!!! Ausstellung zum Polizeibataillon 311 Jena !!!

  • Hallo


    Zur Geschichte des Polizeibataillon 311 aus Jena:


    Die zwei Aufnahmen zeigen den Chef der 1. Kompanie Pol.Btl. 311 Oberleutnant d. Schutzpolizei Borchers.


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Forumsmitglieder,


    durch einen weiteren Fotonachlass des Polizeibataillon 311 aus Jena konnte wieder ein Stück Truppengeschichte aufgeklärt werden. Die 3. Kompanie Pol.Btl. 311 hatte im Generalgouvernement u.a. folgende Stationierungsorte.


    1940/41: Krakau, Montelupich 7 (Gefängniss)
    1941: Standortwechsel von Krakau nach Gorlice, dort Quartier in einer Kaserne
    Ostern 1941: Jaslo


    Edit:


    Vom Montelupich-Gefängniss in Krakau gibt es Aufnahmen bei Wikimedia,


    siehe dazu hier: http://commons.wikimedia.org/w…elupich_Prison?uselang=de


    Nach dem jetzigen Forschungsstand kann man davon ausgehen, dass das "Polizeiregiment Krakau" in unterschiedlichen Zeiträumen jeweils eine Kompanie dort fest stationiert hatte. Nachweislich anhand von Fotos kann ich es für die Polizeibataillone 303 (Bremen) und 311 (Jena) bestätigen.


    Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 2 times, last by Policeman ().

  • Hi Daniel,


    Quote

    Original von Policeman
    ... durch einen weiteren Fotonachlass des Polizeibataillon 311 aus Jena ...


    bin immer wieder ganz beeindruckt, wieviel Material Du bisher schon zusammengetragen hast
    und auch immer wieder neu erhältst. Mich würde sehr interessieren, wie Du das schaffst.
    Nein, "Geheimnisse der Materialbeschaffung" sollst Du nicht ausplaudern =) - eher vll. einmal
    beschreiben, wie Du überhaupt zu diesem Interessengebiet gekommen bist, seit wann Du sammelst,
    wie es möglich ist, das Vertrauen der Menschen zu erlangen, die Dir dann ihre persönlichsten
    Photosammlungen übergeben.
    Daß Du einen Lottogewinn zur Verfügung hast - davon gehe ich nicht aus :D .


    Mit wißbegierigem Gruß,
    Kordula


    PS: Bin sicherlich nicht die einzige, die sich dafür interessiert =) .

  • Hallo Kordula,


    tja das ist ne gute Frage. ;) Vorweg kann ich gleich sagen, dass die wenigsten ihr privates Fotomaterial verschenken. Es kommt zwar vor, ist aber relativ selten. Die meisten Nachkommen wissen nicht einmal das ihre Angehörigen bei der Ordnungspolizei waren, leider.


    Seid ca. 6 Jahren habe ich mich nun intensiv auf Fotoaufnahmen der Ordnungspolizei spezialisiert. Ohne die Bücher von Stefan Klemp und Wolfgang Curilla wäre das ganze aber nicht möglich gewesen. Auch an dieser Stelle gilt mein ganzer Dank diesen beiden Autoren. Der Begriff "Handbuchcharakter" im Buch "Nicht ermittelt" hatte mich auf diese Idee gebracht und somit fing alles an. Das meiste Material musste ich mühsam zusammen tragen, meistens durch Käufe auf Trödelmärkten, Ebay oder aus Privathaushalten. Möglichkeiten in dieser Richtung gibt es viele, man muss sie nur finden. Meine persönliche Erfahrung ist, auf einen Zeitungsaufruf z.B. für eine Ausstellung wird sich keiner freiwillig melden. Wozu auch, die meisten Menschen sind in dieser Sache leider einfach zu bequem. Dazu kommt noch, dass ein annähren beim Thema Polizei im NS-Staat sehr kompliziert ist und das ganze nicht gerade vereinfacht, da es vielfach auch direkt um Verbrechen geht.

    In der gesamten Sammlung wurde größten Wert darauf gelegt, die eindeutige Zuordnung diverser Polizeieinheiten zu gewährleisten. Somit bin ich Mittlerweile in der Lage sogar unbeschriftete Fotos leicht zuzuordnen, was mir bei meiner Arbeit sehr zugute kommt.


    Hoffe deinen Wissensdrang ein wenig gestillt zu haben, schönen Abend noch und LG Daniel.

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Ein Hallo an alle Interessierten,


    vom weiter oben genannten Nachlass mal ein paar Fotos zur Bataillonsgeschichte.


    Beschriftung der Fotos:


    Angehörige des Pol.Btl.311 vor der Polizei-Kaserne in Krakau Montelupich 7 1940/41


    Mitglieder d. K-Staffel Pol.Btl.311 im Hof der Polizei-Kaserne Montelupich 7 1940/41


    Verabschiedung des Pol.Btl.311 durch General Riege am 28. Mai 1941 in Gorlice. Personen v. rechts nach links: Bataillonskommandeur Major Danz, vermutl. HSSPF SS-Oberführer Hans Schwedler, BdO Genlt. Paul Riege, unbekannt


    Essen fassen der 1. Kompanie Pol.Btl.311 nach der Verabschiedung in Gorlice, ganz rechts der Spieß Polizei-Meister Alfred D.


    Grüsse Daniel

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    Edited 2 times, last by Policeman ().

  • Hallo,


    im Nachbarforum www.Panzer-archiv.de ist folgende Suchanfrage interessant.


    http://forum.panzer-archiv.de/…ghlight=sspolizeiregiment


    Dabei könnte es sich auch um einen ehemaligen Angehörigen des Pol.Btl.311 aus Jena handeln, der später zum III.Btl./SS-Pol.Rgt.26 versetzt wurde.


    "Ab Mitte 1943 wurden die Angehörigen des II. Bataillons Polizeiregiment 6 in verschiedene andere SS-Polizei-Regimenter übernommen. Die Polizeiführung befahl einen Teil der Männer zum III. Bataillon des SS-Polizeiregiments 26. Teile dieses Bataillons gerieten 1944 bei Minsk in Gefangenschaft." (Quelle: Stefan Klemp "Nicht ermittelt" Klartext Verlag-Essen 2005, S.276)


    Auch seine Gendarmerie-Ausbildung in Suhl könnte dafür sprechen, da es nur unweit von Jena entfernt ist und ebenfalls in Thüringen liegt.


    Edit:


    Hier noch zwei Aufnahmen zum II.Btl./Pol.Rgt.6 (ehemals Pol.Btl.311), vor der Eingliederung ins III.Btl./SS-Pol.Rgt.26.


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

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  • Hallo,


    laut Kommando-Tagesbefehlen, ein herzliches Dankeschön nochmal an Lockenheld, besaß das Polizeibataillon 311 (Jena) 1941 in Krakau/Polen einen bataillonseigenen Jagdzug, dessen Zusammensetzung höchstwahrscheinlich überwiegend aus Münchner Polizisten bestand.


    Führer des Jagdzug/Pol.Btl.311 war u.a. ein Oberleutnant d. Sch. Winkel


    (Quelle: Tagesbefehle des KdSch München 1941)


    Beim Polizeibataillon 111 (Hannover) war 1940 in Kielce/Polen ebenfalls ein Jagdzug im Einsatz, der überwiegend aus Österreichern bestand. (Quelle: Gunnar Bettendorf "Das Reserve-Polizeibataillon 111 im Osteinsatz" in Hannoversche Geschichtsblätter Band 62, S.107)


    Wozu diente ein Jagdzug? War er für die Partisanenbekämpfung vorgesehen, oder diente er nur zu Verpflegungszwecken (Jagd)? ?(


    Liebe Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

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  • Hallo Daniel,


    der Begriff "Jagdzug" wird verwendet für speziell zusammengestellte Einheiten welche insbesondere der Partisanenbekämpfung dienten.
    Zwar war dies im Prinzip Aufgabenbereich aller Polizeieinheiten, aber die Aufstellung eines Jagdzuges (oder Benennung einer bestehenden Einheit als Jadzug) läßt den Schluß zu, dass es hierbei um die Zuweisung eines speziellen Schwerpunktauftrages oder einer speziellen Operation handelt.
    Möglicherweise wurde auch die Bewaffnung danach ausgerichtet.


    Als Beleg für meine Aussagen mag folgendes Dokument des SS- und Polizeiführers für den Bezirk Bilystok vom 24. Juli 1943 gelten, welches zwar für eine Gend.-Einheit gilt, aber sicherlich auch auf die Pol.-Batl. übertragen werden kann:


    An den
    Gend.-Jagdzug 32 (mot.)
    Stützpunkt Ostryna


    Ich spreche dem Gend.-Jagdzug 32 (mot.) für das tapfere und umsichtige Verhalten in der Bandenbekämpfung und Aushebung der Politisch-Polnischen Organisation samt dem Munitionslager bei Ostyrna unter tatkräftiger und geschickter Führung des Oberltn.d.Gend. Matschek meine volle Anerkennung aus.


    gez. Hellwig
    SS-Brigadeführer und Generalmajor d. Polizei


    Der Zusatz "Jagdzug" war offensichtlich nur temporär, denn in einem Dokument vom Oktober 1943 wurde die Einheit wieder als "Gend.-Zug (mot) Nr. 32" bezeichnet.


    Herzlichen Gruß
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    besten Dank für die schnelle Antwort. Das hab ich mir schon gedacht, nur 100% sicher war ich mir nicht. Da das Polizeibataillon 111 (Hannover) 1940 im Distrikt Radom u.a. gegen die berüchtigte Hubalczycy-Gruppe (unter Major Henryk DobrzaDski, genannt Hubal) vorging und sich 1940/41 die polnische Untergrundbewegung sich langsam zu formieren begann, ist ein spezieller Jagdzug in einem Polizeibataillon zur Partisanenbekämpfung sehr gut vorstellbar.


    Lieben Gruss Daniel

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  • Hallo zusammen,


    zum Jagdzug des Batl. 311 kann ich noch ergänzen, dass die Münchener dort offenbar erstmal am 29.08.40 zum Pol.-Rgt. Krakau (Jagdzug) abgeordnet wurden. Wie und wann der Zug dann zum 311er kam, weiß ich (noch) nicht.


    Gruß


    Marcus

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
    "Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

  • Hallo,


    hab heute noch etwas interessantes zu den sogenannten "Jagdzügen" gefunden. =)


    Auszug vom Bericht einer Polizeisitzung am 30.5.1940 in Krakau:


    "In dem Augenblick, wo aber an mehreren Stellen Kämpfe mit solchen Banden geführt werden müßten, wäre das bisherige System nicht durchführbar. Aus diesem Grunde seien neuerdings sogenannte Einsatzkommandos gebildet worden bzw. in Bildung begriffen. Die Bildung dieser Einsatzkommandos geschehe in Form, daß Teile der Ordnungspolizei und Teile der SS zu Jagdkommandos zusammengezogen werden. Diese Jagdkommandos werden modernst ausgerüstet, motorisiert und gut bewaffnet. Sie werden innerhalb eines Distriktes in Zukunft in Stärke von 200 Mann sofort zum Einsatz zur Verfügung stehen. [Fußnote]"


    "[Fußnotentext] Am 24.7.1940 legte ein Erlaß Dalueges [Chef der dt. Ordnungspolizei] die Formierung von 8 Polizei-Jagdzügen fest. Vgl. G. Eisenblätter, S. 142. Pro Distrikt waren zwei Züge mit je 42 Mann festgelegt."


    (Quelle: Werner Präg/Wolfgang Jacobmeyer "Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939-1945", Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1975, S.213)


    Edit: Rechtschreibung


    Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 2 times, last by Policeman ().

  • Hallo,
    ich sehe auf ebay immer wieder ganz interessante Polizei-Photos aus Privatnachlaessen auftauchen, die ganz interessant sind. Diese Schnappschuesse erlauben einen guten Einblick in den Alltag.
    Erst neulich sind wieder recht interessante Bilder versteigert worden. Auch oftmals mit Fahrzeugen.
    Nutzt Ihr auch ebay zur Suche nach Pol-Photos?

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

  • Hallo Andreas, ...


    Quote

    Original von suum cuique
    Nutzt Ihr auch ebay zur Suche nach Pol-Photos?


    ... hab ich weiter oben schon einmal beantwortet. ;)


    Quote

    Original von Policeman
    Das meiste Material musste ich mühsam zusammen tragen, meistens durch Käufe auf Trödelmärkten, Ebay oder aus Privathaushalten.


    Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Bataillons-Interessierte,


    hab mal ein paar Daten zur Einheit zusammengefasst.


    Geschichte des Polizeibataillon 311 aus Jena (Thüringen)


    "FPNr. 14 502"
    (Quelle: Rolf Michaelis "Der Einsatz der Ordnungspolizei 1939-1945", Michaelis-Verlag, Berlin 2008, S.48)


    „Im Rahmen der Aufstellung von Polizei-Ausbildungsbataillonen Ende 1939/Anfang 1940 entstand auch das Polizeibataillon 311 mit Heimatstandort in Jena.“
    (Quelle: Stefan Klemp „Nicht ermittelt“, Klartext Verlag, Essen 2005, S.275)


    „Standort des Polizei-Ausbildungs-Bataillon Jena war die ehemalige, 1873/74 erbaute Kaserne des III. Bataillons des 94er (kaiserlichen) Infanterie-Regiments von Sachsen-Weimar in der Nähe des Jenaer Westbahnhofs.“ (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.40)


    „Kommandeur des Polizei-Ausbildungs-Bataillons bzw. ab 1940 Polizei-Bataillons 311 war Major Walter Danz, ein gebürtiger Jenaer, Jahrgang 1898. [...] Seine weitere Laufbahn: Bis März 1943 Einsatz in der Ukraine, danach Feldlazarett und Lehrgang, ab November 1943 Kommandeur des SS-Polizeiregimentes 4, Mai 1944 Ernennung zum Oberstleutnant, Lazarett, danach Kommandeur des SS-Polizeiregimentes 21. Zuletzt bis 1945 Kommandeur einer Kampfgruppe unter Generaloberst Hermann Hoth.“ (Quelle: ebd., Seite 40)


    „Am 15. Oktober 1940 verlegte das Bataillon geschlossen per Zug zur „Aufrechterhaltung und Sicherheit“ nach Krakau im Generalgouvernement, unterstellt dem Polizeiregiment Krakau.“ (Quelle: ebd., Seite 41)


    „Es war vom 15.10.1940 bis zum 29.5.1941 im Distrikt Krakau zum Wach- und Streifendienst eingesetzt.“
    (Quelle: Wolfgang Curilla „Der Judenmord in Polen und die deutsche Ordnungspolizei 1939-1945“, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2011, S.414)


    Laut Schnellbrief des RFSS Heinrich Himmler löste das Pol.Btl. 311 am 15.10.1940 in Krakau das Pol.Btl. 45 (Heimatstandort Aussig) ab und übernahm daraufhin dessen Kraftfahrstaffel (K-Staffel) und den Jagdzug. Die K-Staffel trug später den Drache aus dem Jenaer Stadtwappen als Truppenkennzeichen auf ihren Fahrzeugen. Der Pol.-Jgd.-Zug des Pol.Btl. 311, vorher auch Pol.-Jgd.-Zug „Krakau“ genannt, war überwiegend aus Münchner Polizisten zusammengesetzt. Am 02.08.1940 in München aufgestellt erfolgte sein Abtransport, mit der Eisenbahn, am 01.09.1940 nach Krakau. Die Personalstärke betrug insgesamt 42 Mann. Zugführer waren Leutnant d.Sch. Buchberger bis 24.09.1940, Revier-Leutnant Schmidlkofer bis 26.02.1941 und Oberleutnant d.Sch. Winkel bis zu seiner Auflösung. Im Generalgouvernement existierten ab 24.07.1940 acht Polizei-Jagdzüge, die u.a. auch als „Jagdkommandos“ bezeichnet wurden. Pro Distrikt waren laut Erlaß des ChdDtPol Kurt Daluege zwei Züge vorgesehen. Sie waren speziell für den Partisanenkampf konzipiert, modernst ausgerüstet, gut bewaffnet und motorisiert, damit ein schnelles und wirkungsvolles eingreifen gewährleistet sein konnte. Bisher sind noch ein Jagdzug „Essen“ beim Pol.Btl. 111 in Kielce, später beim Pol.Btl. 305 und ein Jagdzug „Wuppertal“ beim Pol.Btl. 310 in Tschenstochau bekannt. Beide Jagdzüge gehörten während ihres Bestehens dem Polizeiregiment Radom an. Im Jagdzug „Essen“ soll des weiteren eine größere Anzahl Österreicher eingesetzt gewesen sein. Am 07.04.1941 wurde der Jagdzug aus München aufgelöst und dessen Angehörige zurück zum Heimatstandort in Marsch gesetzt. Für Ihre Leistungen während des Einsatzes beim Pol.Btl. 311 in Polen, erhielten sieben Münchner Polizisten am 20.09.1941 das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse.


    „Am 29. November sowie am 3. und 9. Dezember 1940 führte das Polizeibataillon 311 zusammen mit der polnischen städtischen Polizei und der deutschen Kriminalpolizei Razzien durch, um den Juden den >Ernst der Lage< vor Augen zu führen. Nach Schätzungen der Sipo verließen im Dezember daraufhin etwa 20 000 Juden die Stadt.“ (Quelle: Christopher Browning „Die Entfesslung der Endlösung – Nationalsozialistische Judenpolitik 1939-1942“, List-Taschenbuch Verlag, Berlin 2006, S.204)


    Die 1. Komp./Pol.Btl. 311 unter der Führung von Oberleutnant d.Sch. Borchers war anhand von Original-Fotoaufnahmen am 01.02.1941 in Krakau in der Piekarska Nr. 24 (vermutlich ein ehemaliges Schulgebäude) untergebracht. Am 03.03.1941 wechselte die 1. Komp. seinen Standort in Krakau mit der 3. Komp. des Polizeibataillon 303 (Heimatstandort Bremen) und zog nach Sanok um. Im gleichen Zeitraum wechselt auch die 3. Komp./Pol.Btl. 311 von Krakau nach Gorlice. Am 28.05.1941 wurde das Pol.Btl. 311 in Gorlice durch den Befehlshaber der Ordnungspolizei Krakau Genlt.d.Pol. Paul Riege und den Höheren SS- u. Polizeiführer Krakau SS-Oberführer Hans Schwedler verabschiedet.


    „Nach dem 30.5.1941 wurde das Bataillon bis zum 22.6.1941 verlegt, um für den Angriff auf die Sowjetunion bereitzustehen.“
    (Quelle: Wolfgang Curilla „Der Judenmord in Polen und die deutsche Ordnungspolizei 1939-1945“, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2011, S.414)


    „Die Ausladung der Einheiten war für Rzeszow [dt. Reichshof] beantragt.“
    (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.43)


    „Das Bataillon unterstand der 444. Sicherungsdivision der Wehrmacht.“
    (Quelle: Stefan Klemp „Nicht ermittelt“, Klartext Verlag, Essen 2005, S.275)


    „Zu den Aufgaben der Sicherungsdivisionen im rückwärtigen Armeegebiet hinter dem Operationsgebiet des AOK 17 umfassten u.a. die Sicherung der Versorgungsstützpunkte, Nachschubstraßen und Querverbindungen an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten und Brücken, die Überwachung der Rollbahnen, Sicherung der wichtigsten Flughäfen und Nachrichtenverbindungen, die Bewachung und Abschub der Kriegsgefangenen.“ (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.43)


    „Vom 22. bis 28.6.1941 nahm das Bataillon an den Kämpfen um Przemysl und den San-Übergang teil.“
    (Quelle: Wolfgang Curilla „Der Judenmord in Polen und die deutsche Ordnungspolizei 1939-1945“, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2011, S.414)


    „Es war dann in Bessarabien, Galizien und Wolhynien eingesetzt.“
    (Quelle: Stefan Klemp „Nicht ermittelt“, Klartext Verlag, Essen 2005, S.275)


    „Der Marschweg nach Osten war identisch mit dem der 17. Armee auf der Linie Lemberg – Tarnopol – Winnizia – Uman – Dnjepr-Niederungen bis in den Raum Dnjepropetrowsk.“
    (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.43)


    „Noch im Sommer 1941 beteiligte sich die 3. Kompanie des Bataillons 311 am Zusammentreiben von Juden in Lemberg zum Güterbahnhof.“
    (Quelle: Stefan Klemp „Nicht ermittelt“, Klartext Verlag, Essen 2005, S.275)


    Anhand rückseitiger Fotobeschriftungen befand sich das Polizeibataillon 311 am 26.7.1941 in Brahilow, am 6.8.1941 in Uman, am 12.8.1941 in Hajsyn, am 17.9.1941 in Nikolajew und am 25.10.1941 in Kriwoj-Rog.


    „Auch im Süden der Sowjetunion, vor allem in der Ukraine, beteiligten sich deutsche Ordnungspolizisten in unvorstellbarem Ausmaß an Massakern gegen die jüdische Bevölkerung. [...] Für die südliche Sowjetunion sind vor allem folgende Exekutionen zu nennen: [...] - zwischen dem 16. und 30.9.1941 etwa 5.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder in Cherson unter Beteiligung des Polizeibataillon 311 [...] - 136 Juden im Raum Pawlograd unter Beteiligung des Polizeibataillon 311“
    (Quelle: Wolfgang Curilla "Die dt. Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und in Weißrussland 1941-1944", 2. Auflage, Schöningh Paderborn 2006, S.791-800)


    „Laut Unterkunftsbericht der Sicherungsdivision 444 waren Stab, eine Kompanie und ein Zug des PB 311 am 5.11.1941 in Nikopol untergebracht, eine Kompanie in Marganez, zwei Züge in Dnjepropetrowsk bzw. Dnjeprodsershinsk, am 8.11.1941 Stab und zwei Kompanien in Dnjepropetrowsk, eine in Marganez. Am 17.11. war das PB 311 in Pawlograd stationiert.“ (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.50)


    „Am 17.12.1941 war es bei einem Versuch der Partisanen, die Leichen erhängter Partisanen zu bergen, bei dem Dorf Kotschereschki zu einem Feuergefecht zwischen dem Bataillon 311 und der Partisanengruppe gekommen.“ (Quelle: ebd., Seite 51)


    „Im Waldgebiet zwischen Nowomoskowsk und Pawlograd wurde es zwischen Dezember 1941 und Januar 1942 zu einem weiteren großen Partisanenunternehmen eingesetzt.“
    (Quelle: ebd., Seite 50)


    „Am 21.1.1942 wurde die 2. Kompanie an die Front nach Losowaja östlich Dnjepropetrowsk in Marsch gesetzt, wo ein Durchbruch von starken Einheiten der Roten Armee abgewehrt werden sollte.“ (Quelle: ebd., Seite 53)


    „Im weiteren Verlauf kam die Sicherungsdivision 444 [demnach auch das Pol.Btl. 311] ab März 1942 zum Schutz der Küstenabschnitte des Asowschen Meeres gegen sowjetische Landungsschiffe zum Einsatz, wie aus einer Meldung des Befehlshabers des Heeresgebietes Süd an das OKH am 21.3.1942 hervorgeht.“ (Quelle: ebd., Seite 53)


    Anhand von Original-Fotoaufnahmen befanden sich am 21.5.1942 u.a. folgende Gräber von Bataillonsangehörigen auf dem Soldatenfriedhof in Pawlograd:
    Hptw. d. Sch. Ferdinand Silge, Einheit: 2.Kp./Pol.Btl. 311, geb. 24.11.1909 – gest. 29.12.1941
    Zugwachtm. Hans Schönfelder, Einheit: 1.Kp./Pol.Btl. 311, geb. 22.20.1914 – gest. 18.2.1942
    Oberw. Walter Palowski, Einheit: Pol.Btl. 311, geb. 16.4.1910 – gest. 19.2.1942
    Ltn. Franz Gröger, Einheit: Pol.Btl. 311, geb. 3.1.1910 – gest. 23.2.1942


    „Bis zum 6.8.1942 war das Bataillon der Feldkommandantur 774, Kommandeur General Zuleger, in Saporoshje unterstellt, vom 6. – 10.8.1942 der Oberfeldkommandantur 399 in Melitopol, vom 11. – 18.8.1942 abermals der Feldkommandantur 774 und ab 19.8.1942 wieder der Sicherungsdivision 444.“ (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.54)


    „Das Bataillon trug seit dem 15.8.1942 durch Erlass des RFSSuChdDtPol. im Rmdl. die Bezeichnung II./Polizei-Regiment 6 mit der 5., 6., und 7. Kompanie und hatte eine Stärke von 600 Mann.“ (Quelle: ebd., Seite 54)


    „Am 21.8.1942 wurde ein Kommando der 7. Kompanie in Zugstärke nach Bolshekrepinskaja an der Straße Kuibyschew – Rostow in Marsch gesetzt, einen Tag später ein Zug zur Sicherung der Straßen Konstantinowskaja – Romanowskaja und Romanowskaja – Martynskoje. Zur Befriedigung des Gebietes Kammenyi – Brod – Gruschewskaja setzte das Bataillon eine Streife 1/6 mit acht Hilfswachtmeistern ein.“ (Quelle: ebd., Seite 54)


    „Am 28.8.1942 marschierte das Bataillon in Rostow ein und nahm in der ehemaligen medizinischen Hochschule Quartier. Zu sichern waren hier die Don-Brücken.“
    (Quelle: ebd., Seite 54)


    „Rostow am Don fiel mit dem Abmarsch des Sk 10a an das eigentlich zuständige, von Robert Mohr geführte Ek 6 der Einsatzgruppe C, welches sich in der Stadt ebenfalls auf die Suche nach versteckten Juden und anderen zu Gegnern erklärten Personen machte. Neben dem Ek 6 beteiligte sich Ende August 1942 auch das II. Bataillon des Polizeiregiments 6 an diesem Unterfangen, richtete dabei seine Aufmerksamkeit verstärkt auf die weitere Umgebung Rostows, bis hin nach Nowotscherkassk.“ (Quelle: Andrej Angrick „Massenmord und Besatzungspolitik – Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion 1941-1943“, Hamburger Edition 2003, S.565-566)


    „Als weitere Standorte des II./PR 6 im Zuge des Vormarsches nach Osten konnten ermittelt werden: Dezember 1942: Kalmückensteppe, Dimitrijewskoje, Januar 1943: Kalmückensteppe (Astrachan), Kuban, Kaukasus, Dimitrijewskoje, Medweshje, Kuma, Tachta, Stalingrad, Februar 1943: Rostow.“ (Quelle: Frank Döbert "Vorläufig ist alles ganz harmlos - Das Jenaer Polizeibataillon 311 im 2.Weltkrieg - eine Spurensuche", in: Prof.Dr. Carsten Dams & Dr. Andreas Schneider "Polizei und Geschichte Ausgabe 2/2010", Verlag für Polizeiwissenschaften, Frankfurt/Main 2010, S.55)


    „Nach Kämpfen im Nordkaukasus wurde das Polizeiregiment 6 unter schweren Verlusten im Januar 1943 am Fluss Mius zerschlagen. Verletzungen erlitt dabei auch Bataillonskommandeur Major Danz, der daraufhin in das Lazarett Obornik verlegt wurde. Die Reste der Einheit wurden nach Danzig-Adlershorst zurück geführt, wo die Auflösung des Regimentes erfolgte.“ (Quelle: ebd., Seite 55)


    „Aus den Personalakten von Polizisten des PB 311 bzw. PR 6 (und den Ermittlungen des MfS) geht hervor, dass eine größere Anzahl von Polizisten der Jenaer Einheit nach Abwicklung des PR 6 zum Polizeiregiment 26 kommandiert wurde.“ (Quelle: ebd., Seite 56)


    Zum Abschluss noch ein paar weitere Fotos zur Bataillonsgeschichte.


    Bildbeschreibung:
    "Stube 12, III. Zug, Jena 21.4.40"
    "Die Köche der 1. Komp. Wm. Matzak, Wm. Becker, Krakau 25.2.41."
    Die 1.Kp./Pol.Btl. 311 im Raum Gorlice/Westgalizien, auf dem ersten Fahrzeug ist das Truppenkennzeichen (Drache) gut zu erkennen.
    Kradmelder des Bataillons auf einem russ. 52 To. Panzer bei Uman am 6.8.1941.
    "Asowsches Meer, Sommer 1942"


    Liebe Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 5 times, last by Policeman ().

  • Hallo,


    auch zu diesem Thema hat sich etwas neues ergeben und darum hole ich den Thread mal wieder aus der Versenkung. ;):thumbsup:


    Es folgen Aufnahmen aus Fragmenten eines Fotonachlasses eines ehemaligen Angehörigen der K-Staffel II./Pol.Rgt. 6 (ehemals Pol.Btl. 311).


    Die ersten fünf Aufnahmen sind nachweislich in Jena entstanden, denn eines der Fotos ist rückseitig beschriftet mit den Worten: "Jena, K.Staf[f]el bei der Arbeit. 20.6.41.". Teilweise sind auch die Nachnamen der abgebildeten Polizisten vermerkt.


    Grüsse Daniel


    Fortsetzung folgt

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

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  • Hi Daniel,


    wieder einmal unglaublich, was Du da so zusammenträgst.
    Da sage doch einer, es gäbe nichts mehr zu finden.


    Vll. möchtest Du die Überschrift irgendwie angepaßt/
    ergänzt haben?


    Grüße, Kordula

  • Hi Kordula,


    besten Dank für dein Angebot, ich denke aber, dass das momentan nicht erforderlich ist.
    Der Beitrag wurde ja auf Grund der besagten Ausstellung eröffnet und dann um weitere Fotos meinerseits ergänzt, da damals leider nur sehr wenige Aufnahmen vom Polizeibataillon 311 in der Ausstellung vorhanden waren. Somit kann die Überschrift so bleiben.


    Hier nun vorerst die nächsten Bilder des Nachlasses. Es ist anhand der Fotos ersichtlich, dass der ehemalige Angehörige der K-Staffel II./Pol.Rgt. 6 währscheinlich erst im Jahr 1942 zum Regiment stieß. Die Osteinsatz-Aufnahmen beginnen im August 1942 und enden im Januar 1943 zur Zeit der Auflösung des Polizei-Regiments 6.


    Rückseitige Orig. Beschriftung der Fotos:
    "Am Asowschen Meer August 1942"
    "Novo Tscherkast September 1942", gemeint ist hier z.B. der Ort Nowotscherkassk, wo sich zeitweise auch der Bataillonsgefechtsstand befand
    "Dirneuje in Russland Jan. 1943"
    "Am M...?... [unleserlich] Jan. 1943 Lagerfeuer", rechts im Hintergrund ein Mitglied der 2. Kosaken-Hundertschaft, welche dem Bataillon zeitweise unterstellt war
    "Kalmücken-Haus Jan.1943"


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Forums-Freunde,


    wieder etwas neues zum Jenaer Polizeibataillon 311.


    Pol.311_2.jpg
    Vor der Polizei-Kaserne in Jena:
    Ltn. d.SchP. Hasper (Zugführer in der 1./Pol.Btl. 311),
    Major d.Gend. Danz (Bataillons-Kommandeur),
    Ltn. d.SchP. Born (Adjutant v. Major Danz in Jena und auch später in Polen),
    Meister d.SchP. Max Jarosch (Fachlehrer in Jena u. später im Generalgouvernement Kommando-Führer eines sMG-Zuges in der 4.(schw.)/Pol.Btl. 311)


    Danz.jpg
    Major d.Gend. Walter Danz am 24.01.1941 an seinem Schreibtisch in Krakau


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    Obltn. d.SchP. Ferdinand Krackowizer, Bataillons-Adjutant, am 30.05.1941 vom Pol.Btl. 311 als Transport- u. Pi.Offz. (zugleich Bürooffizier der Abt. Ia) zur Führungsabteilung des Kdo.Stabes RFSS versetzt


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    Obltn. d.SchP. Malzahn, Chef der 4.(schw.)/Pol.Btl. 311


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    Ltn. d.SchP. Kunz, Zugführer in der 4.(schw.)/Pol.Btl. 311


    Beste Grüsse
    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Servus Dieter,


    es gab mit Stand vom 1. Dezember 1941 zwei in Frage kommende Pol.Offz. mit Nachnamen Born.


    Max Born, 03.06.1915 geboren, SS-Nr. 323860, 30.01.1941 befördert zum Obltn. d.SchP.
    Wilhelm Born, 17.05.1915 geboren, SS-Nr. 351367, 09.11.1941 befördert zum Obltn. d.SchP.


    Wer beim Pol.Btl. 311 Dienst tat muss momentan offen bleiben, aber ich hoffe auf baldige Aufklärung, denn ich warte immer noch auf ein paar bestellte Dokumente, die darüber Klarheit bringen könnten.


    Beste Grüsse
    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.