WASt - Informationen, Daten, Anfragen

  • Hallo, Margarete!


    Die von mir angesprochene "Schuld" bezieht sich ausschließlich auf auf den für mich bisher nicht erkennbaren Willen vieler User, etwas Grundlegendes verändern zu wollen. Dass fast jedes Amt zum Teil hohe Gebühren verlangt, ist mir bekannt. Nicht jeder kann sich das leider leisten. Davon rede ich aber jetzt nicht.



    Ich lese seit fast zwei Jahren: "Gibt es keinen "Sonder- bzw. Umweg", um an die Unterlagen vom KBL zu kommen?"


    Da frage ich mich ernsthaft: Wieso eine Sonderbehandlung für jeden Einzelnen? Was machen eigentlich die Suchenden, die kein Internet haben und deshalb keine hilfreichen Tips aus den Foren bekommen? Warum müssen überhaupt Sonderwege eingeschlagen werden, wenn man versuchen könnte, einen offensichtlich unbefriedigenden Teil dieser "Gesellschaft" zu verändern - nicht nur für sich selber, sondern auch für Andere? Schaut heute wirklich niemand mehr über den Tellerrand? Ist jeder tatsächlich nur an sich selbst und an seinem eigenen Vorteil interessiert? Reicht es tatsächlich aus, wenn jeder für sich einen (Sonder)Weg findet? Das gibt mir sehr zu denken.



    Eine Petition kostet meines Wissens nach nichts, ist dementsprechend auch für den schmalen Geldbeutel geeignet! Warum es keiner versucht hat, weiß ich nicht. Da fehlt vielleicht die Ausdauer oder - noch schlimmer: man selber hat ja seine Unterlagen vermutlich schon auf Umwegen erhalten, warum sollte man sich dann noch für dieses Thema interessieren? ...... ?(



    Gruß von Trude

  • trude:


    Ich verstehe nicht ganz, warum Du so vehement darauf pochst, jemand solle eine Petition einreichen, wenn Du es doch selber nicht machen willst?


    Gleich allenen Egoismus vorzuwerfen ist gewagt.


    Oder hast Du spezielle Gründe, es nicht selbst zu machen?

  • Ich sehe in der erneuten Petition, diesmal beim Bundestag, kaum Chancen. Das Verfahren dauert sehr lang (über 1 - 1 1/2 Jahren !!) und jeder hofft wohl dass dort irgendwer schon früher mal reagiert. Und ob der Bund "Befugnis" hat die Unterlagen des Landes Berlin zu verwalten ?(


    Aber es kann ja ein jeder gerne versuchen
    http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/index.html
    Sollte ja nicht sehr schwer sein.


    Werde glaub mal deswegen beim Bundesarchiv und beim VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare nachfragen, vielleicht wissen die ja schon was neues.


    Gruß Alex (der froh ist fast alles beim KBL abgefragt zu haben!)

  • Hallo, Historienfan!


    Dass ich mich mit meinen Aussagen nicht beliebt mache, weiß ich natürlich ... ich hege allerdings auch nicht den Wunsch, mich beliebt zu machen, sondern ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten Informationen weitergeben. "Gewagtes" zu äußern gehört oftmals dazu. Lari-Fari-Beiträge liest doch niemand!


    Wenn ich könnte, würde ich diese Petition selber einreichen, aber wie Du schon festgestellt hast, kann es unausgesprochene Gründe geben, die zuweilen hinderlich bei manchen Aktionen sind. Es bleibt mir also leider nichts anderes übrig, als an jeden Einzelnen zu appelieren. Dass dieser "Appell" als Vorwurf verstanden werden kann, ist mir bewusst.


    Lieber Alex,
    ich persönlich sehe das genau anders herum. :D Die Unterlagen werden von Berlin nur verwaltet, sie gehören meiner Meinung nach aber ursprünglich in die Zuständigkeit des Bundes.
    Es geht hier um die Begriffe Besitz und Eigentum. Klärt man diese Verhältnisse, dann muss die logische Lösung lauten: Das KBL sollte zum Bundesarchiv gehören und somit dem Archivgesetz unterstehen, nicht der Willkür eines einzelnen Mannes. Und ob das ganze Prozedere dann zwei oder gar fünf Jahre dauert, ist mir eigentlich egal. Gut Ding will Weile haben.


    Liebe Grüße von Trude.

  • ich schätze Deine temperamentvolle Darstellung Deiner Meinung. Wir alle sind Individuen und somit erhält doch sowieso schon jeder im Rahmen des Kollektivs seine ganz spezielle Sonderbehandlung. Jedem von uns ist doch bekannt, wie schwierig es ist, gesetzlich festgelegte Bestimmungen zu ändern. Also versuchen wir über irgendwelche Umwege das zu erreichen, was uns wichtig ist (das ist absolut legitim und menschlich). Manchmal reicht es schon, mit einem anderen Sachbearbeiter zu sprechen, um das gesetzte Ziel zu erreichen.


    Unbefriedigende Teile der Gesellschaft verändern (– ahhh Revolution –) daran habe ich heute auch gedacht, als wieder ein Brief von einem Archiv ins Haus flatterte, in dem mir angeboten wird, ans andere Ende von Deutschland zu reisen und selbst zu recherchieren.


    Irgendwann findet sich jemand, dem die Angelegenheit so wichtig ist, dass er sich mit Engagement um eine Petition bemüht (oder auch nicht!).


    Ich frage mich allerdings auch, für wen Archive angelegt werden? Doch nicht für die Toten. Die haben nichts mehr davon. Archive werden doch wohl für die Lebenden angelegt. Wenn es nicht so wäre, könnte jedes Schnipselchen Papier gleich in die Tonne getreten werden.


    Mit leicht belustigtem Gruß von Margarete

  • Ich habe mal ungeachtet eurer Diskussion eine Frage:


    Ich habe mich mit meiner Mutter zusammen um eine Anfrage bei der WASt wegen meines Opas gekümmert und nach ein paar Tagen, kam Post, dass ein Nachweis der Familienzugehörigkeit erbracht werden müsse. Als wir uns dann darum gekümmert und das gerade abgeschickt hatten kam eine Mail, dass der Nachweis doch nicht mehr gebraucht würde, weil die Ermittlungen schon aufgenommen wurden. Ich frage mich jetzt wie das sein kann? Braucht man jetzt nen Nachweis oder nicht? (Mein Opa ist vor ca. 8 Jahren verstorben)


    Danke.

  • Hallo!


    Offensichtlich ist Dein bereits abgeschickter Nachweis dort noch nicht eingegangen. Wenn Dir Dein Bearbeiter jetzt gesagt hat, dass Du doch keinen Nachweis brauchst, dann wird dieser wohl in Deinem Fall tatsächlich nicht notwendig sein! Warum er seine Meinung geändert hat, weiß man ja nicht. Hauptsache, Du bekommst Deine Auskunft.


    Gruß von Trude

  • Hallo Boyd,
    Du, als direkter Nachkomme, bzw. auch Deine Mutter, bist berechtigt, Informationen zum Großvater zu erhalten.
    Kann natürlich sein, dass Deine Mutter nach der Heirat einen anderen Nachnamen trägt, und somit die Verwandtschaft etwas "verschleiert" wird.
    Bei einigen Nachfragen von mir war es so, dass die Anfrage bereits (fast) gänzlich bearbeitet wurde, und dann ist den Bearbeitern erst aufgefallen, dass keine Vollmacht vorliegt (ich habe dabei aber auch angegeben, dass ich nicht verwandt war, und diese nachgereicht).
    Soll also heißen, dass Du in direkter "Abstammung" keine Vollmacht brauchst, und Informationen erhalten darfst. Was natürlich immer sein kann ist, dass Du diese direkte Abstammung nachweisen musst, wenn Du aufgefordert wirst.
    Ihr wurdet dazu aufgefordert, habt den Nachweis erbracht, bekommt Auskunft!
    Ob der Nachweis jetzt doch nicht mehr gebraucht wird, ist doch eigentlich nicht mehr wichtig, oder? ;)

    Schönen Gruß,
    Bernd

  • Im Prinzip nicht, aber da ja sonst immer recht genau mit solchen Dingen umgegangen wird, hat mich halt interessiert, ob man den Nachweis generell braucht oder nicht. Vielleicht ist ja aufgefallen, dass meine Mutter ihren Mädchennamen angegeben hat...

  • Hallo, Boyd.


    So "generell" kann man leider nicht sagen, was gebraucht wird und was nicht. Der gleiche Familienname - bei gradliniger Verwandtschaft - macht es (nach meiner Erfahrung) aber tatsächlich einfacher, die gewünschten Infos zu erhalten.
    Da Dein Bearbeiter vermutlich keine Begründung für seinen Sinneswandel angegeben hat, wirst Du wohl nicht erfahren, warum Dein Nachweis plötzlich nicht mehr nötig ist.


    Gruß Trude

  • Hallo Leute,
    ich habe vor einiger Zeit eine Anfrage an das Militärarchiv Freiburg bezüglich meines Großvaters gesandt. Da mein Großvater Offizier war hielt ich das MA Freiburg für die richtige Anlaufstelle. Seine Personalakte ist nicht erhalten allerdings wurde eine Nennung in einer Stellenbestzungsliste gefunden und mir in Kopie zugesandt. Mehr gabs jedoch nicht!
    Meine Frage:
    Sind alle, Offiziere betreffenden Unterlagen, in Freiburg oder lohnt es sich zusätzlich bei der Wast oder anderen Archiven anzufragen?


    Vielen Dank für eure Hilfe,
    Grüße Stauff

  • Mon Moin
    #Eine kurze einfache Frage: Gibt es eine Dienststelle, wo ich Auskunft über militärischen Werdegang eines Überlebenden des Krieges bekomme??


    Die WAST ist ja nur für Gefallene und Vermißte. Oder brine ich dort gerade etwas durcheinander??



    gruß rene

  • Hallo rene,


    die WASt kann natürlich nur insoweit Auskünfte geben wie sie Daten vorliegen hat. Da war sie v.a. auf die Meldungen der Truppenteile angewiesen.
    Aber die Auskünfte sind nicht auf Gefallene und Vermißte beschränkt.
    So hat mein Vater schon in den fünfziger Jahren (für sich selbst) einen militärischen Werdegang angefordert, weil ansonsten sämtliche Unterlagen verloren waren.


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)

  • ja moin
    Ok danke.. Das dumme ist nur ich habe schn einen Antrag 2 mal abgeschickt...Und bede Mal eine negative Antwort bekommen, bwohl ich wei das mein Opa bis um Schluß in Flensburg war und denn für ein paar Monate in Brit Gef gekommen ist. Als er nachweisen konnte, das er Landwirt ist durfte er sofrt zurück.
    Die WAST sagt, das es keinerlei Unterlagen zu ihm gibt.Das lustige ist, ich war nicht der einzige der nach ihn gefragt hat laut WAST hat die Landesversicherungsanstalt Schleswig Holstein schon mal irgendwas nachgfragt...


    aber es kann doch nicht sein das es keine Unterlagen gibt. gar nix. Er msste doch seinen Namen usw bei den Briten angeben und die haben doch buch geführt..



    gruß rene

  • Quote

    Original von dr.rudolf
    . . . die WASt kann natürlich nur insoweit Auskünfte geben wie sie Daten vorliegen hat. Da war sie v.a. auf die Meldungen der Truppenteile angewiesen.
    . .


    Hallo rene,


    lies Dir doch bitte meinen o.a. Satz noch einmal genau durch !


    "Krieg" bedeutete "Ausnahmezustand" - "Nachkriegszeit" bedeutete teilweise "noch größerer Ausnahmezustand". Die Truppenteile hatten je nach Lage etwas anderes zu tun als Meldungen abzusetzen. Da ging es auch ums Überleben. Nicht ohne Grund belegt die WASt den Begriff "lt. Meldung vom" mit einer Karenzzeit von bis zu 3 Monaten.
    Die Besatzungstruppen waren mit dem Anfall an Gefangenen in den letzten Kriegs- und Nachkriegswochen total überfordert.
    Im übrigen sind die Datenbestände der WASt mehrfach verlagert worden, da gibt es keine Gewähr, dass noch alles vorhanden ist.


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Klemmt Deine Tastatur ? Da fehlen immer einige Buchstaben.

  • AH ok danke hast wohl recht. Bei mir ist halt die Enttäuschung sehr groß, da seine geschichte für immer weg ist. Fällt mir ein wenig schwer es zu aktzeptieren..


    Tastatur: die ist aus gummi und manchmal schreib ich schnller als ich lesen kann und denn treff ich nich richtig..sorry :-)


    gruß rene

  • Hallo Rene,


    ich werd' ja nicht müde, die Unterlagen bei den (Renten-) Versicherungsanstalten, Versorgungsämtern etc. als Quelle anzupreisen! (Hier der Thread: http://forum-der-wehrmacht.de/…74&hilight=Versorgungsamt) Da findet sich jede Menge Biographisches, denn bei der Feststellung der Rentenberechtigung ging es ja um GELD! Und wenn es um GELD geht, sind die Menschen immer sehr akribisch. (Deutlich akribischer, als wenn es um sowas "unnützes" wie Familienforschung geht, die man ja bekanntlich weder essen noch trinken kann...)
    Du schreibst selber "ich war nicht der einzige der nach ihn gefragt hat laut WAST hat die Landesversicherungsanstalt Schleswig Holstein schon mal irgendwas nachgfragt...". Das heißt, dass DORT, nämlich bei der Landesversicherungsanstalt Schleswig Holstein, zumindest deren Schriftwechsel mit der WASt liegt - sofern der Akt Deines Großvaters noch existiert (so ein Akt kann, meine ich, 10 Jahre nach Ende der Rentenzahlungen vernichtet werden).
    Im Versorgungsakt meines Vaters fand ich (von der WASt und anderen Behörden) deutlich mehr über seine Militärdienstzeit, als die WASt mir auf meine Anfrage mitgeteilt hatte. Also: Antrag auf Akteneinsicht stellen!
    Schöne Grüße
    Richard

  • Hallo zusammen,


    ich muss jetzt doch mal nachfragen :)


    Im April 2008 habe ich zwei Anfragen bei der Wast gestellt.
    Bisher habe ich noch keine Antwort.
    Mir ist ja klar, dass es etwas dauert.......
    Aber so langsam werde ich doch etwas ungeduldig  :(


    Soll ich noch ein paar Monate warten, oder was kann ich machen ?(


    Beste Grüße
    Roland

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