Westwall Saarlautern/Saarlouis

  • Hallo zusammen, ich suche nach den Spuren meines Onkels.
    Hier kommt, was ich bis jetzt weiß:
    Die WAST schreibt folgendes, ich habe leider keinen Scanner:
    Erkennungsmarke: -18011- Flg.Rgt.16 Flieger-Regiment
    Truppenteile:
    lt. Meldg.v.07.09.1942: 1./FlgRgt.16
    -diese Einheit wurde 1942 aufgestellt und im Herbst 1942 zur Aufstellung der Infanterie einer Lw.-Feld-Div. verwandt, danach aufgelöst. Standort: nicht verzeichnet.
    lt.Meldg. v. 09.01.1945 3./Lw.Fest.Btl. XXXVIII
    -diese Einheit wurde im Oktober 1944 mit 3 Kompanien aufgestellt-
    Einsatzraum: Niederlande ab Dezember 1944 Saarpfalz
    Gefallen: 09.01.1945 am Westwall im Raum Saarlautern-heute Saarlouis
    (Artillerie Geschoß Kopf und Brust)
    -der Tote konnte nicht geborgen werden-
    Dienstgrad: lt. Meldung v. 09.01.1945 Obergefreiter
    Über das Einberufungsdatum in die Wehrmacht sowie über den Zeitraum von Oktober 1942 bis Dezember 1944 liegen keine Aufzeichnungen vor.
    Was ich gerne wissen möchte: Kann man noch genauer herausfinden, wo das Lw. Fest. Btl. XXXVIII eigentlich war, und was haben die da gemacht, welche Bewaffnung, waren die in so einem Westwallbunker? Mir geht es nicht darum, ein Grab zu finden, bei einem Artillerietreffer wird man nicht viel finden, was man begraben kann, ich möchte nur die trockenen Daten mit etwas mehr Leben erfüllen. Vielen Dank für Eure Hilfe, mfg annabarbara

  • Quote

    Original von annabarbara
    Was ich gerne wissen möchte: Kann man noch genauer herausfinden, wo das Lw. Fest. Btl. XXXVIII eigentlich war, und was haben die da gemacht, welche Bewaffnung, waren die in so einem Westwallbunker? Mir geht es nicht darum, ein Grab zu finden, bei einem Artillerietreffer wird man nicht viel finden, was man begraben kann, ich möchte nur die trockenen Daten mit etwas mehr Leben erfüllen.


    Hallo,
    vielleicht wissen die hier etwas mehr zu den Kâmpfen der damaligen Zeit in dem Gebiet:
    http://www.vfh-saarlouis.de/rueck.htm
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo, Rainer,
    danke für die Hilfe, aber ein Herr von vfh-saarlouis.de hat mir gemailt, dass sie keine Listen über Gefallene und Vermißte haben und deswegen nicht helfen können. Vielleicht muß ich einfach nur warten bis es der Richtige liest. Geduld bringt Rosen!
    Schönen Abend noch, annabarbara.

  • Hallo Annabarbara
    Ich habe Deinen Beitrag soeben gelesen. Ich wohne unmittelbar bei Saarlouis. Die Gefallenen bei den Kämpfen 1944/45 um Saarlouis sind überwiegend auf dem Kr.Gr.Friedhof in Schwalbach (mein Wohnort), Ortsteil Sprengen beerdigt worden. Auch in anderen benachbarten Orten gibt es einige Kriegsgräber. Wenn Du mir den Namen Deines Onkels nennst, kann ich versuchen weiter zu suchen.
    Herzliche Grüße aus dem Saarland Ferdi

    Ferdi

  • Hallo, Ferdi, email an Dich ist unterwegs.
    Hallo an alle anderen, kann mir jemand was zu den Kämpfen um Saarlautern Winter 1944/45 sagen? Ich weiß bis jetzt, das die Lw.Fest.Btl. aus anderen Einheiten auch der Luftwaffe zusammengestellt wurden und quasi als letztes Aufgebot den Westwall verteidigen sollten. Gibt es Bücher oder Karten über die Gegend um Saarlautern?
    mfG annabarbara

  • Hallo Annabarbara,


    natürlich gibt es Karten, Aufzeichnungen usw. über die Kämpfe in meiner Heimat 1944/45.
    Du musst Dir die damalige Situation allerdings als höchst chaotisch vorstellen.
    Die Amerikaner hatten von Juni 44 bis etwa Ende Oktober die Front von der Kanalküste bis an die damaligen Reichsgrenzen herangeschoben. Um sie aufzuhalten, wurden am sog. "Westwall", der technologisch und militärisch veraltet und teilweise demontiert war, alles an Truppen aufgebracht, was Laufen konnte und irgendwie in eine Uniform passte. Es waren verzweifelte Abwehrbemühungen, bei denen keine Rücksicht auf Truppenteile oder Ausbildung genommen wurde.
    Im November wurde die Zivilbevölkerung evakuiert, allerdings unter höchster Zeitnot und teilweise ungeregelt. Auch meine Familie ist mit Sack und Pack auf von Kühen gezogenen Wagen hinter die Fontlinie geflohen.
    Sie hatten etwas Zeit dafür, weil, man glaubt es kaum, den Amerikanern Ende November, Anfang Dezember, der Nachschub ausging. Ganze Armeen und vor allen Dingen schwere Waffen und Nachschub wurden anderweitig gebraucht und von der Saar abgezogen. Die Ardennenoffensive hatte die Amis anfangs überrascht und so wurde unser Raum zum Nebenkriegsschauplatz.
    Aber nur für kurze Zeit, nach einigen Wochen waren sie dann doch da, mein Heimatort wurde am Weihnachtstag erobert.
    Übrigens:
    Unter "Saarlautern" wirst Du kaum Quellen finden, der Name war eine Erfindung der Nazis und galt nur für knapp 9 Jahre, seit über 300 Jahren heißt die Stadt "Saarlouis"
    Ferdi:
    Ich möchte deinen Elan nicht bremsen, aber Gefallene der Kämpfe liegen auch auf anderen Kriegsgräberstätten hier im Gebiet. Und viele wurden nicht geborgen oder ruhen anonym auf anderen Fiedhöfen.
    Schaut mal hier, da kann man sich einlesen: Kriegsgräber

    ... in diesem Sinne
    Grüße, Michael

  • Hallo Michael,
    Vielen Dank für Deine Mitteilung. Mir sind die Soldatenfriedhöfe im Saarland und auch die Zubettungen von Gefallenen in einzelnen Gemeinden gut bekannt. Ich war zu meiner aktiven Zeit zuständig für die Kriegsgräberfürsorge im Saarland und habe von daher alle Soldatenfriedhöfe besucht und gekannt. Bei den meisten gibt es im Eingangsbereich Belegungslisten mit den Namen der Gefallenen. Es gibt aber auch viele Gräber mit unbekannten Soldaten. Ich kenne die Kriegslage 1944/45 in und um Saarlouis. Ich war als Soldat Ende Nov. 1944 von Ostpreußen hier in Heimaturlaub und habe die Räumung der Orte auf dem Gau und entlang der Saar mit erlebt.
    Sei für heute recht herzlich von Haus zu Haus gegrüßt
    Ferdi

    Ferdi

  • Hallo Ferdi,


    dann kennst Du dich ja besser aus als ich, der ich der Nachkriegsgeneration angehöre.


    Vielen Dank für die freundlichen Grüsse

    ... in diesem Sinne
    Grüße, Michael

  • Hallo annabarbara!


    Zufällig, hat ein Forumsmitglied im MFF einen Thread eröffnet,
    der diesen Zeitungsbericht zum Thema hatte:


    http://www.sol.de/news/saarlan…7376,4040828#.UWKvcaObEb0


    Wende Dich mal an den VBGO, vielleicht gibts neue Informationen,
    zu den Gefallenen ...!


    Viel Glück!



    Gruss

    Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.

    Niccolò Machiavelli (* 3. Mai 1469 in Florenz; † 21. Juni 1527 in Florenz; eigentlich Niccolò di Bernardo dei Machiavelli)

  • Hallo AnnaBarbara,


    in dem schon angesprochenenen Schwalbach gab es mal einen Westwallverein, vielleicht weiss dieser mehr?
    Im Internet ist darüber leider nichts zu finden, aber wenn ich mich nicht ganz falsch erinnere, war da mal eine IG oder ein Museumsverein.
    Ferdi, Michael, wisst Ihr da eventuell mehr?


    Gruss, Christian

    Erinnern.

  • Hallo Christian
    Der Museumsverein von Schwalbach ist m.W. nicht mehr aktiv. Der bish.Vorsitzende Herr Fischer wird sicherlich zu den Gefallenen während
    der Kämpfe in unserem Raum kaum Angaben machen können.
    Es gibt für die Kämpfe im Raum der damaligen "Zitadelle Saarlautern" und
    über den Westwall um Schwalbach viele Veröffentlichungen. Über den Westwall mit genauen Plänen im Raum Bous- Schwalbach-Ensdorf gibt es einen Beitrag von Heinrich Meuren (+) aus Schwalbach in "Unsere Heimat"
    Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis, Heft 1 und Heft 2 /1990. Im gleichen Blatt (Heft 2 und 3 / 2004) einen Bericht über die Kämpfe und Besetzung von Altforweiler, in Heft 4/2001 einen Bericht über Spähtrupp in Roden. Desweiteren gibt es von Doris Seck die Schriftenreihe "Saarländische Kriegsjahre"; "Unternehmen Westwall" und"Die Stunde Null".
    Ich habe vor einiger Zeit mit annabarbara einen längeren Schriftwechsel
    (E-Mail) über die Situation Dez.44- Jan. 45 im Raum Saarlouis geführt.
    Mit freundlichen Grüssen Ferdinand

    Ferdi

  • Hallo Annabarbara,


    Quote

    lt.Meldg. v. 09.01.1945 3./Lw.Fest.Btl. XXXVIII -diese Einheit wurde im Oktober 1944 mit 3 Kompanien aufgestellt- Einsatzraum: Niederlande ab Dezember 1944 Saarpfalz Gefallen: 09.01.1945 am Westwall im Raum Saarlautern-heute Saarlouis


    Dieses Lw.Fstg.Btl XXXVII wurde bereits laut "Sven Carlsen" am 22.09.44 durch den "Höheren Kommandeur der Fliegertechnischen Schule"aufgestellt.
    In Prag-Gbell aus Abgaben der vier Kampfbeobachterschulen,der Erg.Fernaufklärungsgruppe und der Fl.Tech.Schule.


    Der Stab und grosse Teile des Bataillons ,wurden zwischen dem 29.10 und 01.11.44 zur Aufstellung des II./Fallsch.Rgt.17 abgegeben.Als Ersatz bekam das Bataillon ältere Jahrgänge von anderen Lw.Fstg.Bat.


    Ab 13.Nov. unterstand das Bat. mit wenigen Offz. und Uffz/Mannschaften dem Regimentsstab von Oberst Franz (Division Räßler).
    12./13.Dez.Transport nach Weißenburg.Im Anschluss Verlegung nach Steinbach bei Lebach.Dort Unterstellt der 416.Inf.Div.(Gen.Lt.Kurt Pflieger)


    Im Januar 1945 Abgaben an 6./Gren.Rgt.743.
    Ende Feb. lag das Btl .mit 262 Mann im Raum Serrig,südlich von Saarburg.
    Der Verbleib dieser Einheit ist nicht bekannt.


    Dein Onkel müsste zum Todeszeitpunkt am 09.01.der 416 ID.zugehörig gewesen sein.Durch dieses Unterstellungsverhältnis müssten sich weitere Hinweise ergeben.


    Mehr habe ich auf die schnelle nicht.


    grüsse
    Michael

    Suche alles über die Feldbahnkompanie 606 u 607

  • Hallo zusammen,


    die 416. Infanterie-Division lag zu diesem Zeitpunkt am so genannten "Orscholz-Riegel", einer Riegel-Stellung des Westwalls zum Schutz des Saar-Mosel-Dreiecks. Zum fraglichen Zeitpunkt gab es keine nennenswerte Gefechtstätigkeit dort - stattdessen gab es rege Spähtrupptätigkeit zur Aufklärung des Gegners zwischen dem 1. und dem 9. Januar 1945. Die Kämpfe lebten erst wieder am 15.01.1945 auf mit dem Angriff der 94. US-Infanterie-Division gegen die Westwall-Anlagen des "Orscholz-Riegels".*


    Orscholz bzw. der "Orscholz-Riegel" liegen allerdings gut 20 km nordwestlich von Saarlautern (Saarlouis)!


    Gruß, Stefan


    * siehe Edgar Christoffel: "Krieg am Westwall", 1989 (ISBN 3-88915-033-0), S. 415 ff

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Stefan,
    ich denke,das er dann während einer dieser Spähtrupptätigkeiten am 09.01.45 gefallen ist.

    Quote

    (Artillerie Geschoß Kopf und Brust)


    "Spähtrupp wurde erkannt und mit einer Art. Salve bedacht" ?


    Trotzdem wäre es interessant zu erfahren(glaube nicht nur ich) wo dieses Lw.Fstg.Btl zum Zeitpunkt genau lag.Der Raum "Saarlautern"erstreckt sich doch über einige qkm.
    Da das LXXXII AK hier maßgebend ist und der Heeresgruppe G unterstellt war,
    müssten doch noch einige Infos herauszubekommen sein.?



    grüsse
    Michael

    Suche alles über die Feldbahnkompanie 606 u 607

  • Hallo Michael,


    das denke ich auch - wär' wirklich interessant zu erfahren, wo genau das Bataillon eingesetzt war. Ich glaube allerdings nicht, dass mit dem "Raum Saarlautern" auch noch der Bereich vom "Orscholz-Riegel" gemeint ist - das wäre sicher auch so bezeichnet worden, denn der "Orscholz-Riegel" war damals auf beiden Seiten ein Begriff (die Amerikaner bezeichneten ihn als "Orscholz Switch Line"). Der "Orscholz-Riegel" liegt mir für die Angabe "Raum Saarlautern" auch einfach zu weit entfernt.


    Ich grenze diesen Raum ein auf (von S nach N): Ensdorf/Saarlautern/Dillingen/Beckingen.


    Südlich davon würde es wohl heißen "Raum Völklingen", nördlich davon "Raum Merzig". Und zum fraglichen Zeitpunkt gab es im gesamten Abschnitt nördlich und südlich Saarlautern selbst nur rege Spähtrupptätigkeit, aber keine direkten Kämpfe. Mit der so genannten "Ardennen-Offensive" sahen sich die Amerikaner gezwungen, ihre beiden zur Entlastung des Brückenkopfes Sarlautern im Dezember 1944 gebildeten Brückenköpfe Ensdorf (südlich Saarlautern) und Dillingen (nördlich Saarlautern) aufzugeben und sich in diesen Abschnitten wieder auf das Westufer der Saar zurückzuziehen. Nur innerhalb des Brückenkopfes Saarlautern (vor allem im Ortsteil Roden) waren deutsche und amerikanische Einheiten nach wie vor (seit Anfang Dezember) im Häuser- und Bunkerkampf direkt miteinander konfrontiert.


    Ich habe mich zwar intensiv mit den Kämpfen in Dillingen Ende 1944/Anfang 1945 befasst, aber ein Lw.Fest.Btl. XXXVIII ist mir dabei nicht begegnet. Das hat natürlich nix zu heißen ...
    Insofern würde mich auch sehr interessieren, WO diese Bataillon im Einsatz war.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo


    falls doch noch von Bedeutung hier ein Verweis:
    Zum "Orscholz Riegel " steht ein Beitrag unter:


    http://www.forum-der-wehrmacht…id=11631&hilight=orscholz

    Zitat von mr p:
    "Bezüglich Orscholz bin ich auf der Seite des Ortes fündig geworden."


    Mein Zusatz zum eingestellten Text von mr p: "Orscholz Riegel":
    Ein interessanter Beitrag, aber zu Deiner Kenntnis: Einige Absätze irrtümlich doppelt. Ich habe bei dem zuständigen Herrn eine Korrektur angeregt.


    Gruß Karl

  • Hallo Stefan,


    habe noch einige Infos zu diesem Lw.Fstg.Btl. finden können,allerdings erst ab dem 23.10.44 und bestimmt nicht vollständig.
    (Hoffe das aber ändern zu können).



    Das Lw.Fstg.Btl. 38 war zum Zeitpunkt 23.10.44 der 416.ID unterstellt (82.AK) und besetzte die Saarstellung zusammen mit dem Lw.Fstg.Btl. 41,dem Gren.Rgt. 774,einer Kp Kgr. röm.12/2 und Festungsstammtruppen mit zusammen 564 Mann den Saarstellungsabschnitt v.N. Rand Saarlautern-Roden bis N.Rand Bitzen.
    Den Abschnitt N.Rand Bitzen über die Saarschleife bis N.Rand Mettlach übernahm das Stellungs-Btl röm1/1 mit Resten von 1/774 und einer Kp Kgr. XII/2 mit zusammen 556 Mann.
    Im Abschnitt Fstg.Rgt.21 von N.Rand Sironsbach bis Krutweiler ein Alarm-Zug aus Trossen und Pios,Stab und Männer F.E.B.416 das VS Btl. Saarburg 2 und Fstg.Stammtruppen zusammen 1195 Mann.(Ab Grenze Krutweiler 256 ID).


    Dort denke ich ,blieb die Einheit bei kurzzeitiger unterstellung Oberst Franz (Div.Raessler)bis die H.Grp.H am 10.12.44 einen Kampfkräftigen Verband für H.Grp.G unter der Führung des Div.Stab 526 aufstellte.Die Gliederung des Verbandes war wie folgend:


    Fstg.Rgt.Stab 21
    Rgt.Stab Oberst Franz
    Btl.Sips
    Lw.Fstg.Btl. 38
    " " 41
    Btl.Weser-Düsseldorf


    Diese KG.526 war am 10.12. Abends schon Verladebereit, kam aber erst am 17.12. mit letzten Teilen zum Ausladeraum.(Lebach).
    Dort wurde die Einheit der Gruppe Höhne (89.AK)unterstellt,die in der Linie Weissenburg-Lauterburg Stellung bezog.
    (für diese Zeit habe ich keine weiteren Hinweise auf Aufenthalt und weiteren Unterstellungen bis zum 05.01.45 ,wahrscheinlich noch mal kurzfristig 82.AK rückunterstellt)


    Am 05.01.45 wurde das Herauslösen des Stabes und 2 Kp des Lw.Fstg.Btl. 38 zum Einsatz 89.AK beabsichtigt.
    Verlegung zur Verstärkung der Abwehrflanke "Baerenthal-Phillipsburg-Dambach mit dem Lw.Fstg.Btl.51 sowie des E.u A. Btl. 115.


    Ab 25.01.45 wurde das Lw.Btl. 38 zur sicherstellung einer dauernden Abwehrbereitschaft des Westwalls in der Hilgenbachstellung zusammen mit:


    Lw.Fstg.Btl. 41
    Lds.Btl. 12
    Lds.Btl. 1015
    Magen Btl. 252 (Teile Btl. Weser-Düsseldorf)


    eingesetzt.


    Zum 01.02.45 wurden 6 weitere Volkssturmbataillone im Bereich Höhne und AOK 1 eingesetzt.
    Bei AOK 1:


    Btl. Neunkirchen
    " Zweibrücken
    " Homburg
    " Kusel


    Gruppe Höhne:


    Btl. Kaiserslautern
    " Neustadt
    Der Einsatz dieser o.g. VS.Btl. hatte im Bereich der Hilgenbachstellung zu erfolgen.


    Zum 25.02.habe ich letzte Infos wo Lw.Fstg.Btl 38 wieder 416.ID unterstellt war und aus diesen Einheiten bestand:
    416.ID mit eigenen Einheiten:


    KG.Depper
    " Werner
    " Kiefer
    Rgt.Stab u Stabs Kp. 774


    Unterstellte Einheiten:
    Rgt.Stab Langensee
    Lw.Btl.41
    " 38 (mit Teilen Festg.Stellungs Rgt röm 112)
    I/Pz.Gren.Rgt. 111
    SS Pz.Gren..Btl. 506
    Stellungs Btl. I/1
    VS Btl.40/31
    KG Rehberg (2Kp. Bau Pi.Btl. 301)
    1./Pz.Jg.Abt.zbv "G"



    stefan
    vielleicht kannst du anhand dieser Stellungen im Saarland weitere Infos geben?


    Da dieser Bericht viele Lücken aufweist,hoffe ich eurerseits auf Unterstützung,Berichtigungen und Ergänzungen


    grüsse
    Michael

    Suche alles über die Feldbahnkompanie 606 u 607

  • Hallo Freunde
    Mein früherer Forscherkollege (Heimatforschung), der 1944/45 als Werksdirektor der hesigen Grube tätig war, hat ein Tagebuch geführt. Darin ist aufgeführt, daß am 1.3.1945 ihn auf der Grube Elm Oberstleutnant Rue, Regimentskommandeur, mit Obrleutnant Ziegler und Leutnant Breuer besucht haben um zu prüfen, ob man von Elm
    nach Saarschacht (liegt in Ensdorf) unterirdisch Munition und Verpflegung und umgekehr vom Saarschacht nach hier Verwundete transportieren könne. Plan wurde fallen gelassen.
    Am 8.3.1945 kam Leutnant Ziegler von Oberstleutnant Rue um Rat zu holen, weil ihr Bunker (im Ensdorfer Wald) zu ersaufen drohe und sie des Wassers nicht Herr werden könnten. Habe ihm den Vorschlag eines Saughebers gemacht und 30 m Schlauch dazu zur Verfügung gestellt. Division Gaede = 719. Inf. Division und Division Triererberg liegen hier an der Front.
    herzliche Grüsse Ferdi

    Ferdi

  • Hallo Ferdi,


    Du weisst nicht auch noch Bescheid über das Schicksal der Fraulauterner und Saarwellinger in den Jahren 1939-1945? Ich habe hier etwas unzusammenhängende Erzählungen.


    Soweit ich weiß, gab es eine Bombardierung auf das "Eisenwerk". Hierbei wurden etliche Wohngebäude in Fraulautern Sandberg schwer getroffen.
    Eine Evakuierung der Fraulauterner nach Bad Blankenburg 1940 gab es wohl auch.
    Von einem amerikanischen Panzer in Saarwelliongen, der vom Lachwald aus beschossen wurde, war auch die Rede.


    Leider ist das alles eher diffus und ich würde mich sehr freuen, wenn Du hier als Zeitzeuge möglicherweise noch das ein oder andere weisst.


    herzliche Grüsse

  • N'Abend Schorsch,


    hast Du mal bei den einschlägigen heimatkundlichen Vereinen nachgefragt?
    In Frage kommen der Verein Rodena aus Roden und die Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis.


    Letzterer ist der größte Verein hier und bringt seit den 1970ern eine vierteljährliche Zeitschrift heraus (Titel: Unsere Heimat), in der immer wieder Artikel zu den Kriegsereignissen im Raum Saarlouis veröffentlicht werden.


    Falls Bedarf besteht, kann ich Dir ein komplettes Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift (bis 2014) zumailen.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)