SS in Stalingrad

  • Hallo Taiko, ja mir ist auch nichts bekannt, ich stell gleich mal ein Befehlsblatt der Ordnungspolizei ein wo auch der Abwicklungsstab 6. Armee erwähnt wird.


    Wenn ich diesen so sehe möchte ich es nicht unbeding ausschließen das nicht doch auch Waffen-SS und Ordnungspolizei (zumindest Teile) im Kampfraum Stalingrad eingeschlossen waren.


    Vielleicht ist es aber auch nur eine Formalie das die Waffen-SS miterwähnt wird, damit nichts fehlt...?


    Meinungen?


    Beste Grüße
    Andreas

    Immer auf der Suche nach Daten, Bildern und Material über die 32. Infanterie Division, sowie über Straf,- und Bewährungseinheiten.

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  • Habs rausgesucht, MfG

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  • Hallo Andreas,


    die Kennzeichnung Stalingradkämpfer dient als Sonderstatus zur Abwicklung dienstrechtlicher Abläufe, die Truppengattung bzw. Dienststelle als Rahmendefinition. D.h. zwar nicht unmittelbar das es Beamte im Dienstverhältnis der SS im Kessel gegeben haben muss, aber es schließt diese Möglichkeit auch nicht aus. Finde Deinen Ansatz bemerkenswert, wirklich interessant und verfolgenswert...


    Beste Grüße
    Taiko

  • Hallo und einen schönen Abend,


    hab eine Einheit gefunden die im Kessel war, Gr. Heeresstreifendienst beim Pz AOK 4 ( 06789) geringe Teile, dies stammt von der Verlustliste der in Stalingrad eingesetzten Einheiten. Wäre vieleicht ein Ansatz.


    Mit freundlichem Gruß
    Hubert

  • Hallo Hubert,


    bin mir nicht sicher ob das ein Ansatz ist, denn Beamte (ja), PzAOK 4 (Wehrmacht), also kein SS Beleg (oder doch?). SS wäre der Heresstreifendienst gemäß Unterstellung einer SS Dienststelle / Einheit... oder sehe ich das falsch???


    Gruß Taiko

  • Hallo Taiko, mir geht es um den Satzabschnitt der beinhalten könnte das es Waffen-SS Einheiten im Kessel Kampfgebiet Stalingrad gab. Denn wenn es utopisch ist das es Einheiten der Waffen-SS im Kessel gab, warum heisst es dann in dem Befehl (gekürzt)...:


    a) ...der bei der Waffen-SS...im Kampfraum Stalingrad eingeschlossen war...


    Beste Grüße
    Andreas

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  • Quote

    Original von 32. Infanterie Division
    Hallo Taiko, mir geht es um den Satzabschnitt der beinhalten könnte das es Waffen-SS Einheiten im Kessel Kampfgebiet Stalingrad gab. Denn wenn es utopisch ist das es Einheiten der Waffen-SS im Kessel gab, warum heisst es dann in dem Befehl (gekürzt)...:


    a) ...der bei der Waffen-SS...im Kampfraum Stalingrad eingeschlossen war...


    Beste Grüße
    Andreas


    Hallo,
    gibt es irgendwelche Primärquellen, die Waffen-SS-Einheiten in Stalingrad aufführen?
    Es kann natürlich sein, dass einzelne Waffen-SS-Anghörigen, aus egal welchen Gründen, im Kessel von Stalingrad waren. Aber von da auf Waffen-SS-Einheiten im Kessel zu schliessen, scheint mir etwas gewagt zu sein.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Stimmt Rainer, kann natürlich sein das dort nur vereinzelt Waffen-SS Angehörige waren. Ich habe auch geschrieben könnte ein Hinweiß sein das es Einheiten dort gab.


    Der Satz: der bei der Waffen-SS...im Kampfraum Stalingrad eingeschlossen war...


    Hört sich halt für mich nach "Einheiten" an.


    Eigentlich ist es mir nicht wichtig wie es war, habe mich nur an dieses Dokument erinnert und es freundlicherweise eingestellt womit mein Engagement in diesem Beitrag nun auch endet.


    MfG Andreas

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  • Hallo,
    ich habe ja auch geschrieben "es kann sein" aber von da auf komplette Einheiten ableiten, habe ich noch nirgendwo gelesen. Nach meinem Kenntnisstand war der Kessel von Stalingrad frei von Waffen-SS-Einheiten.
    Das könnte man auch ziemlich einfach überprüfen, wenn man die damaligen Einsatzgebiete aller damaligen Waffen-SS-Divisionen sich ansieht.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Man bedenke das eine Einheit auch aus 30 Mann bestehen kann.


    Wenn jetzt jemand sagt: Nein kann nicht: Ok von mir aus.


    Ich habe den Satz: der bei der Waffen-SS...im Kampfraum Stalingrad eingeschlossen war...


    Für mich so interpretiert das damit Einheiten gemeint sein könnten und nicht Einzelpersonen.


    MfG Andreas

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  • Hallo,


    Auf Seite 79 des NARA-Dokuments findet sich als Nachtrag zu "in Stalingrad eingeschlossen gewesenen Einheiten"


    "Gruppe Geheime Feldpolizei 560, Teile"


    Zwar gehörte die Geheime Feldpol. zur Wehrmacht, deren Führer aber wohl aus der Sicherheits-Polizei kamen und sogar ihrer SiPo-Ränge behielten.


    Die SiPo wiederum unterstand dem RSHA.


    Das ist aber auch der einzige (und zudem ziemlich konstruierte :) ) Hinweis, in den 100 Seiten Original-Dokumenten über eine Verbindung zur SS.


    Dort sind ja bis zur Zug- und Kompanie-Größe alle Einheiten aufgelistet.


    Bis zum Beweis des Gegenteils steht (für mich zumindest) fest, daß dort keine SS-Einheiten waren.


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo werte Forumsmitglieder !
    Aus Erzählungen von meinem Großvater weiß ich, daß keine SS-Einheit jemals in Stalingrad war. Als SS-Einheiten in diese Richtung abkommandiert wurden Ende 1942 war der Kessel schon dicht. Mein Großvater gehörte der Division Das Reich an. Ich fragte ihn, ob andere Einheiten noch in Stalingrad waren und verneinte es. Geplant war es zwar, aber es kam nicht mehr dazu.
    MfG lilawendo

  • Hi
    Ich weis nicht ob niemand meinen Tread vorige Seite gelesen hat.
    Hier nochmal.
    Außerhalb des Kessels war nur die SS-Brig.Schuldt.
    Siehe auch hier: http://www.forum-der-wehrmacht…uldt&hilightuser=0&page=1


    Es waren die einzigsten die jemals in der Nähe von Stalingrad waren.
    In der Gliederung sieht man auch das die ersten Einheiten der Division Das Reich eintrudeln.


    Wenn Einheiten der SS in Stalingrad waren müßten sie gegebenfalls den Vormarsch mit gemacht haben bzw dorthin verlegt worden sein.
    Davon ist mir aber auch nichts bekannt.


    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo Zusammen, Hallo Andreas,


    den Satz auf den Du Dich beziehst ist eine einfache reglementarische Grundlage. Das Schreiben ist für den internen Dienstgebrauch und befasst sich mit der Handhabung von "möglichen" Dienstvergehen (auch bereits eingereichte Vergehen etc...) und noch kommenden Anfragen im Rahmen der Hinterbleibenenrechte aus dem damals geltenden Beamtenrecht. Um dies zu Vereinfachen, gab man dieser "Sonderregelung" den Namen "Stalingradkämpfer", sodass mögliche Verfahren und oder Anfragen somit einfach geregelt werden konnten. Es wird hier differenziert zwischen Wehrmacht, Waffen SS und Ordnungspolizei, wobei ich annehme das diese 3 Gattungen (meine persönliche Annahme) die einzige Möglichkeit ist, als Zivilbeamter im Feld zu stehen und auch die elementare Struktur der betroffenen Heeresgruppe berücksichtigt. Ich schätze das es ein ähnliches Schreiben auch für die Luftwaffe gab, zur Regelung der Anfragen in Bezug auf Stalingrad...
    Ich sehe darin nur einen "formalen" Akt, der die kommenden Abläufe zu vereinheitlichen versucht und bürokratische Ekzesse vorweg verhindert. Das schliesst im Umkehrschluß die Beteiligung der Waffen SS im Kessel zwar nicht aus, jedoch tendiere ich da zur bereits geäußerten Meinung, das es einzelne Angehörige der WaffenSS gegeben haben kann, aber Zwangsläufig nicht gegeben haben muß...
    Es ist z.b. Denkbar das ein Beamter aus einem Waffen SS Dienst kommend im Kessel einer Wehrmachtsdienststelle unterstellt war, ob dieser dabei seinen Waffen SS Zugehörigkeit verlor, vermag ich nicht zu sagen, jedoch haben eine Hinterbliebenen somit die Möglichkeit im Rahmen der "Stalingradkämpfer" Regelung eine beschleunigte und vereinfachte Anfragenbearbeitung zu erreichen. Dazu war nur der zeitliche Beleg seitens der Hinterbliebenen (Totenmeldung etc..) notwendig, um das Verfahren auszulösen, in Streitfragen musste dann die benannte Stelle der 6.Armee in Berlin hinzugezogen werden... (z.b. bei Mangel einer Verlusterklärung etc...). Ich denke das in einem solchen Fall, der Antrag an die Stammeinheit gegeben wurde (in meinem Beispiel eine Waffen SS Einheit/ Dienststelle) und diese dann gemäß der beschriebenen Regelung verfahren hat... (ist spekulativ...)


    Beste Grüße
    Taiko


    ** Anmerkung : Da dieses Schreiben nur für Soldaten mit Dienstvergehen gilt (d.h. bereits Verurteilt, noch in Bearbeitung etc...), ist die Regelung klar umrissen. Es steht also mal die Frage im Raum, ob es "Strafeinheiten" im Kessel gab, deren Zusammensetzung zu prüfen wäre... Die Waffen SS Nennung ist somit auch klar begrenzt auf diesen "konkreten" Fall...

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