Kurioses und Absonderliches

  • Hallo zusammen,


    ähnliches haben wir auch erlebt.

    Nach der Nachtschicht wollte meine Frau erstmal ausschlafen.

    Geplant war, irgendwann nachmittags wählen zu gehen, war ja bis 18:00 auf.

    Die fliegende Wahlurnenträger standen schon gegen 10:00 vor der Tür. Sie

    waren sehr aufdringlich und wollten nicht verstehen, dass wir nicht schon

    gleich morgens zur Wahl gegangen sind.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo Kwer u. rolli.m,

    irgendwo her mussten die angestrebten 100 % Zustimmung in der DDR schon kommen. Allerdings kenne ich den Einsatz der ,,Fliegenden Wahlurne" bei uns auf dem Dorf ab 14.00 Uhr.

    Es stimmt schon, dass die Nichtwähler in der Regel körperlich unversehrt blieben, aber .Stress gab es allemal. Auf subtile Art machten sich bestimmte staatliche Organe bemerkbar, wenn der Nichtwähler bspw. zu Verwandten in den Westen reisen wollte.

    MfG Wirbelwind

  • Liebes Forum,


    nach langer Diskussion mit Hobby-Historikern muss ich nun doch einmal hier nachfragen.
    Kann jemand Informationen zu deutschem Toilettenpapier geben?

    Man findet im Internet diverse Auktionen von angeblichem originalen "Edelweiß-Toilettenpapier". Dazu findet man eine ganze Reihe von Repliken dieses Toillettenpapiers.
    Was man nicht findet, ist ein Nachweiß darüber, ob das nicht ein Fantasieprodukt ist um leichtgläubige Sammler über den Tisch zu ziehen. Besonders die Frage, ob der Reichsadler auf einem solchen Objekt überhaupt gedruckt worden wäre, ist hier interesssant.

    https://www.youtube.com/watch?v=2xA1-Lqma98



    H2548-L101916552.jpg




    vielen Dank vorab und herzliche Grüße

    P.S. nein, ich möchte keine Toilettenpapier- Militaria kaufen, mich interessiert lediglich die Geschichte.

  • Hallo,


    bedruckt war nur die Banderole außen rum, nicht das Klopapier selber.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • hallo,

    ich kann mir gar nicht vorstellen, daß es genehmigt worden wäre, den Reichsadler (schon aus dem damaligen Respekt vor diesem) ausgerechnet auf eine Klopapierverpackung zu drucken.

    Grüße, Hector

  • Hallo,

    das sehe ich wie Hector.

    Ich halte das Ganze für ein Fake zum Geld machen;)

    Gruß Eddy
    Suche alles zu 143. Reserve-Division und Füsilier-Bataillon 217.

  • Hallo,

    das erste Mal gesehen habe ich besagtes Toilettenpapier auf einem Bild, als im Zuge der Pandemie das Toilettenpapier in den Regalen knapp wurde. Es wurde als eiserne Reserve von Opa bezeichnet, die er nun anreißen musste. Schon aus dieser Konstellation heraus neige ich auch dazu, die ganze Geschichte nicht ernst zu nehmen. Im Internet wird noch heute angeblich echte Wehrmachts-Klopapier angeboten, dass der hier abgebildeten Klopapierrolle täuschend ähnlich sieht für 28,50 € zzgl. Versand. Frage mich nur, wie das Klopapier bei der damaligen Zusammensetzung 80 Jahre überstehen konnte ,ohne zu zerfallen. In den 90zigern soll es Repliken zu den dem besagten Klopapier der Wehrmacht gegeben haben.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo,

    das NS-Papier geisterte schon letztes Jahr durch ein französischsprachiges Forum.

    Aber so komisch es klingt, ich habe zwei Blatt kanadisches Armeetoilettenpapier.. Ich erhielt es von einer entfernten Verwandten meiner Frau, die in den vierziger Jahren in Europa für die kanadische Armee arbeitete. Die Blätter sind sehr glatt, ich bin froh so ein Papier nie benutzen zu müssen.

    Gruss

    Rainer.

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,


    das Toilettenpapier war noch in den 80er Jahren bei der Britischen Armee in Gebrauch.

    Heißt Izal medicated, weil nach gebrauch benötigte man medizinische Salben.


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo stuffz,


    wenn ich Dich richtig verstanden habe, war das von Dir erwähnte Toilettenpapier nur was für ganz harte Jungs in der britischen Armee. Für Dauergebrauch eher ungeeignet. Ähnliches ist mir beim Gebrauch von Klopapier in der Wehrmacht noch nicht untergekommen. Vorstellbar für mich, dass das Wehrmachttoilettenpapier ebenfalls nicht gerade sanft zum Hintern war. Allerdings auch nicht so kratzig, dass anschließend Salbe zum Einsatz kommen musste. Im Feld wird der Landser sicherlich kaum Toilettenpapier für das ,,Geschäft" gehabt haben, sondern musste sich mit anderen Materialien behelfen.


    MfG Wirbelwind

    Edited once, last by wirbelwind ().

  • Hallo,

    Im Feld wird der Landser sicherlich kaum Toilettenpapier für das ,,Geschäft" gehabt haben, sondern musste sich mit anderen Materialien behelfen.

    mit Gras kann das auch ganz gut gehen, aber als ich bei der BW war, hatte ich immer genügend Toilettenpapier in meinem Pi-Päckchen, was ich heute noch irgendwo rumliegen habe. Allerdings in der AGA mussten wir einmal das "Geschäft" ohne Papier erledigen.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,

    nehme an, dass der Landser irgendwo ein Stück Papier am Mann getragen hat, um die Notdurft im Notfall auch im Feld verrichten zu können. Beim ,,DAK", im Winter oder im hohen Norden war es bspw. mit anderen Materialien etwas schwierig. Genauso sicherlich bei der dünneren Variante des Stuhlganges (Ruhr, Diarrhoe). Selbst habe ich es beim Wehrdienst so gehalten, etwas Toilettenpapier im Feld bei mir zu tragen. Als Kind, wenn der Weg nach Hause bei entsprechenden Bedürfnis zu weit oder nicht opportun erschien, habe ich oft ,,Bärentatze" oder eben größere Blätter genommen.

    MfG Wirbelwind

  • Moin,


    jedenfalls für mein Empfinden ist jetzt das Thema hinreichend bearbeitet. Vielen Dank für die interessanten Beiträge in unserem militärhistorischen Forum.


    Beste Grüße und ein entspanntes Wochenende.


    Horst

  • Tag allerseits,


    vielleicht wenig bekannt: Der "Telegrammverkehr" zwischen EX-Kaiser Wilhelm und dem "Führer" nach dem erfolgreichen Feldzug in Frankreich.


    Grüße

    Bert

  • Hallo,


    Quote


    vielleicht wenig bekannt: Der "Telegrammverkehr" zwischen EX-Kaiser Wilhelm und dem "Führer" nach dem erfolgreichen Feldzug in Frankreich.

    aber immer noch wurde "Seine Majestät der Kaiser" geschrieben. Ein schöner Fund.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Tag allerseits,


    der Adel war dem "Führer" sehr zugetan. Kronprinz Wilhelm schrieb in seinem mit "Sieg Heil!" unterzeichneten Telegramm:


    "In dieser Stunde von historischer Bedeutung möchte ich Ihnen als alter Soldat und Deutscher voller Bewunderung die Hand drücken."


    Viktoria von Dirksen, die vor 1933 geholfen hatte, den Adel an die NS-Bewegung heranzuführen, drahtete:


    "Hunderttausendfaches Sieg Heil, Sieg Heil dem geliebtesten Führer".


    Friedrich Franz Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, seit 1933 in der NSDAP und SS, beglückwünschte Hitler,


    "tiefergriffen durch die Nachricht von der Besetzung von Paris" und erbat zugleich "Gottes Segen" für ihn und die "unvergleichliche Wehrmacht."

    (Volker Ullrich: Adolf Hitler)


    Der einfache Justizinspektor Friedrich Kellner schreibt in sein Tagebuch:


    " 17.6.1940

    Ich habe in diesen Tagen viele deutsche Menschen gesprochen, die durchaus nicht begeistert sind von dem deutschen Siegeszuge. Irgend ein dunkles Gefühl sagt ihnen, daß das ein Sieg mit einem schlimmen Ende geben kann.


    24.7.1940

    Nach dem unverständlichen Zusammenbruch Frankreichs kann es eigentlich der breiten Masse des deutschen Volkes noch nicht einmal verübelt werden, wenn sie der natsoz. Propaganda voll u. ganz erlegen ist. Das eigene Denken ist bei 99% aller Deutschen ausgeschaltet. Eine grenzenlose Überheblichkeit ist bei allen Schichten der Bevölkerung festzustellen. Ein unzerstörbarer Glaube an die Macht der Waffen. Es gibt nur eine handvoll Menschen, die sich kritisch mit der weiteren Entwicklung beschäftigen."


    Grüße

    Jockel

    Suche alles zu Bau-Pionier-Bataillon 257 ab Oktober 1944

  • Tag allerseits,


    interessant auch die Antwort des "Führers". Er dankt (fast untertänigst) für die huldvollen Glückwünsche des Kaisers.


    Grüße

    Bert