Markos-Legionäre

  • Hallo zusammen!


    Ich habe in einer älterne Spiegelausgabe 3.Jahrgang Nr.13 (1949) einen Artikel
    (Erlebnisbericht von Werner Göstring) über ehemalige deutsche Soldaten gelesen, die ab September 1945 aus verschiedenen russischen Kriegsgefangenenlagern zusammengezogen wurden, um als Legionäre für General Marcos auf dem Balkan zu kämpfen. Bei Göstring (ehemaliger SS-Unterarzt) werden folgende lager genannt
    -Schweigelager 81 bei Omsk, dann Lager 7 bei Moskau und schließlich das Rekrutierungslager Odessa. Hier hielt dann ein Genosse Möllker die Einführungsrede.


    Eine Gruppe von 135 SS-Männern bildeten die erste Gruppe, die dann über Bulgarien, Jugoslawien ins Grenzland von Griechenland und Albanien kamen und dort kämpften. Innerhalb von 24 Monaten sollen noch ca. 3000 Deutsche nachgekommen sein.
    namentlich nennt Göstring folgende Personen
    SS-Oberscharführer Werner Moduleit aus Elbing (gefallen)
    SS-Rottenführer Gert Zimmermann aus Berlin (verschollen)
    SS-Scharführer Walter Johannsen aus Oldenburg(zum Tode verurteilt)
    Hauptmann Gerstedt aus Landsberg an der Warthe
    Oberleutnant Lundström (SS-Offizier aus der Wiking-Division)


    Ist dies eine Räubergeschichte? ich habe vorher nie davon gehört.
    Kann man die Namen eventuell zuordnen?
    Sind solche Schicksale eventuell mit der Öffnung der russischen Archive schon aufgearbeitet worden?


    Heinz-Jürgen

    Arbeitsgemeinschaft Zeitzeugen Treptow-Köpenick

  • Hallo,


    die Sowjetunion war natürlich stark daran interessiert, das Griechenland kommunistisch wurde. Doch konnten sie die Kommunisten nicht offen unterstützen. Es wäre also möglich, das sie ehemalige Kriegsgefangenen dazu benutzen ihre Arbeit dort zu erledigen, doch gibt es bis jetzt keine weiteren Hinweise dafür.
    Auch in dem Buch von Christian Zentner "Die Kriege der Nachkriegszeit", das sich mit dem Krieg in Griechenland beschäftigt, gibt es keine Hinweise darauf das ehemalige deutsche Soldaten beteiligt waren.


    mfg matthias

  • Hallo!


    Mir sind die Fragen natürlich eingefallen, als ich den Spiegelartikel gelesen habe.


    In einem anderen Artikel hatte ich mir mal die Mühe gemacht, die Angaben zu Personen zu überprüfen und musste feststellen, dass dort Falschangaben gemacht wurden. Es wäre also sicherlich interessant, wenn jemand die Angaben zu den o.g. Personen bestätigen kann oder ob es sie überhaupt gab.


    Heinz-Jürgen

    Arbeitsgemeinschaft Zeitzeugen Treptow-Köpenick