Kurioses und Absonderliches

  • Hallo Arnd, hoffe sehr, dass man dem Patienten aus der Sani-Tasche ein Schmerzmittel gegeben hat.

    Ohne Betäubungsmittel wurden KZ-Häftlinge operiert, weil man

    "die Schmerzmittel für unsere Soldaten an der Front braucht".

    Erzählte mal von seinem Vater ein aus Nordhausen emigrierter Jude namens Herrmann

    in der DVD "Nordhausen, Hitlers Raketenfabrik".

    Könnte ein Zitat Himmlers gewesen sein.


    Die römischen Legionäre wurden vor Operationen mit Wein betäubt.

    Im Mittelalter wurde man wahrscheinlich mit hochprozentigem Branntwein abgefüllt.

    Wie gut erträglich und schmerzfrei sind doch heute Zahn-Behandlungen.

    Gruss jostdieter

  • Hallo Arnd, hoffe sehr, dass man dem Patienten aus der Sani-Tasche ein Schmerzmittel gegeben hat.

    Hallo jostdieter


    Mein erster Zahnarzt war rustikal!

    An Betäubung kann ich mich nicht erinnern:/


    Gruß Arnd

  • Moin

    Im Mittelalter wurde man wahrscheinlich mit hochprozentigem Branntwein

    das ist auch die definitiv bessere Schmerzausschaltung als ein Schmerzmittel aus der Sani-Tasche.


    Als junger Assistenzarzt an der Uniklinik hatte ich im Notdienst einmal einen volltrunkenen, bewußtlosen/tiefschlafenden Patienten, der mit Kieferbruch in die ZNA eingeliefert worden war. Ich rief den diensthabenden Anästhesisten an für die operative Frakturversorgung. Der kam nach zahn Minuten, besah sich den Mann und sagte: " Was willst Du denn? Der schläft doch schon. Fangt mal ruhig an zu operieren, eine Narkose braucht der nicht." Er setzte sich zur Überwachung daneben und wir machten uns ans Werk. Am nächsten Morgen hatte der Patient keine Erinnerung ans Geschehen, wunderte sich über die Klinikumgebung und klagte noch nicht einmal über einen Kater...


    Kritisch wird es immer erst dann, wenn der Doc hochprozentiges braucht, um entspannt arbeiten zu können...


    Beste Grüße,

    Justus

  • Hallo Zusammen,


    erinnert mich an meine Jugend in der DDR. Sowohl beim normalen Zahnarzt als auch bei der NVA sind Schmerzmittel nur beim Zähne ziehen eingesetzt worden, bohren usw. war immer ohne. Es sei denn, man bettelte lange genug...


    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Hall zusammen!


    Na ja, das "Mitleid" im Hintergrund scheint eher ein etwas schadenfrohes Grinsen zu sein...:).

    Ist ja auch kein Spaß, mehr geht dort schon gerne hin.


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo,


    nun muss man noch bedenken, dass Zahnbohrer, vor allem im Feld, damals per Fußbetrieb/Tretbohrer in Bewegung gehalten wurden. Habe ich auch nach dem Krieg noch erlebt.


    Hier ein Beitrag aus dem I. WK:

    https://wehrmed.de/zahnmedizin/zahnmedizinische-betreuung-deutscher-soldaten-im-ersten-weltkrieg.html#:~:text=vom%2027.,000%20%2D%2040%20000%20Soldaten%20zust%C3%A4ndig.

    und hier zur NS - Vergangenheit:

    file:///C:/Users/User/Downloads/Pressemappe_NS-Forschungsprojekt_KZBV_BZAEK_DGZMK_2019-11-28.pdf

    https://www.kpemig.de/Zahnarzt…Set-im-Originallack#false


    Gruß Karl

  • Hallo Arnd,


    Ein nur scheinbar gewöhnliches Bild: Das Kochgeschirr ist ein Beutestück, jedenfalls kein Kochgeschirr 31. Wer erkennt es?


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Thomas,


    das Kochgeschirr dürfte italienischer Herkunft sein, erkennt man an den 2 Bügeln einer am Deckel (hier nicht zu sehen) und einer am Bodenteil.


    Ps. Man beachte auch die Reste der Scho-ka-kola Verpackung am Boden.


    Gruß Colin

    Suche alles zu: Feuerlöschpolizei/Feuerschutzpolizei, Panzer Werstatt/Instandsetzungs Regiment/Abteilung FPR/Korps Hermann Göring, HJ Bann 181 Flöha/ i.Sa.,

    Kampfraum Mittelsachsen 1945 (Flöha, Frankenberg, Eppendorf, Oederan, Freiberg) und Erzgebirge

    Gruß Colin

  • Hallo Arnd,


    Ein nur scheinbar gewöhnliches Bild: Das Kochgeschirr ist ein Beutestück, jedenfalls kein Kochgeschirr 31. Wer erkennt es?


    Gruß, Thomas!

    Hallo Thomas


    Interessant was du siehst und ich nicht weiß!

    Bin gespannt!


    Gruß Arnd

  • Servus Thomas,

    das Kochgeschirr scheint ein russisches zu sein oder wenigstens von den Russen benutzt.

    Ich meine, als Buchstaben auf dem Geschirr 3 russische Schriftzeichen zu erkennen!?


    Gruß

    Hans

  • Hallo,


    das russische Kochgeschirr 36 war praktisch eine 1:1 Kopie des deutschen Kochgeschirr 31.


    Das auf dem Bild sieht etwas anders aus.


    Grüße

    Thilo

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    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,


    Es ist das italienische Kochgeschirr Gavetta Modello 1930, Fassungsvermögen 1 l. Ich habe es in Barbara Maiwald: Feldküche und Co., Motorbuch 2018 auf S. 58 und bei Google gefunden.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Thomas,


    Quote


    Es ist das italienische Kochgeschirr Gavetta Modello 1930,


    unten der visuelle Beweis.


    Grüße

    Thilo

    Files

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  • Hallo Zusammen,


    hab ich' s nicht gesagt:P.


    Gruß Colin

    Suche alles zu: Feuerlöschpolizei/Feuerschutzpolizei, Panzer Werstatt/Instandsetzungs Regiment/Abteilung FPR/Korps Hermann Göring, HJ Bann 181 Flöha/ i.Sa.,

    Kampfraum Mittelsachsen 1945 (Flöha, Frankenberg, Eppendorf, Oederan, Freiberg) und Erzgebirge

    Gruß Colin

  • Hallo allerseits!


    Anbei ein Ausschnitt aus einem Feldpostbrief vom Mai 1944 eines deutschen, älteren Soldaten, der als Besatzungsmacht in Frankreich stationiert war (Sich.Rgt.192). Ich empfinde die persönlichen Zeilen irritierend, spiegeln sie doch die vorgegebene Meinung vieler wieder ... m.M.n. kurios und absonderlich!


    „… Am 15. April bin ich wieder 3 Jahre Soldat, ja die Zeit vergeht und wir werden immer äter. Diese verdammten Amerikaner sollte man alle die Hälse durchschneiden, aber da steckt der Jude hinter. Hoffentlich kommt die Vergeltung mal, auf die Angriffe auf die wehrlosen Frauen und Kinder. …“


    Grüße

    Sven

  • Hallo Sven,

    11 Jahre Indoktrination durch die NSDAP und die täglichen Bombenangriffe auf deutsche Städte haben bei vielen eine solche Meinung entstehen lassen. Mein Großvater hat damals ähnlich gedacht.

    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Als junger Assistenzarzt an der Uniklinik hatte ich im Notdienst einmal einen volltrunkenen, bewußtlosen/tiefschlafenden Patienten, der mit Kieferbruch in die ZNA eingeliefert worden war. Ich rief den diensthabenden Anästhesisten an für die operative Frakturversorgung.

    Hallo Justus,


    bist du auch Oralchirurg oder MKG?


    Grüße


    OB

  • ... Ausschnitt aus einem Feldpostbrief vom Mai 1944 …

    ... Am 15. April bin ich wieder 3 Jahre Soldat ...

    Hallo,


    der Inhalt des Briefes sollte vielleicht auch im Kontext zum genannten Zeitraum April/Mai 1944 gesehen werden. Mein Großvater hat im Frühjahr 1941 einen Feldpostbrief im ähnlichen Tenor nach Hause geschrieben, vermutlich direkt im Anschluss an den damaligen "Heldengedenktag" und unter dem Eindruck der zu diesen Anlässen veranstalteten militärischen Zeremonien inkl. der üblichen politischen (Kriegsschuld- und Durchhalte-)Reden und ideologischen und antisemitischen Indoktrination.

    Der Verfasser Deines Briefes hat möglicherweise noch unter dem Eindruck der Feierlichkeiten zum "Führergeburtstag" am 20.April gestanden.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!