Der deutsche Militarismus

  • Ohne das kriegerische deutsche Militär hätte Hitler niemals den Zweiten
    Weltkrieg entfesseln können, dem deutschen Militär kommt daher eine
    große Schuld am Weltkrieg zu.
    Um den Kriegswillen dieses Militaristengesindels zu beweißen hier ein paar Zitate:



    Generalfeldmarschall Graf v.Moltke im Jahre 1880:


    "Der Frieden ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ist ein Glied in
    Gottes Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen, Mut und
    Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzung des Lebens. Ohne den Krieg
    würde die Welt im Materialismus versumpfen." (1)



    General Friedrich von Bernhardi in seinem Buch „Deutschland und der nächste Krieg“


    1912 veröffentlichte der bekannteste deutsche Militärtheoretiker General Friedrich von
    Bernhardi sein Buch „Deutschland und der nächste Krieg“ das 1913 bereits in 6. Auflage
    erschien und viele Sprachen übersetzt wurde. Im ersten Kapitel „Das Recht zum Kriege“
    stellte er den Krieg als ökonomische und biologische Notwendigkeit zur Weiterentwicklung
    der deutschen Rasse dar. Bernhardi postulierte das „Recht auf Eroberung“ für den Stärkeren.
    Im zweiten Kapitel „Die Pflicht zum Kriege“ forderte er die Größe eines Staatmannes besteht
    darin den Krieg zu einem günstigen Zeitpunkt herbeizuführen. In den weiteren Kapiteln ging
    er davon aus das Deutschland bei der letzten Teilung der Welt zu kurz gekommen sei und es
    sei seine historische Mission das Versäumte nachzuholen. Er forderte Osteuropa als
    Siedlungsraum. Am Schluß seines Buches zitierte er Friedrich II. „ Ist das Wort Angreifer so
    schrecklich? Es ist eine Vogelscheuche, mit der man nur Feiglingen Angst einjagt.“ (2)



    General Wilhelm Groener an Friedrich Ebert im Jahre 1919:


    "Wir dürfen niemals der Selbsttäuschung pazifistischer Ideologen unterliegen, als ob durch
    Unterdrückung jeglichen nationalen und kriegerischen Geistes in einer Nation der ewige
    Frieden und die menschliche Glückseligkeit erreichbar wären. [...] Nur im dauernden Kampf
    um das Leben werden die geistigen und sittlichen Kräfte gestärkt und gestählt, die allein die
    Schwingen bilden für den Aufstieg eines Volkes. Welches Volk gegen dieses Naturgesetz
    verstößt, ist innerlich krank und zum Niedergang bestimmt. Falsche Propheten sind es, die
    dem Volke empfehlen, im Kampf um das Dasein auf die Stählung und die Anwendung auch
    der physischen Kräfte zu verzichten." In den folgenden Friedensjahren müsse sich
    Deutschland "als großes Volk, das nicht niedergehen will, das den Willen zum Kampf ums
    Dasein festhält und diesen Kampf mit den Völkern der Erde wieder aufnimmt in dem Maße
    und mit den Mitteln, die ihm vernünftigerweise nach dem Zustand seiner Kraft zu Gebote
    stehen." (3)



    Generaloberst Ludwig Beck in den dreißiger Jahren


    "Das letzte Mittel im Verkehr der Staaten untereinander wird auch in Zukunft der bewaffnete
    Kampf bleiben." Jeder Staat sei "grundsätzlich berechtigt, das Schwert zu gebrauchen". Denn
    der Krieg sei nun einmal "ein Glied in Gottes Weltordnung". "Den Krieg können wir nicht
    abschaffen. Jedes Nachdenken über die von Gott gewollte Unvollkommenheit der Menschen
    muß immer wieder zu diesem Resultat kommen." (4)




    General Seeckt im Jahre 1936


    "Der Krieg ist die höchste Steigerung menschlicher Leistung, er ist die natürliche, letzte
    Entwicklungsstufe in der Geschichte der Menschheit." (5)




    Aus der Denkschrift des Oberkommandos der Wehrmacht, "Die Kriegsführung als Problem
    der Organisation" vom 7.3.1938:


    "Was ist der Krieg der Zukunft?
    Der Krieg in seiner absoluten Form ist die gewaltsame Auseinandersetzung zweier oder
    mehrerer Staaten mit allen Mitteln.
    Trotz aller Versuche, den Krieg zu ächten, bleibt er ein Naturgesetz, das sich eindämmen,
    aber nicht beseitigen lässt und der Erhaltung von Volk und Staat oder der Sicherung seiner
    geschichtlichen Zukunft dient.
    Dieser hohe sittliche Zweck gibt dem Kriege sein totales Gepräge und seine ethische
    Berechtigung." (6)






    (1) Wolfram Wette, Die Wehrmacht, Franfurt am Main 2005, S. 144
    (2) Förster, Helmert, Otto, Schnitter, Der preußisch-deutsche Generalstab, Berlin 1966, S. 87 f.
    (3) Wette, S. 148 f.
    (4) Wette, S.150
    (5) Gerhard Förster, Totaler Krieg und Blitzkrieg, Berlin 1967, S. 24
    (6) Wolfgang Michalka, Deutsche Geschichte 1939-1945, Frankfurt am Main 1999, S.148

    Edited once, last by Jens ().

  • Quote

    Original von Jens
    Um den Kriegswillen dieses Militaristengesindels zu beweißen hier ein paar Zitate:


    Das zitierte "Militaristengesindel" hat nicht an der Entfesslung des Zweiten Weltkriegs mitgewirkt, wie bereits an den Jahresdaten ersichtlich. Von daher kann man nur vermuten, dass Du einen gewissen "Geist" meinen könntest, der bestanden haben könnte.


    Sollte das derselbe "Geist von Zossen" sein, den Hitler so störend empfunden hat? Dem er am 23.11.1939 Vernichtung angedroht hat, wenn er ihm in die Quere kommen sollte? Den er im November 1937 für einen Krieg präparieren wollte, mit dem Ergebnis, dass wenig später 3 von 5 Teilnehmern aus den Ämtern waren? Den er am 22.8.1939 - überwiegend - Zuversicht einpeitschen mußte, um ihm die Angst vor dem Zweifrontenkrieg zu nehmen?


    Nun ja, hast Du Dich einmal mit dem militärischen Widerstand gegen den Beginn und die Ausweitung des Zweiten Weltkriegs beschäftigt? Wohl kaum, wie an dem behaupteten Zusammenhang eines 1939er Militarismus im allgemeinen und dem Ausbruch des Krieges ablesen kann.


    Gruß
    Thomas

  • Quote

    Original von cpa95


    Sollte das derselbe "Geist von Zossen" sein, den Hitler so störend empfunden hat? Dem er am 23.11.1939 Vernichtung angedroht hat, wenn er ihm in die Quere kommen sollte? Den er im November 1937 für einen Krieg präparieren wollte, mit dem Ergebnis, dass wenig später 3 von 5 Teilnehmern aus den Ämtern waren? Den er am 22.8.1939 - überwiegend - Zuversicht einpeitschen mußte, um ihm die Angst vor dem Zweifrontenkrieg zu nehmen?


    Ich würde mal stark vermuten das einige Generäle, Hitlers Pläne für zu gefährlich fanden und deswegen gegen den Krieg waren aber nicht aus Pazifismus. Außerdem hat Hitler ja genug Generäle gefunden die bereit waren den Krieg zu führen.


    Die Zitate sollen beweißen wie das Militär allgemein zum Krieg standen und sie sprechen eine deutliche Sprache.

  • Jens:
    "Ich würde mal stark vermuten das einige Generäle, Hitlers Pläne für zu gefährlich fanden und deswegen gegen den Krieg waren aber nicht aus Pazifismus. "



    Die führenden Generale wollten einen Krieg vermeiden, und warnten ihn vor einer zu heftigen Expansionspolitik. Nach der Bekanntgabe Hitlers, die Tschechoslowakei zur Abtretung des Sudetenlandes zu zwingen, reichte Ludwig Beck (Generalstabschef des Heeres) seine Rücktrittserklärung ein. Hitler hatte den Generalen versichert, dass Großbritannien und Frankreich wegen der Tschechoslowakei keinen Krieg anfangen würden. Die Generale waren davon aber nicht überzeugt, und erwogen Pläne zum Sturz Hitlers und führender Nationalsozialisten. Chamberlain hieß das vorgehen Hitlers aber gut und Frankreich duldete es auch, wodurch den Generalen der Boden zu einem Militärputsch entzogen worden war.


    Die Generale waren durchaus nicht für einen Krieg, und wollten einen solchen eigentlich auch nach Kräften vermeiden.



    Chris

  • Gerade der Soldat ist an der Erhaltung des Friedens interessiert. Denn geht er verloren,gibt er sein Leben.



    Quote

    Die Zitate sollen beweißen wie das Militär allgemein zum Krieg standen und sie sprechen eine deutliche Sprache.


    Wenn man etwas so darstellen will wie man es für richtig hält,kann man natürlich zig Zitate schnappen,und sie anführen. Obs der neutralen Betrachtung dient lassen wir jetzt mal so stehen.


    Außerdem,wieso hätte er das nicht können? Soldaten folgen ihrem Befehl,außerdem hatten sie einen Eid auf diese Person geleistet. Es braucht keinen Millitarismus um Befehle zu befolgen.

    No poor damn bastard ever won a war by dying for his country. He won the war by making the other poor damn bastard die for his country.
    George S. Patton

    Edited 2 times, last by IronPig ().

  • Quote

    Original von Jens
    Ich würde mal stark vermuten das einige Generäle, Hitlers Pläne für zu gefährlich fanden und deswegen gegen den Krieg waren aber nicht aus Pazifismus. Außerdem hat Hitler ja genug Generäle gefunden die bereit waren den Krieg zu führen.
    Die Zitate sollen beweißen wie das Militär allgemein zum Krieg standen und sie sprechen eine deutliche Sprache.


    Hallo Jens,


    "Das" Militär gab es nicht, wir können gerne über einzelne Führungspersonen diskutieren. Von daher ist jede Aussage problematisch, wie das Militär allgemein zum Krieg stand. Die Masse interessiert hier zunächst einmal nicht.


    Ich würde mal folgenden Vorschlag machen: Mach Deine oben dargestellte Vermutung an den Führungspersonen im engeren Zirkel um Hitler fest, Verhalten, Besprechungen, Einwände etc. Dann sehen wir weiter.


    Wenn man eine Verantwortung für den Krieg diskutiert, dann führt m.E. nur eine Betrachtung über das Versagen des militärischen Widerstandes (und hierbei meine ich nicht das Attentat, sondern die Entwicklung bis Dezember 1939) weiter.


    Grüße
    Thomas

  • Hallo


    Warum hat eingentlich Stalin tausende von seinen Offizieren ermorden lassen?
    Möglicherweise war das Militär eine Gefahr für seine Diktatur?


    Gruß Stefan

  • Und vor allem : was hat das "deutsche" in der Überschrift zu sagen ? War Deutschland "militaristischer" als andere Länder ? Oder sollen , wie üblich , nur wieder dumpfe Klischees neu aufgewärmt werden ? Fragen über Fragen ...



    Jan-Hendrik

  • Quote

    Original von Jan-Hendrik
    Und vor allem : was hat das "deutsche" in der Überschrift zu sagen ? War Deutschland "militaristischer" als andere Länder ? Oder sollen , wie üblich , nur wieder dumpfe Klischees neu aufgewärmt werden ? Fragen über Fragen ...



    Jan-Hendrik


    Ist doch klar, Jan-Hendrik, aus Shukow wurde Jens, der Rest ist gleich. Sogar buchstaben- und threadgenau! ;)


  • Da man die Frage, inwieweit Moltke d.Ä. am Zweiten Weltkrieg schuld ist, leicht beantworten kann, ebenso die seines Urenkels, der aktiv im Widerstand gegen Hitler tätig war, sollte man sehen, wie Moltke über den Krieg dachte.


    Wenn man nichts vom sogenannten relativen Bellizismus weiß, dem Moltke anhing, interpretiert man dieses Zitat zwangsläufig völlig falsch. Dieser sieht den Krieg als unvermeidbar, aufoktroyiert an, als notweniges Übel, kann ihm aber positive Aspekte abgewinnen. Von einem Kriegwollen kann dabei jedoch keine Rede sein. (1)


    Tatsächlich sah Moltke nach der Reichsgründung Positives und Gefahren durch die bisherigen Kriege: „Wir haben durch unsere glücklichen Kriege an Achtung überall, an Liebe nirgends gewonnen“ (2)
    Er war sich klar, dass man Deutschland ob seiner starken Macht achtete, aber man müsse sich mit „Waffen schützen, damit es [das Erreichte] uns nicht wieder entrissen wird.“ (3)
    Er sah also Gefahren für Deutschland und glaubte nur starke Waffen könnten es verteidigen. daher war er gegen die Abrüstung. Allerdings darf man nicht in den Fehler verfallen, zu glauben, dies wäre eine Kriegsvorbereitung. Aufgrund der aktuellen Lage meinte er nämlich, „daß unter solchen Umständen für uns Abrüstung Krieg ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen“ (4)
    Folgerichtig lehnte er auch die französische Aufrüstung nicht ab, sprach sich sogar gegen eine Forderung an Frankreich aus, diese einzustellen (5). Als diese Aufrüstung abgeschlossen war, glaubte Moltke übrigens nicht mehr daran, dass man einen erfolgreichen Präventivschlag gegen Frankreich unternehmen könne. (6)
    Zudem begriff Moltke das Militär als eine Schule der Nation und glaubte, nur die Armee könne die Bürger moralisch festigen (7), denn er meinte, die größte „Gefahr aller Länder liegt jetzt wohl im Sozialismus“ ( 8 ), nicht in äußeren Feinden.


    Ihm selbst aber schenkte man ihm kein Gehör, sein Gesetzentwurf zur Heeresstärkung wurde abgelehnt im Reichstag (9), wenig überraschend beim heftigen Widerstand der Sozialdemokraten. Interessanter ist da sein Zerwürfnis mit Bismarck.


    Dieser hatte ihn schon 1881 kaltgestellt und der Generalquartiermeister von Waldersee übernahm mehr oder weniger öffentlich die Aufgaben Moltkes, der nur noch formal noch Generalstabschef war. Moltke hatte sich der Politik Bismarcks untergeordnet. (10)
    Tatsächlich hatte er sich schon immer, auch auf dem Höhepunkt seiner Karriere kurz nach dem Dt-Fr-Krieg, dem Primat der Politik letztlich untergeordnet (11)


    Interessant auch eine seiner letzten Reden vor dem Reichstag:
    „Meine Herren, wenn der Krieg, der jetzt schon mehr als zehn Jahre wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern schwebt, wenn dieser Krieg zum Ausbruch kommt, so ist seine Dauer und sein Ende nicht abzusehen. Es sind die größten Mächte Europas, welche gerüstet wie nie zuvor, gegeneinander in den Kampf treten; keine derselben kann in einem oder in zwei Feldzügen so vollständig niedergeworfen werden, daß sie sich für überwunden erklärte, daß sie auf harte Bedingungen hin Frieden schließen müsste, daß sie sich nicht wieder aufrichten sollte, wenn auch erst nach Jahresfrist, um den Kampf zu erneuern.
    Meine Herren, es kann ein Siebenjähriger, es kann ein Dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der Europa in Brand steckt, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert“
    - Moltke, 14.05.1890 (12)


    Nicht allzu militaristisch, wenn der Krieg als ein Damoklesschwert beschrieben, die Erinnerung an den schrecklichen Dreißigjährigen Krieg beschworen und die Kriegsgefahr mit einem Pulverfass verglichen wird.
    Klingt eher wie ein Appell an den Reichstag diplomatische Lösungen vorzuziehen. Und genauso wird es in der Fachliteratur auch gesehen.



    (1) vgl. Kunisch, J. (Hg.): Die Wiedergeburt des Krieges aus dem Geist der Revolution, Berlin 1999 zu den Ursprüngen des Bellizismus
    (2) Hahn, L.: Fürst Bismarck, Bd.2, Berlin1878, S., zitiert nach Engelberg, E: Bismarck, Bd.2, München 1993, S.167
    (3) ibid.
    (4) Stadelmann, R.: Moltke und der Staat, Krefeld 1950, S.256
    (5) vgl. Wolter, H.: Bismarcks Außenpolitik, Berlin 1984, S.183
    (6) vgl. Fiedler, S.: Taktik und Strategie des Millionenheere, in: Heerwesen der Neuzeit, Bonn 1993, S.93f
    (7) Engelberg, E: Bismarck, Bd.2, München 1993, S.165
    ( 8 ) Helmert H./Schmiedel K.: Zur Kriegspolitik und Strategorie des preußischen Generalstabes 1870/71, in: Bartel H./Engelberg E. (Hg): Die großpreußsich-militaristische Reichsgründung, Bd.2, Berlin 1971, S.97
    (9) vgl. Engelberg, E: Bismarck, Bd.2, München 1993, S.167f
    (10) vgl. Stadelmann, R.: Moltke und der Staat, Krefeld 1950, S.316
    (11) vgl. Fiedler, S.: Taktik und Strategie der Einigungskriege, in: in: Heerwesen der Neuzeit, Bonn 1993, S.277f.
    (12) Moltke, H.K.B.: Gesammelte Schriften und Denkwürdigkeiten, Bd.7, S.139




    Es bleibt vielleicht noch zu sagen, dass der Urenkel dieses „Gesindels“ von Moltke seinerzeit sogar dermaßen militaristisch war, dass er mit widerlichen Militärs wie Hans Oster gegen die deutsche, gewählte Regierung opponierte! Welch ekelhafte Erziehung mag so ein Mann genossen haben, in dieser Familie! (vorsicht: Sarkasmus; Helmuth James v. Molkte wurde 1945 von Freisler und dem Volksgerichtshof zum Tode verurteilt).


    Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass Jens aka Schukow aka Katukow [etc.] hier den gleichen Text verzapft wie zwei Jahre zuvor ohne auch nur den Hauch von Selbstreflektion oder Regulierung von Forenseite aus. Es kann ja wohl nicht sein, das hier Begriffe wie "Gesindel" verwendet werden ohne Regulierung durch die Forenadministration. Nicht nur, dass es völlig unwissenschaftlich ist (daran muss man sich in dem Forum wohl gewöhnen), nein es verstößt gegen die Forenregeln (neutrale Formulierung). Aber wahrscheinlich darf Jens das.


    Wollt ihr da anfangen wo das alte geendet hat? Wollt ihr das wirklich?

    Edited once, last by Kai G. ().

  • Quote

    Original von Kai G.


    Da man die Frage, inwieweit Moltke d.Ä. am Zweiten Weltkrieg schuld ist, leicht beantworten kann, ebenso die seines Urenkels, der aktiv im Widerstand gegen Hitler tätig war, sollte man sehen, wie Moltke über den Krieg dachte.


    Inwieweit Moltke am 2. Weltkrieg schuld ist, ist schwer zu sagen, in jedem Falle sehr wenig. Das Zitat von Moltke soll ja auch den allgemeinen Geist preußisch-deutscher Generäle zeigen.


    Du ziehst im übrigen ein Zitat heraus, ohne die anderen zu beachten.


    Quote

    Wenn man nichts vom sogenannten relativen Bellizismus weiß,


    Relativer Bellizismus? Das Zitat spricht eine deutliche Sprache.



    Quote

    Interessant auch eine seiner letzten Reden vor dem Reichstag:
    „Meine Herren, wenn der Krieg, der jetzt schon mehr als zehn Jahre wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern schwebt, wenn dieser Krieg zum Ausbruch kommt, so ist seine Dauer und sein Ende nicht abzusehen. Es sind die größten Mächte Europas, welche gerüstet wie nie zuvor, gegeneinander in den Kampf treten; keine derselben kann in einem oder in zwei Feldzügen so vollständig niedergeworfen werden, daß sie sich für überwunden erklärte, daß sie auf harte Bedingungen hin Frieden schließen müsste, daß sie sich nicht wieder aufrichten sollte, wenn auch erst nach Jahresfrist, um den Kampf zu erneuern.
    Meine Herren, es kann ein Siebenjähriger, es kann ein Dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der Europa in Brand steckt, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert“
    - Moltke, 14.05.1890 (12)


    Das sagt er öffentlich. Das hat nichts zu bedeuten.


    PS Beitrag verbessert, Satz gelöscht.
    @ Jens, bitte unterlasse Beleidigungen, Raffael

  • Zitate müssen kontextualisiert werden. Dies wollte ich mit diesem kleinen Text am Beispiel Moltke zeigen, der den Kontext liefert. Dein Beitrag ignoriert ihn weitgehend und stürzt sich wieder auf ein einzelnes Zitat, mit einer "Quellenkritik", die ihren Namen nicht verdient.


    PS Beitrag verbessert, Satz gelöscht, Raffael

  • Quote

    Original von Jens
    Du ziehst im übrigen ein Zitat heraus, ohne die anderen zu beachten.


    Ist das jetzt ein Witz, Jens?


    Quote

    Original von Jens
    Inwieweit Moltke am 2. Weltkrieg schuld ist, ist schwer zu sagen, in jedem Falle sehr wenig. Das Zitat von Moltke soll ja auch den allgemeinen Geist preußisch-deutscher Generäle zeigen.


    Das ist jedenfalls einer.


    Quote

    Original von Jens
    Das sagt er öffentlich. Das hat nichts zu bedeuten.


    Wieso? Kannst du das durch Quellenkritik unterlegen?


    Grüße
    Thomas

    Edited once, last by cpa95 ().

  • Quote

    Original von Kai G.
    Wollt ihr da anfangen wo das alte geendet hat? Wollt ihr das wirklich?


    Wir fangen hier neu an. Ich kann an den Beiträgen von Jens nichts "sittenwidriges" erkennen. Wenn er eine Meinung hat, kann er sie hier vertreten, dafür sind wir ein Forum.


    Wenn sie Dir nicht gefällt, steht es Dir frei, das zu äußern.


    Wer sich hinter welchem Namen verbirgt, kann uns egal sein. Das Internet ist zunächst einmal anonym - und Vermutungen, wer sich hinter welchem Nick verbirgt, führen zu nichts und im schlimmsten Fall in die Irre.


    Und ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass wir bei strittigen Themen auf entsprechendem Quellenbezug großen Wert legen...


    Also bleibt bei der Sache.


    Gruß,
    Arnold

  • Thomas, was war an meinem Satz, den du irrtümlich (?) Jens zugeschrieben hast, lächerlich?


    PS Wir behalten persönliche Meinungen für uns, Raffael


    Ach, auf einmal? Bei Moltke aber egal oder wie?

    Edited 4 times, last by Kai G. ().

  • Aha, ich darf Shukow nicht einen * nennen, aber Jens darf Moltke einen Verbrecher nennen. Die Titulierung eines ehrenwerten Mannes als Verbrecher ist sittenwidrig, m.E.

  • @ Kai G


    ich habe, den von Dir angesprochenen Satz in Jens Beitrag gelöscht.
    Nebenbei habe ich den selben Satz aus deinem Beitrag gelöscht.


    Ich hoffe, dass jetzt ein wenig Ruhe einkehrt.


    Raffael

  • Quote

    Original von Kai G.
    Thomas, was war an meinem Satz, den du irrtümlich (?) Jens zugeschrieben hast, lächerlich?


    Hallo Kai,


    mea culpa, mea maxima culpa,
    ist schon korrigiert. Da sind die Pferde durchgegangen.


    Grüße
    Thomas

  • Vielen Dank, Raffael. Unabhänig davon, wie wir persönlich von historischen Persönlichkeiten denken, sollte die Sprache neutral bleiben.


    Danke auch dir, Thomas.

    Edited 2 times, last by Kai G. ().

  • Die Antwort steht noch aus:

    Quote

    Original von cpa95
    "Das" Militär gab es nicht, wir können gerne über einzelne Führungspersonen diskutieren. Von daher ist jede Aussage problematisch, wie das Militär allgemein zum Krieg stand. Die Masse interessiert hier zunächst einmal nicht.


    Ich würde mal folgenden Vorschlag machen: Mach Deine oben dargestellte Vermutung an den Führungspersonen im engeren Zirkel um Hitler fest, Verhalten, Besprechungen, Einwände etc. Dann sehen wir weiter.

    Edited once, last by cpa95 ().