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Kabinendachabsprengung bei Fw 190 A-8 |
Rheinmetall
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| Kabinendachabsprengung bei Fw 190 A-8 |
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Hallo zusammen,
hab mal eine Frage zu einer Passage in Willi Reschke´s Buch "Chronik Jagdgeschwader 301 / 302".
Dort schildert er auf Seite 179, wie er aufgrund seiner Neugier von einer waidwunden B-17 Flying Fortress durch Bordschützenbeschuß zum Aussteigen aus seiner Maschine gezwungen wurde.
| Zitat: |
| "Es gab nur noch eine Lösung: so schnell wie möglich raus aus meiner Maschine ! Anschnallgurte lösen, Sauerstoffmaske ab, Brechkontakt (vermutlich war hier Sprechkontakt gemeint) der Netzkopfhaube lösen, Kabinendach absprengen, gegen den Steuerknüppel treten - und raus !" |
Bei diesem Einsatz flog Willi Reschke eine Fw 190 A-8.
Ich wußte garnicht, dass man das Kabinendach bei regulären Jagdflugzeugen absprengen konnte.
Bislang war ich immer der Meinung gewesen, dass das nur bei Maschinen mit Katapultsitz-Ausstattung so der Fall war.
Kann mir jemand verraten, bei welchen Jagdflugzeugen der damaligen Zeit das noch so der Fall war ?
Wie funktionierte diese Sprengvorrichtung in der Handhabung und wieviel Sprengstoff waren dazu an der Kanzel verbaut ?
Würde mich wie immer sehr freuen, wenn mir jemand darauf eine Antwort liefern könnte.
Rheinmetall
__________________ "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
(In Memorie of Jürgen Oesten + 05.08.2010)
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23.03.2012 18:10 |
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1241
geübter Neuling

Dabei seit: 12.03.2011
Beiträge: 165
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| RE: Kabinendachabsprengung bei Fw 190 A-8 |
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Hallo Rheinmetall,
| Zitat: |
Original von Rheinmetall
| Zitat: |
| "Es gab nur noch eine Lösung: so schnell wie möglich raus aus meiner Maschine ! Anschnallgurte lösen, Sauerstoffmaske ab, Brechkontakt (vermutlich war hier Sprechkontakt gemeint) der Netzkopfhaube lösen, Kabinendach absprengen, gegen den Steuerknüppel treten - und raus !" |
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Er meint zwar ganz sicher das Kabel zum FuG, aber das Ding hieß wirklich Brechkontakt bzw. heute Brechkupplung. Der Name kommt daher, daß man zwei Teile dieser Verbindung regulär zusammensteckt, zum Lösen aber beide Teile einer Bewegung aussetzt, als würde man ein Stöckchen zerbrechen. Zum Auseinanderziehen bräuchte man erheblich größere Kräfte aus zum "brechen". Das ist eine sichere, aber sehr schnell lösbare Steckverbindung.
Gruß,
1241
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23.03.2012 20:34 |
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Rheinmetall
engagiertes Mitglied
 
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Themenstarter
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Guten Morgen Ihr beiden !
Vielen Dank für Eure sehr aufschlußreichen Antworten.
Jetzt wird mir einiges klar.
Rheinmetall
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(In Memorie of Jürgen Oesten + 05.08.2010)
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24.03.2012 07:58 |
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1241
geübter Neuling

Dabei seit: 12.03.2011
Beiträge: 165
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Hallo Rheinmetall,
falls es bei der Vorstellung der Funktion hilft, könnte ich Dir beschreiben, wie das bei Nachkriegstechnik gemacht wurde.
Gruß,
1241
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24.03.2012 09:52 |
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Rheinmetall
engagiertes Mitglied
 
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Themenstarter
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@ 1241,
ist das in etwa dann die gleiche Beschreibung wie sie AviaB.33 bereits abgegeben hat ?
@ Avia,
Danke für Deine Beschreibung.
Gibt es vielleicht eine Auflistung von Maschinen, welche über eine Dachabsprennung verfügten ?
Rheinmetall
__________________ "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
(In Memorie of Jürgen Oesten + 05.08.2010)
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26.03.2012 12:55 |
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Karl Grohmann
Vereinsmitglied
 
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26.03.2012 13:44 |
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1241
geübter Neuling

Dabei seit: 12.03.2011
Beiträge: 165
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Hallo Rheinmetall,
bei der mir bekannten Technik am seitlich klappbaren Kabinendach sah das unter Einsatz des Pyrosatzes so aus:
Der Pilot betätigt den pyrotechnischen Abwurf des Daches.
Die Pyropatrone öffnet die Verriegelung des Daches (Verschußhaken werden zurückgeschossen) Danach werden Teleskope, die im Kabinenrahmen liegen, mit dem Verbrennungsgas gefüllt und stoßen das Dach nach oben. Den Rest übernimmt der Luftzug. Der ganze Vorgang dauert nur Bruchteile einer Sekunde. Da das Dach in einer Art Steckscharnier* lag, konnte man es geöffnet/unverriegelt einfach nach oben abziehen.
*Ein Scharnier war mit einer Seite am Kabinendach fest und hatte an der anderen nach unten nur einen Dorn, der in einer Hülse der Zelle steckte.
Gruß,
1241
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26.03.2012 23:00 |
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Karl Grohmann
Vereinsmitglied
 
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Hallo liebe Forumschreiber in diesem Thread,
auch wenn ich nur ein Forumschreiber ohne Funktion hier bin, möchte ich Euch ein großes Lob aussprechen. Das sind mal wieder Beiträge ohne viel drumherum, dafür aber mit sachlich differenzierten, qualitativen Aussagen zur Beantwortung der von Rheinmetall gestellten Frage.
Da macht es richtig Freude, die Antworten zu lesen......
Gruß Karl Grohmann
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29.03.2012 14:17 |
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Augustdieter
Moderator
  
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Hallo Karl,
| Zitat: |
| auch wenn ich nur ein Forumschreiber ohne Funktion hier bin, |
nicht so ganz...du gehörst zum Inventar
Sorry für OT aber musste sein
__________________ Gruss Dieter
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29.03.2012 15:50 |
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