Wehrmachtsoffizier aus “Der Pianist” geehrt

  • "Der Hauptmann der Reserve der deutschen Wehrmacht, Wilhelm „Wilm“ Hosenfeld, (1895 – 1952), wurde jetzt posthum von der Jerusalemer Holocaustgedenkbehörde Jad Vaschem zum „Gerechten der Völker“ ernannt. Das ist die höchste Ehrung, die das jüdische Volk Nichtjuden erteilt, wenn sie unter Einsatz ihres Lebens Juden gerettet haben..."
    Mehr dazu:
    Wehrmachtsoffizier aus “Der Pianist” geehrt

  • Hi Frieder,


    danke für Info; wenn Du jetzt noch den richtigen Link herschaffst,
    wäre ich ganz glücklich.
    War es dieser hier?


    Gruß, Kordula

  • Quote

    danke für Info; wenn Du jetzt noch den richtigen Link herschaffst,
    wäre ich ganz glücklich.
    War es dieser hier?


    Hallo Kordula,


    das ist der richtige Link. Muss wohl beim verlinken was falsch gemacht haben. ?(


    Grüßle Frieder

  • Hallo,


    ich finde es bedauerlich, daß dieser große Mann (wie so viele) kein Grab hat.


    Zum Gedenken
    D1585037
    Nachname: Hosenfeld
    Vorname: Wilhelm Adalbert
    Dienstgrad: Hauptmann
    Geburtsdatum: 02.05.1895
    Geburtsort: Mackenzell
    Todes-/Vermisstendatum: 13.08.1952
    Todes-/Vermisstenort: Kgf.Laz.5771 i.Stadtteil "Roter Oktober"



    Wilhelm Adalbert Hosenfeld konnte im Rahmen unserer Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden.

    Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Rossoschka - Sammelfriedhof (Rußland) war somit leider nicht möglich.
    Sein Name wird im Gedenkbuch des Friedhofes verzeichnet.



    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,


    heute erschien in der Süddeutschen Zeitung, Rubrik "LEUTE", ein Artikel von Sonja Niesmann über die 78-jährige Jorinde Krejci, die zum ersten mal öffentlich über Ihren Vater, Wilm Hosenfeld, in Planegg sprach.


    Zitat SZ: Und sie will jungen Leuten klarmachen, "wie leicht es dieser Diktatur gelang, ein ganzes Volk zu Mittätern oder zu untätigen Mitwissern zu machen".


    2009 ehrte die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, den ehemaligen Wehrmachtsoffizier Wilhelm Hosenfeld, als "Gerechten unter den Völkern".


    Die Briefe und Tagebücher ihres Vaters sind als Buch erschienen.


    Gruss
    schlichi

  • Hallo,
    hier die Angaben zur Herkunft.
    Gruß
    Jörg


    ====================================
    Hünfeld, 3. Mai 1895
    Der Lehrer Adalbert Hosenfeld, wohnhaft zu Mackenzell, katholischer Religion, zeigte an, daß von der Friederika Hosenfeld, geborene Krick, seiner Ehefrau, katholischer Religion, wohnhaft bei ihm, zu Mackenzell in seiner Wohnung am 2. Mai 1895 um 3 Uhr ein Kind männlichen Geschlechts geboren sei, welches den Vornamen Wilhelm erhalten habe.
    ====================================
    Geschwister:
    1) Elisabetha, *1886 in Dammersbach [+12.08.1888 in Hünfeld, wohnhaft zu Dammersbach, 2 Jahre, 3 Monate]
    2) Josephine, *13.05.1888 in Hünfeld [Heirat am 06.10.1913 in Hünfeld mit Anton Raub]
    3) Maria Theresia, *20.01.1893 in Hünfeld [Heirat am 09.07.1923 in Hünfeld mit Franz Joseph Wassermann; +04.04.1945 in Hünfeld]
    4) Rosa Regina, *20.08.1898 in Hünfeld
    5) Rudolf, *01.01.1900 in Hünfeld [Trauzeuge bei Heirat der Schwester Maria Theresia, Beruf: Lehrer, wohnhaft Hünfeld]
    ====================================
    Mutter starb am 13.12.1930 in Hünfeld, 73 Jahre, angezeigt vom Ehemann Lehrer i.R.
    ====================================
    Vater starb am 26.03.1938 in Hünfeld, 80 Jahre
    ====================================

  • Hallo zusammen,
    empfehlenswert ist das Buch von/über Hosenfeld:"Ich versuche jeden zu retten" Sein Leben in Briefen u Tagebüchern, München 2004, 1194 Seiten.


    Mit etwas Glück kriegt man es antiquarisch für 12-15€.


    Beste Grüsse
    Ingo

  • Hallo,


    im Ersten Weltkrieg war er 1915 Kriegsfreiwilliger im Reserve-Infanterie-Regiment 235, 1917 Vizefeldwebel.


    Zuletzt gewohnt hat Lehrer Wilhelm Hosenfeld in Thalau Kreis Fulda Hausnummer 51 (Schule).


    Sein Geburtshaus in Mackenzell heißt heute Wilm-Hosenfeld-Haus.


    Grüße
    Thilo

    Files

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  • Gute Sache, das...


    Hunderte, oder gar tausende deutsche Soldaten werden ähnlich gehandelt haben, wenn es möglich war...


    In all dem Horror werden sich Menschen an ihr Menschsein erinnert haben. Ich möchte mir die Konflikte nicht vorstellen, die Hölle auf Erden.


    All das blieb mir erspart, was für ein Geschenk.


    Micha

  • Hallo,


    gestern (01.09.) lief bei arte eine Dokumentation mit dem Titel "Polen 39. Wie deutsche Soldaten zu Mördern wurden." Darin werden die Erlebnisse von zwei Wehrmachtsoldaten und einem Angehörigen des SD und die Beteiligung ihrer Einheiten an den ersten Kriegsverbrechen im Polenfeldzug 1939 geschildert. In dieser Doku kommen u.a. auch einige Berichte aus den Tagebüchern und Feldpostbriefen des "Wilm" Hosenfeld zur Verwendung: https://www.arte.tv/de/videos/…daten-zu-moerdern-wurden/


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo zusammen,


    hier das aktuellste Filmwerk (polnisch, jedoch sehr viele deutsche Originalstimmen im Clip) zu Wilm Hosenfeld:
    https://www.youtube.com/watch?v=9cqQowj1obo

    Es war mir vergönnt für eine kurze Zeit bei der Recherche vor Ort (Thalau/Rhön) dabei zu sein, die Einweihung des Wilm Hosenfeld Denkmals an "seiner" Dorfschule in Thalau (36157 Ebersburg) zu erleben und einige Leute mit hohem Engagement dazu kennen gelernt zu haben.

    Im Übrigen ist/war diese Arbeit um Wilm Hosenfeld mein Ansporn, zu meinem eigenen Opa zu recherchieren - deshlab die eine oder andere Frage dazu hier im Forum.

    Danke Allen! Gruß, Torsten

  • Hallo zusammen.
    „Wilhelm (genannt Wilm) Hosenfeld wurde als viertes von sechs Kindern eines Lehrers in dem Rhöndorf Mackenzell, heute ein Stadtteil von Hünfeld bei Fulda, geboren.“ (Wikipedia)

    Nach seinem Tod wuchs ich in direkter Nachbarschaft zu einem Teil seiner Familie in seinem Geburtsort auf.

    Diese Tatsache wurde mir mit dem Polański-Film erstmals bewusst. Natürlich wurde aber damals nicht darüber gesprochen.

    Heute bin ich dankbar für den Polański-Film; den Tipp von Torsten und die inzwischen erfolgten Würdigungen (u.a. „Wilm Hosenfelds Geburtshaus in Mackenzell wurde am 11. März 2011 ehrenhalber Wilm-Hosenfeld-Haus benannt.“).

    Grüße und noch ein gutes 2020

    elcaro

    elcaro interessiert sich sehr für die SS-Pz.Nachr.Abt. 1 LSSAH

  • Hallo zusammen,

    ... Heute bin ich dankbar für den Polański-Film; den Tipp von Torsten und die inzwischen erfolgten Würdigungen (u.a. „Wilm Hosenfelds Geburtshaus in Mackenzell wurde am 11. März 2011 ehrenhalber Wilm-Hosenfeld-Haus benannt.“).

    elcaro

    danke elcaro, wenn Du (oder jemand anders) mal an einem Gepräch/Besuch in THALAU (der Wirkungsstätte von Hr. Hosenfeld als Lehrer) interessiert ist - gerne melden! Ich kann sicher einige erzählen, zeigen, Kontakt zu den örtlich engagierten Personen herstellen.

    Gruß, Torsten

  • gerade mal an seinem Denkmal gewesen, schön das er nicht vergessen ist.

    Hallo Mitleser, werter Panzerjaeger9 - Ja, denke ich auch. Seltsam nur, dass (siehe im Link zum Film oben) gerade aus "seinem" Heimatort THALAU noch Stimmen (in der jungen Generation heute) laut werden, die verhindern, dass z.B. die örtliche Grundschule umbenannt wird in "Wilm Hosenfeld Schule". Melde Dich (Panzerjaeger9) gerne zu einem Kaffee (gerne in Thalau).

    https://osthessen-news.de/n115…rt-an-wilm-hosenfeld.html

    Gruß, Torsten

  • Hallo Torsten,


    ich denke bei einigen schrillen halt direkt die Alarmglocken wenn sie Wehrmachtssoldat hören, das sind aber nur jene die sich weder mit Herrn Hosenfeld noch mit dem deutschen Soldaten im Allgemeinen je auseinandergesetzt haben.


    Danke für deine Einladung!


    Grüsse Dominik