Kurioses und Absonderliches

  • Hallo zusammen,


    Nach Barbara Maiwald: Feldküche und Co. Verpflegung und Ausrüstung im deutschen Heer. Stuttgart: Motorbuch 2018 S. 30 und S. 50 gehörten zur täglichen Verpflegung im Ersten Weltkrieg in Deutschland 1914 100 ml Branntwein, 1917 noch 50 ml. In Frankreich waren es gleichbleibend 60 ml, bei den Briten 0,7 l. Der Poilu erhielt 1914 noch 250 - 500 ml Wein, Bier oder Most, 1917 0,5 - 1 l, der italienische Soldat 250 ml, der österreichische 0,5 l.


    Im Zweiten Weltkrieg erhielt der Landser 1939 375 ml Branntwein, der Poilu 1944 60 ml, der Tommy 1936 70 ml, der Japaner 50 ml und der Sowjetsoldat 1940 100 ml.


    Diese Zahlenangaben sollen ausdrücklich nur als Anhalt verstanden werden, da sie rechnerisch ermittelt wurden. Es geht aber klar daraus hervor, dass Alkohol in allen Armeen in beiden Weltkriegen zur täglichen Verpflegung zumindest der Frontsoldaten gehörte.


    S. 132 in diesem Buch nennt noch einige Landserausdrücke für Alkoholika:

    Bugsteuerungswasser

    Feuerwasser

    Heldenwasser

    Lötwasser

    Mutwasser

    Rappel-Sturmwasser

    Visierwasser

    Volksbelustigungswasser

    Zielwasser

    Außenbordreiniger

    Begeisterungsfusel

    Blindgänger

    Brennstoff

    Heizöl

    Offensivgeist

    Pulswärmer

    Rachenreißer

    Rattenvergifter

    Schlundschaber

    Sturmessenz

    Umhauer

    Ausbläser (leere Flasche)


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Thilo,


    interessantes Video.

    Da hat sich in der Zwischenzeit auf St. Pauli und dem Kiez aber einiges geändert. Im Hafen ist es ruhiger, die Schiffe sind teilweise zu groß geworden, und in den Kneipen und Bars sind überwiegend Touristen, weniger Seeleute. Auch in der "Ritze", früher selbst von vielen Prominenten, auch aus der Politik besucht, ist es auch stiller geworden. Nur Panik Udo und sein Atlantik gehören zu den wenigen Ausnahmen, aber auch Udo hat auf Eierlikör umgestellt. Schlepper dürfen niemanden mehr anfassen, die Jungs sind älter und die Nachfolger internationaler geworden. Hans Albers und Freddy grüßen nur noch von Plakaten. Schicke Harleys kann man ab und zu sehen, Straßenkreuzer sind heute Oldtimer, wie (so oft) deren Fahrer.

    https://www.youtube.com/watch?v=seDN7LlXQZo

    (Falls irgendwann gelöscht: Unter: Ritze Hamburg" im Netz)


    Gruß Karl

  • Hallo,


    ich war 1996 ( kann auch 1997 gewesen sein ) als Koch auf einem Kreuzfahrer zur Overnight in Lissabon. Wir saßen, wie immer wenn wir in Lissabon waren, in "Siggis Hamburg Bar" , eine Lokalität mit roten Laternen. Zur gleichen Zeit fand ein großes Nato Manöver vor der Portugisischen Küste statt und wie es der Zufall will, hatten die Knaben alle Landgang. In der Hamburg Bar waren die Deutschen, in der Liverpool Bar die Engländer, in der Stockholm Bar die Skandinavier und so weiter. Alle haben ordentlich geladen und es dauerte nicht lange bis es in dem kleinen Viertel zu einer gepflegten Schlägerei unter den Nationen kam. Auf einmal kam die MP aus Portugal, schöne weiße lange Knüppel schwingend und es wurde das befürchtete Chaos. Alles schlug wild um sich und wir "Christen" verzogen uns auf Siggis Anweisung in sein Bierlager hinter den Tresen. Von dort aus gab es noch den Lieferantenausgang zur Rückseite des Hauses und wir nahmen gegen 2 Uhr dann auf schleichenden Füßen Reisaus. Nicht auszudenken wenn uns der Alte auslösen hätte müssen.

    Aber alles in allem eine tolle Zeit.


    Viele Grüße


    Sten

    2.FlaRakGrp.38 VersStff 38 in der Truppenküche.

  • D.h. es wird nicht gefragt, ob man der Auswertung bei einer an sich notwendigen Blutentnahme (Notfall !) zustimmt. Das ist bedenklich, andererseits auch wieder verständlich!

    Hi Schlichi.


    Kurzer Hinweis zwecks Alkoholbestimmung.

    Diese ist notwendig (du erwähntest Notfall) um alle Eventualitäten auszuschließen. Es geht dabei z.B. um die Verwendung von Narkosemitteln und Medikamenten die vielleicht eine Wechselwirkung mit dem Alkohol eingehen könnten.

    Wäre ja blöd, wenn da aus dem Notfall was noch viel schlimmeres wird.


    mfG Bernd


    Übrigens weiß ich (leider) aus Erfahrung, dass man den Alkohol nicht bei jedem riecht. Sogar bei Werten jenseits der 1 Promille möglich.

  • Hallo Bernd,


    Quote

    Wäre ja blöd, wenn da aus dem Notfall was noch viel schlimmeres wird.

    .. stimme Dir voll inhaltlich zu! Aber wenn schon "Datenschutz", dann auch ebenso konseqent ;)

    Insofern habe ich mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt, mit "ob man der Auswertung....zustimmt", ich meinte natürlich die Weitergabe der Daten ohne Zustimmung oder gerichtliche Anordnung an Andere.


    Damit ist eigentlich, von meiner Seite zumindest, alles gesagt.


    Gruß

    schlichi

  • Hallo zusammen,


    'Nose art' und Malings auf Flugzeugen bzw. U-Booten des Zweiten Weltkrieges oder die verschiedeneen illustren Staffel- oder Flugzeugführerkennzeichen auf Jagdflugzeugen der Luftwaffe können vielle5nicht mehr als kurios oder absonderlich gelten, sind sie doch allgemein bekannt. Aber dass es sie auch auf der V2 / dem A4 gab, wo sie immerhin nur bis zum Abschuss sichtbar blieben, habe ich gerade erst hier erfahren:


    https://www.welt.de/geschichte…ckte-Frauen-prangten.html


    Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

    Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo,

    das erste Pin-up auf einer V 2 kannte ich schon etwas länger. Allerdings war mir nicht klar, wie viele Varianten es gab. Da bin ich jetzt etwas schlauer. Die Mailings an U-Boot-Türmen sind mir da geläufiger gewesen. Hier ist mir nur nicht bewusst, inwieweit die Mannschaft bzw. der U-Boot-Kommandant Einfluss nehmen konnte, was an den Turm gepinselt wurde und wer das zu genehmigen hatte.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Wirbelwind,


    meist hatte der Kommandant Einfluss auf die Mailings, aber auch die Mannschaft konnte Einfluss nehmen. Grundsätzlich waren es persönliche Erinnerungen, Patenschaften von Städten für U-Boote, oder bestimmte Jahrgänge, aber auch andere Begebenheiten.


    Kapitänleutnant Gerhard Bigalk hat das U-Boot-Mailing von U 751 entworfen, U-Boot U 30 zeigt ein Foxterrier. Er wurde von Georg Högel entworfen. Er war Funkmaat auf U 30 und der Foxterrier war der Hund des Kommandanten Hans Cohausz. Die Olympische Ringe sympolisieren den Jahrgang 1936 und zierte einige U-Boote und der "Stier von Scapa Flow" bedarf keine große Erläuterung.


    Ein Mailing war fast bei jeden U-Boot Bestandteil des Turmes.


    Gruß

    Lothar

  • Hallo,


    Schreiben hier eigentlich alle mit automatischem Textverkennungsprogramm, dass aus Maling Mailing macht 8o?


    Sorry für das Emoticon und Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo,


    damit habe ich doch Mailing ins Spiel gebracht. War Absicht. ^^ Gerhard Polt :thumbsup:


    Natürlich Maling, Kommt vom schnellen schreiben :(


    Gruß

    Lothar

  • Hallo,

    selbst bin ich ja auch in die Falle von ,,Mailing" statt Maling getappt. Upps. Legendär sind für mich die roten Teufel am Turm von U 57 unter Topp.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Uwe


    Besser kurz und schmerzlos erschossen als erschlagen!

    Das Timing ist hervorragend.

    Fachgerecht würde das Schwein mit einem Bolzenschussgerät betäubt und dann abgestochen, damit das Schwein ausbluten kann.


    Gruß Arnd

  • Hallo Arnd.


    Ich als Land-Ei war schon auf einigen Hausschlachtungen dabei, oder bei einem Kollegen in Italien, dort wurde des Öfteren von der Schußwaffe gebrauch gemacht. Dann wurde auch beim Verwursten geholfen. Ist heute nun mal nicht meht so einfach. Sollte der Schussapparat mal klemmen wurde auch schonmal der Vorschlaghammer geholt. Dann auf die Leiter gebunden und das Weidezaungerät am Schwein angeklemmt.

    Opa Smits, nicht mein Opa, hat die Hühner nach der fachgerechten Enthauptung auf dem Hackklotz immer losrennen lassen, und wir als Blagen hinterher- Karnickel abziehen waren wir immer tatkräftig dabei. Was mit den Herbstkatzenjungen immer passiert ist erspare ich mir.


    Grüße von linken Niederrhein



    Grüße Uwe

  • Hallo Uwe


    Dann bin ich genau so ein Landei ;)

    Auf einem Bauernhof aufgewachsen mit dem vollen Programm!

    Der Nachbar hat es mit den Hühnern genau so gemacht, unsere bekamen vorher eins übergebraten.

    Der Hase ist in 20 min aus dem Fell und hinterher sehr lecker:*

    Unser Bolzenschussapperat hat immer funktioniert.

    Viel anstrengende Arbeit mit dem Ergebnis ein Räucherschrank voll Hausmacherwurst.

    Und abends war Schlachtekohl, da wurde die frische Wurst gleich probiert.


    Gruß Arnd

  • Hallo Arnd.


    Gut, geboren im Herzen des Potts. Aber vor fünfzig Jahren aufs Dorf gezogen. Da haben wir noch nicht hier gewohnt da haben wir hier schon bei meiner Tante hier im Dorf neben an alles mitbekommen und natürlich "mitgeholfen"

    Zu Hühnern. Ich meine Opa Smits hat uns mal gezeigt wie man Hühner ruhig kriegt. Zack umdrehen und mit dem Finger über das Brustbein. Aber so genau weiß ich das nicht mehr..

    Tauben wurde der Hals umgedreht und langezogen.

    Langohren bekamen den Karnickelfangschlag mit der Handkante.

    Doch einmal beim Rind hat der Bolzen wohl nicht richtig getroffen, Wir Blagen wurden sofort mit einem vollkommen unmißverständlichen Schrei "sofort Raus hier" aufgefordert den Raum zu verlassen. Das Rind war zwar "kurz" am Träger fixiert doch es hat mächtig rumrandaliert.


    Am leckersten fand und finde ich heute noch, gebratenen Panhas mit Kraut. (Rübenkraut) auf Schwarzbrot, natürlich selber bemacht und dick Butter drauf. Oder gekochten Schinken im Weckglas.

    Räuchern hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Weder Fleisch noch Fisch. Schade eigentlich.


    Grüße Uwe

  • Barbara Maiwald: Feldküche und Co. Verpflegung und Ausrüstung im deutschen Heer. Stuttgart: Motorbuch 2018

    ... S. 132 in diesem Buch nennt noch einige Landserausdrücke für Alkoholika: ...


    Hi Thomas,


    interessanterweise gibt es im Lexikon unter Landsersprache

    nicht einen einzigen Eintrag zum Alkohol"genuß".


    Vll. fehlen sie ja bisher, weil es einfach zu viele sind :-) .


    Hab' hier was geschrieben und die von Dir genannten Ausdrücke

    aufgeführt - natürlich mit Quelle + Verweis hierher.



    Aus dem Arbeitsleben mit Alkoholgenuß hab' ich auch noch was:

    nach Ausbildung habe ich kurz für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet;

    bei einer der Firmen, glaube, es war Linde, wurde nach dem Mittag

    nur noch mit Alk. gearbeitet - zum Arbeitsende 17 Uhr waren wohl

    die meisten ordentlich voll; Auto gefahren wurde trotzdem.

    Fand ich beachtlich, war beeindruckt - hab' nicht mitgemacht;

    vll. deshalb, weil es bei uns zu Hause Alkohol nur zu Festen,

    nicht jedoch im täglichen Leben gab.


    Grüße, Kordula

  • Hallo zusammen!


    Hab´ zwar bei der Einzelkampfausbildung auch Hühner und Hasen schlachten sollen/müssen.

    Na ja, aber ich bin im Grunde meines Herzens Verdränger. Esse zwar gerne Fleisch, bin aber nicht besonders scharf auf´s töten und überlasse dies anderen.

    Wenn ich Hühner hätte, glaube ich, würden sie an Altersschwäche sterben, nicht mein Ding.

    Und ob dieser Schuss mit der Pistole bei dem Abstand richtig saß? Viecher sind eigentlich alle arme Schweine...

    In dem Zusammenhang habe ich letztens einen Bericht über Weideschlachtung gesehen. Ein Schuss, plötzlich und unerwartet, saubere Sache.


    Gruß Stephan

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