• Das Problem Hitler


    Man begann auf die Schnelle den Feldzug gegen die Sowjetunion.
    Weitergehende Überlegungen (Nachschub, Stärke der Roten Armee),
    das waren Dinge, die interessierten Hitler nicht. Er wollte nur losschlagen.
    Natürlich sollte auch der Krieg in den Weiten Russlands nach Ansicht Hitlers ein Blitzkrieg sein.


    Hitler hat einmal Zeugnis abgelegt über sein "wahres Ich". Das war ein
    Gespräch zwischen ihm und Großadmiral Raeder vor Kriegsbeginn.


    Man sprach dabei über mögliche Kriege. Hitler sagte, dass sind Probleme
    der Zukunft, über die ich gegenwärtig noch nicht nachgedacht habe.
    Mit anderen Worten: Hitler war aufgrund seines Wesens nicht in der Lage,
    systematisch und logisch zu denken und Dinge zu verarbeiten. Er war ein
    Mensch, der noch 1945 im Führerbunker darüber jammerte, wie schlecht ihn seine Lehrer behandelten. Hitler war zeitlebens ein oberflächlicher Mensch - ohne jegliche Bildung. Und mit diesen "geistigen Gaben" begann er auch den Feldzug gegen die Sowjetunion.

    Edited once, last by Jahrgang39 ().

  • Hallo Sascha,
    bisher sprechen alle Quellen die ich persönlich kenne, dass die Moral der deutschen Truppen zu Winterbeginn 41/42 intakt war. Für die Mehrzahl der Soldaten stand der Sieg des Reiches außer Frage. Für meinen Vater, Infantrist, stand der Sieg noch bis zur Niederlage in Stalingrad fest. Er hielt die Niederlage vor Moskau "nur" für eine ärgerliche Panne nach dem Soldatenflaks "Die Generäle wußten nicht das es in Russland einen Winter gibt".
    Wie schon gesagt bin ich sicher, dass die WH unter günstigen Bedingungen (z.B. früherer Angriff) durchaus noch weiter hätte vorrücken können. Auch ein Sieg bei Moskau, mit möglicherweise nur kurzfristigen Einnahme von Moskau, hätte eine Niederlage im Krieg nicht verhindert sondern nur noch weiter verlängert.
    Ein Aspekt der mir persönlich mehrfach in den Sinn gekommen ist der folgende. Mit dem Krieg gegen Frankreich hat sich die WH bzw. Reichswehr seit 1919 intensiv beschäftigt und ihn vorbereitet. Mit Kriegen gegen GB und SU hat man sich soweit miir bisher bekannt nie ersthaft beschäftigt. So war z.B. der Plan für die Operation Seelöwe nur eine einzige Improvisation. Auch für den Krieg gegen die SU hat es nur kurze Planungszeit gegeben. Wobei z.B. Winterkriegsführung überhaupt nicht mit eingeplant wurde. Im bin sicher, dass bei einer langfristigen Planung z.B. im Fall GB Landungboote vorhanden gewesen (genauer schon vor Kriegsbeginn geplant und gebaut) währen. Im Fall SU hätte es auch Planungen für Winterkriegshandlungen gegeben.
    Gruß Martin

    ML