Bücher über Kriegsgefangenschaft

  • Hi Stefan,


    freut mich, daß Dich das freut.

    Doch - warte noch ein wenig -; einiges ist in Arbeit.

    Wer weiß schon, ob nicht mehr dazu kommt, weil

    das jetzt wieder "nach oben" gezogen wurde.


    Grüße, Kordula

  • N'Abend Kordula,


    besten Dank für die Vorwarnung ;)

    Ich übertrag' bei Gelegenheit schon mal die Vorschläge seit der letzten Aktualisierung - mit dem Hochladen der kompletten Aktualisierung wart' ich dann mal noch ein Weilchen ...


    Einen schönen Abend in die Hauptstadt und bleib' gesund


    Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hi Stefan,


    hier die beiden Titel, die ich noch gefunden habe.

    Autor war Sportjournalist, es mag verwundern, wie "so einer" zu "so anderen" Themen schrieb.

    Doch 1973, auch noch 1984, waren NS-Zeit, Krieg und Gefangenschaft durch Eltern und Großeltern nach wie vor sehr präsent. In jeder Familie gab es Kriegsgefangene, Gefallene, Verschwundene ...


    Aufbewahrt hatte ich die Verlagsanzeige (siehe Scan) sicher deshalb, weil mein Onkel, Bruder meiner Mutter, 1944 nach der Gefangennahme auf der Krim mehrmals mit Kameraden vergeblich versucht hatte zu fliehen. 1989, 40 Jahre nach Rückkehr aus der Kgf., hat er seine Erinnerungen aufgeschrieben. Vll. hat ihn das Buch bewogen aufzuschreiben, was er erlebt hatte. Damals gab's ja nur Bücher ...


    "Die Baskenmütze" ist im Forum beschrieben,

    das andere Buch nicht.


    Grüße, Kordula




    Blickensdörfer, Hans, Die Baskenmütze, Wunderlich Verlag, Tübingen 1973

    Zusammenfassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Baskenm%C3%BCtze

    ISBN 3453004809


    ders., Weht der Wind von Westen, Schneekluth, München 1984

    ISBN 9783795108366

    Keine Zusammenfassung gefunden; auch den Verlag gibt es nicht mehr.



    Habe nur die Verlagsanzeige.

    Den Text habe ich abgeschrieben.


    "Mit der phantastischsten aller Fluchten hätte der Kriegsgefangene Rudek beinahe die früheste Heimkehr erzwungen. Am Ende gehört er zu den letzten, die 1955 aus einem Lager am Ural entlassen werden, zu den Vergessenen, von denen viele nicht mehr die Kraft zu einem neuen Leben in Freiheit haben.

    ...

    Der Autor der "Baskenmütze", des Buches, das in 16 Sprachen [*] zum Weltbestseller worden ist, schreibt Zeitgeschichte als erlebte Geschichte. Man spürt es bei der Lektüre: die Menschen und Schicksale sind nicht erfunden, wenn auch die Namen geändert sind.

    Ein großes, ein wichtiges Buch, das Wahrhaftigkeit und den Geist der Versöhnung ausstrahlt."


    [*] Lt. Wiki inzwischen in 18 Sprachen übersetzt.

  • N'Abend nach B, Kordula ...

    ... und vielen Dank für die neuen Titel.

    Werden zeitnah eingepflegt in die Bibliografie und hoch geladen.

    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Zusammen,

    vielleicht kann ich auch etwas beitragen. Ich habe es in der Liste nicht finden können und hoffe, daß es ein "brauchbarer" Tip ist:


    Titel: Tagebuch einer Kriegsgefangenschaft - 418 Tage im Gewahrsam der US-Army

    Autor: Heinz B. Heidt

    Verlag: Germania, 69415 Weinheim

    ISBN 3-934871-03-8


    Aus dem Klappentext: "Heinz Bruno Heidt, Jahrgang 1925, erlebte das Ende des Zweiten Weltkrieges als junger Soldat [...] im Ruhrkessel. Am 14. April 1945 kapitulierten die dort eingeschlossenen Verbände [...]. 325.000 Mann gingen in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Für Heinz Heidt begann damit eine 418 Tage lange leidvolle Odyssee durch mehrere Lager der US-Army. Er überlebte Hunger, Leid, Schikanen und Zwangsarbeit - und hielt alles Tag für Tag in zwei kleinen Taschenkalendern fest, die er durch die gesamte Gefangenschaft hindurch retten konnte und heute noch besitzt. [...]

    Wer wirklich wissen will, wie es in amerikanischer Kriegsgefangenschaft gewesen ist, sollte dieses Buch gelesen haben."


    Meine persönliche Meinung: Der Autor beschreibt seine ganz persönlichen Erlebnisse, Sorgen, Eindrücke, Ängste und Hoffnungen in einer recht ungefilterten aber sehr angenehmen Schreibweise. Er schreibt in einem herrlich einfachen Stil mit vielen zeitgenössisch-jugendlichen Umschreibungen. Ihm "zuzuhören" war kurzweilig und bildhaft. Er schönte die teils katastrophalen Zustände in den einzelnen Lagern nicht, beschreibt aber auch die "schönen" Zeiten und Erlebnisse Tag für Tag. Er thematisiert auch die Beziehungen und Bekanntschaften zu den Mitgefangenen und Amerikanern. Ich sage: Empfehlenswert.


    Sein Weg: Gefangennahme bei Iserlohn - Brilon - Remagen - Bolbec - Camp Philip Morris - Flughafen Giebelstadt - Rhein Main Flughafen - Babenhausen - Entlassung und Ankunft zu Hause in Warburg.

    Gruß Christian


    Dankbar für Informationen über: PiBtl 51, PzPiErsBtl. 19, PiBtl 675 (116 PD), PiBtl 203 (203 ID)

  • Guten Abend Stefan,


    freut mich - hatte das schon so lange "auf dem Schirm" -

    und nun endlich ...


    Überlege, den Text zu "Wind von Westen" bei Wiki reinzusetzen

    und auch die Scans. Dazu gibt es ja keinerlei nähere Angaben.

    Dann gäbe es sogar ein Bild von B.


    Schließlich schauen wir ja doch alle dort nach, auch wenn da

    nicht immer alles unseren Vorstellungen (hatten wir mal als

    Thema im FdW) und Anforderungen entsprechen mag.


    Dann endlich könnt' ich die Verlagsanzeige "entsorgen" -

    auch wenn's nur ein Blättchen in der Riesensammlung ist.


    Herzlich von hier nach da,

    Kordula



    PS: Und schon wieder irgendwie eine Schnapszahl -

    8338. Arbeite mich stetig nach oben 8) .

  • Hallo Christian und Kordula.


    Auch Dir Christian herzlichen Dank für den Hinweis.


    Das Buch von Heinz Heidt ist in der Bibliografie schon verzeichnet: erster Eintrag auf Seite 30.

    Macht aber nix - ich bin froh für jeden weiteren Buchtipp und doppelt hält bekanntlich besser ;)


    Wie Recht Du hast, Kordula. Bei allen Unzulänglichkeiten, die man Wiki nachsagen kann, ist das Online-Lexikon auch für mich immer noch die erste Anlaufadresse, um die grobe Übersicht und Quellenangaben zu bekommen. Das Trennen der Spreu vom Weizen erfolgt dann in weiteren Schritten ;)

    Gute Idee, den Text bei Wiki reinzusetzen - Wiki lebt vom Mitmachen.


    Viele Grüße aus der Provinzhauptstadt im Südwesten der Republik in die ehemalige Bundeshauptstadt (Christian) und die aktuelle (Kordula) 8)


    Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Guten Tag Stefan uaa.,


    bei nachfolgendem Roman bin ich nicht sicher,

    wie bzw. ob der in die Buchliste aufgenommen

    werden könnte oder sollte.


    Nicht Kriegsgefangene, nicht Verschleppte, weder Männer noch Frauen:

    Waisenkinder im Winter 1944 in Ostpreußen.


    Grüße, Kordula


    Edit: Hier ein lesenswerter Nachruf von 2019 auf die Autorin.



    Ossowski, Leonie, Herrn Rudolfs Vermächtnis, Hoffmann und Campe, Hamburg 1997

    Heyne Taschenbuch, München 1998, ISBN 3453137566



    Scan der Verlagsanzeige angehängt, Text abgeschrieben.

    Nicht gefällt mir die doch sehr reißerische Formulierung

    eines Kinderkreuzzuges, eines Kinderkrieges ...

    Völlig unpassend, finde ich.



    Ein erzählerisches Denkmal für Ostpreußens verlorene Kinder.
    Klaus Bednarz


    In ihrem neuen Roman begibt sich Leonie Ossowski auf die Spur von Lebensläufen, die auf unterschiedliche Weise geprägt sind vom Schrecken der gemeinsamen Erinnerung. Sechs Waisenkinder auf der Flucht durch Ostpreußen im Kriegswinter 1944. Ein Kinderkreuzzug, ein Kinderkrieg ums Überleben. Geschichten von der Qual des Nichtvergessenkönnens, von Schweigen, Haß und Verlorenheit, aber auch von der Sehnsucht nach Schutz und Versöhnung.


    Foto: Renate von Mangold

  • Hallo zusammen,

    zu diesem Thema kann ich empfehlen "Deutsche in sowjetischer Kriegsgefangenschaft" von Anatolij Tschaikowskij.

    ISBN 978- 3- 00- 030576- 4

    Es geht um deutsche Kriegsgefangene in der Ukraine 1939- 1953. Dabei kommen viele Gefangene zu Wort und es werden die Verhältnisse in den Lagern gut beschrieben. Es erscheinen auch viele Lagernummern und Namen von Kriegsgefangenen.


    Viele Grüße

    Nic

  • N'Abend zusammen,


    das geht ja im Moment wie's Katzenfüttern mit Hinweisen auf weitere Kriegsgefangenenliteratur für die Bibliografie ;)


    Ich werde die aktuellen Vorschläge zeitnah einarbeiten (ich selbst hab' im Übrigen auch noch einige Titel auf der Liste) und die aktualisierte Bibliografie hoch laden.


    An dieser Stelle nochmals vielen Dank für Eure Zuarbeit bei diesem Projekt, das - wie die meisten hier im Forum - nur vom Mitmachen lebt ;)


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hi Nic,

    guck' doch mal hier: klick - nix für ungut 8) .

    Grüße, Kordula



    PS: Immer diese verflixten Einzeiler;

    nur wie soll man mehr schreiben,

    wenn's mehr nicht zu sagen gibt.

  • N'Abend Kordula,


    Dein Adlerauge möcht' ich haben - der Doppel-Vorschlag von Nic ist mir jetzt ad hoc noch gar nicht aufgefallen. Das Buch ist aber in meiner Liste mit den Ergänzungen schon drin seit letztem Jahr (erster Post von Nic), wie ich gerade festgestellt habe.


    Insofern, alles gut ;)


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Guten Abend Stefan,


    bei meinen Recherchen zu dem Gefangenenlager Woldenberg/Pommern (zur fast identischen Zeit war auch mein Vater 1945 dort inhaftiert ) bin ich auf zwei Erlebnisberichte gestossen ... vielleicht sind sie ja geeignet für die Aufnahme in die Liste.


    Leider kann ich wegen der Dateigrösse nur einen Bericht beifügen.

    Zu dem anderen Bericht habe ich den Link eingesetzt: http://www.woldenberg-neumark.…bg_Wolfgang_Albrecht.html


    Grüsse


    Alex

  • N'Abend Alex,


    auch Dir vielen Dank für die Hinweise auf die beiden Berichte.


    Der Bericht von Wolfgang Albrecht liegt leider nur als Website vor, d. h. da besteht das potenzielle Problem, dass die Seiten über kurz oder lang nicht mehr verfügbar sind :(

    Mal sehen, wie ich das einarbeiten. Über Landesbibliotheken als digitale Ressourcen erfasste Websites werden seitens der Bibliothek zusätzlich auf dem betreffenden Bibliotheksserver gehostet, so dass die dauerhafte Archivierung und damit Zugänglichkeit gewährleistet ist - das kann ich natürlich als Privatmann nicht machen, d. h. die dauerhafte Zugänglichkeit kann ich bei Aufnahme in die Bibliografie leider nicht garantieren ;)


    Der Behrendt-Bericht wurde demgegenüber in einem Buch (sogar mit ISBN) veröffentlicht, so dass die Aufnahme in die Bibliografie unproblematisch ist.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Kordula,

    das ist mir gar nicht mehr erinnerlich gewesen. Naja, doppelt hält besser.

    Danke für den Hinweis.


    sommerliche Grüße

    Nic

  • Guten Abend Stefan,


    schau doch mal hier hinein: Buchtipps.


    Paßt - soweit ich das übersehe - nicht recht in die bisherigen Rubriken.

    Es ist keine romanhafte Verarbeitung, sondern selbst erlebt.

    Ob es sich vll. trotzdem einarbeiten läßt?


    Klappentext klingt so, daß ich es gerade bestellt habe.


    Mittwoch-Abend-Gruß,

    Kordula

  • N'Abend Kordula,


    danke für den Hinweis. Anhand des Klappentextes kann ich jetzt nicht sagen, dass es n die Bibliografie passen würde, aber wenn Du das Buch gelesen hast, gib' doch bitte mal Deine Einschätzung dazu ab.


    Grüße nach Berlin und einen schönen Abend


    Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Kordula und Stefan,


    das Buch von Willi Chmielewski "Von guten Mächten sanft behütet" gehört nach meiner Meinung nicht in das Thema Kriegsgefangenschaft. Er erwähnt nur zum Ende des Buches die Kriegsgefangenschaft eines Bruders. Im Wesentlichen beschreibt er seine Flucht in dem damaligen Chaos zwischen den Fronten. Sehr gut finde ich, dass die beschriebenen Erlebnisse mit "Nachbetrachtungen" eingeordnet werden. Kleine Kartenausschnitte zur Verdeutlichung der Lage sind eingefügt.


    Meine Buchempfehlung unter Neuerscheinungen "500 Briefe Sehnsucht" könnte man eher unter Kriegsgefangenschaft einordnen. Die Briefe aus der Gefangenschaft geben zwar keine wichtigen Informationen zur Gefangenschaft selbst aber der angehängte Fluchtbericht könnte gut in das Thema passen. Hier wird beschrieben wie im Juni 1948 in den Kriegsgefangenenlagern in/um Riga Arbeitskommandos für die tschechoslowakischen Uranminen zusammengestellt wurden. Josef Chervatin schreibt über seine 15 Monate Zwangsarbeit dort und seine erfolgreiche Flucht.


    Grüße

    Jockel

    Suche alles zu Bau-Pionier-Bataillon 257 ab Oktober 1944

  • Guten Morgen, Jockel.


    Vielen Dank für Deine Hinweise. 500 Briefe Sehnsucht werde ich dann auf jeden Fall in die Bibliografie mit aufnehmen.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo,


    unser Forumskollege mfpb330/Dieter hatte hier einen Beitrag zu einem Sachbuch über die Internierung deutscher Soldaten in Schweden und deren spätere Auslieferung in sowjetische Kriegsgefangenschaft eingestellt, dass hier im Thread wohl noch nicht genannt wurde: Internierungslager "Backamo" in Schweden!!

    Mit freundlicher Genehmigung von Dieter die Basisdaten zum Buch, Coverbild im Anhang:


    Gruß, J.H.


    Titel: Schutzlos in Schweden - Interniert - Deportiert - Schicksale deutscher Soldaten 1945/46

    Autor: Enar Runsteen

    Verlag: Ruth Gerig Verlag, Erstausgabe vmtl. 1995

    ISBN: 978-3928275583