Schwimmpanzer

  • Hallo,
    ich habe mal im Anhang I einen Schwimmpanzer Pz KpfwII angehängt, der bei Operation Seelöwe zur Verfügung stehen sollte.
    Die Erprobung oder die Bereitstellung eines Schwimmpanzers mag zu dem Zeitpunkt vielleicht noch sinnvoll gewesen sein, mich irrirtiert aber der Panzer 38(t) im Anhang II, 1942.
    Was für Gründe mag es 1942 gegeben haben, Schwimmpanzern weiter Aufmerksamkeit zu schenken?


    Grüße Thomas

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    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,


    Quote

    Was für Gründe mag es 1942 gegeben haben, Schwimmpanzern weiter Aufmerksamkeit zu schenken?


    zur Überquerung von sehr breiten Flüssen ( z. B. Don und Wolga ) ?


    Liebe Grüße


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo,


    Neben dem Argument von Niki.


    Die Op. "Seelöwe" wurde 1941 doch nur aufgeschoben und erst später im Krieg (m.W. 1944) dann auch offiziell wegen Undurchführbarkeit ganz aufgehoben.
    Von daher wurden auch weitere Versuche mit schwimmfähigen Panzern, Schleppern, Anhängern etc. getätigt.


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Ich denke knaff trifft es milit. sinnvoll. Mal von Hitlers Abneigung und auch nicht vorgesehenen oder gar beabsichtigten Aktivitäten Krieg gegen GB überhaupt zu führen war die milit. Unmöglichkeit einer Invasion nach 1940 wohl allen deutscherseits sehr schnell klar. Trotz oder gerade wegen aller Studien, aber eben vor allem aufgrund der polit. Entscheidungen. Hitler wollte ben Frieden und eine Einigung mit GB, Deshalb alle halbherzigen Versuche die Aggressivität GB zu stoppen.


    Die operativ-taktische Möglichkeit von Schwimm-und Tauchpanzern war dt. Miilitärs nicht entgangen, wie sie 1941 zeigte.


    Da sich diese Methoden vor allem für offensive Aktivitäten eignen haben die Sowjets das im Rahmen sehr schnell aufgegriffen und nach dem Krieg vervollkommnet. Der konkurrenzlose Schwimmpanzer PT-76 belegt dies ebenso eindrucksvoll wie die Schwimmfähigkeit der sowj. Hauptsysteme BT und BMP. Man hätte also im Gegensatz zur Nato hunderttausende Soldaten nicht über die bei diesen üblichen Brücken, sondern ganz einfach schwimmend über den Rhein bringen können. Man muß im Nachhinein nur immer wieder staunen, über die Un-und Leichtgläubigkeit des Westens.


    Alles also offensive und nicht defensive Waffensysteme und ein eindeutiger Vorteil des WP zu den westl. Systemen. Genauso wie die vorhandene schnelle Brückenlege-und Minenräumtechnik des Ostblock, insb. der sowj. Armee. Also konsequent offensiv ausgerichtet. Mit Verteidigung hat das nichts mehr zu tun. Insofern war der WP wohl ähnlich wie 1941 dran. Fixiert auf den eigenen Erfolg und Angriff und nicht auf die Reaktion auf die Erkenntnios der Gefahr.

  • Hallo Freunde,
    vielen Dank für eure Antworten.
    Da schweres Gerät nicht gerade meine Baustelle ist, hab ich mich halt über die Info eines Schwimmpanzers 1942 gewundert.
    Aber wer nicht fragt....


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Bernd,
    ich muss da nochmal nachhaken!
    Das die Sowjets das perfektioniert haben, schön und gut.
    Aber 1942 (oder ein anderes Jahr) hätte man wohl nicht viel mehr als die Panzer incl. Besatzung selbst über Flüsse bekommen, und was wäre dann?
    Wie stellte man sich die Unterstützung der angelandeten Panzer vor?
    Was hätten die Panzer ohne Unterstützung erreichen können?


    Wie gesagt, nicht meine Baustelle, aber neugierig bin ich schon. =)


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,


    Quote

    Aber 1942 (..) hätte man wohl nicht viel mehr als die Panzer incl. Besatzung selbst über Flüsse bekommen..


    jeder der Richtung Stalingrad marschierte musste 1942 über den Don. ;)


    Liebe Grüße


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo Thomas,


    und die armen Kradschützen sind im VW Schwimmwagen hinterhergeschwommen.


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Niki,
    schon klar!
    Aber wenn man Schwimmpanzer rübergondelt, so ganz ohne Pio-Brücke oder sonstwas, und andere Einheiten eben nicht so einfach rüberkommen weil keine Brücke momentan zur Verfügung steht...was soll ich dann mit ein paar einzelnen Panzern , ohne jegliche Unterstützung , dort, am anderen Ufer, anfangen?


    Vielleicht bring ich mein "Problem" auch verkehrt rüber, aber Versuch macht kluch! :D


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Quote

    Original von Huba
    Hallo Freunde,
    vielen Dank für eure Antworten.
    Da schweres Gerät nicht gerade meine Baustelle ist, hab ich mich halt über die Info eines Schwimmpanzers 1942 gewundert.
    Aber wer nicht fragt....


    Grüße Thomas


    Das ist auch völlig auch richtig, Thomas. Diese sog. schwimm(tauch)fähigen Einheiten sollen doch nur eines erreichen, eine Überrasschung, möglichst massiv.


    Der Brückenschlag, also diesen unterstützen im Falle der vom Gegner zerstörten Zielbrücke oder an einem operativ für den Gegner überraschenden Abschnitt, hat damit nicht zu tun. Das mal grob zur Übersetzung von Wasserhindernissen moderner Armeen.


    Der Normalfall zumindest der jeweiligen Angriffsspitzen wird immer sein, möglichst schnell mit allen verfügbaren Truppen einen Brückkopf zu bilden. Auch oder gerade mit mit den verfügbaren Übersetzmitteln. Wenn es schwimmfähige Pz gibt, um so besser.

    Edited once, last by Hoth ().

  • Hallo Thomas,


    ich denk´s mir umgekehrt. :)


    Mit Sturmbooten über den Fluß und wenn´s drüben eng werden sollte, kommt der schwimmende Panzer zur Unterstützung nach.


    Gruß


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...


  • Gerade nicht, die Sturmboote werden zusammengeschossen, Schwimmpanzer o. ä. nicht. Und sind immer eine große Überraschung, vor allem zu der Zeit damals! Aber Knaff meint da vielleicht "Friedensmanöver". Alle friedensmäßigen Bewegungen mußten über die wenigen Don-Brücken-und Übersetzstellen erfolgen und haben niichts mit taktischen Einsätzen von z. B. Tauchpz. zu tun, die ohne Zweifel für diese Zeit revolutionär und beispielgebend waren.

    Edited 4 times, last by Hoth ().

  • Guten Morgen,


    leider habe ich gerade die Quelle nicht zur Hand, aber die Schwimm/Tauchpanzer die bei "Seeloewe" "uebrig" geblieben sind, haben den Fluss Bug dann bei "Babarossa" durchquert.


    Schoenes WE


    braeuti

  • Quote

    Original von Huba
    Hallo Niki,
    schon klar!
    Aber wenn man Schwimmpanzer rübergondelt, so ganz ohne Pio-Brücke oder sonstwas, und andere Einheiten eben nicht so einfach rüberkommen weil keine Brücke momentan zur Verfügung steht...was soll ich dann mit ein paar einzelnen Panzern , ohne jegliche Unterstützung , dort, am anderen Ufer, anfangen?


    Vielleicht bring ich mein "Problem" auch verkehrt rüber, aber Versuch macht kluch! :D


    Grüße Thomas


    Hoth hats zwar schon beantwortet aber vielleicht nochmal mit anderen Worten:


    Es ging ja niemals (nicht bei der WH und nicht bei den Sowjets) darum ALLE Pz schwimmfähig zu machen, d.h. Brücken und/ oder Fähren werden für schweres Gerät und Nachschub auf jeden Fall benötigt.


    ABER jeder Flussübergang beginnt mit einem Brückenkopf und wenn man in dem schon SPz und leicht Pz hat, kann dieser schneller ausgeweitet bzw. erfolgreicher gegen Angriffe verteidigt werden. Weiterhin ist die Schwimmfähigkeit auch von Nutzen wenn intakte Brücken bestehen.
    Brücken sind immer ein Nadelöhr, wenn ich aber zusätzlich auch Truppen außerhalb der Brücken anlanden kann, erschwert das dem Gegner die Störung meines Nachschubs ungemein. Ich dagegen kann (fast) an jeder Stelle weitere Brückenköpfe bilden und sei es nur zur Ablenkung/ Täuschung usw.

  • Hallo,


    Quote

    Hoth hats zwar schon beantwortet aber vielleicht nochmal mit anderen Worten:

    Es ging ja niemals (nicht bei der WH und nicht bei den Sowjets) darum ALLE Pz schwimmfähig zu machen, d.h. Brücken und/ oder Fähren werden für schweres Gerät und Nachschub auf jeden Fall benötigt.


    ABER jeder Flussübergang beginnt mit einem Brückenkopf und wenn man in dem schon SPz und leicht Pz hat, kann dieser schneller ausgeweitet bzw. erfolgreicher gegen Angriffe verteidigt werden. Weiterhin ist die Schwimmfähigkeit auch von Nutzen wenn intakte Brücken bestehen. Brücken sind immer ein Nadelöhr, wenn ich aber zusätzlich auch Truppen außerhalb der Brücken anlanden kann, erschwert das dem Gegner die Störung meines Nachschubs ungemein. Ich dagegen kann (fast) an jeder Stelle weitere Brückenköpfe bilden und sei es nur zur Ablenkung/ Täuschung usw.


    Richtig, vielleicht ist es hilfreich, sich den mil. Begriff focieren, also gewaltsames Überwinden im Film erklären zu lassen:


    http://www.youtube.com/watch?v=dA4yhBKfl4Q



    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941