Suchantrage beim Militärarchiv (RGWA) in Moskau |
Friesengeist
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 17.02.2007
Beiträge: 465
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Original von Kirill
Guten Tag, Margarete,
ich weiss nicht genau, was bei DRK liegt (in 1. Linie sollen dort Akten der gestorbenen sein), die Akten der KGF, die nach Hause kamen gibt es in RGWA nach wie vor. DRK bekommt keine Akten - digitale Kopien!
Weisst Du wer welche Summen erhalt?
Um die Missverstandnisse zu beseitigen. Die Kopien werden von einer russischen Firma angefertigt, die laut Vertrag das Geld dafur von DRK erhalt. Was bleibt dann in der Firma und was geht in das Archiv interessiert mich nicht und soll, ich denke, Euch auch nicht interessieren.
Gruss,
Kirill |
Moin Kirill,
das das DRK für die Akten(Kopien) bezahlt hat und darüber hinaus die für den Transfer nötigen Gerätschaften besorgt und zur Verfügung gestellt hat ist ja kein Geheimnis. Warum auch nicht, wäre umgekehrt vielleicht genauso gelaufen. Und wer dabei wieviel verdient kann einem letztlich auch völlig wurscht sein.
Was viel entscheidender ist: Im Prinzip wird ja in vielen Fällen für die gleiche Akte gleich zweimal gezahlt, nämlich einmal durch das DRK und dann nochmal durch den jeweiligen Antragsteller. Das dies in den allermeisten Fällen mittlerweile völlig überflüssig ist, da schreib ich mir schon seit Jahren den Wolf und keinen interessiert es scheinbar....
Also nochmal: Alle KGF-Akten, also auch die der Heimkehrer, wurden meines Wissens nach - natürlich als Kopie - mittlerweile dem DRK transferiert. Somit ist das DRK in Sachen KGF-Akte die allererste Adresse. Ist doch organisatorisch viel einfacher zu erfragen und kostet den Suchenden keinen Cent.
Wer jetzt meint, er müßte - bei einer negativen Auskunft vom DRK - das nochmals mit einer direkten Anfrage nach Moskau "absichern", der kann das ja gerne tun. Ist allerdings in meinen Augen mittlerweile Zeit u. Geldverschwendung.
Nochmal. Ich kenne die organisatorischen Strukturen in Sachen Archive in Rußland nicht und wenn dort für eine Auskunft eine angemessene "Bearbeitungsgebühr" verlangt wird, dann wird das schon seine Berechtigung und Notwendigkeit haben, ich denke auch, daß wir uns darüber hier nicht streiten sollten...
Grüße
Kai
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12.05.2009 18:26 |
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Peavey
geübter Neuling

Dabei seit: 21.01.2007
Beiträge: 134
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Hallo !
Ich würde es nicht als allererste Adresse sondern letzte Hoffnung bezeichnen.
In den letzten Wochen hat sich gezeigt dass man die Akte relativ zügig und für kleines Geld über die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erhalten kann, dies nur als kleines Update.
Natürlich kann man auch warten bis bzw. ob (!) sich das DRK dazu bequemt.
Lieber Kai, machmal ist aber gerade die Zeit ein wichtiger Faktor, speziell dann wenn es um die Suche / Befragung etwaiger noch lebender Zeitzeugen geht. Aber wem sag ich das !
Bist Du sicher dass das DRK überhaupt alle Akten (als Scan) erhält und diese dann auch (ohne wiederholte Erinnerung ) durch die Gegend schickt ?
Ich nicht ! Denk mal nur an die Kosten.
Im Juni 2006 teilte man mir die Daten eines in Gefangenschaft verstorbenen Soldaten mit und hat mir sogar einen Screendump von der Eingabemaske des Programm gesandt in welches man die Daten der Personen einpflegt. Hierbei muss es sich um Daten russischen Ursprungs, eventuell sogar um eine Datenerfassung aus Russland handeln.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen dass das DRK bei Dienstzeit "autokolonna 79" erfasst.
Zu diesem Zeitpunkt will man beim DRK die Akte oder einen Scan noch nicht gehabt haben.
Gleichzeitig hat man mir empfohlen mich bezüglich der Akte direkt an das RGWA zu wenden, mir aber auch versprochen mich zu informieren sobald man beim DRK einen Scan der Akte feststellen kann.
Bald sind drei Jahre vergangen und ich bin mittlerweile im Besitz der Akte....die ich mir allerdings auf anderem Wege besorgt habe !
Sind drei Jahre Wartezeit Deiner Meinung nach noch im Rahmen ?
Sollte ich bezüglich der Akte jemals eine Nachricht oder sogar dieselbige vom DRK erhalten, werde ich dies an dieser Stelle posten.
Beste Grüße
Bernhard
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12.05.2009 18:56 |
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Friesengeist
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 17.02.2007
Beiträge: 465
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Original von Peavey
Hallo !
Ich würde es nicht als allererste Adresse sondern letzte Hoffnung bezeichnen.
In den letzten Wochen hat sich gezeigt dass man die Akte relativ zügig und für kleines Geld über die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erhalten kann, dies nur als kleines Update.
Natürlich kann man auch warten bis bzw. ob (!) sich das DRK dazu bequemt.
Lieber Kai, machmal ist aber gerade die Zeit ein wichtiger Faktor, speziell dann wenn es um die Suche / Befragung etwaiger noch lebender Zeitzeugen geht. Aber wem sag ich das !
Bist Du sicher dass das DRK überhaupt alle Akten (als Scan) erhält und diese dann auch (ohne wiederholte Erinnerung ) durch die Gegend schickt ?
Ich nicht ! Denk mal nur an die Kosten.
Im Juni 2006 teilte man mir die Daten eines in Gefangenschaft verstorbenen Soldaten mit und hat mir sogar einen Screendump von der Eingabemaske des Programm gesandt in welches man die Daten der Personen einpflegt. Hierbei muss es sich um Daten russischen Ursprungs, eventuell sogar um eine Datenerfassung aus Russland handeln.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen dass das DRK bei Dienstzeit "autokolonna 79" erfasst.
Zu diesem Zeitpunkt will man beim DRK die Akte oder einen Scan noch nicht gehabt haben.
Gleichzeitig hat man mir empfohlen mich bezüglich der Akte direkt an das RGWA zu wenden, mir aber auch versprochen mich zu informieren sobald man beim DRK einen Scan der Akte feststellen kann.
Bald sind drei Jahre vergangen und ich bin mittlerweile im Besitz der Akte....die ich mir allerdings auf anderem Wege besorgt habe !
Sind drei Jahre Wartezeit Deiner Meinung nach noch im Rahmen ?
Sollte ich bezüglich der Akte jemals eine Nachricht oder sogar dieselbige vom DRK erhalten, werde ich dies an dieser Stelle posten.
Beste Grüße
Bernhard |
Moin "geübter Neuling"
Anstelle des DRK hätt ich sowieso Deine Akte erst als allerletzte rausgeschickt, so kritisch wie Du Dich immer äußerst.....
Aber Spaß beiseite: Das es in diesem Fall so gelaufen ist sicher merkwürdig und bedauerlich, ich halte das trotz allem eher für die Ausnahme von der Regel.
Was klar sein sollte ist, daß das DRK naturalmente niemals die komplette Akte zu irgendeinem Zeitpunkt selbst "erfaßt" oder übersetzt. Wie soll das funktionieren ?! Wenn ich mir Deinen Fall durchlese, dann ist das meine Vermutung: Das DRK hat die Aktenkopien sozusagen in zwei Schüben erhalten. First of all die Grunddaten, also Personalien und irgendwann anschließend die komplette Aktenkopie. Und dazwischen muß es dann wohl mal - mindestens zu dem von Dir genannten Zeitpunkt 2006 - zu einer Art "Lieferstau" gekommen sein, d.h., Grundaten schon da, auch richtig zurückübersetzt, dann allerdings Verzögerung bei der Anforderung der kompletten Akte.
So klingt's zumindest für Deinen Fall einigermaßen plausibel für mich....
Wie auch immer, im Prinzip hab ich null Bock mich hier zwischen irgendwelche Stühle zu hocken, mein Gehalt bezieh ich schließlich immer noch woanders her und nicht vom DRK
Soll also jeder machen wie er meint.....
Ach ja, hätt ich fast vergessen: Nach meinem Kenntnisstand bekommt jeder, für welchen eine Akte vorliegt und bei dem natürlich auch noch eine "lieferfähige" Adresse vorhanden ist, die komplette Akte unaufgefordert zugesendet. Natürlich sind hierbei - wie schon erwähnt - nur die Grunddaten übersetzt. Den Rest muß man schon selber hinbekommen, ist ja wohl in dem Zusammenhang auch nicht zuviel verlangt. Ansonsten verstehe ich die Frage in dem Zusammenhang nach den Kosten nicht. Was sollte da das Problem sein
Grüße
Kai
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12.05.2009 19:52 |
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hoschie35
Vereinsmitglied
 
Dabei seit: 21.01.2007
Beiträge: 150
Herkunft: Sachsen/BaWü
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Hallo Kai,
leider muß ich mich beim DRK doch etwas auf die Seite von Peavey schlagen.
Wenn ich ich nur daran denke, was ich beim Besuch im Allerheiligsten vom DRK
bekommen habe und was mir dann im NACHGANG nach etlichen Briefen noch geschickt
wurde, da kommen mir schon erhebliche "ZWEIFEL". Mag sein das dem DRK auch Fehler
passieren, denn es sind auch nur Menschen und alle machen mal Fehler aber so viele
ungereimtheiten wie auch bei mir auftreten können nicht nur Fehler sein....
Ich denke nur an mein letztes Schreiben ans DRK, wo innerhalb einer Woche 2 Antworten
kamen, eine nette mit der Aussage viele Anfragen und Geduld usw. usw. und eine
zweite Antwort in allerfeinster Abwimmelmanier mit dem netten Unterton weitere
Anfragen sind "unerwünscht"...., da war ich sogar im Moment sprachlos.
__________________ Holger
Auf der Suche nach dem Bau-Pionier-Bataillon 11 und dem Artillerie Regiment 84
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12.05.2009 20:21 |
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Peavey
geübter Neuling

Dabei seit: 21.01.2007
Beiträge: 134
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Original von Friesengeist
..mein Gehalt bezieh ich schließlich immer noch woanders her und nicht vom DRK..
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Hallo vereehrtes Mitglied !
Da bin ich aber beruhigt, ich dachte schon Du hättest die Leistungsklasse gewechselt.
Tatsächlich musste ich schon immer überdurchschnittlich lange warten und auch so manchen Murks über mich ergehen lassen, möchte dabei aber betonen dass dies mit schöner Regelmässigkeit auch zu Zeiten wo ich als "ungeübter Neuling" höflich und brav monatelang auf Nichts gewartet habe, passierte.
Wie wir aber Beide wissen bin ich da durchaus kein Einzelfall.
Wir brauchen das an dieser Stelle aber nicht weiter zu vertiefen, wollte lediglich mal die anderen, aktuellen Möglichkeiten beleuchten. Muss ja auch mal Jemand machen.
Hast Du etwas Geld aber keine Zeit, kümmer Dich selbst, sonst tut´s Dir u.U. später leid.
Ein Hinweis noch zum Thema "Kosten". Hier meinte ich tatsächlich die imensen Kosten die entstehen wenn das DRK Jedem der eine lieferfähige Anschrift besitzt, unaufgefordert die Akte kopiert und übersendet.
Schön wenn dem denn so sein sollte.
Ich wünsch Dir noch einen charmanten Abend
Bernhard
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12.05.2009 20:41 |
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Friesengeist
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 17.02.2007
Beiträge: 465
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| Zitat: |
Original von hoschie35
Hallo Kai,
leider muß ich mich beim DRK doch etwas auf die Seite von Peavey schlagen.
Wenn ich ich nur daran denke, was ich beim Besuch im Allerheiligsten vom DRK
bekommen habe und was mir dann im NACHGANG nach etlichen Briefen noch geschickt
wurde, da kommen mir schon erhebliche "ZWEIFEL". Mag sein das dem DRK auch Fehler
passieren, denn es sind auch nur Menschen und alle machen mal Fehler aber so viele
ungereimtheiten wie auch bei mir auftreten können nicht nur Fehler sein....
Ich denke nur an mein letztes Schreiben ans DRK, wo innerhalb einer Woche 2 Antworten
kamen, eine nette mit der Aussage viele Anfragen und Geduld usw. usw. und eine
zweite Antwort in allerfeinster Abwimmelmanier mit dem netten Unterton weitere
Anfragen sind "unerwünscht"...., da war ich sogar im Moment sprachlos.
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...auch Du Brutus ???!!!...
....lösen Wir es doch auf die Salomonische. Da es ja doch unbeschadet der Faktenlage hier auch gleichzeitig eine Glaubensfrage zu sein scheint, kann man durchaus fortan - je nach Neigung - mehr der russischen oder der deutschen Bürokratie vertrauen - oder zur Sicherheit beide Wege gehen. Und noch zusätzlich zum LBI, oder sonstwo hin.
Letztendlich freut es mich narrisch für jede(n), der seine Akte - woher auch immer - bekommt, und somit nach einer Zeit schier endlosen Wartens doch noch Gewißheit über das Schicksal eines Angehörigen bekommt. Ich denke, daß dies ein tragfähiger Konsens sein könnte...
mfg.
Kai
edit:
@Bernhard: Da ich mir innerhalb kurzer Zeit ja nicht selber antworten darf (is ja auch irgendwo sinnvoll...
) hier noch eine Anmerkung dazu:
..."Ein Hinweis noch zum Thema "Kosten". Hier meinte ich tatsächlich die imensen Kosten die entstehen wenn das DRK Jedem der eine lieferfähige Anschrift besitzt, unaufgefordert die Akte kopiert und übersendet.
Schön wenn dem denn so sein sollte..."
Ich will jetzt nicht mutmaßen, wieviele Vermisstenschicksale hier und anderswo beleuchtet werden. Wieviel das in Relation zum "Gesamtbestand" der leider immer noch offenen Vermisstenfälle sein wird - wer weiß......Da könnte es doch vielleicht schon sein, daß quasi "unbemerkt" vom hiesigen Geschehen bereits zigtausende Bescheide quer durch die Republik versandt wurden - vorausgesetzt natürlich, daß die Portokasse beim DRK noch einigermaßen gut bestückt war...nur mal so ein Gedankenspiel...
Grüße
Kai
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Friesengeist: 12.05.2009 21:15.
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12.05.2009 20:51 |
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Peavey
geübter Neuling

Dabei seit: 21.01.2007
Beiträge: 134
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| Zitat: |
Original von Friesengeist
Letztendlich freut es mich narrisch für jede(n), der seine Akte - woher auch immer - bekommt, und somit nach einer Zeit schier endlosen Wartens doch noch Gewißheit über das Schicksal eines Angehörigen bekommt. Ich denke, daß dies ein tragfähiger Konsens sein könnte...
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That´s it !
Beste Grüße
Brutus II
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12.05.2009 21:09 |
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Friesengeist
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 17.02.2007
Beiträge: 465
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Original von Peavey
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Original von Friesengeist
Letztendlich freut es mich narrisch für jede(n), der seine Akte - woher auch immer - bekommt, und somit nach einer Zeit schier endlosen Wartens doch noch Gewißheit über das Schicksal eines Angehörigen bekommt. Ich denke, daß dies ein tragfähiger Konsens sein könnte...
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That´s it !
Beste Grüße
Brutus II |
...............
solong
Kai
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12.05.2009 21:20 |
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Kirill
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 21.01.2007
Beiträge: 598
Herkunft: Russland
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Priwet wsem!
Bernhard und Kai, mit grossem Interesse verfolge ich eure Diskussion hier und muss gestehen, dass beide Meinungen das Recht auf Existieren haben.
Noch ein paar erlauterende Erklarungen:
Alle Anfragen werden in unserem Archivwesen in zwei grossen Gruppen geteilt; die sogenannten sozial-rechtlichen und die sogenannten thematischen.
Die erste Gruppe sind die Auskunfte, die der Gewahrleistiung der sozialen Rechte unserer und auslandischer Burger dienen (Arbeitsdauer, Lohne, Auszeichnungen, Repressalien, Teilnahme an Kampfhandlungen etc. etc.) fur Rentenzwecke, sowie Veteranenprivilegen usw. Verfolgung der Kriegsverbrecher dazu.
Zur zweiten Gruppe gehoren allerlei Forschungen, Landeskunde, Genealogie (Familiengeschichte)e, biografische Anfragen etc.
Die erste Gruppe der Auskunfte ist eindeutig kostenlos.
Mit der zweiten erlauben die existierenden Vorschriften den Staatsarchiven verschiedenartig zu handeln - sie durfen die Anfragen kostenlos bearbeiten, durfen auch Gebuhren nehmen. Normalerweise macht man so: wenn es um eine einfache Anfrage mit 2-3 Seiten Kopien geht, macht man kostenlos, fur komplizierte Falle nimmt man Geld.
Der Fall Kriegsgefangenen. RGWA macht einfache schriftliche Auskunfte (mehr oder weniger ausfuhrlich) kostenlos, aber will nicht selbstandig Aktenkopien machen, sogar furs Geld, und verweist dabei auf verschiedene Partner.
Gleiche Akte zweimal bezahlt? Das ist reine Geschmacksache der Anfragenden. Wenn sie gleichzeitig auf mehrere Tasten drucken wollen, haben sie Recht, sollen aber berucksichtigen, dass das Vergnugen doppelt, dreifach usw. bezahlt werden kann.
Gruss,
Kirill
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13.05.2009 15:07 |
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Friesengeist
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 17.02.2007
Beiträge: 465
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Hallo Kirill,
o.k., Danke für die Erläuterungen zur Verfahrensweise der Archive. Das das RGWA bei einem Treffer die Arbeit dann weitervergibt, kann ich schon nachvollziehen. Dadurch spart man sich die dafür nötige Infrastruktur und eine Menge Arbeit. Das Modell wäre vielleicht für den DRK-Suchdienst auch nicht das schlechteste. Dort würde man auch sicher lieber gestern als heute alles Bescheide herausschicken, dafür ist man aber dort leider gnadenlos unterbesetzt. Das Thema ist halt hierzulande leider nicht mehr so populär, als das man da auch noch Riesensummen seitens der Politik investieren würde.....
Aber wie schon gesagt, wer bei seinen Recherchen zwei oder mehrgleisig fahren möchte, der darf das ja gerne tun. Hauptsache man bekommt dann auch irgendeine befriedigende Auskunft, woher auch immer !
Grüße
Kai
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13.05.2009 18:10 |
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rhwinter
Ich bin neu hier
Dabei seit: 16.01.2009
Beiträge: 36
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Hallo Arnold, wollte doch 'mal nachfragen, ob meine Megadateien überhaupt bei Dir eingegangen sind... Kleiner "Stand der Dinge"? Wäre ganz prima! Immerhin wünsche ich nicht, dass diese doch ein wenig persönlichen Unterlagen in den "unendlichen Weiten des World wide webs" verschwinden (an dieser Stelle: Gruß an Margarete!) - oder auftauchen. Schöne Grüße, Richard
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17.05.2009 22:45 |
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udalerich
geübter Neuling

Dabei seit: 22.12.2009
Beiträge: 159
Herkunft: Kreis Viersen
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Hallo,
nur mal als Hinweis - die Links gehen ins Leere.
Ich finde es schwer, nach der umfänglichen Diskussion einen 'letzten Stand' auszumachen.
Mein Vater ist im März 1945 als Luftwaffenangehöriger in der Gegend von Agram/Zagreb wohl in Gefangenschaft geraten. Nach dem Versicherungsnachweis wurde bis Oktober 1946 eine 'Ausfallzeit' berücksichtigt. D.h. erst da war er wieder zu Hause und ergo vorher in Gefangenschaft.
Mich würde nun eben auch sehr interessieren, wo er in der zwischenzeit gewesen ist.
Beim DRK habe ich auch schon eine negative Antwort erhalten. An wen sollte ich nun sinnvollerweise eine Anfrage stellen.
Gruß
Udo
__________________ Kinder bekommen zu wenig von dem was sie brauchen, wenn sie zu viel von dem bekommen, was sie wollen.
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23.04.2010 14:20 |
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Margarete

Vereinsmitglied
 
Dabei seit: 21.03.2009
Beiträge: 882
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Original von Friesengeist
Fakt ist tatsächlich, daß seit geraumer Zeit der Datentransfer vom RGWA Richtung DRK-Suchdienst abgeschlossen ist. |
| Zitat: |
Original von Friesengeist
Alle Daten bezüglich deutscher KGF aus dem Bestand des RGWA sind "längst" da. Diese mussten und müssen natürlich auch noch
rückübersetzt werden, damit überhaupt klar ist, um wen es sich dabei handelt. |
| Zitat: |
Original von Friesengeist
Nach meinem Kenntnisstand bekommt jeder, für welchen eine Akte vorliegt und bei dem natürlich auch noch eine "lieferfähige"
Adresse vorhanden ist, die komplette Akte unaufgefordert zugesendet. Natürlich sind hierbei - wie schon erwähnt - nur die Grunddaten übersetzt. |
Guten Abend, Kai, und alle Mitleser,
ich muss Dir widersprechen. Die Akten der Männer, die nach UKAS 43 verurteilt wurden, sind nicht vom RGWA über die Deutsche Botschaft in
Moskau zum DRK Suchdienst München transferiert worden. Für diese Männer muss eine Rehabilitierung beantragt werden und nur wenn
dieser stattgegeben wird, wird die Akte freigegeben.
Eine Rückübersetzung erfolgt nicht. Lediglich zur Zuordnung und um festzustellen, um wen es sich handelt, wird der Name übersetzt.
Und wenn eine Akte zum DRK-Suchdienst gegeben wird, erfolgt keine automatische Zusendung an Angehörige, jedenfalls nicht im Falle
meines Großvaters, trotz lieferfähiger Adresse.
Ich selbst habe für einen weiteren Angehörigen vor 8 Monaten die Rehabilitierung beantragt, um die Akte zu erhalten. Vor drei Tagen
habe ich eine Archivauskunft des Staatlichen Russischen Militärarchivs Moskau erhalten (das Schreiben ist übrigens mit einem
Eingangsstempel der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau versehen: 4. Februar 2010 – es hat also nur 2 Monate dort
herumgelegen).
Inhaltlich werden Daten wie Name, Geburtsdatum und –ort, Inhaftierungsort, Verurteilungsdatum, MWD-Lager usw. aufgelistet.
Gründe für die Inhaftierung sind nicht angegeben.
Die Sächsische Gedenkstätte, die freundlicherweise und sehr kompetent den Schriftverkehr für mich führte, hat mir in einem
Telefonat gesagt, dass sie so einen Fall noch nicht hatten. Es wird vermutet, dass sich meine Suchperson in irgendwelchen
Archivlisten wieder findet, eine Akte aber nicht auffindbar ist.
Kann mir jemand mehr sagen?
Fragender Gruß von Margarete
__________________ Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden. Brentano
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24.04.2010 20:24 |
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Friesengeist
Stamm-Mitglied

Dabei seit: 17.02.2007
Beiträge: 465
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Moin Margarete,
vorerst in aller gebotenen Kürze (dafür ist das Wetter heute einfach zu gut
) eine Antwort auf Deine Frage(n)
Ich bin mir nicht sicher, habe mir den Thread jetzt auch nicht mehr gänzlich durchgelesen und somit kann es sein, daß auch ich mich diesbezüglich zwischendurch habe "blenden" lassen
:
Es besteht ein ganz entscheidender Unterschied zwischen den Grunddaten des Gefangenen und der eigentlichen Akte !
Die Grunddaten sind dem DRK bereits seit 1992 zugegangen, das waren mit Stichtag 2006 rund 1,5 Millionen Datensätze (von Wehrmachtsangehörigen). Aus diesen Datensätzen konnten ca. 380.000 individuelle Daten extrahiert und daraus wiederum rund 200.000 einzelne Schicksale bearbeitet und gelöst werden.
2006 wurde also bereits der Datentransfer der Grunddaten aus Russland als nahezu erschöpft angesehen.
Unbeschadet dessen war man bereits - und ist es auch bis dato noch - in Verhandlungen bzw. laufenden Projekten mit der Ukraine, Weißrußland, Tschechei, Rumänien, Moldawien, Slowakei und dem Baltikum, da sich gezeigt hatte, daß nicht alle Daten aus den Gefangenenlagern zentral nach Rußland gegeben wurden sondern an ihren ursprünglichen Orten verblieben waren.
Ab 2005 hat man dann seitens des Suchdienstes nachgelegt und per Kooperationsvertrag vereinbart, neben den bereits gelieferten Grunddaten zu dem Gefangenen auch jeweils die komplette Akte - falls vorhanden - anzufordern. Mit Stand 2006 wurden rund 150.000 Akten übermittelt, erwartet werden rund 1,2 Millionen. Dieses Projekt ist auf 6 Jahre angelegt und sollte somit bis 2011 abgeschlossen sein.
Wenn man jetzt die beiden Zahlen aus der Gesamtmenge Grunddaten und der zu erwartenden Akten dazu anschaut und gegenrechnet, so wird deutlich: Nicht zu jeder Person, welche in den Archivlisten geführt wird, existiert auch eine Akte. Die Differenz liegt hier bei rund 300.000 !
Was jetzt die Weitergabe der Erkenntnisse an die Angehörigen betrifft, so sagen meine Unterlagen folgendes aus:
- Die im Prinzip ja schicksalsklärenden Grunddaten werden unaufgefordert an die Angehörigen versendet.
- Falls eine Akte zu den Grunddaten existiert, bekommt man diese auf Anforderung beim DRK.
l.g.
Kai
Quelle: "Der Suchdienst des DRK - Historischer Überblick" v. Stephanie Traichel
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25.04.2010 12:55 |
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