Feldpostamt-Soldaten od. Beamte

  • Hallo zusammen,
    mein Vater war u. a. beim FPA 182 und 258. Nachweislich seines Wehrpasses und Soldbuchs als Uffz, UnterFw und vermtl. auch noch als Feldwebel. Hier im LdW habe ich gelesen (wo?), dass Angehörige der FPÄ Postbeamte (mit Kombattantenstatus) sind und auch die entsprechenden Dienstbezeichnungen (z.B. Postschaffner) führten ?(!?
    Hat jemand dazu aufklärende Hinweise??

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

    Edited once, last by Bernd S. ().

  • Hallo,


    ... mein Großvater war auch als Postbeamter bei der Feldpost (Anfrage WaSt läuft). Soweit mir bekannt ist, war sein Dienstgrad Gefreiter.
    Ob seine Dienstbezeichnung allerdings Postschaffner o.ö. war kann ich (noch) nicht sagen.


    mfg
    tebe

  • Hallo Bernd,


    ob sie, wenn es sich um von der Reichspost abgestelltes Personal gehandelt hat, ihren Post-Dienstgrad geführt haben weiss ich nicht. Sie führten auf jeden Fall den den vergleichbaren Dienstgrad bei der Wehrmacht.


    Postschaffner = Gefreiter


    Feldwebel = Postsekretär

    Gruss Dieter

  • Hi Dieter,


    das steht aber etwas im Widerspruch zum LdW, guck hier: Letzte Aufzählung.
    http://www.lexikon-der-wehrmac…r/ruckwartigeDinsteID.htm


    Mein Vater war zwar bei der Reichspost aber sicher zu Beginn des Krieges noch kein Postsekretär, allenfalls Postfacharbeiter = Grenadier oder Gefr.. Ausweislich Wehrpass/Soldbuch mind. UFw.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo Bernd!


    Die Fp.Bea. waren Wehrmachtsbeamte auf Kriegsdauer, da die Feldpost nur im Kriege aufgestellt wurde. Sie trugen die Uniform der Wehrmachtsbeamten mit entspr. Rangabzeichen und den Buchstaben FP (Feldpost) auf den Schulterstücken. Die Fp.Bea. des einfachen Dienstes standen im allgemeinen im Range von Unteroffizieren, die des mittleren, gehobenen und höheren Dienstes Dienstes im allgem. Range von Offizieren, der HPM (Heerespostmeister) im Generalsrang.
    Die Gesamtpersonalstärke der FP belief sich während des zweiten Weltkrieges auf allen Kriegsschauplätzen auf etwas mehr als 12 000 Mann. Ihre Verluste betrugen mehrere tausend Mann. Genauere Feststellungen waren bisher mangels ausreichender Unterlagen nicht möglich. Es ist nur hier und da erkennbar, daß man als Folge der Verluste und der weiträumigen Aufgaben der Feldpost immer mehr auf ältere Jahrgänge zurückgreifen muße, wie z.B. an einer noch vorhandenen VVerfügung einer RPD (Reichspostdirektion) vom 27.03.1943. Danach mußte nach Erschöpfung jüngerer Jahrgänge auf die Jahrgänge 1894 bis 1900 zurückgegriffen werden.


    Über die Rechtsstellung (Rangverhältnissen usw.) der Fp-Beamten kann ich noch etwas heraussuchen.


    Gruß, Uwe

  • Hallo Bernd,


    nö ;). Das dass bei Kriegsbeginn so war steht ausser Frage. Das lies sich aber
    nicht bis zum Kriegsende durchhalten sodass auch nicht Postbeamte bei den
    FPÄ "Postdienst" taten.


    Quote

    ..sicher zu Beginn des Krieges noch kein Postsekretär..


    Er war aber bei Kriegsende Unterfeldwebel sodass er bei der Rückkehr zur
    Post dann als Posthauptschaffner oder ggf. als Postsekretär wieder übernommen werden musste.( hätte so sein sollen war aber häufig nicht so)

    Gruss Dieter

  • Quote

    Original von Augustdieter
    Hallo Bernd,




    Er war aber bei Kriegsende Unterfeldwebel sodass er bei der Rückkehr zur
    Post dann als Posthauptschaffner oder ggf. als Postsekretär wieder übernommen werden musste.( hätte so sein sollen war aber häufig nicht so)


    Das galt sicher nur für "131 dreißiger. Mein Vater hat nach dem Kriege bei der Post so weitergemacht, wie er vor der Einberufung aufgehört hat und wurde erst in den Fünfzigern/Sechzigern bis zum PBetrAss befördert. Ich habe noch Bilder in Uniform, mal sehen ob man da den "Wehrmachtsbeamten" oder Soldaten zuordnen kann, bis dann.
    NS: Danke auch an Uwe.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Quote

    Original von Augustdieter
    Hallo Bernd,


    nö ;). Das dass bei Kriegsbeginn so war steht ausser Frage. Das lies sich aber
    nicht bis zum Kriegsende durchhalten sodass auch nicht Postbeamte bei den
    FPÄ "Postdienst" taten.




    Hallo,


    war das wirklich so? Warum sollte der Kraftfahrer der Feldpostdienste (später in Feldpostamt umbenannt, etwa um 1942??) einer Division Beamter sein?


    Ich denke, daß es auch zu Kriegsbeginn schon so oder ähnlich prozentual aussah wie in der Stärke



    für ID 44:


    Feldpostamt (mot) - Gesamtstärke 18
    davon: 3 Beamte, 7 Uffz und 8 Mannschaften


    für ID 45:


    Feldpostamt (mot) - Gesamtstärke 18
    davon: 3 Beamte, 9 Uffz und 6 Mannschaften


    könnte man anhand der Stärkeberechnungen für jeden Divisionstyp durchrechnen, evtl. hat jemand diese für die Div.typen vor 44 vorliegen...


    Uwe

  • Alle zusammen: Wenn ja die FPÄ-Besetzung gemischt war (siehe Beispiele von Uwe) dann ist das vermeintliche Rätsel ja schon gelöst, oder ??

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo zusammen,


    ich glaube wir müssten das auf mit dem Postdienst betrauten einschränken.


    Wie Uwe(A) schon gesagt hat waren die im Postdienst einsetzen "auf Kriegszeit zur Wehrmacht abgeordnet"


    Die Frage ist jetzt sind die in den KSTn aufgeführten Beamten Wehrmacht-
    Beamte oder abgeordnete Post-Beamte.

    Gruss Dieter

  • Hi Dieter,
    es waren sicher abgeordnete Postbeamte. Wehrmachtsbeamte waren doch sicher die, die auch in Friedenszeiten zur Wehrmacht gehörten, wie z.B. StoV, Truppenverwaltung, Beschaffung usw. . Feldpost gabe es ja wohl erst im K-Fall.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo Bernd,


    wenn ich die Kragenspiegel auf dem zweiten Bild richtig deute war er Wehrmacht-Beamter


    Quote

    Feldpost gabe es ja wohl erst im K-Fall


    Stimmt,der/die FPD/FPÄ wurden erst mit der Mobilmachung aufgestellt.

    Gruss Dieter

  • Rechtsstellung


    Die Fp-Beamten waren nach der FpV (Feldpostvorschrift) zunächst lediglich Beamte auf Kriegsdauer. Nr. 31 FpV wurde durch Vfg. des OKH (BdE) vom 29. 9. 1939 - 1835/39g - AHA/In 8 (III), abgedruckt unter Nr. 687 auf S. 297 in AHM 1939, folgendermaßen gefaßt:
    >>Die Feldpostbeamten sind für die Dauer ihrer Verwendung im Feldpostdienst Wehrmachtsbeamte (Dienstverhältnis s. Anl. 17). Sie erhalten Soldbuch und Erkennungsmarke.<< Nach FpV Nr. 14 erhielten die Fp-Bea. von den Wehrersatzdienststellen Kriegsbeorderung mit Angabe von Zeit und Ort der Meldung im Mob.-Fall. Dabei waren für die Aufstellung der Fp-Einheiten und Fp-Dienststellen meist militärische Kraftfahr-Ersatzabteilungen im Bezirk der jeweiligen Ausrüstungs-RPD zuständig. Dies änderte sich erst im Jahre 1943, als aus mehreren, aus der folgenden Darstellung ersichtlichen Gründen eine eigene Feldpost-Ersatz- und Ausbildungsabteilung eingerichtet wurde. Die entsprechende Vfg des OKH, abgedruckt unter Nr. 486 in den AHM auf S. 319, lautete:
    >>Die Feldpostersatz- und Ausbildungsabteilung im Barackenlager I in Meierhöfen bei Karlsbad ist vom 15. 5. 1943 ab der Ersatztruppenteil für alle Feldposteinheiten der Gesamtwehrmacht. Alle Feldposteinheiten und Dienststellen fordern Ersatz auf dem Dienstwege über den Heeresfeldpostmeister mit Nebenabdruck für O.K.H./AHA In 8 III bei der Feldpostersatzabteilung an.
    Die Bekanntmachung vom 1. 3. 1940 - H. M. 1940 Nr. 289 - wird aufgehoben. H.Dv. g 84 Ziff. 15 ist entsprechend zu berichtigen. Ein Deckblatt wird nicht herausgegeben.
    Die bisherigen Ersatzabteilungen für Feldposteinheiten haben alle in ihrem Besitz befindlichen Akten und Unterlagen von Feldposteinheiten und -dienststellen an die Feldpostersatz- und Ausbildungsabteilung zu überweisen.
    O.K.H., 27. 5. 43 - 2413/32g - In 8 (III).<<
    Wenig später wurde eine merkwürdige Regelung getroffen: vom August 1943 an hatten laut HVBl C 1943, S. 510, sämtliche Fp-Einheiten bei dieser neuen Fp-Ausbildungs- und Ersatzabteilung ihren Bedarf an Schulterstücken und Kragenspiegeln für Fp-Bea. im Uffz.Rang anzufordern, also nicht mehr auf dem sonst vorgeschriebenen Bekleidungsnachschubweg über Wehrkreiskdo. und AOK (OKH - Ch.H. Rüst. u. BdE v. 16. 8. 43 64 f4/8415/43 Abt. Bekl. [IIc]). Diese belanglos erscheinende Regelung kündigte etwas an, was zunächst noch nicht allgemein bekannt wurde. Es war eine Folge des weiter unten wiedergegebenen, inzwischen erlassenen, aber noch nicht veröffentlichten Befehls des OKW vom 7. 7. 43 über die geänderte Rechtsstellung der Fp-Beamten. Danach mußten die Fp-Bea. im Uffz.Rang andere Rangabzeichen und Kragenspiegel erhalten, nämlich die allgemeinen militärischen mit den Buchstaben FP. Man wollte also schon jetzt den milit. Nachschubweg nicht mehr mit auslaufenden Ausrüstungsstücken belasten.
    Zunächst führten mit Ausnahme der HPM, der APM und der FpM gemäß FpV die Amtsbezeichnungen der DRP mit dem Zusatz >>Feld<<, z.B. Feldpostrat, Feldpostinspektor usw.
    Bei diesem Sachverhalt hatte der Fp- und damit der Kriegsdienst keinerlei Einfluß auf den Rang des Fp-Beamten. Vielmehr war eine Beförderung allein von seiner Heimatdiensstelle abhängig. Daß dieser Zustand, v.a. im Vergleich mit der milit. Regelung , auf Dauer nicht haltbar war, war abzusehen. Soldaten, Uffz. und Offz. sowie Wehrmachtsbeamte wurden im Laufe des Krieges nach Maßgabe ihrer Dienstzeit und ihrer Bewährung oder ihren Leistungen befördert. Demgegenüber behielten die Fp-Bea. fast ewig ihren gleichen Dienstrang, mochten sie sich noch so tüchtig erwiesen haben, es sei denn, sie wurden zufällig durch ihre Heimatdienststelle befördert - die sie meist aus den Augen verlor -, wenn sie >an der Reihe< waren. Das waren innerhalb der Wehrmacht zu unterschiedliche Maßstäbe und Regelungen, als daß sie bei der Truppe oder bei den Kommandeuren, die sich vergeblich um Beförderungen bemühten, und nicht zuletzt bei den Fp-Bea. Verständnis fanden, die sich natürlich stets mit ihren einschlägigen militärischen und vergleichbaren >Kollegen< maßen, ja messen mußten. Der HPM strebte daher eine Lösung an, die dem tatsächlichen Sachverhalt gerechter wurde. Eine personelle Trennung von der DRP war dabei unumgänglich. Nach seinen Vorstellungen war in Angleichung der Dienstgrade der entsprechenden Wehrmachtsbeamten im April 1943 in groben Zügen folgende Neuregelung vorgesehen, wobei eine Einstufung und Beförderung allein dem HPM vorbehalten werden sollte:
    alt: --------------------- neu:
    Feldpostbote -------------- Feldpostwart
    Feldpostschaffner -------- Oberfeldpostwart
    Feldpostassistent --------- Hauptfeldpostwart
    Feldpostinspektor -------- Feldpostmeister
    Feldoberpostinspektor -- Stabsfeldpostmeister
    Feldpostamtmann -------- Oberstabsfeldpostmeister
    Feldpostrat ----------------- Feldpostrat (bis zum Alter v. 32 Jahren im Hauptmannsrang)
    Oberfeldpostrat ---------- Oberfeldpostrat/Oberstfeldpostrat beides = bisher Armeefeldpostmeister, Oberstfeldpostmeister = Vertreter des HPM
    Heeresfeldpostmeister -- Generalfeldpostmeister
    Daraus wurde zwar nichts, aber im Juli 1943 fiel eine andere, vielleicht geeignetere Entscheidung durch einen erst wesentlich später bekanntgegebenen Erlaß des Oberbefehlshaber der Wehrmacht; er wurde erst im Jahre 1944 zugleich mit den Ausführungsbestimmungen bekanntgegeben, offenbar, weil diese Ausführungsbestimmungen gewisse Schwierigkeiten bereitet hatten.
    Resultat:
    [Blocked Image: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/2dwr-7e.jpg]


    Quelle: Archiv für deutsche Postgeschichte, Heft 1/1971
    Gruß, Uwe

    Edited once, last by Gesperrt ().

  • Hallo Uwe,
    vielen Dank für die Fleißarbeit zu später Stunde. Das muss ich erst einmal "verarbeiten" und mit den verfügbaren Daten meines Vaters abgleichen. Einiges kann ich irgendwie (organisatorisch und Gliederungsmäßig) ja nachvollziehen. Merkürdig ist nur, dass zwar auch an Hand dem einen Uniformbild ein "Wehrmachtsbeamter" im FwRang erkennbar erscheint, andererseits weder im Wehrpass noch im Soldbuch die "Postdienstbezeichnung" auftaucht; es sind ausschließlich militärische Dienstgrade vermerkt. Im Gegensatz dazu erscheint als "Vorgesetzter"
    per Unterschrift auch schon einmal ein "Feldpostmeister". ?(

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo Bernd,


    die hochgeladene Tabelle/Anlage beinhaltet die maßgeblichen Ränge bei der Fp., welche bis zuletzt Gültigkeit hatten.
    Bzgl. Deines Vaters kann ich Dir sagen, daß auch ehem. Wehrmachtsoffiziere nicht ihren letzten Rang bei der Bundeswehr wiedererhielten. Da die DBP auch nicht die ehem. Fp-Bea. mit ihren letzen milit. Rang wieder einstellte (Fw. entspräche m.E. einem Postsekretär = mittl. Dienst), wird er mglw. wieder als Postoberschaffner (einf. Dienst) bei der DBP eingestellt worden sein. Danach kamen dann seine Leistungsbeförderungen zum Posthauptschaffner und die Beförderung zum PBetr.Ass. wird wohl kurz (2 Jahre mind.) vor seiner Pensionierung erfolgt sein.


    Gruß, Uwe


    Edit: Soweit ich mich erinnere, wurden in den 60ern ausschließlich langjährige "Gruppenführer" im Zustelldienst zum PHSch. (Posthauptschaffner) befördert - ansonsten war es ein Privileg der "Geldzusteller". Der Dienstrang Postbetriebsassistent wurde m.E. Ende der 60er Jahre eingeführt, nachdem die Renten- und Zeitungsstellen bei den PÄ aufgelöst wurden und die "Vereinigte Zustellung" (Abschaffung der "Geldzusteller") im Zustelldienst Standard wurde.

    Edited once, last by Gesperrt ().

  • Zur Klärung und teilweisen Änderung der Rechtsstellung der Feldpostbeamten nach der Feldpostvorschrift (H.Dv. g 84, M.Dv. Nr. 892, L.Dv. g 84) wird bestimmt:
    Die Feldpostbeamten im Offizierrang haben die Rechtsstellung der Ergänzungs-Wehrmachtsbeamten nach der Verordnung vom 4. 11. 1941 (RGBl. I S. 694, H.V.Bl. 1941 Teil A Nr. 38, M.V.Bl. 1941 Nr. 805, L.V.Bl. 1941 Nr. 1875). Sie bilden eine Sondergruppe der Ergänzungs-Wehrmachtsbeamten, auf die für Wehrmachtsbeamte des Beurlaubtenstandes allgemein geltende Vorschriften anzuwenden sind, soweit nichts Abweichendes hiervon ausdrücklich bestimmt ist. Die Feldpostbeamten im Offiziersrang führen in der gesondert bekanntzugebenden Neufassung der Anlage 17 [s.o.] zur Feldpostvorschrift bestimmten Dienstbezeichnungen, die von der Amtsbezeichnung in Postbeamtenverhältnis unabhängig sind, und tragen die darin näher bezeichnete Uniform. Entgegenstehende Bestimmungen der Feldpostvorschrift, deren Neufassung vorbehalten bleibt, treten außer Kraft.
    Die bisherigen Feldpostbeamten im Unteroffiziersrang sind in das Soldatenverhältnis zu überführen.
    Die erforderlichen Bestimmungen zur Durchführung dieses Erlasses sowie die Neufassung der Feldpostvorschrift werden vom Oberkommando des Heeres im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht erlassen.
    Führer-Hauptquartier, den 7. Juli 1943.
    Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Keitel.
    O.K.W., 7. 7. 43 25 e 20/2579/43 A W a/W V (Ib)
    Bekanntgegeben.
    O.K.W./O.K.H., 22. 1. 44 - 193/44g - In 8 (III).


    Durchführungsbestimmungen


    1. Beamte im Offizierrang


    Die Feldpostbeamten im Offizierrang, die Weltkriegsteilnehmer waren oder sich am Tage der Veröffentlichung dieser Durchführungsbestimmung mindestens 1 Jahr beim Feldheer befunden haben, werden mit dem ihren bisherigen Dienstgradabzeichen entsprechenden militärischen Rang zu den Ergänzungs-Wehrmachtsbeamten (Heer) überführt. Feldpostsekretäre und Feldpostobersekretäre werden als Wehrmachtsbeamte im Leutnantsrang übernommen, wenn sie sich am Tage der Veröffentlichung dieser Durchführungsbestimmungen bei einer Feldpostdienststelle des Feldheeres befinden; das gleiche gilt für die am genannten Stichtag vermißten oder wegen Krankheit oder Verwundung von einer Feldpostdienststelle des Feldheeres zur Feldpostersatzabteilung versetzten Feldpostsekretäre oder Feldpostobersekretäre. Alle übrigen Feldpostbeamten und die neu in den Feldpostdienst zu übernehmenden Beamten erhalten, unabhängig von ihrer Dienststellung bei der Deutschen Reichspost, den untersten militärischen Rang ihrer Laufbahngruppen mit entsprechenden Dienstgradabzeichen und Dienstbezeichnungen. Der Tag der Einberufung oder Überführung in den Feldpostdienst gilt als Tag der Übernahme in das Verhältnis als Ergänzungs-Wehrmachtsbeamter.
    Neu in den Feldpostdienst tretende Oberpostsekretäre und Postsekretäre werden in das Soldatenverhältnis gemäß Ziff. 2 übernommen.
    Spätere Angleichung an die allgemeinen Dienstgradbezeichnungen der Wehrmachtsbeamten und Neubearbeitung der Anlage 17 der Feldpostvorschrift ist vorgesehen. Laufbahnrichtlinien in Angleichung an die übrigen Ergänzungs-Wehrmachtsbeamtengruppen ergehen besonders.
    Die Personalbearbeitung erfolgt durch den Generalquartiermeister/Heeresfeldpostmeister nach den allgemein geltenden Richtlinien.


    2. Unteroffiziere und Mannschaften


    a) Die dienstgradmäßige Einstufung der am Tag der Veröffentlichung dieser Durchführungsbestimmungen im Feldpostdienst befindlichen Beamten im Unteroffiziersrang (einschließlich der wegen Krankheit oder Verwundung von einer Feldpostdienststelle des Feldheeres zur Feldpostersatzabteilung versetzten) erfolgt nach der Gesamtdienstzeit (H.Dv. 29a Ziff. 27) und den zur Verfügung stehenden Planstellen. [. . .] Auf die Gesamtdienstzeit ist die bei der Feldpost abgeleistete Dienstzeit anzurechnen. Als Bewährung bei einer Einheit des Feldheeres gilt auch die Zugehörigkeit zu einer Feldposteinheit des Feldheeres. Über die Zugehörigkeit der Feldpostdienststellen zum Feldheeer oder Ersatzheer entscheiden GenStdH/GenQu. Die Einstufung vollzieht die vorgesetzte militärische Dienststelle auf Vorschlag der Feldpostdienststelle.
    Bei Einstufung ist neben der fachlichen Eignung der Persönlichkeitswert sowie innere und äußere Haltung als Soldat zu berücksichtigen. [. . .]
    Soweit die zu Übernehmenden als Soldaten gedient und einen höheren militärischen Rang erreicht haben, als ihnen nach der Gegenüberstellung unter c) zustehen würde, sind sie mit ihrem militärischen Rang zu übernehmen. Diese Soldaten sind, wenn sie auf Grund ihrer Fähigkeit und Leistungen nicht eine ihrem militärischen Dienstgrad entsprechende Verwendung finden können, oder soweit Planstellen nicht frei sind, aus dem Feldpostdienst zu entlassen und zu einem Truppenteil ihrer Waffengattung zu versetzen.
    Die nach vorstehenden Bestimmungen zu übernehmenden Feldpostbeamten werden bis zum 30. 4. 44 in ihren jetzigen Beamtenverhältnis und entsprechend ihrem derzeitigen Ra´ng weiterbeschäftigt. Am 1. 5. 44 sind sie gemäß vorstehenden Richtlinien in das Soldatenverhältnis zu überführen. Mit dem Tage der Überführung in das Soldatenverhältnis gelten alle Beleihungen mit der Kriegsstelle eines Wehrmachtsbeamten a.K. als widerrufen. Mit Beendigung des Dienstverhältnisses als Beamter hört das Recht auf, die bisherige Dienstgradbezeichnung - auch mit etwaigen Zusätzen- weiter zu führen und die entsprechende Uniform zu tragen.
    b) Für die künftige Beförderung der nach vorstehenden Bestimmungen in das Soldatenverhältnis übernommenen Beamten sowie für die Beförderung der bereits im Feldpostdienst befindlichen oder neu eintretenden Soldaten gelten ebenfalls die Bestimmungen der H.Dv. 29a.
    c) Bei Erfüllung der vorgeschriebenen Voraussetzungen (fachliche und militärische Eignung, Dienstzeit, freie Planstelle) können eingestuft werden:
    Feldpostkraftwagenführer als Postfacharbeiter als Mannschaften (Dienstgradbezeichnung des untersten Ranges: Soldat);
    Feldpostboten als Unteroffizier;
    Feldpostkraftwagenführer als planmäßige Beamte, Feldpostbetriebswarte, Feldpostassistenten, Feldpostschaffner als Feldwebel;
    Feldpostassistenten, Feldpostwerkführer im Kraftfahrdienst als Oberfeldwebel.
    d) Dienstkleidung: Waffenfarbe zitronengelb; auf Schulterstücken >FP< aus weißem Leichtmetall. [. . .]
    O.K.W./O.K.H., 22. 1. 44 - 193/44 g - In 8 (III).


    Quelle: s.o.


    Gruß, Uwe

  • Hallo zusammen,
    ich möchte noch einmal auf diese Uniform zurückkommen. Die Aufnahme soll 1941 entstanden sein. Lt. Wehrpass und Soldbuch war er zu dieser Zeit "Feldpostbote". M. E. trägt er hier aber eine reguläre Heeres-Unteroffiziersuniform?? Oder doch die eines Wehrmachtsbeamten??
    Danke schon mal.
    http://www.bilder-hochladen.net/files/57th-o.jpg

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo an Alle,


    eine Frage: wer verfugt zufalligerweisse uber die originale K.St.N. (2251) von ein Feldpostamt aus dem jahre 1942 bis 1944?
    Ware euch sehr Dankbar fur jede Hilfe!
    Ubrigens diesen Link kenne ich schon: http://www.wwiidaybyday.com/kstn/kstn22511apr35.htm


    Frohe Ostern!


    BG Postschutz

    Autor des Buches "Der Feldpostverkehr der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg - Eine historische und postalische Gesamtschau"


    Mitautor des Buches "Der Postschutz und Postluftschutz im 3. Reich und den besetzten Gebieten"

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