Kurioses und Absonderliches

  • Hallo,

    als das Netz noch verlässlich war stand man Schlange um nach Hause zu telefonieren zu können 8)

    Herrlich die Erinnerung an die Telefonzellen, die ich bereits nur in gelb und mit Telefonkarte kennenlernte. 50Pfennig war damals glaub ich der Tarif für ein Ortsgespräch. Ferngespräch 1 Mark. Die dicken Telefonbücher mit ihrem eigenen "Duft"-

    Mal schauen ob da jetzt auch noch Feindbilder herbeigeschworen werden.:D

    Das Klemmbrett war hier sicher übersichtlich aber streng analog mit Dämpfungskondensator - bei dem Arbeitsaufkommen. Gerade wurden ja Bundeswehroffiziere in Sachen "Taurus" und Einsatzzweck abgehört, digital mit 256Mbit Verschlüsselung. Wie sowas passieren konnte, rein technisch und in der Folgewirkung betrachtet, schon Wahnsinn aber auch passend.

    VG

    Fidi

  • Hallo

    Ich finde es kurios das dort so viele anstehen. Bisher dachte ich das Telefon hat erst später flächendeckend Einzug in die Haushalte gehalten... Leider hab ich auf die Schnelle dazu nix gefunden außer:

    ...1936 gab es im Deutschen Reich 6.647 Ortsnetze (25,893 Millionen km Leitungen) mit 3,39 Millionen Sprechstellen (1,95 Mill. Haupt- und 1,35 Mill. Nebenanschlüsse sowie 86.000 öffentliche Sprechstellen).[1]...

    Gefunden auf

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Telefonnetzes


    Mit dem abhören war es damals wie heute. Wenn man sich auf die gleiche Leitung hängt geht das ganz einfach.

    Grüßle Petzi

  • Mit dem abhören war es damals wie heute. Wenn man sich auf die gleiche Leitung hängt geht das ganz einfach.

    Hallo Petzi

    So einfach war das auch nicht! Richterlicher Beschluss nach GG Artikel 10. Beim einfach parallel schalten gibt es immer Geräusche außerdem ist es heute nur noch bei den paar analogen Anschlüssen damit getan. Sobald es über IP Telefonie geht ist es ein verschlüsselter Datenstrom. Mitarbeiter im Telefondienst waren fast alle Beamte im mittleren Dienst, da gab es relativ wenig Geld und bei einer Entlassung aus dem Dienst wurde es finanziell bei der Rente ( Pension gibt es für entlassene Beamte nicht ) richtig bitter.

    Der Boom mit Telefonen in jedem Haushalt ging etwa 1980, zumindest im Westen, los. Im Osten hatte die Stasi nicht genug Leute zum Abhören . OT eines Mitarbeiters der Deutschen Post.

    Gruß Arnd

  • Hallo Petzi,

    dafür gab es vor Beginn des II. WK das sogenannte "Fernkabelnetz" , zunächst durch Gen. Fellgiebel voll ausgebaut bis an die Reichsgrenze. Ferner ein sog. " Fernsprechsondernetz", das alle Behörden miteinander verband. Letzteres wurde nach dem Krieg teilweise zerstört, doch dann erkannten die damaligen Besatzungsmächte den Vorteil und ließen es wiederi Instand setzen. Später wurde es dann modifiziert.

    Übrigens, zum Leidwesen der Kommandeure der Wehrmacht - und nicht nur der - funktionierte das Fernkabelnetz, später bis an alle Fronten erweitert, bis zum Schluß, so dass Hitler stets, immer und ständig auf deren Befehlsgebung einwirken konnte. Dafür lobte er Fellgiebel, dieser sei sein einziger General, mit dem er keine Sorgen habe.

    Fellgiebel war dann aktiv im Widerstand und bezahlt dafür mit seinem Leben. Also auch kein General, der Hitler keine Sorgen machte.

    Gruß Karl

  • Grüß Gott Fidi,

    ich kenen solche Aufläufe vor dem Fernsprecher noch von zahlreichen Truppenübungsplätzen in den 80 er Jahren...

    5 Mark reingeschmissen ,telefoniert und dann ging das Geklopfe an den Fenstern schon los, man sollte auflegen andere wollen auch noch.....

    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo zusammen,

    da hatten wir es bei der NVA einfacher. Die Anträge auf ein Tefeonat
    wurden erst geprüft und manchmal auch bestätigt. Mit einer festen
    Uhrzeit verbunden, war die Wartezeit recht kurz. Im Keller neben dem
    Apparat war gleich die Vermittlung incl. Mithörplatz der Abt. 2000 (Stasi).

    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo Eumex!

    Wohl war :). Man hatte schon Glück wenn am Übungsort überhaupt irgendwo eine Telefonzelle war, bzw. wenn eine Ortschaft irgendwie erreichbar war

    Kann mich noch erinnern, knapp bei Hof, 20° Minus, über 1m Schnee und das nächste Kaff 10km entfernt. Da war ein Brief dem Spieß mitgegeben schneller.

    Herrliche handylose Zeit.

    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo,

    mit einem guten Draht zum Fernmeldetrupp (1 Woche Sport und Außendienstbefreiung oder ähnliches) dann konnte man auch mal im Wald telefonieren.

    Es war aber wichtig, das 11. Gebot (Du sollst Dich nicht erwischen lassen) zu beachten. Das Dreieck Küche, Fernmelder und SanTrupp hat fast immer funktioniert.

    Gruß

    Anton

    Suche Informationen zum PzGrenRgt 33 und FjRgt 9

  • Moin,

    5 Mark reingeschmissen

    dann telefonieren bis nur noch 20 Pfennig übrig waren, die grüne Taste (weiteres Gespräch führen) drücken, zum Sicherungskasten für die Telefonzelle latschen, Sicherung für die Telefonzelle auslösen und wieder einschalten.

    Siehe da, die 5 Mark waren wieder da. An uns Fernmeldern haben die nicht viel verdient. Zum Glück ist alles schon lange verjährt. Jugendsünden!!!

    Gruß

    Wolfgang

  • Hallo,

    5 Mark reingeschmissen

    dann telefonieren bis nur noch 20 Pfennig übrig waren, die grüne Taste (weiteres Gespräch führen) drücken, zum Sicherungskasten für die Telefonzelle latschen, Sicherung für die Telefonzelle auslösen und wieder einschalten.

    Siehe da, die 5 Mark waren wieder da. ...

    ich sag nur: Telefonkarten!

    Gruß, J.H.

  • Hallo miteinander,

    ganz ohne Telefon klappten die Verabredungen auf jeden Fall viel besser als heute (wenn alle im selben Ort wohnten). Da machte man einen Treffpunkt aus um eine bestimmte Uhrzeit zu einer Wochenendausfahrt, einige sagten es weiter und siehe da, fast alle waren da und die Motorradsause zum Wochenende ging los!

    Viele Grüße zum Wochenende

    Wolf

  • Grüß Gott Fidi,

    ich kenen solche Aufläufe vor dem Fernsprecher noch von zahlreichen Truppenübungsplätzen in den 80 er Jahren...

    5 Mark reingeschmissen ,telefoniert und dann ging das Geklopfe an den Fenstern schon los, man sollte auflegen andere wollen auch noch.....

    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    Moin Eumex, ohja, das kannte ich auch. Unsere Telefonzelle war allerdings vor dem Wachhäuschen :) Da war der Andrang übersichtlicher;). Es gab auch schon die ersten Handyknochen Siemens S4, aber sehr kostenintensive Mobilfunkgebühren. Da war die Telefonzelle noch günstiger und der Bund hatte damals ja auch ein eigene Telefonkartenserie.:love:8) Als zusätzlicher Ansporn für 3 Monate in der Kaserne "gefangen", bis zur Vereidigung/Gelöbnis.

    Alles zum Truppenübungsplatz Putlos von 1942-1944, Panzer-Abteilung 18, dem Unternehmen Barbarossa und seinen Frontregimentern der Heeresgruppe-Mitte die kurz vor Moskau standen

    Grüße

    Fidi

  • Hallo,

    das waren noch Zeiten als manche ihern 3 Kilo schweren Telefonkoffer rumschleppten. Aber wenigstens gab es damals noch keine dämlichen Handybilder : Ich vor dem Abgrund....Ich ganz nah am Abgrund...Ich kurz vor dem Aufprall....Sorry bin tot.

    Grüße Ulrich

    P.S.: An den manchmal sehr eigenartigen Duft der Telefonzellen kann ich mich auch noch erinnern.

    "Jeder Angriff muß mit einem Verteidigen enden!" Carl von Clausewitz

  • Hallo, da kommen private Erinnerungen hoch:

    Wir bekamen unser erstes privates Telefon Ende der 60er Jahre: natürlich mit Wählscheibe, aber elfenbeinfarbig, heiliges Gerät!

    Mein handwerklich nicht sehr begabter Vater beschäftigte sich 14 Tage damit, ein Regal zu basteln, das man an die Wand hängen konnte. Oben stand das Telefon auf grünem Filz, umgeben von einem kleinen Rahmen, damit es nicht herunter rutschen konnte, daneben lag ein kleiner Schreibblock. In den beiden Fächern darunter war Platz für das große Telefonbuch und das örtliche Telefonbuch. Das ganze Regal wurde elfenbeinfarbig gestrichen, hing an prominenter Stelle in der Diele und musste von allen Besuchern bewundert werden. Ausgewählte Verwandte und Bekannte wurden angeschrieben, um ihnen unsere Telefonnummer mitzuteilen.

    Die Freude währte nur ein halbes Jahr. Dann gab es ein neues Telefonbuch. Es war um die Hälfte dicker und passte nicht mehr in das vorhergesehene Fach. Dort lag dann jahrzehntelang ein handschriftlicher Zettel meiner Mutter mit den benötigten Telefonnummern.

    Grüße von Christa

  • Hallo in die Runde,

    ja, da kommen Erinnerungen hoch... ;) Schließlich hatten wir schon sehr früh ein "Mobil-Telefon": für einen Aufpreis ( ich glaube 2 Mark im Monat ) bekamen wir in den Achtziger Jahren ein -heute würde man wohl sagen: "Zusatz-Tool": ein 10 Meter langes Telefonkabel... Das war durchaus praktisch, so konnte man auch vom Kinderzimmer aus telefonieren, ohne das man alles im Treppenhaus mithören konnte. Denn wie üblich war die Anschlußdose im Flur der Wohnung angebracht worden.

    Aber auch die Uhrzeiten, zu denen man bervorzugt telefonierte, waren damals andere: als Jugendlicher war ich bei einem Jugendclub mit im Leitungsteam, da gab es immer wieder etwas zu organisieren und damit zum telefonieren. Als man dann auch noch einen Eisenbahnverein initierte, kamen auch noch viele "Ferngespräche" dazu. Da stiegen dann die monatlichen Kosten doch deutlich an... ( die "natürlich" vom eigenen Taschengeld und dem durch Zeitungen austragen verdienten Lohn zu tragen waren.. ) Da seinerzeit die Gebühren für Ferngespräche ab 20 Uhr gesenkt wurden, später sogar an Sonntagen frei waren ( zumindest bei unserem Tarif ), wurden die Ferngespräche in die Abendstunden und Sonntag-Abende verlegt. Hat alles funktioniert und man kam noch ohne "gebückten Hals" aus, wie heute in der Zeit, wo lustige Leute frei auf der Straße herumlaufen und freudig in ihr vor das Gesicht gehaltene Vesperbrettle sprechen....

    Wünsche ein angenehmes Wochenende, herzliche Grüße, Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo,

    manchmal konnte man Kinder beobachten, die zur/zu den Telefonzellen rannten und in das Rausgeldfach griffen. Dies verband sich mit der Hoffnung auf eine zurückgebliebene Münze und evtl. eine Kaugummikugel aus dem Automaten.

    Gruß Karl

  • Hallo,

    vielleicht sollte das Geschenk Mut machen, in dem Sinne, Du wirst alt und überlebst den Krieg. Oder ihn in dem Sinne beeinflussen, alt werden ist nicht so einfach, sei nicht böse, wenn Du es nicht schaffst. Zugegeben, alles reine Spekulation und das Geschenk mutet für mich ebenfalls etwas sehr merkwürdig an. Der Beschenkte hätte sich unter Umständen über mehr Marketenderwaren, wie Rauchwaren oder Alkohol mehr gefreut.

    MfG Wirbelwind