Panzerinstandsetzungs-K-Werk Braunsberg Ostp.

  • Hallo zusammen,


    im Zusammenhang mit meinen Nachforschungen zur Ausstattung deutscher Einheiten mit dem russischen T 34 1944/1945 bin ich auf die „Panzerwerkstatt Braunsberg“ in Ostpreußen gestoßen.


    Schaut auch mal hier, vorletzter Absatz S. 59 "Panzerwerk Braunsberg"
    http://www.z-g-v.de/doku/archi…se1/kapitel-6-1-1-2-8.htm


    Hat jemand zu dieser Werkstatt nähere Angaben, u. a. woher kamen die dort instandgesetzten russischen Panzer?! ?(


    Im Netz habe i c h dazu leider keine geeigneten Angaben gefunden!!
    Daher würde mich jeder Hinweis dazu interessieren ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,


    Hier:


    Die Geschichte der deutschen Instandsetzungstruppe / Erhard Haak
    , Osnabrück, 1986


    habe ich etwas gefunden:



    S. 293


    Panzerinstandsetzungs-K-Werke
    1944: Braunberg (Ostpreußen) für Heeresgruppe Nord



    Zu den Werken im allgemeinen füge ich noch ein Auszug aus dem obigen Buch S.184 an:



    Viele Grüße
    Papa

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    • Pz-K-Werke.jpg

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    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

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  • Hallo Roland,


    ich kann die Quelle zu Deinem Link nicht finden. Nur den Text und das Inhaltsverzeichnis. Bitte um Nennung.


    Gruß Karl

  • Hallo


    Roland meint dies (denke ich!)


    "Eigenartigerweise kämpfen sich gerade um den 30. Januar herum zwei russische Panzer vom Typ T 34 und T 43 nach Elbing durch. Sie waren die „Überlebenden” eines zwölf Panzer starken Verbandes, der von der großen Panzerwerkstatt Braunsberg aus Befehl hatte, Elbing zu erreichen."



    Oder meintest Du, woher diese Aussagen stammen?
    Die kommen hierher:


    Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa
    In Verbindung mit Adolf Diestelkamp, Rudolf Laun, Peter Rassow
    und Hans Rothfels bearbeitet von Theodor Schieder
    Herausgegeben vom Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte
    Band I/1
    Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße
    Band 1
    Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1954


    Unter
    http://www.z-g-v.de/doku/archiv/menu.htm
    kannst Du den 1. band komplett durchsuchen.



    Viele Grüße
    Papa

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

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  • Hallo Papa, hallo Karl,

    Quote

    Original von Papa
    ... Roland meint dies (denke ich!)....


    Du hast Recht, das war die Quelle ;)


    Papa, vielen Dank für die schnelle Antwort und den Hinweis auf die Panzerinstandsetzungs-Kraftfahrwerke! Ich muss sagen, dass ich hierzu überhaupt keine Angaben in meinem Bücherschrank finden würde ;)


    Also handelte es sich bei dem Werk in Braunsberg um ein ehemaliges Panzerinstandsetzungs-Kraftfahrwerk aus dem Hinterland der deutschen Ostfront? Oder gab es in Braunsberg bereits vorher eine solche Werkstatt?!
    Wurden T 34 (und andere russische Panzer?) nur hier instandgesetzt oder auch woanders?! ?(


    Ich war sehr überrascht, als ich bei der Suche im Weltweiten Netz über die Angaben in dem o. g. Link „stolperte“, wo „um den 30.Januar 1945“ die Panzergruppe mit T 34 erwähnt wurde!! ;)


    Es sollen im Januar 1945 meines Wissens Angehörige der Panzer-Ersatz-Abteilung 4 Wien – Mödling in Braunsberg gewesen sein, um dort T 34 zu übernehmen! Es war die Rede von etwa 15 Fahrzeugen, deren Fertigstellung sich verzögerte.


    Wenn zu diesem Thema also noch Angaben oder Berichte vorliegen, würde ich mich freuen, wenn an mich gedacht wird! ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland,


    Die Angaben über Braunberg (ich merke erst jetzt, daß ich immer Braunberg und Du immer Braunsberg nenne. Ich hoffe es handelt sich auch um den gleichen Ort :) )


    Die Angaben aus dem oben zitierten Buch laufen unter


    "übersicht über ermittelte Panzerwerkstatt-, Berge- und Ersatztruppenteile" (Ich füge es unten als Bild an.)


    Ich schließe daraus, dass das K-Werk für die HG Nord zuerst in Riga war und dann durch den Kriegsverlauf dann nach Braunberg kam. Wann dies jedoch passierte, wird leider nicht ersichtlich.


    In der obigen Übersicht werden keine weiteren Instandsetzungseinheiten oder -einrichtungen für Braunberg genannt.



    Zu der Frage ob noch woanders T-34 repariert wurden.
    Ich gehe davon aus.
    Als die Panzerkompanie z.b.V. 66 in Neuruppuin aufgestellt wurde, sollen dort ja auch T-34 zusammengefasst worden sein. Ich denke, daß diese auch vorher in Heimat-Instandsetzungseinrichtungen "hergerichtet" wurden (dt. Turmkuppel etc.).


    Einen kleinen Hinweis habe ich noch bei Spielberger, Walter: Beute-Kraftfahrzeuge....,1999, S. 275 gefunden:


    "Im März 1943 wurde Charkow durch deutsche Truppen zurückerobert. Das am Ostrand der Stadt gelegene Panzerwerk (Nr. 183) wurde als SS-Aufbauwerk wieder in Betrieb genommen und befasste sich mit der serienmäßigen Reparatur von Schadpanzern sowie der Wiederaufnahme der Montage von Kampfpanzern T-34/76. Die meisten der fertigen Fahrzeuge kamen, mit übergroßen Bbalkenkreuzen versehen, bei Bjelgograd zum Einsatz."



    Ich habe mir gestern das Buch:
    Die Panzerinstandsetzung der Wehrmacht / Lukas Friedli / Uelzen, 2005
    bestellt. Vielleicht finden sich ja dort noch Hinweise.


    Viele Grüße
    Papa

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    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

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  • Hallo Papa,

    Quote

    .... Ich hoffe es handelt sich auch um den gleichen Ort :) )
    ....


    ich hoffe ja doch, dass wir von demselben Ort reden, auch trotz des fehlenden „s“ 8o;)


    Vielen Dank auf jeden Fall für die ergänzenden Angaben, habe ich mir so notiert!!! ;)


    Der Verwendung von russischen Beutefahrzeugen bei der Pz.Kp. z.b.V. 66, dort auch neben den T 34 mindestens auch ein KW II (Spielberg, Beutepanzer, S. 280, wie wollten die d e n denn nach Malta bekommen :D ) als auch bei der SS-Division „Das Reich“ sind bekannt, obwohl ich über die Pz.Kp. z.b.V 66 leider kaum was weiß.


    Solltest Du noch was zu dem Standort Braun(s)berg in dem bestellten Buch finden, denk bitte an mich ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Quote

    Original von RolandP


    Der Verwendung von russischen Beutefahrzeugen bei der Pz.Kp. z.b.V. 66, dort auch neben den T 34 mindestens auch ein KW II (Spielberg, Beutepanzer, S. 280, wie wollten die d e n denn nach Malta bekommen :D ) als auch bei der SS-Division „Das Reich“ sind bekannt, obwohl ich über die Pz.Kp. z.b.V 66 leider kaum was weiß.


    Ich habe mich auch schon gefragt, was der dort soll. Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.
    Soweit ich Malta kenne (nur von Fotos), ist es recht klein und bergig. Ob der KV II, der schon bei kleinen Neigungen, den Turm nicht mehr drehen konnte, da optimal wäre.



    Quote

    Solltest Du noch was zu dem Standort Braun(s)berg in dem bestellten Buch finden, denk bitte an mich ;)


    Mach ich.


    Viele Grüße
    Papa

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo,


    Ich habe heute da Buch Die Panzerinstandsetzung der Wehrmacht / Lukas Friedli / Uelzen, 2005 erhalten und nochmal wegen den K-Werken und Braunsberg nachgesehen.


    Dort:


    "Eine rückwärtige Verlegung der K-Werke fand trotz des immensen Aufwandes mehrmals statt. Ende 1944 bestanden folgende K-Werke:


    Braunsberg (Ostrpeußen) für die HG Nod
    Kreising (bei Posen) für die HG Mitte
    Brieg (Schlesien) für die HG A
    Wien-Arsenal für die HG Süd"



    Irgendwann muss auch eines in Sanok (Polen) gewesen sein, zumindest sind 2 Bilder im Buch mit Tigern (sPzAbt. 503), Panthern, Bergepanther, Pz IV.
    Desweiteren muss ein K-Werk irgendwann auch in Charkow gewesen sein, so die Bilder auf denen Pz IV, Tiger I und auch ein T-34/85 zu sehen sind.



    Interessant im Hinblick auf die T-34 ist noch der Befehl vom Chef Rüstung vom 8.4.1944.


    11. Pz-Fahrzeuge ausländischer Herkunft sind, soweit ihre Instandsetzung durch die Truppe nicht möglich ist, wie folgt instand zu setzen.
    a)..
    b.) russ. Herkunft Pz.Inst.-K-Werk Nord, Riga
    c.)...



    Desweiteren wurden auch in der Truppe leichte Beschädigungen von Beute-Panzern durchgeführt, "aber keine Ersatzteile mitgeführt".
    So z.b. bei der
    - 25. PzDiv: 3 T-34/85 in Oberschlesien 1945
    - 8. PzDiv, 10. PzRegt.: T-34 und KW-I, im Osten 1941




    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

    Edited once, last by Papa ().

  • Hallo Steffen,
    vielen Dank für Deine Mühen und die Angaben aus dem Buch „Die Panzerinstandsetzung der Wehrmacht“ / Lukas Friedli / Uelzen, 2005, somit wäre Braunsberg an Stelle von „Braunberg“ ja jetzt endgültig geklärt =)


    Ich habe für die Zeitschrift „Kameraden“ mal einen Suchaufruf geschrieben, der hoffentlich auch gedruckt (und dann vielleicht beantwortet) wird, in dem ich auch nach dem Panzerinstandsetzungswerk Braunsberg gefragt habe.  8)


    Vielleicht bekommen wir ja so noch weitere Informationen!!


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,


    Na mal schauen, ob sich da noch ein "Kamerad" findet.


    ich habe hier noch ein Bild gefunden, daß ich ganz interessant fand.


    3 BT-Panzer werden anscheinend mit größerem Aufwand "umgewandelt".


    Viele Grüße
    Steffen

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    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo,


    das Foto ist wirklich interessant.
    Anscheinend haben die "Lackierer" einfach irgendeine vorhandene
    Farbe genommen um die Beutepanzer "umzuspritzen".


    Laut derzeit gültiger Anweisung hätten die Fahrzeuge in dem üblichen Dunkelgrau (Panzergrau) lackiert werden sollen:


    "...
    HM 1940, Nr. 864:
    Mit Befehl die Farbe beizubehalten, wurde für die Dauer des Krieges befohlen:
    Ausrüstung für, welche der Dunkelgrau / Dunkelbraune Anstrich vorgeschrieben war,
    ist mit einem einheitlichen Dunkelgrau (RAL 7027) anzustreichen.


    OKH (Ch.H. Rüst u. Bde),31.07.1940..."


    die verwendete farbe scheint mir da etwas zu hell.
    Die Ketten hat man evtl. demontiert,um mehr Bewegungsfreiheit beim Lackieren zu haben.


    Gruß
    Jan

    suche alles über das Gebirgs-Jäger-Regiment 756

  • Hallo,


    Ich habe hier noch ein Bild aus Königsberg 1945.


    Dort soll ein "Deutsches depot mit T-34" zu sehen sein. Im Hintergrund erkennt man noch einen T-34 mit deutschen Markierungen.


    Ob es sich hier nur um eine Sammelstelle oder evtl. ein Depot für die Aufarbeitung von Beute-Panzern handelt ist leider nicht ersichtlich.


    Viele Grüße
    Steffen

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    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo Steffen,
    kann es sein das der Panzer (rechts Turm mit Balkenkreuz) kein T-34 ist ? Wenn ich mir die Form des Turmes anschau....
    Und auch der Panzer ganz links, mit der helleren Farbe scheint mir kein T-34 zu sein (Kette zu schmal und sichtbare Ecke zu kastenförmig).


    Gruß Carmen

    Suche alles zur 129.ID. insb. GrenReg.427 ab 1944, sowie zum Fest.Btl. 650 1943-44, sowie zur 353.ID. insb. GrenRgt. 943 Juli-Aug. 1944.

    Edited once, last by carmen ().


  • Hello! Very interesting! But from which source information about placement of repair plants on the 1942 and 1944?