliche Grüße


    Niki

    Files

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo,ich noch mal.
    Kann mir denn jemand etwas über das XVIII. Festungs-Infanterie-Battaillon 999 sagen? Wo war das Battallion nach den September 1944.
    Da mein Großvater im Juni 1945 vor seinem Heimatdorf (Klein Wehlen)
    gewesen sein soll,versuche ich nachzuvollziehen ob es überhaupt
    möglich war.Denn im September 1944 war er noch in Griechenland.
    Wenn er mit einer Einheit bis Olmütz gekommen ist (Mai 1945)
    dann war es möglich.


    Vieleicht weiß jemand etwas?


    Gruß Gefreiter

  • Servus Gefreiter,


    wir drehen uns hier im Kreis - ich verweise da auf die erarbeiteten Ergebnisse in Deinen beiden Paralellthemen.


    Quote

    Der letzte Brief ist mit dem 08.10.1944 datiert und auf dem Bild
    steht - Grüße aus Saloniki


    Du solltest Dir im klaren sein, daß ein Bild aus Saloniki, welches einem Brief beigefügt ist, durchaus ein paar Monate alt sein kann und Dein Opa den Brief mit dem Bild von ganz woanders abgeschickt haben kann.


    Die Feldpostnummer am Brief 03074 gehört schließlich der 3. Kompanie Kranken-Transport-Abteilung 571, die zur fraglichen Zeit in Kroatien eingesetzt war. Wenn Du uns den Inhalt des Briefes bekanntgeben könntest, wären sicher Rückschlüsse möglich.


    Quote

    Es folgte noch am 13.11.1944 ein Brief,(Poststempel Wien)
    geschrieben am 31.10.1944.


    Bitte bringe den Inhalt des Briefes und die Feldpostnummer in Erfahrung.


    Mit der Einheitsbezeichnung XVIII.Fstg.-Inf.Batl. 999 kannst Du ab Ende 1944 nichts mehr anfangen, da die Einheit aufgelöst wurde.


    Hast Du schon mit dem VdK Kontakt aufgenommen, wieso Dein Opa in ihren Unterlagen seit 09.06.1944 vermißt gilt ?


    Du bist am Zug !!


    Liebe Grüße


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo Niki,


    Ich besorge am Wochenende den Brief und versuche von meiner Mutter
    noch Informationen zu bekommen.


    Mitteilung an mich vom Deutschen Roten Kreuz:
    Letzte eigene Nachricht vom Großvater aus Albanien vom 31.10.1944


    Mitteilung von der WASt.:
    09.06.1944 18.Kompanie Festungs-Infanterie-Bataillon 999
    Eine Vermisst- oder Todesmeldung liegt nicht vor.


    Mitteilung vom Volksbund:
    Keine Aufzeichnungen von meinem Großvater vorhanden.


    Mitteilung vom Kirchlichen Suchdienst:
    Keine Informationen.


    Mitteilung vom Bundesarchiv:
    Keine Informationen .


    Mit freundlichem Gruß Gefreiter

  • Quote

    Original von knaff
    In dem Hauptthema wird Dir doch ausführlich erklärt, daß Dein Opa nicht in einer 18. Kompanie des Festungs-Infanterie-Bataillons 999, sondern im XVIII. Festungs-Infanterie-Battaillon 999 diente.


    Niki



    Hallo Niki, so einfach ist das aber evtl. nicht, denn


    die "Festungs-Infanterie-Kompanien" der 999er Bataillone wurden durch die Org.Abt. durchnummeriert


    siehe auch hier


    http://forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=15523


    folglich wäre die 18.Kp. im V./999 gewesen


    siehe auch hier


    http://www.lexikon-der-wehrmac…ungseinheiten/5FIB999.htm


    Das Bataillon wurde mit 17. bis 20. Kompanie


    dieses lag laut Gliederung O.B.Südost im Aug./Sep'44 unter dem LXXXXI.A.K. z.b.V. - da in Saloniki - was ja auch passen würde....


    siehe: Der letzte Brief ist mit dem 08.10.1944 datiert und auf dem Bild
    steht - Grüße aus Saloniki


    http://www.lexikon-der-wehrmac…gen/Korps/LXXXXIKorps.htm


    Uwe


    PS: die Org.Abt. benutze übrigens die Bezeichnung "wehrunwürdig"

  • Quote

    Original von schwarzermai


    PS: die Org.Abt. benutze übrigens die Bezeichnung "wehrunwürdig"


    Ja das kann ich mir vorstellen, stimmt aber nicht. Soldaten waren ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zur Wehrmacht-Bewährungstruppe Wehrwürdig.


    Umgangssprachlich hat man sicher oft gesagt das die Einheiten für Wehrunwürdige sind, was ja auch stimmte, aber nur insofern das die Soldaten noch nicht zur Bewährungstruppe gehörten.


    Hie ist einer von vielen Quellennachweisen, für interessierte im folgenden Werk Seite 156 online nachlesbar wenn man Voransicht des Buches anklickt: http://books.google.de/books?i…sse&source=gbs_navlinks_s


    MfG Andreas

    Immer auf der Suche nach Daten, Bildern und Material über die 32. Infanterie Division, sowie über Straf,- und Bewährungseinheiten.

    Edited 3 times, last by 32. Infanterie Division ().

  • Hallo Gefreiter,


    schick sie mir wieder per Mail und ich stelle sie für Dich ein.


    Gruß aus Wien


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...