• Hallo,


    anbei noch ein kleines Fundstück zu den Durchführungsbestimmungen zur Verleihung des Blutordens.
    Quelle: Kleine Volks-Zeitung Nr. 243 vom 4.September 1938, Seite 10


    Gruß, J.H.

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    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo,


    vor kurzem kontaktierte mich ein amerikanischer Sammler, ein Blutorden sei in einem Militaria-Shop zum Kauf angeboten, er meinte der Nummer nach (1796) würde er meinem Urgrossvater Rudolf Wehinger gehören.


    Hat eventuell jemand von euch die Möglichkeit der Nummer nach das zu verifizieren und zu bestätigen?


    Gruss F.S.

    blutorden.jpg

  • Guten Tag,

    bei Patzwall "Das Ehrenzeichen vom 9. November 1923" steh R.W (Dornbirn) in der Vorschlagsliste Nr. VII

    vom 30.Mai 1939 unter der Nummer 1890. Dort sind mehrere Namen auf den Seiten Seiten 70-72 verzeichnet..

    Gruß Paule

  • Hallo Paule,


    vielen Dank für die Info.



    Ich konnte nun endlich ausfindig machen, dass Rudolf Wehinger den Blutorden erhalten hatte.


    Zitat aus "Bestandsaufnahme Heimat Dornbirn 1850-1950, Werner Bundschuh, Vorarlberger Autoren Gesellschaft, 1990":


    In der April-Nummer 1988 der Zeitschrift "Der Wiener" wurde eine Liste der "Blutordensträger" in Österreich veröffentlicht.

    Von den 29 namentlich angeführten Vorarlbergern stammen 14 - also fast die Hälfte - aus Dornbirn: Boor Jakob, Bösch Bernhard, Bröll Erwin, Dreher Josef, Kremmel Cornelius, Ludwig Wilhelm, Mäser Alfons, Mäser Alwin, Österle Hans, Perle Alois, Schluge Theodor, Schwärzler Emanuel, Wehinger Rudolf und Weiß Otto.


    Hat jemand vielleicht diese Liste schon einmal gesehen? Weiss man überhaupt woher diese stammt?


    Gruss

    F.S.

  • Ich konnte nun endlich ausfindig machen, dass Rudolf Wehinger den Blutorden erhalten hatte.


    Hallo,


    hier im Thread wurde für weitergehende Recherchen zu Trägern des Blutordens schon der Hinweis zum Bundesarchiv/Sammlung des ehem. Berlin Document Center gegeben - hast Du dort bereits nach Informationen zu Rudolf Wehinger angefragt? Mit der Archivsuche Invenio lassen sich auf der Webseite des Bundesarchivs mehrere Einträge (mit unterschiedlichen Geburtsdaten) zu diesem Namen finden: https://www.bundesarchiv.de/DE…teme/Invenio/invenio.html


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo zus.


    heute bin ich auf diese -


    Zitat (geht bei mir nicht)

    leider kann ich Dir nur die "Blutordenträger" der Schutzpolizei in Bayern nennen - und die auch nur ohne Vornamen:


    Oberst der Schutzpolizei Schweinle

    Major der Schutzpolizei Staudinger

    Hauptwachtmeister Mayer

    Oberkommissar Lenz

    Hauptwachtmeister Binder

    Wachtmeister Quirner

    Oberkommissar Jakob


    MfG - Uwe


    - gestossen, im Prachtband Vierjahrsplan Bayern von 1937.


    Wie kann es sein dass Schutzpolizisten den Blutorden bekamen?

    Ich dachte dass die Schupo den Hitler-Putsch 9.11.1923 zusammengeschossen hat?

    Haben die daneben geschossen?


    Grüße, ZAG

  • Guten Tag,

    lt. Patzwall sind einwandfrei zuzuordnen, weil diese Namen nur einmal auftauchen:

    Schweinle, Kurt Landespolizei

    Staudinger, Reimund SA Regiment München

    hier aber auch noch: Alois Sturmabteilung Rossbach

    Quirner, Jacob SA Niederbayern 7. Hundertschaft

    Jacob, Karl SA Regiment München 7. Komp.

    Gruß Paule

  • ...

    Wie kann es sein dass Schutzpolizisten den Blutorden bekamen?

    Ich dachte dass die Schupo den Hitler-Putsch 9.11.1923 zusammengeschossen hat?

    Haben die daneben geschossen?

    ...


    Hallo,


    es besteht ja auch die Möglichkeit, dass die genannten Herren z.B. als Parteimitglieder der NSDAP und SA-Angehörige am Putsch 1923 teilgenommen haben und erst später, nach der Reichstagswahl 1933 und Hitlers Machtübernahme im Zuge der Zentralisierung der Polizei in den Polizeidienst eingestellt oder auf früheren Dienstposten wiedereingesetzt wurden?


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo zusammen,

    manchmal hilft (zumindest mir8o) ein kurzer, schneller Blick bei Tante Guugel.

    Und siehe da: Der Online-Lebenslauf des GenMaj d Orpo, SA-Brigadeführer Schweinle zeigt, dass er Anfang 1924 als Pol-Hptm aus dem Landesdienst entlassen wurde, wegen seiner Weigerung, am 9.11.1923 gegen die Putschisten vorzugehen.


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Tag allerseits,


    übrigens, "die Schupo hat den Hitler-Putsch nicht zusammengeschossen". Im Einsatz war damals die Bayer. Landespolizei (seinerzeit die Bereitschaftspolizei in Bayern) und die schoss auf die Putschisten.

    Die Bayer. Landespolizei war im Einsatz beim Hitlerputsch absolut zuverlässig und schlug den Aufstand nieder. Einer der wenigen Hitleranhänger in der LAPO war dieser Hauptmann Schweinle, der sich weigerte,

    gegen die Putschisten vorzugehen und dafür bekam er später den "Blutorden".


    Gruß

    Bert

  • Hallo zus,

    danke für Euere Aufklärung !

    Schutzpolizei und Landespolizei, aha !

    Grüße, ZAG

  • Hallo,


    anbei ein kurzer Pressebericht zur Verleihung des Blutorden an eine Frau.

    Quelle: Jeversches Wochenblatt Nr.246 vom 20.Oktober 1934, Seite 2


    Gruß, J.H.

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    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo J.H.,


    Eleonore Baur "Schwester Pia" ( 1885-1981), war eine fanatische Parteigenossin "der ersten Stunde". Ob sie jemals eine reguläre Krankenschwestern-Ausbildung erhielt, ist umstritten.

    Sie bezeichnete sich selbst als enge Freundin Hitlers und Himmlers.

    Hitler schenkte ihr eine Villa, Himmler angeblich die Rechtsstellung "wie ein SS Oberführer". Im Krieg trieb diese obskure Dame ihr Unwesen auch im KL Dachau.

    Nach dem Krieg wurde gegen sie wegen einiger ungeklärter Tötungen ermittelt...


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Tag allerseits,


    Blutorden und Ritterkreuz waren im NS-Staat schon etwas "Besonderes".

    Ich erlebte noch als junger Beamter, wie selbst in der Nachkriegszeit über Blutordensträger und Ritterkreuzträger ganz offen gesprochen wurde. Man wusste genau,

    dass ein Amtmann M. im Krieg Hauptmann war und das Ritterkreuz verliehen bekam.


    Aber selbst auch ein in der Nachkriegszeit "seltener" Blutordensträger aus unserer Gegend war Teil damaliger Gespräche von Kollegen, die ich am Rande mitbekam.

    Da ging es wohl nicht um politische Gespräche, sondern eben nur darum, dass dieser Blutordensträger damals mit Hitler putschen wollte....


    Grüße

    Bert

  • Moin zusammen,

    da man Fotos von Blutordenträger nicht so häufig findet, möchte ich mal meines beisteuern.

    Es zeigt einen Beamten im Offiziersrang einer Gebirgsjäger-Einheit, den ich leider noch nicht identifizieren konnte.

    Danke

    Gruß

    Wolfgang

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  • Hallo,

    Wie inzwischen schon gesagt wurde dies ist richtig ! Die Liste der Blutordensträger des Bezirks Dornbirn ist ziemlich bekannt.

    Blutorden Nr 1796 ist eine frühre Verleihung des 2. Modells.

    Der Blutorden wurde vor ca. 4 Jahren von einem italienischen Händler verkauft und liegt jetzt in einer Sammlung in den USA soweit ich weiss.

    Bester Gruss

  • Guten Tag,

    Vorschlagsliste Nr. VII vom 30.05.1939

    Laufende Nummer1890

    Wehinger, Julius (Bregenz)

    darunter stehend:

    Wehinger, Rudilf (Dornbirn)

    Nummer 1796 fehlt in der Liste.

    (Patzwall Ehrenzeichen 09.11.23 Seite 72)

    Gruß Paule