• Quote

    Original von Bernd S.
    Soweit war ich auch schon, wie du oben lesen kannst.


    Hallo,
    ich habe das geschrieben, weil man manchmal etwas geschenkt bekommt, das wenig bis noch weniger mit dem militärischen Werdegang zu tun hat.
    Wieso hat mein Vater mit Wehrmachtskarten von Holland seine Bücher eingebunden? Er war im Krieg nie in Holland.
    Ich mache mir keine Gedanken, wo die hergekommen sind, passen einfach nicht zur militärischen Laufbahn. Und manchmal kann man einfach nicht mehr fragen.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo,


    leider mußte ich entdecken, daß sich im L.d.W. auf dieser Seite ein Fehlerteuferl eingenistet hat und dort sein Unwesen treibt. ;)


    Die fälschliche und irreführende Bezeichnung "Leistungsabzeichen des Heeres" muß vom Buch von
    Brian L. Davis "Uniformen und Abzeichen des deutschen Heeres 1933 - 1945" Seite 58 übernomen worden sein.
    Der Fehler dürfte bei der Übersetzung ins Deutsche passiert sein ( Qualification Badges ).


    Ich arbeite gerade an einer Richtigstellung und stelle für´s Erste die Bestimmungen zum Zeitpunkt der "Geburt" dieses Abzeichens ein.
    Das hochoffizielle zeitgenößische Standardwerk über Uniformen der Wehrmacht stammte von Major Hettler und erschien vor dem Krieg.
    Der Dateianhang stammt aus der Ergänzungs-Broschüre "Nachtrag 1939 / 1940 zu -Die Uniformen der Wehrmacht- von Major Hettler".


    Da leider auch das Heeresbergführerabzeichen nicht - so wie im L.dW. abgebildet - existierte, werde ich wohl eine Nachtschicht einlegen müssen. ;)


    Liebe Grüße aus dem Land der Berge


    Niki

  • I). Das Heeresbergführerabzeichen


    Am 10. August 1936 wurde das Heeresbergführerabzeichen der Wehrmacht eingeführt. ( Anhang 1 )
    Das Abzeichen wurde ausschließlich in einer Metallausführung ( wie abgebildet ) produziert, hatte den Charakter eines Ehrenzeichens und wurde ursprünglich nur an Unteroffiziere und Mannschaften verliehen, die ausgebildete Bergführer waren und in dieser Funktion ein Jahr in der Wehrmacht gedient hatten.
    Getragen wurde es in der Mitte der linken Brusttasche, bzw.neben oder unter allfälligen Kriegsorden.


    Mit Vfg. v. 12. Februar 1941 ( HV 41B, Nr.109 ) wurde die Trageberechtigung auf alle zum Heeresbergführer ausgebildeten Soldaten - also auch auf Offiziere - ausgedehnt.


    Entgegen der Vorschrift wurde es allerdings auch schon früher von manchen Offizieren getragen. Bekannt dafür ist Generaloberst Dietl, der es extra auf seiner rechten Brusttasche zu tragen pflegte. ( Anhang 2 )


    II). Das Bergführerabzeichen der Waffen-SS


    Das Bergführerabzeichen der Waffen-SS wurde im Oktober 1944 eingeführt, war aus besticktem Tuchstoff gefertigt und wurde - wie das Heeresbergführerabzeichen - ebenfalls an der linken Brusttasche getragen. ( Anhang 3 )



    Die Ausarbeitung zum Ärmelabzeichen folgt in Bälde ;)


    Gruß aus Wien


    Niki


    Verwendete Quellen :
    Brian Davis -Uniformen und Abzeichen des deutschen Heeres 1933-1945
    Schlicht+Angolia - Die Deutsche Wehrmacht Bd.1 -Heer
    Bender +Taylor-Uniforms,Organisation and History of the Waffen-SS Vol.1
    John Angolia- For Führer and Fatherland-Military Awards of the third Reich

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    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo Niki,
    dann hatte meine Anfrage letztendlich doch noch eine praktische
    und für das LdW sinnvolle Auswirkung.
    Danke für die umfassende Darstellung.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo Freunde,


    ich habe soeben etwas von einer RAD-Gebirgsbrigade entdeckt. ?( ?(


    Ein entsprechendes Thema beginne ich im RAD-Forum.


    Die Edelweiß-Ärmelabzeichen-Ausarbeitung folgt auch in den nächsten Tagen.


    Gruß aus Wien


    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo,
    hier noch eine Ergänzung :



    III. Das Polizei-Bergführer-Abzeichen


    Das Polizei-Bergführer-Abzeichen wurde am 24. Februar 1941 eingeführt und konnte von allen Angehörigen der deutschen Polizei ( mit Ausnahme von Beamten der Kripo und der Gestapo ) erworben werden.
    Es wurde ebenfalls an der linken Brusttasche getragen



    Gruß aus Wien


    Niki

  • Hallo,


    hier noch zwei Presseartikel zum SA-Bergabzeichen.
    Quellen: Kleine Volkszeitung Nr. 5 vom 5.Januar 1943, Seite 3 u. Badener Zeitung Nr. 45 vom 7.Juni 1944, Titelseite ff.


    Gruß, J.H.

  • Hallo,


    anbei noch ein kleines Fundstück zur Verwendung des Edelweiß als militärischem Abzeichen in der österreichischen Gebirgstruppe.
    Quelle: Tiroler Anzeiger Nr. 285 vom 11.Dezember 1937, Seite 13


    Gruß, J.H.

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    • Edelweiß.jpg

      (210.09 kB, downloaded 31 times, last: )

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Servus!


    Das Edelweiß – Ärmelabzeichen aus Stoff auch bei den Polizeigebirgsjägern

    Am 23.05.1942 wurde die Aufstellung des Polizeigebirgsjägerregiment 18 (ab 24.02.43 offiziell als SS-Polizeigebirgsjägerregiment 18 bezeichnet)
    befohlen. Es wurden deshalbdie Polizeibataillone 302, 312 und 325 im Raume Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald –Reutte - Ehrwald und
    Hammersbach zusammengelegt.
    Mit Runderlaß Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern vom 14. Mai 1942 - O-Kd II 1 b 100 Nr. 142/42
    wird für die Angehörigen des Polizeigebirgsjägerregiments 18 ein weiteres Abzeichen genehmigt, welches auf dem linken Ärmel des Waffenrockes
    etwa 1 cm über dem Ärmelaufschlag zu tragen war (Ärmelabzeichen).

    Für Offiziere war eine gestickte Ausführung vorgesehen.

    Gemäß Rd.Erl. des RFSSuChdDtPol vom 04. Dezember 1944 - W I a 100 Nr. 254/44 Uniformabzeichen (Edelweiß) ist in Ziff. 3 Abs. I des Rd.Erl.
    vom 14.05.1942 (RMBliV. 1021) ist hinter dem Worte "Polizei-Gebirgsjäger-Regiments" handschriftl. einzufügen: "und das Stammpersonal der
    Polizeischule für Hochgebirgsausbildung".
    I.A. Dr. Diederichs.
    Befehlsblatt des Chefs der Ordnungspolizei - 1. Jahrgang - Berlin, 16. Dez. 1944 - Nr. 51 - S. 498.

    Es ist bekannt, dass viele Offiziere aber das „Mannschaftsedelweiß“ trugen. Der Grund dafür ist unbekannt. Aber vielleicht war die gestickte Ausführung einfach nicht lieferbar!
    Die Abzeichen sind identisch mit denen der Wehrmacht.




    Viele Grüße aus den
    Bayer. Alpenvorland

    Berggeist