!!! Ausstellung zum Polizeibataillon 311 Jena !!!

  • Hallo,


    ein weiterer Name für die Stellenbesetzung.


    Laut einer Unterschrift könnte am 26.01.1942 ein Obltn. Hohmann Komp.-Führer der 1./Pol.-Batl. 311 gewesen sein.


    Grüsse
    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo zusammen,


    eine weitere Ergänzung


    SS-Verordnungsblatt, 7.Jahrgang, Berlin, den 20.4.1941, Nummer 2
    Es werden befördert... mit Wirkung vom 20.April 1941...
    Waffen-SS
    Aktive Führer....
    Zu SS-Hauptsturmführern
    ...
    Irro, Dr. Franz SS-Nr. 327 348 SS-Pol.Batl. 311


    Franz Irro finde ich nicht in DAL W-SS 1.7.1944, weder als aktiver noch als Reserve-Führer der Waffen-SS??? ?(


    1.9.40 soll er SS-Ostuf. im Feldlazarett SS-V-Division als „Hilfsarzt“, mehr geht aus dem WWW nicht hervor.



    Sollte mal jemand über diesen Namen stolpern, bitte melden!! ;)



    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Matthias & Rolandus,


    vielen Dank für eure Ergänzungen, bitte weiter so. :thumbup:


    Liebe Grüße
    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Paule,


    auch an an dich ein herzliches Dankeschön für deine Mitarbeit, auch hinter den Kulissen.


    Beste Grüße
    Daniel :thumbup:

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Freunde,


    hier mal eine durchaus interessante Feldpost eines Offiziers des Polizei-Bataillon 311.


    1.jpg 2.jpg
    SS-Feldpost, Vermählungsschreiben, an Herrn Konter-Admiral Donner, Kiel


    Als Ergänzung weitere biografische Eckdaten zur Person.


    von Koschitzky, Ingo (PV Hannover)
    20.09.1914 geboren
    verheiratet, keine Kinder, kein SS- und NSDAP-Mitglied (Stand 01.12.1941)
    10.09.1940 befördert zum Obltn. d.SchP. (Rangdienstalter: 01.10.1940)
    00.11.1940 Vermählung mit Margret von Koschitzky, geborene Schneider
    20.11.1940 Führer der K-Staffel/Polizei-Bataillon 311 (Heimatstandort: Jena) in Krakau
    15.05.1942 Adjutant und K-Offizier im Polizei-Bataillon 311
    15.03.1943 zum Hptm. d.SchP. befördert, laut Personalnachrichten in der Propagandazeitschrift „Die Deutsche Polizei“
    01.03.1945 ordnungspolizeilicher Gehilfe des Polizeiattache in Madrid/Spanien
    01.03.1945 schriftliche Bitte an das Rasse- und Siedlungshauptamt um eine Verlobungs- wie auch Heiratsgenehmigung mit Fräulein Manon Schönemann, Kanzleiangestellte beim Polizeiattache in Madrid


    Über weiterführende Angaben zur Person würden wir uns in Zukunft sehr freuen.


    Beste Grüße
    Daniel

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    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo Daniel,



    vielen Dank für diese Angaben!! :thumbup:


    Da war der Ingo aber ziemlich lange bei der K-Staffel des Btl.!!! ;)



    Herzliche Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,


    wieder ein paar Fragmente.


    28.06.1941

    Eine Kompanie des Polizei-Bataillon 311 war am 28.06.1941 nach Radymno in Marsch zu setzen zur Unterstellung unter XXXXIX. A.K.

    (Quelle: Tagesmeldung Befh.rückw.H.Geb. 103 v. 28.06.1941 an A.O.K. 17)


    Rev.-Obltn. d.SchP. Willy LOREY

    00.00.1909 geboren in Hofheim

    Einsatz:

    mit Polizei-Bataillon 311 in Polen und Russland vom 00.10.1940 – 00.08.1942

    mit Polizei-Regiment 6 vom 00.08.1942 – 00.00.1943


    25.08.1942

    Zugführer in der 7./Polizei-Regiment 6 (ehemals 3./Pol.Btl. 311):

    Ltn. d.SchP. Kurt HOFFMANN


    04.09.1942

    II./Polizei-Regiment 6 (ehemals Pol.Btl. 311):

    Hptm. d.SchP. NICOLAI (unbekannte Dienststellung)


    06.09.1942

    II./Polizei-Regiment 6 (ehemals Pol.Btl. 311):

    Obltn. d.SchP. Karl KLAUSING (unbekannte Dienststellung)


    10.09.1942

    Kompaniechef der 5./Polizei-Regiment 6 (ehemals 1./Pol.Btl. 311):

    Hptm. d.SchP. Fritz SEYDEL


    25.09.1942

    Führer der dem II./Polizei-Regiment 6 (ehemals Pol.Btl. 311) unterstellten Kosaken-Hundertschaft: Ltn. HARDT


    Beste Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo ? (schön wäre ein Vorname),;)


    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Zu deinem Großvater konnte ich noch folgenden Hinweis finden.


    28.02.1942

    Auf Grund einer Anforderung des Polizei-Bataillon 311 vom 07.02.1942 wurden am 28.02.1942 vom Einsatz-Zug 311 in Jena insgesamt 33 Polizisten zur Nachschubstelle (Kdo.d.SchP. Lemberg) für das Polizei-Bataillon 311 nach Lemberg in Marsch gesetzt. Darunter befand sich auch dein Großvater Rottwachtmeister d.SchP.d.Res. Rudolf PFEIFFER von der Polizeiverwaltung Weimar. Die Abfahrt der Männer erfolgte am 28.02.1942, 15:27 Uhr, vom Jena-Saalbahnhof.


    Er war später laut Feldpostnummer ein Angehöriger des Stab/Pol.Btl. 311.


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • zu WALTER DANZ Major der Schutzpolizei


    Ein Walter Danz Jahrg. 1898 wohnte in den Sechzigerjahren in unserer Stadt. Er war "pensionierter Offizir der Polizei", ein strammer, rüstiger Mann.

    Es könnte sich daher sehr gut um den erwähnten Batallionskommandeur handeln.

    Er stammte aus der "Sowj. Besatzungszone" hatte dort auch noch Verwandte.

    Er war sehr engagiert beim DLRG und in den Sommermonaten auch Bademeister im Freibad.

    Er dürfte ca. 1990 gestorben sein.

  • Hallo, ich habe von meinem Vater ein leider stark verstümmeltes, fast von allen Foto befreites Fotoalbum erhalten mit dem Titel `Meine Dienstzeit, also der meines Großvaters Erich Reißig´, geb. 07.06.1911 in Bad Salzungen/ Thüringen. Leider sind wirklich nur wenige Informationen zumindest für mich darin enthalten. Aber gerade weil die Zeit von Krakau 1940 bis zu Entlassung aus einem Internierungslager/ Thüringen am 26.01.1950 fehlt, es keine Fotos und Informatione gibt hoffe ich hier etwas zu erfahren. Er mein >Großvater ist lt. einem Foto 1940 un die Schutzpolizei eingetreten und es gibt mehrere Fotos von der Ausbildung in der Kaserne in Jena 1940 , wie ich auch bei Wikipedia Fotos gefunden habe vo, Batallion 311. Dann gibt es nur noch Hinweise auf den Standort Krakau 1940 in einer Uniform der Ordnungspolizei (mit Hakenkreuz)?

    Wie kann ich mehr erfahren?

  • Hallo Enkelin (?),


    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Mit ein bisschen Glück werde ich etwas über dein Großvater herausfinden.

    Melde mich die nächsten Tage bei dir bzw. hier im Forum zurück. Denn mir fehlt im Moment ein bisschen die Zeit für die doch recht aufwendige Recherche. Ich bitte daher um ein klein wenig Verständnis.


    Wäre nett, wenn du in der Zwischenzeit die wenigen vorhandenen Aufnahmen hier einstellen könntest. Eventuell kann man dadurch noch weitere Informationen herausfiltern.


    Bis dann & beste Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo,


    die aufwendige Suche hat sich gelohnt. :thumbsup:


    Wachtmeister d.SchP. Erich REIßIG war am 01.04.1942 vom auswärtigen Einsatz beim Pol.-Batl. 311 nach Jena zurückgekehrt. Er trat daraufhin zum Einsatzzug des Pol.-Batl. 311.

    (Quelle: Kdo.d.SchP. Jena, Kommando-Befehl Nr. 92 v. 02.04.1942)


    Wachtmeister d.SchP. Erich REIßIG wurde laut Kommando-Befehl vom 20.04.1942 (Führergeburtstag) zum Oberwachtmeister d.SchP. befördert.

    (Quelle: Kdo.d.SchP. Jena, Kommando-Befehl Nr. 108 v. 20.04.1942)


    Am 13.05.1942 wurde Erich REIßIG als zurückgekehrter und nicht einsatzfähiger Oberwachtmeister d.SchP. zur Ersatzleitstelle des Pol.Batl. 311 ins Polizeilager zum Kommando der Schutzpolizei Frankfurt an der Oder in Marsch gesetzt bzw. abgeordnet.

    (Quelle: Kdo.d.SchP. Jena, Kommando-Befehl Nr. 115 v. 13.05.1942)


    Revier-Oberwachtmeister d.SchP. Erich REIßIG wurde laut Kommando-Befehl vom 14.09.1944 das Verwundetenabzeichen in Silber verliehen. Er befand sich „zur Zeit im auswärtigen Einsatz“. Wo, steht im Befehl leider nicht.

    (Quelle: Kdo.d.SchP. Jena, Kommando-Befehl Nr. 42 v. 14.09.1944)


    Nach dem Krieg wurden folgende Angaben zu deinem Großvater ermittelt.


    REISSIG, Erich, Otto, geb. 7.6.11 in Bad Salzungen/Meiningen

    Rev.Oberwachtmeister, Wohnung: Salzungen, Gartenstr. 19

    SA: seit 1.10.38

    Pol.Dienst: seit 26.8.40

    Einsatz: mit Pol.Batl. 311 in Polen und Russland vom 15.10.40 – 31.3.42

    III./SS-Pol.Rgt. 26 vom 8.6.43 – 15.8.44


    Es ist also belegt, dass dein Großvater im Juni 1943 zum III./Polizei-Regiment 26 kam. Das Regiment hatte leider eine unrühmliche Vergangenheit. Es war u.a. an berüchtigten Partisanen-Unternehmen und auch Ghetto-Liquidierungen beteiligt.


    Viele Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Daniel,

    ich bin platt - überrascht- was auch immer , vor allem betroffen. Wie wenig weiß ich von einem Menschen bei dem ich bis zu meinem 17. Geburtstag jede Ferien zu Besuch war. Ich danke Dir sehr.

    Gibt es noch eine Möglichkeit die offenen Frage zu klären , also z.. wo war der ´auswärtige Einsatz´, was ist ab 08/1944, welches Internierungslager?


    Jetzt bin froh nein froh ist falsch, ich muss das erst mal sacken lassen.

    Danke, dass es euch gibt.

  • Hallo Enkelin,


    kein Problem, lass es erst einmal sacken.

    Ich und auch andere Forumsmitglieder sind jederzeit gern bereit bei Fragen zu helfen um weitere Antworten zu finden. Von mir aus auch ausserhalb des öffentlichen Raums per PN, Email oder telefonisch. Ich hätte da ausserdem auch noch ein paar kleine Fragen an dich.


    Trotzdem noch einen schönen Restsonntag & viele Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo, ich war gestern in Jena und habe im Stadtmuseum nach dem Buch der Ausstellung von 2009 gefragt, leider ohne Erfolg. Weiß jemand, ob es dieses Buch zu der Ausstellung zum Pol.Batl. 311 überhaupt gibt (die Frau im Museum wusste von nichts) und wo ich es erwerben könnte.

    Einen guten Fund hatte ich allerdings trotzdem: ein Katalog zu einer Ausstellung 2010 mit dem Titel ´Fremde im Visier- Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg´. Ganz spannend, zumindest für mich, das habe ich mir zugelegt.

    Lg zum Sonntag von Elke

  • Guten Abend Elke,


    das Buch ist meines Wissens nie erschienen. Warum, weiss ich nicht, vermutlich auf Grund der geringen Nachfrage. Ich hatte es damals vor Ort schriftlich vorbestellt, bis heute aber nie eine Rückmeldung erhalten.


    Der Autor Frank Döbert veröffentlichte später den Beitrag: „Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche“, in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider „Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010“, Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, Seite 38 bis 69


    Wenn ich mich noch richtig erinnere, versuchte damals ein Mitglied des Forums Kontakt zu Döbert herzustellen. Eine Zusammenarbeit kam aber auch hier nie zustande, warum auch immer. Unabhängig davon begann ich kurz darauf meine eigenen Recherchen zum Bataillon.


    Sind eigentlich im Ausstellungskatalog "Fremde im Visier - Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg" auch Fotos von Polizeieinheiten enthalten?


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo an alle Interessierten zum Polizeibataillon 311,


    ich hatte vor etwa eineinhalb Jahren Kontakt mit Frank Döbert. Er schien seinerzeit an einem Buch zum Thema zu arbeiten, aber mehr als der Hinweis auf den Artikel im Verlag für Polizeiwissenschaften habe ich von ihm ebenfalls nicht. Allerdings stehen darin gute Informationen.


    2017 habe ich im Thüringischen Staatsarchiv von Weimar die Personalakte meines Großvaters, eines Angehörigen der 2. Kompanie des 311er Bataillons, eingesehen. Es ist sehr vielversprechend dort nach Personalakten zu suchen. Sie war deshalb dort zu finden, weil er nach einem Oberschenkeldurchschuss bei Losowaja im Februar 1942 - das muss bei der ersten großen russischen Front-Gegenoffensive im Frontbogen bei Isjun gewesen sein, zwischenzeitlich in die Polizeidirektion Jena versetzt wurde, sozusagen in den "Innendienst" im Reichsgebiet. Die dort angelegte Personalakte war mir zugänglich also indirekt, nicht als Bataillonsakte, sondern als Revierakte. Natürlich trifft das nicht auf jeden anderen Angehörigen eines Polizeibataillons zu. Andererseits haben viele Angehörige nicht durchgängig der Front-Einheit angehört, sodass sich Akten ggf. auch anderwärts finden lassen. Interessant sind auch die Querverbindungen, die offenbar vom Heimatstandort Jena des Bataillons nach Weimar bestanden haben müssen. Es haben dort Ausleihen etwa zum 5. Polizei-Wachbataillon/Weimar stattgefunden. Leider lässt sich in den Unterlagen zum KZ Buchenwald nicht herausfinden, welche Art Wachmannschaften genau im und um das KZ im Einsatz waren. Es finden sich allgemeine Aussagen zu den Totenkopfverbänden der SS, aber das genannte Wachbataillon findet sich nirgends in einschlägigen Auflistungen.


    Kurz zur Stationierungssituation der 2. Kompanie 311 in Polen, wie sie sich aus meinen Unterlagen ergibt:

    - Die 2. Kompanie muss wohl in Neu-Sandez (Nowy Sacz) stationiert gewesen sein, jedenfalls von Beginn 1941 bis zur Verlegung in den Raum Reichshof/Przemysl unmittelbar vor dem Überfall auf die Sowjetunion im Mai bzw. Juni 1941. Von Neu Sandez liegt mir eine Krankenmeldung meines Großvaters vor (Sprunggelenksverletzung).Das deckt sich mit anderen Angaben zu anderen Kompanien des 311, die z.T. im Umkreis von Krakau eingesetzt waren, obgleich die 1. Kompanie wohl in der ulica Piekarska in Warschau untergebracht gewesen sein soll. Gleichzeitig muss eine Verwaltungstube der 2. Kompanie aber in Krakau selbst gesessen haben, denn mir liegt ein Führungszeugnis mit dem Briefkopf Krakau vor.


    Wozu ich zuletzt verstärkt recherchiert habe, ist die mögliche Beteiligung des 311 an dem Massaker an 5.000 Juden in Cherson, vermutlich im September 1941. Hat hier jemand zu dieser Frage Primärquellen? Ich finde hier bei Curilla und in italienisch-sprachigen Quellen Behauptungen, die verschlungen auf eine Quelle bei dem amerikanischen Historiker Breitman verweisen, der wiederum ein Itinerar Himmlers zitiert, das sich aber ominöserweise nirgends auffinden lässt. Weiß da jemand Genaueres?


    Liebe Grüße

    Christoph