Elbübergänge April / Mai 1945

  • Hallo Stefan,


    ebenso Rätselhaft ist der Ort "Wirahberg"... Soll das wirklich Wittenberge heissen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber einen Ort mit dem Namen gibt es in Deutschland nicht, oder täusche ich mich da?


    Oder war da ein(e) Praktikant(in) am Werk? Das kennt man bei den Münchenern eigentlich nicht.

    Hallo Viktor



    Ich glaube das ist ein Tippfehler unten im Schreiben mit den Namen Wirahberg.Weil im schreiben steht auch Wittenberge.


    Gruß


    Stefan

    Hallo Stefan,


    ebenso Rätselhaft ist der Ort "Wirahberg"... Soll das wirklich Wittenberge heissen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber einen Ort mit dem Namen gibt es in Deutschland nicht, oder täusche ich mich da?


    Oder war da ein(e) Praktikant(in) am Werk? Das kennt man bei den Münchenern eigentlich nicht.

  • Hallo,

    habe den Thread jetzt erst entdeckt und mir durchgelesen. Manches ist schon kurios. Bspw., dass es bei Tangermünde eine Pontonbrücke der Amerikaner gegeben haben soll. Bisher konnte ich für diese These keinen Beleg finden. Nach meinem Wissensstand gab es nur die gesprengte Straßen-/Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Tangermünde, die nach der Sprengung durch dt. Pioniere wieder für den Personenverkehr notdürftig begehbar gemacht wurde.

    Bei der beschriebenen Division z. V. handelt es sich um die Division Gaudecker,bei der überwiegend V-2-Spezialisten dienten und zur Armee Wenck gehörte.

    Zu den im # 45 beschriebenen Explosion eines Zuges mit V-2 Teilen gibt es die ernsthafte These, dass dieser Zug eine Irrfahrt hinter sich hatte. Ursprünglich wegen Lokausfall im Bahnhof Wolmirstedt liegen geblieben, sollte er auf Befehl des SS-Transportoffiziers gesprengt werden, was einen großen Teil der Kleinstadt Wolmirstedt vernichtet hätte. Ein beherzter Wolmirstedter Eisenbahner besorgte eine Lok und fuhr besagten Zug in Magdeburg auf das ostelbische Ufer nach Biederitz, da die Brücken in Magdeburg zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesprengt waren. Von dort aus muss er nach Pritzwalk gelangt sein, dass ergaben ernsthafte Recherchen. Was dann geschah, hat User Maik beschrieben.

    MfG wirbelwind

  • Hallo,


    ich empfehle beim DRK-Suchdienst Kopien anzufordern. Mir scheint es so dass sich einige Schreibfehler in das Schreiben eingeschlich haben.


    Falls noch nicht geschehen, kann natürlich auch das Bundesarchiv (ehem. WASt) und evtl. auch das ICRC Archives (ab 15.05.20 wieder möglich) mehr zur Gefangenschaft und der Militärlaufbahn mitteilen.


    Gruß Alex

  • Hallo Alex


    Hast du die Adresse von ICRC Archives?Bundesarchiv habe ich schon einen Antrag gestellt der läuft noch!


    Grüße


    Stefan

  • N'Abend zusammen,


    bei dem Ortsnamen "Wirahberg" in Verbinung mit britischem Gewahrsam fällt mir spontan das PWTE A9 Wickrathberg ein.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo,


    ich bringe den Ort Wahrenberg westlich gegenüber Wittenberge ins Spiel.


    Die Ungereimtheiten aufgrund des Schreibens des DRKs sind hier ja schon thematisiert worden. Ich gebe auch zu Bedenken, dass die Elbebrücke Wittenberge am 12.04.1945 gesprengt worden ist. Nichtsdestotrotz heißt es in einem Zeitzeugenbericht, dass eine vor der eigentlichen Elbebrücke liegende Brücke über einen Nebenarm durch Panzersperre geschlossen war am 02.05.1945 und auch jeden Moment gesprengt werden sollte???


    Mit freundlichem Gruß

    Mati

  • ich bringe den Ort Wahrenberg westlich gegenüber Wittenberge ins Spiel.

    Hallo Mati,


    möglich ist alles, sicher ist dagegen nichts. Üblicherweise legen die DRK-MA auch Kopien und Ausführungen über die Lager bei. Stefan, gab es bei dem Schreiben irgendwelche Kopien?

    Gruß Viktor

  • Hallo Mati,


    möglich ist alles, sicher ist dagegen nichts. Üblicherweise legen die DRK-MA auch Kopien und Ausführungen über die Lager bei. Stefan, gab es bei dem Schreiben irgendwelche Kopien?

    Hallo Viktor


    Nein leider habe ich nur nur das eine Schreiben von DRK zu geschickt bekommen.Habe aber eine email geschickt ob sie mir Kopien schicken würden.


    Gruß und schönen Abend noch


    Stefan

  • Hallo,

    wenn ich den eingestellten Brief richtig lese, wurde der Opa in Wittenberge gefangen genommen und dann wohl ziemlich bald(vor Anfang Juli) in ein Kriegsgefangenlager transportiert. Und von da am 10.08.1945 nach Grossbritannien verbracht worden.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Zusammen,


    ich bin bei Mati und denke auch, das es sich um Wahrenberg handelt.

    Dort lag in den letzten Kriegstagen die 84. US-ID.


    Eine gute Schilderung der damaligen Ereignisse findet man z.B. in Karl-Heinz Schwerdtfegers Buch Kriegsende im Wendland: Gefangenenlager Gorleben, Band 4.


    Hier ein Auszug aus dem Buch:

    https://books.google.de/books?…erg%2084.%20US-ID&f=false


    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Hallo Viktor, Hallo Stefan,


    natürlich bleibt Einiges offen, was sich vielleicht nicht mehr bis ins letzte Detail klären lässt. Es wird vielleicht auch offen bleiben müssen, wie und wo die Elbe tatsächlich genau überquert worden ist. Auch wird es vermutlich unklärbar bleiben, wie sein Opa als Angehöriger des Regiments „Danmark“ den Weg zur Elbe geschafft hat, da das Regiment bzw. der Rest eigentlich in Berlin unter ging. Der Weg im Regiment an die Elbe bis zum 02.05.1945 wird sich kaum bestätigen lassen ohne, dass er vielleicht (in)offiziell unter einer anderen Einheit war.


    Bei der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Nordland" und dem III. (germ.) SS- Panzerkorps sind im Tieke „Das Ende zwischen Oder und Elbe“ zumindest einige Zeitzeugen genannt, u.a. die Nachrichtenabteilungen und Trosse, die es bis zur Elbe und darüber hinweg geschafft haben.


    Es bleiben erst einmal nur die Angaben von Stefan, die er ernsthaft noch einmal hinterfragen muss. Hinweise sind bereits gegeben worden.


    Um das Spekulative noch einmal zu fördern, möchte ich auch auf das Buch von dem ehrenwerten Mitglied dr. rudolf hinweisen als Herausgeber. In „Haarscharf am Abgrund vorbei...“ gibt der Zeitzeuge wieder, dass er nach Hinweis von Wittenberge Richtung Wahrenberg gehen sollte um über die Elbe zu gelangen. Er gelangt letztendlich mit einem Boot über die Elbe am 02.05.1945 und nicht über eine Brücke.


    Mit freundlichem Gruß

    Mati

  • Hallo,

    Auch wird es vermutlich unklärbar bleiben, wie sein Opa als Angehöriger des Regiments „Danmark“ den Weg zur Elbe geschafft hat, da das Regiment bzw. der Rest eigentlich in Berlin unter ging. Der Weg im Regiment an die Elbe bis zum 02.05.1945 wird sich kaum bestätigen lassen ohne, dass er vielleicht (in)offiziell unter einer anderen Einheit war.

    es gab zahlreiche Ausbruchsgruppen, die zumindest in Teilen manchmal bis an die Elbe und so zu den Amerikanern kamen.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Marti



    Im Buch die 11.Freiwilligen SS Pz.Gren Division "Nordland" vom Autor Michaelis steht drin das in Berlin eine einzige intakte Brücke gab die der Russe beschoss und einge beim Ausbruch ums Leben kamen und einige es doch geschafft haben sich bis zur Elbe durch zu schlagen!


    Grüsse


    Stefan

  • Hi

    Ich besitze eine der größten Namens-Datenbanken über die Div.Nordland.

    Leider fehlt mir die Zeit weitere Namen in die Datenbank einzupflegen.

    Gern kannst du mir mal den Nachnamen per PN zukommen lassen. Und ich seh mal nach bei welcher Einheit er war.


    Außerdem möchte ich noch etwas klar stellen. Es gibt immer wieder Gerüchte das Teile der Nordland im Halbe-Kessel waren.

    Das stimmt so nicht.

    Bei der Verlegung der Division Nederland wurden SPW der Nordland benutzt. Diese kamen aber nicht mehr zurück weil die Nordland in Berlin war. Und somit blieben sie im Halbe Kessel.


    Das die ganze Nordland in Berlin war stimmt auch nicht. Große Teile Beider Regimenter blieben bei Steiner in Oranienburg. Ich habe irgendwo ne Liste welche in Einheiten nicht in Berlin waren.

    Werde sie dann hier einstellen.


    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • hallo an alle



    hätte mal eine Frage wer hat Erfahrungen mit den Britsichen National Archiv gemacht?Habe eine Anfrage gestellt aber mir wurde immer andere links gegeben und da ich kein Englisch verstehe habe ich Schwierigkeiten!


    Gruß


    Stefan

  • N'Abend Stefan,


    wenn Du nach der Kriegsgefangenenakte suchst, kannst Du Dir die Mühe sparen, da die Kriegsgefangenenakten von deutschen Soldaten in britischem Gewahrsam schon vor Jahrzehnten an die Bundesrepublik Deutschland abgegeben wurden. Das britische Nationalarchiv verweist deshalb bei entsprechenden Anfragen regelmäßig an die DD/WASt bzw. an das Bundesarchiv.


    Frag' im Bundesarchiv nach Kopien aus der Kriegsgefangenenakte - sollte eine Akte überliefert sein, lagert sie dort ;)


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Außerdem möchte ich noch etwas klar stellen. Es gibt immer wieder Gerüchte das Teile der Nordland im Halbe-Kessel waren.

    Das stimmt so nicht.

    Bei der Verlegung der Division Nederland wurden SPW der Nordland benutzt. Diese kamen aber nicht mehr zurück weil die Nordland in Berlin war. Und somit blieben sie im Halbe Kessel.

    Es waren keine geschlossenen "Nordland" Einheiten im Halbe-Kessel, das ist richtig. Allerdings einzelne Soldaten oder Gruppen, das belegen Funde von Erkennungsmarken.